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die Wochenend-Denknuss

ganz schnell noch: wärhend ich den Forenbeitrag runtergeschrieben habe, kam mir in den Sinn, warum es denn bis dato kein Social Network nur für Blogger gibt? Ein gut gemachtes, spannendes SN für Blogger halte ich für ziemlich interessant und würde mich da liebend gerne tummeln. Bietet es doch den Vorteil, dass sich die zahlreichen „longtail“-Blogger uU viel besser finden, treffen und austauschen können, statt darauf zu hoffen, dass sich mal ein Blogleser auf ihrem einfindet. Technorati versucht da seit jeher was, doch werden sie immer nur als Suchmaschine wahrgenommen, die kommen da auch nicht mehr raus. MyBlogLog geht auch etwas in diese Richtung, ist aber mE zu armseelig, was die Features angeht, um tatsächlich zu eiem Social Place for Blogger zu werden. Kombiniert man das System mit Blog-Funktionen (ich meine jetzt nicht Bloggen auf dem SN, sondern denke mehr an Schnittstellen), riecht das Ganze sehr spannend. Nur grob gedacht. Immerhin gibt es weltweit Millionen von Bloggern, die sich mitunter auf allen möglichen Social Networks tummeln, aber in keinem, das ihr gemeinsames Verbindungselement bedient: Bloggen.

Denknuss. So, jetzt aber, schönes Wochenende!


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

27 Kommentare

  • *???* Kleinbloggersdorf ist doch das Social Network nur für Blogger, Robert. Oder? Du bist Peppone, Don ist Camillo. Und der Rest verteilt sich auf die anderen. Prima Social Kaspertheater. Bischen Linking und Rechtsing zu Skype, Qype und Hype. Etwas Xing und etwas Ping. Und fertich.

  • Du sprichst mir aus dem Herzen. So was suche ich schon lange. Aber nur für den deutschsprachigen Bereich. Genau wie einen deutschen Digg Klon nur für Blogger.

  • Hm. Ich dachte, die Blogosphäre selber ist unser riesiges Social Network? Wenn man bedenkt, was die Blogospähre als SN alles kann, gibt’s doch wenig Zusatznutzen, den ein zentral gesteuertes SN beisteuern könnte: Jeder hat schon Profilseiten, die jeder auf eigene Faust und nach eigenem Geschmack gestalten kann, jeder kann sich „als Freunde adden“, jeder kann auf Inhalte des anderen eingehen, und in jedem Blog gibt es „Diskussionsforen“ – nämlich in den Kommentarspalten. Wir haben das flexibelste Social Network der Welt, weil es dezentral ist und von uns allen so ausgebaut wird, wie wir selber es wollen.

  • Je mehr ich darüber nachdenke, desto schlechter finde ich die Idee (sorry, Robert ;-). Aber gerade in Deutschland scheint es mir, als ob die meisten Blogger ohnehin schon sehr intensiv mit Nabelschau beschäftigt sind, also mit der ständigen Diskussion über die Blogosphäre als Thema selbst: Meta-Blogging. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass dazu nun auch noch ein SN gegründet wird… Stell‘ Dir bloß mal die Diskussionen dort vor… 😉

  • Diese Unsicherheit ist auch genau das, was mich bei Blogscout daran gehindert hat, an dem Netzwerk-Feature weiter zu machen. Macht es Sinn, irgendwo zentral Gruppen zu haben, in denen sich die Leute austauschen können?

    Vielleicht wird es erst dann interessant, wenn so Sachen wie Blogempfehlungen (Scouts/Diggs) mit dazu kommen.

    Aber vielleicht hast Du auch Recht Robert, denn wenn ich mir die vielen zigtausend Blogs anschaue, die wir schon bei Blogcensus.de haben und die wahrscheinlich gar nicht wissen, was die Blogosphäre ist, könnte man wirklich versuche, über eine zentrale Anlaufstelle was zu bewegen.

