Sonstiges

Verwandt.de

wie manche auf der Barcamp-Party bereits anhand der Aufkleber bemerkt haben, haben die Dealjäger-Macher vor wenigen Tagen die Verwandt.de Beta gestartet.

Ich persönlich werde mich auf dieser Plattform nicht anmelden, da es für mich völlig sinnlos ist. Warum? Ganz einfach: ich bin ein Ausländer der zweiten Generation. Somit ist mein Verwandtschaftskreis in D denkbar klein, weder mein Vater noch meine Mutter waren jemals im Netz, mein Bruder hat für sowas keinen Sinn und damit hat sich dann auch der Nutzen für mich schnell erledigt. Ich kann zwar gerne die Verwandten aus Kroatien einladen, doch haben auch die kaum Lust auf eine deutschsprachige Plattform.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich nicht so recht den Sinn in Verwandt.de erkennen kann. Für eine Stammbaum-Digitalisierung dürften nicht sehr viele Nutzer einen Bezug haben. Warum also Dealjäger seine Kohlen da reinlegt? Entweder unterschätze ich den Markt oder die planen geheimnisvolle, spannende Features, die man später einbauen wird.

Gut, wird wohl insgesamt daran liegen, dass ich mit solchen Familiy-Anwendungen nix anzufangen weiß. Muss an meinem Alter liegen und meiner Erziehung, sich mit Verwandten persönlich zu treffen, statt via Netz auszutauschen.

verwandt.de

via donvanone


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

25 Kommentare

  • Robert, ich vermute mal, die haben von Geni.com in den USA gelesen und wollen den Erfolg wiederholen.
    Ich habe unseren Familienstammbaum vor ca. 3-4 Monaten bei Geni gestartet. Die family ist auch zwar weitgehend in Deutschland, aber auch international gibt es ne ganze Menge Mitglieder.
    Ich kann nur aus meinen Erfahrungen bei geni berichten. Die sind echt super. Nachdem ich die ersten ca. 30-50 Namen eingegeben haben, hat sich „das Ding“ immer mehr verselbständigt. Heute sind es irgendwas bei 1200 Mitgliedern.
    Viele kannte ich bisher nicht.
    Der virale Charakter ist sehr groß.
    Geld für so ein Projekt zu bekommen ist zumindest in Amiland auch kein Problem – und inzwischen scheinbar in Deutschland auch nicht.

    Ich habe mir verwandt.de mal angesehen. Vom ersten look and feel gefällt mir geni besser. Da die Familien eh immer internationaler werden, stört das Englische auch nicht. Außerdem haben die inzwischen auch ihre Oberfläche auf Deutsch angeboten.

  • na ja, meine Family ist zu 99% in CRO und zu 1% hier. Dat bringt mir nix. Aber den Nutzen so einer Anwendung verstehe ich dank deiner Beschreibung nun wesentlich besser, danke!!!

  • Bug oder Feature?…

    Ich denke, es ist ein riesen Bug den verwandt.de da hat.
    Aber der Reihe nach. Ich lese bei Robert in den Kommentaren, das sich Uwe K. dort angemeldet hat. Uwe hat auch gleich einen Link hinterlassen. Ich klicke also rauf, um mir die Plattform mal anzu…

  • Ist nicht nur ein Copycat des amerikanischen Geni.com, sondern das Ganze gibt es auch schon in Deutschland: FamilyOne.de

  • […] Sicherlich eine schöne Sache, für Menschen mit einer großen Familie online, die über eine große Fläche verstreut ist und zu denen man sonst kaum Kontakt hält. Ich persönlich habe keine wirkliche Anwendung für familyone.de, der Großteil meiner Verwandtschaft ist nicht online und mit denen, die es sind, halte ich so schon Kontakt. Aber um mal übersichtlich einen Stammbaum zu erstellen ohne dabei auf, sicherlich umfangreichere, Offline-Tools zurückgreifen zu müssen ist es eine schöne Sache. Um mit seiner Verwandtschaft in Verbindung zu bleiben, gibt es aber sicherlich elegantere Möglichkeiten, da muss ich Robert zustimmen. […]

  • Um die Liste noch zu vervollständigen: http://www.ancestry.de. Wobei der Ansatz von denen etwas „professioneller“ wirkt, sie sich das aber auch entsprechend Vergüten lassen. Einen einfachen Stammbaum erstellen kann man aber mit dem kostenlosen Account.

  • Naja, während bei StudiVZ und Xing nur die eigenen Daten gesammelt werden, kriegt man über so eine Plattform auch noch alle Daten der Verwandtschaft.

    Ist doch sehr praktisch ;-))

    (so. und bevor ich hier verklagt werden – stimmt natürlich alles nicht, die sammeln keine daten sind auch nie nie böse und tun das alles aus reiner nächstenliebe. ich dagegen bin böse, neidisch und zeig mich einfach mal gleich selbst an)

  • Gibts das nicht schon bald bei PaulsMama.de ? Ich glaube da soll auch ein Familienstammbaum entstehen.

