Sonstiges

Jakob Nielsen, der Blog-Guru gibt Rat

sein Artikel heißt Write Articles, Not Blog Postings:

I recently served as a „consultant’s consultant,“ advising a world leader in his field on what to do about his website. In particular, this expert asked me whether he should start a weblog. I said no. You probably already know my own Internet strategy, so it might not surprise you that I recommended that he should instead invest his time in writing thorough articles that he published on a regular schedule. Given limited time, this means not spending the effort to post numerous short comments on ongoing blogosphere discussions.

Jakob wer? Ach, ein alter Mann aus der Altvorderenzeit des Internets, der einst als berühmter Usability-Guru anerkannt war. Ist ganz wtzig zu lesen, wie er auf einem Stand anno 1990 stehengeblieben ist.

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

20 Kommentare

  • Naja, dabei hat er gar nicht mal sooo Unrecht. In einem Blog schreibt man so auf die Schnelle einen Kurzartikel oder eine persönliche Meinung. In klassischen Webseiten schreibt man ausführlicher. Der Fehler in der Denke liegt hier schon in der Fragestellung: Nicht klassische Webseite gegen Blog, sondern Beides, jeweils wofür es optimal geeignet ist.

  • @ siegfried

    aber genau das ist es doch, was die blogs so interessant macht. eine kurze meinung entwickelt sich zum diskussionszentrum….so wird ein artikel schnell sehr lang und ist nicht nur aus der perspektive eines einzelnen geschrieben.

  • Und welche Blogeintraege werden am meisten verlinkt und diskutiert? Doch eher die durchdachten laengeren Artikel die etwas Arbeit erfordern als die kurzen Durchlauferhitzereintraege. Damit macht sich der Autor einen Namen, erzeugt das Image ein Experte zu sein, nicht mit kurzen „guckdochmalhierwaseinwitzigesvideo“ Schnipseln. Ersteres kann naemlich nicht jeder, letzteres kann so ziemlich jeder und es ist vergleichsweise einfach da den „Platzhirsch“ zu verdraengen.

  • Der Mehrwert eines Blogs liegt nicht immer in seiner Länge. Auch die Geschwindigkeit spielt eine Rolle. Beides jedoch ist mit „Qualität“ verbunden. Ob man nun viel zu einem Thema oder als erster über ein Thema berichtet ist eher Geschmackssache.

  • >Jakob wer? Ach, ein alter Mann aus der Altvorderenzeit des Internets

    Naja… Nielsen verlangte früher, in der Altvorderenzeit etwa 20.000 US$ pro Seminar. Heute sind es um die 40.000 US$. Die Unternehmen zahlen es anstandslos. Fazit: Entweder sind sie verrückt oder irgendwas weiß er anscheinend doch…

    Selber hab ich das Geld noch nicht investiert – kann dazu also nix sagen. Aber seine Bücher sind nicht dumm. Ihn als alten Mann zu bezeichnen, finde ich in Anbetracht dessen, was er geleistet hat, nicht besonders fair.

  • Wo steht denn als „Blog-Definition“ geschrieben, dass man:

    „[in] einem Blog … so auf die Schnelle einen Kurzartikel oder eine persönliche Meinung [schreibt]“

    ??

  • Der Erste hat den Nachteil, alles recherchieren und formulieren zu müssen. Die Zweiten haben den Vorteil, darauf verlinken zu können.

  • Wer liest Blog-Posts und wer „Artikel“ ?

    Ich glaube, daß Blogs ein Mittel der (direkten) Kommunikation und der „Markenführung“ sind.

    Artikel liest „keine Sau“ – es sei denn, es gibt tatsächlich besonders Interessierte und dann muß idR ein „wissenschaftlicher“ oder zumindest beruflicher Hintergrund abgerufen werden, der idR nur von einer „Stabsabteilung“ oder zumindest „Referenten“ geliefert werden kann.

    Artikel auf einer Website sind nur etwas für Klein(st)unternehmen, die hoffen, mit diesem „free content“ auf sich aufmerkam machen zu können.

    Der Unterschied zwischen Artikel und Blogposts und ist mE etwa so groß wie zwischen einer Diplom-Arbeit und einem Telefonat. 😉

  • Deshalb wird auch nie ein Blog als Sammlung von Pressemitteilungen Erfolg haben. Entweder gut verpacken oder lassen. Seitenlange ins Blog kopierte PR-Meldungen, die zudem zu 90 Prozent am Thema vorbei schiessen, liesst kein Mensch. Btw., ich kenne paar Blogs, die trotz solider Artikel durchaus erfolgreich sind.

  • Bedenkt bitte, dass Nielsen sich an Menschen wendet, die systematisch Geld im Internet machen, indem sie Dinge wie Informationen oder Staubsauger oder Beratungsdienstleistungen verkaufen. Seine Message lautet somit: Wenn du direkt für deine Produkte bezahlt werden willst (und nicht via Werbung über hunderttausend Pageimpressions), dann kannst du es dir nicht leisten, Schund zu generieren – und genau das tust du, wenn du _bloggst_.
    Ich finde den Artikel tatsächlich einen der besten, die er in letzter Zeit in der Alertbox veröffentlicht hat.