  • Dirk, ich denke schon, dass wenn heute jemand ein Blog hat, dass dieser Mensch schon weiss, dass es so etwas wie eine Blogosphäre gibt und die Erde keine Scheibe ist. Diese Person kennt vielleicht nicht alle Möglichkeiten, Gepflogenheiten und Werkzeuge in dieser Welt. Das kann sein. Aber ein allgemeines Portal halte ich nicht für geeignet, um die deutsche Blogosphäre zu festigen, zu pflegen und zu erweitern. Das wäre die Eierlegendewollmilchsau.

    Das Geheimnis liegt doch in einem guten Set von Webangeboten unterschiedlicher Hersteller, die auf gemeinsamen internationalen Standards beruhen. Gerne auch ein Toolset, das sich im gesunden Wettbewerb befindet, um das Angebot immer frisch zu halten.

    Woran es mangelt, sind noch mehr vielfältige und unterschiedliche deutsche, deutschsprachige oder europäische Webangebote, aus denen sich jeder das geeignete herauspicken und sein persönliches Ökosystem zusammenstellen kann. Ich finde für sehr viele Blogger ist die Sprachbarriere noch ein grosses Hemmnis. Der Markt ist dominiert von den US-Tools. Wozu diese Monokultur führt haben wir ja in den letzten Tagen erlebt. Du selber hast ja, wie ich vorhin gesehen habe, dort den Stecker gezogen. Respekt.

  • eine zentrale Anlaufstelle und Blogs sind doch schon diametral entgegenstehende Dinge. mybloglog ist da schon das höchste der Gefühle. Gehört aber zu yahoo (ha!), und kränkelt in der Tat am Ausbauen zusätzlicher Features. Keine Ahnung, was die MAcher dort den ganzen Tag machen, aber mybloglog ist vom interessantesten SN quasi über Nacht völlig ins Vergessen gestürzt, zum Teil zu Recht.

    Das Einzige, was ein bloggerzentrisches SN in D bewirken würde, wäre eine hässlich geführte Diskussion, ob man das wirklich braucht, welchen Dreck die Macher dahinter am Stecken haben und das jeder, der dort hingeht eine Traffic*peeep* ist und so weiter und so fort und blah. Das wäre mal was, ne selbstreferentielle Diskussion in deutschen Blogs über Dinge rund um Blogs.
    yeah

  • Auch ich finde die Idee gar nicht so gut bzw. nicht notwendig.

    Blogs geben Dir die Freiheit, Deine Grenzen dort zu ziehen, wo Du es selbst für notwendig hälst. Insofern stimme ich Martin zu, dass die Blogosphäre selbst ein eigenes SN darstellt. Mit der Zeit lernt man Leute kennen. Aber ohne die Verpflichtung wie z.B. bei Xing, sie alks offiziellen Kontakt aufzuweisen. Wozu auch? Man kennt sich eben. Und wenn man was braucht, reicht ein Posting, eine Mail, eine kurze Message via Skype.

  • Hm, ein Social Network (nur) für (deutsche) Blogger. Ansich nicht schlecht gedacht – nur gibt es doch jetzt schon unterschiedliche Bloggerströmungen – sei es nur wenn man mal fragt wer Werbung (egal welcher Art) für Geld auf dem Blog macht und wer darauf konsequent verzichtet. Zusätzlich kämen bei einen Social Network für Blogger noch hinzu die vertikale Aufteilung innerhalb der Bloggosphäre (ich bin ein guter und häufiger Blogger [aka selbst ernannter Alpha-Blogger] und will mit dir, den Wenigschreiber nichts zu tun haben). Solche Beweggründe könnten dann innerhalb des SN für eine Klassifizierung der Blogger sorgen, was ja wohl auch nicht der Sinn der Sache ist.

    Zudem denke ich, das die BloggerInnen schon ein recht eigenständiges Völkchen sind, das gerne selbstständig bleiben möchte ohne durch irgendwelche Gruppen an jemanden anderen gebunden zu sein.