    Btw. scheint deine Email-Benachrichtigungsfunktion keine Mails raus zu schicken. Geht das nur mir so?

  • @Daniel: E-Mail-Benachrichtigung kommt an und ja ich habe auch gelesen, dass PaulsMama die Funktionalität unterstützen soll. Wahrscheinlich wird der Fokus aber nicht so darauf liegen wie bei den anderen 3 Plattformen.

    @Mirko: Ich denke nicht, dass da primär Adressen und persönliche Daten vertickt werden, vielmehr werden die Anbieter auf Premiumangebote setzen. Also erweiterter Funktionsumfang, wie Import, Export, Recherchemöglichkeiten etc. sind denkbar. ancestry.de kann man als Beispiel mal heranziehen, die haben diesbezüglich einiges an Infos auf der Webseite stehen.

  • stimmt natürlich alles nicht, die sammeln keine daten sind auch nie nie böse und tun das alles aus reiner nächstenliebe.

    Daß die Anbeiter des Dienstes nicht aus reiner Nächstenliebe handeln, sondern es auf die Kundendaten und deren Vermarktung abgesehen haben, geht u.a. aus einem Beitrag des Pressesprechers in den Kommentaren auf golem.de hervor. Darin heißt es u.a.:

    „Sinn ist es, vielen Familien die Möglichkeit zu geben Ihren Stammbaum einzutragen.. und irgendwann von dem guten Draht zu den Familien zu profitieren.“

    Eine treffende Interpretation der Aussagen des Pressesprecher wird nach meinem Empfinden in dem folgenden Antwort-Kommentar geboten:

    Re: Wie dumm muss man sein?

  • joo, die Diskussionen, was man mit den Daten macht, um seinen Service zu versilbern, beschäftigt seit jeher das Netz. Es gibt gute Ansätze, es gibt schlechte Ansätze. Welchen Weg Verwandt.de wählt, weiß ich nicht, nur sie werden nicht ganz so blöd sein, die Daten zu verkaufen.

  • sie werden nicht ganz so blöd sein, die Daten zu verkaufen.

    Darauf geht der verlinkte Kommentar nach meiner Auffassung bereits treffend ein.

    Man verkauft nicht die Daten, sondern nur Dienstleistungen, die auf den Daten beruhen. Die Daten selbst hütet man möglichst sorgfältig, denn sie sind das eigentliche Kapital des Unternehmens.

    Adressen-Händler, die z.B. Adressen verkaufen, statt der Dienstleistung, eine Werbung im Auftrag des Werbekunden an eine bestimmte Klientel zu verschicken, sind von gestern.

    Gut aus Sicht des Datensammlers ist, wenn der Werbekunde für jede Werbesendung wieder bezahlen muss und nicht etwa nur alle paar Jahre für eine aktualisierte Adressen-Datenbank zahlt.

  • hab mir das gerade auch mal angeschaut und die werben mittlerweile mit mehr als 100 Millionen „Namen“… wobei ich das Geschäftsmodell dahinter nicht wirklich verstehe…

  • Mittlerweile wurde verwandt.de ja an myheritage.com verkauft. @Ralf: Du verstehst das Geschäftsmodell nicht? Ganz einfach, Werbung und Premiumdienste. Ich habe mehr Mühe mit dem neuen Besitzer, denn da braucht man wieder eine Software, anstatt dass man seine Daten gleich online editieren kann. Das ist definitiv ein Rückschritt. Mehr Details gibt es bei mir im Blog.

  • Uns gefällt die Plattform eigentlich ganz gut. Der Mehrwert ist allerdings recht überschaubar. Trotzdem hat die Plattform noch enormes Potential.

  • Ich bin mir auch sehr sicher, dass sich nicht jedes Konzept durchsetzen wird. Die Konkurrenz ist einfach zu groß. Selbst google tut sich schwer, facebook aktiv zu verdrängen. und das der mensch ein gewohnheitstier ist, setzen sich meistens nur die ersten Anbieter durch.

  • es ist doch jetzt schon klar, dass sich nicht jede idee durchsetzen wird. der nutzer ist schon heute überfordert und wenn er nicht zahlreiche vorteile hat oder freunde es dauernd empfehlen, sind solche projekte leider zum scheitern verurteilt. man kann natürlich auch einen 7-stelligen werbeetat opfern, um das projekt zu vermarkten. mit etwas glück refinanziert sich das, weil z.B. facebook das gut findet und ordentlich geld für den kauf bezahlt.

  • Sicher eine Seite die für viele nicht wirklich interessant ist. Für einzelne aber sicher ganz OK ist, um damit gezielte Informationen zu erhalten.

Kommentieren