    Andererseits ist ein SN die perfekte Möglichkeit wo sich BloggerInnen zentral austauschen könnten, sich gegenseitig Tipps zu den verschiedensten Problemen (mit Spammern, Trollen etc) geben könnten und wo – auch mal „elitäre“ Blogger den „kleinen“ etwas unter die Arme greifen könnten. Zudem wäre dieses SN die Plattform wo man auch mal sehen kann: „Welches Blog ist denn in meiner Nähe“ oder wo sich die Blogger zu den verschiedensten Veranstaltungen (Bar Camps ect) austauschen könnten.

    Ich persöhnlich wäre solch einem Blog-SN nicht abgeneigt.

  • Negative Erwähnungen: Selbstbeweihräucherung und Selbstreferenzialität halte ich für Themen am Rande der Blogosphäre, mit der sich lediglich 0.01% aller Blogger beschäftigen. Insofern mag das ein Argument für bestimmte User sein, aber uninteressant für das Gros der Blogger, wenn es um die Beurteilung eines SNs for Blogger geht. Habe von diesem Argument bei der Bewertung von SNs auch nie zuvor gehört, witzig, dass es ausgerechnet jetzt kommt:))

    manche Nutzenvorteile wurden schon oben angedacht. Ausgehend vom Gedanken, dass ein Blogger im Schnitt 99.99% aller anderen Blogger nicht kennt, was mit dem Blogsystem per se zu tun hat. Ich behaupte, dass dieses systemische Egozentrum (nicht psychisch bedingt, sondern technisch:) durch SNs wunderbar aufgebrochen werden kann.

    Ich könnte mir explizit vorstellen, über das SN auf ziemlich viele Blogger zu stoßen, die sich wie ich mit bestimmten Themen befassen. Ich kenne lediglich einen kleinsten Bruchteil, kein Wunder, müssen doch Fachblogger durch das Nadelöhr „Bekanntheit“, bevor sie überhaupt irgendwo auftauchen. Und da viele Blogger nicht mal ansatzweise wissen, wie sie sich vernetzen sollen via Blog (sind ja nicht alle so crazy wie wir), könnte das SN viel mehr dazu beitragen. Sachar (siehe https://www.basicthinking.de/blog/2007/06/16/die-wochenend-denknuss/#comment-699592 ) nennt zwar die Vernetzungmöglichkeiten, aber .. ähem.. das läuft „ganz wunderbar“…. na ja… wer schon mal Blogger angemailt hat, weiß was ich meine. Am Ende kommt häufig „was ein arrog… A…“ raus und nicht nur das.

    Und das ist ja nur ein Pluspunkt von vielen. Ach so, btw, mich interessiert nur am Rande Deutschland als Region, mich interessieren die Blogger weltweit. Das SN kann jedoch naturgemäß oW beide Ausrichtungen abdecken, wenn man die Lokalisierungen nicht so sehr in den Vordergrund stellt.

  • Ich bin nicht an einer solchen Blogo-Community interessiert, trotzdem sehe ich durchaus Bedarf: der Austausch von Bloggies könnte deren Kommunikation, ihre eigene „Schreibe“ durchaus bereichern.

    Dem Hinweis auf *Kommentare* als SN-Ersatz kann ich nicht so ganz folgen, da hier häufig „die üblichen Verdächtigen“ auftauchen und der Blog-Longtail eher schmalbrüstig vertreten ist. … zudem die „Führermeinung“ verstärkt wird.

    Sehen wir doch einfach die Kommentare bei A-+B-Bloggern als „Hofhaltung“ und eine Blog-SN als „Nationalversammlung“. :))

  • Spätestens seit StudiVZ bin ich von sog. SNs geheilt. Wer seine persönlichen Daten unbedingt in einer „Blogomunity“ für Marktforschung und Werbemissbrauch zur Verfügung stellen will, kann es gerne tun.

    Nach meiner Erfahrung kennen sich die Blogger einzelner Themen-Gebiete schon sehr gut. Das heisst, dass es bereits Grüppchen innerhalb des Bloggernetzes gibt. Wozu dann redundant das Ganze nochmal aufziehen? Wer Blogger – und das ist der Punkt – zu einem Thema sucht, gibt einfach in der Google-Blogsuche die Keywords ein. Wenn er am Profil eines Autors interessiert ist, dann findet er es auf den Blogs. Mehr wird ein SN auch nicht hergeben. Ob ein SN anderen Bloggern hilft, bezweifle ich. Es gibt schon sehr gute und sehr hilfreiche Blogs über das Bloggen. Trotzdem sind nur wenige erfolgreich und die meisten nicht. Das wird so bleiben. Ist auch nicht schlimm. Nicht mal alle bloggenden Journalisten haben Erfolg, obwohl gerade die es bringen müssten.

  • „Ich könnte mir explizit vorstellen, über das SN auf ziemlich viele Blogger zu stoßen, die sich wie ich mit bestimmten Themen befassen.“

    Das kann man auch, wenn man weiß wie man Technorati benutzen muss. Und dort werden auf absehbare Zeit mehr, auch deutsche, Blogs zu finden sein, als auf einem SN auf dem jeder sich erstmal anmelden müsste, wenn er es denn täte. Und überhaupt wöllte. Oder erstmal kennen würde.

  • ich fände das toll 🙂
    super anlaufstelle für fragen … zb. welches statistik-tool ist das beste, welche plugins sind sinnvoll etc. klar ist das alles schon mal irgendwo in einem blogbeitrag irgendwo in den tiefen der bloggosphäre abgehandelt, aber bis man den findet, und dann trifft er noch nicht mal genau die eigene frage etc.

    oder wäre ein blog-wiki nicht praktisch? zu themen wie
    – wie mache ich mein blog bekannt
    – welche blog-software bietet welche vor- und nachteile
    – welche verdienstmöglichkeiten gibt es mit blogs
    – etc.
    so viele fragen, die robert und die kommentatoren hier immer beantworten … ich finde, das könnte man mal ein bissl sammeln. das schleppe ich schon ne weile im kopf mit mir rum, hier passts grad prima. oder gibts sowas schon?

  • @Robert(#17) Das liegt dann aber an den deutschen Bloggern, dass sie es nicht nutzen. Die Tools sind bei Technorati da. Ich habe dort schon öfters gute Nischenblogs gefunden (auch wenn ich das gar nicht vorhatte), die ich anders wohl nicht oder erst sehr viel später entdeckt hätte. Such dort auf deutsch nach einem aktuellen Techthema und Du wirst für Dich vielleicht ein paar relevante deutsche Techblogs finden, als Beispiel. Je spezieller, desto besser.

    Was macht Dich/Euch so sicher, dass ein SN so gut angenommen werden würde? Wegen der sozialen Komponente? hätte dann mybloglog nicht viel mehr durschstarten müssen?
    Ich meine, es kann funktionieren. Aber ich bin da sehr ambivalent. (Auch weil Blogger per se sehr heterogen sind)

  • Hallo,

    ich muss auch sagen, die Idee hat was!
    Besonders spannend fände ich nicht nur ein SN allein für Blogs, sondern eine Plattform, die auch andere benutzte Dienste der Blogger untereinander vernetzt. Selten bloggt man ja nur noch, sondern ist doch parallel noch in vielen anderen Netzwerken aktiv, wie z.B.

    Blog, Twitter, FlickR, del.icio.us… etc.

    Und jeder könnte für sein Profil einstellen, in welchem Bereich er sich vernetzen lassen möchte.

    Und dann noch nett visualisiert das ganze… Das wäre was, ich würde sofort mitmachen 🙂

  • Tja, Robert, da hast Du doch mal eine schöne Marktanalyse betrieben. Und? Wirst Du nun so etwas basteln, um es hinterher an Holtzbrink zu verkaufen und Dich auf Mauritius niederzulassen?

  • Vermutlich wird das passieren, was mit vielen deutschen Web2.0-Projekten passiert: Es kommen die SEO-Schmarotzer und ziehen alles in den Dreck.

  • Obwohl ich weniger einen Blog habe, eher ein Blöggchen möchte ich mal mit einem halben Vorschlag kommen. Es geht weniger um das soziale Engagement der Blogger, man könnte doch mal schreiben über das soziale Engagement von Betrieben. Hier ist mein erster Beitrag dazu.

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