    Grüße
    stephan@spamschlucker.org

  • Also ich lese auch am liebsten die Blogs mit echten „Artikeln“ statt kurzen Kommentaren zu anderer Leute Postings.
    Letzteres kann auch wichtig und interessant sein, aber statt Blogs zu lesen, die nur daraus bestehen, lese ich lieber die paar immer gleichen, auf die sie sich beziehen.

  • Schon mal dran gedacht, dass Blogs auch per Feedreader bei vielen auf dem „Radar“ stehen. Da die Interessen sehr verschieden sind, gibt es nicht nur Menschen, die informiert werden möchten, wenn Lisa Müller sich gestern beim Einkaufen den Zeh angestoßen hat.
    Menschen suchen Informationen – neue Informationen. Ich kann keinen Grund erkennen, warum man nicht auch auf diesem Weg fundierte Infos suchen (bzw. auf dem „Radar“ haben) sollte?

    Und so kann schließlich auch ein Blog mit Presse meldungen für eine bestimmte Zielgruppe (Zeitungsleute?) interessant sein, weil das per RSS einfach und bequem geholt wird.

    Sind wir schon so weit in der Blogosphäre, dass wir uns über andere lustig machen, weil wir deren Inhalte nicht spannend genug finden?

    Das erinnert mich ein wenig an „Das Leben des Brian“. Wo alle vor seiner Türe stehen und er sagt: „Ihr seid doch alle Individuen – und alle verschieden“. Da ruft einer im Hintergrund: „Ich nicht!“.

  • Mutig Mutig, der Unterschied zwischen Jacob Nielsens Artikeln und einem normalen Blog Posting ist das die Artikel quasi nie seine Meinung wiedergeben sondern sich immer auf Fakten aus Usability Studien und Tests beziehen. Er bietet Wissen nicht Meinung.

    Wenn man viel Aufmerksamkeit und ein erfolgreiches Blog haben will, sollte man mit Sicherheit kurz und knackig schreiben. Wenn es einem als Berater um wirklich interessante Kunden und um einen Beweis der eigenen Wissensbereiche geht dann vielleicht doch die gut recherchierten längeren Artikel.
    Wie gesagt Nielsen ist letztendlich auch Berater und so schlecht fährt er mit seiner Strategie nicht.

  • > Jakob wer? Ach, ein alter Mann aus
    > der Altvorderenzeit des Internets,
    > der einst als berühmter Usability-
    > Guru anerkannt war.

    Das war einen Tick zu provokant formuliert, als dass ich das kommentarlos so stehen lassen könnte.

    Würden sich auch nur ein paar mehr Webdesigner und Autoren an die Richtlinien halten, die u.a. Herr Nielsen nach langen und intensiven Testreihen aufgestellt hat, hätten wir ein besseres, schnelleres, informativeres und schöneres Internet. Punkt.

    Und wer’s nicht glaubt: einfach mal „Web Usability“ lesen.

    Diese Richtlinien werden übrigens regelmäßig aktualisiert, gestrichen und erweitert. Von „Stehenbleiben“ kann also keine Rede sein.

  • Vllt. mal zum „Aufdröseln“:
    NATÜRLICH sind im (eigenen) Blog Artikel wichtiger als „Postings“ in einem (anderen) Blog.

    Aber das steht doch gar nicht zur Debatte. Auch nicht Nielsens gute „Usability“-Hinweise/Studien.

    Nielsen rät ab ein Blog zu betreiben – das ist eine ganz andere Sache.

    Die guten Blogs setzten sich idR aus „Artikeln“ zusammen. Hier wird aber die Kommunikationsfunktion der Blogs (für einen Gewerbetreibenen) negiert und auf „Artikel“ auf der Website verwiesen, die in der Masse außer Top-Insidern niemanden interessieren. 😉

    Nielsen ist Consultant und seine Studien sind wichtig und lesbar – ein solches Konzept ist für die meisten mangels „theoretischem background“ gar nicht lieferbar.

    Und zurück: Nielsen bestreitet die Kommunikationsfunktion von Blogs – da ist es völlig klar, daß RB „kotzt“, der bekanntlich ene ganz andere Meinung vertritt. 🙂

  • Nielsens Ratschläge beruhen auf den von ihm gesammelten Fakten, ob es einem nun gefällt oder nicht.
    Ohne das beratene Unternehmen zu kennen, ist es also nur mal wieder überheblich und herablassend seinen Ratschlag, anstelle von kurzen Blogpostings besser fundierte Artikel zu posten, in dieser Form (alter Mann, 1990 stehengeblieben) anzuzweifeln.

  • Ohne einen „Print this article“-Button les ich keine langen Artikel im Netz. Damit fallen schon mal 99% aller Blogs mit Artikeln über 1000Zeichen weg.

    Liegt aber wohl an meinem bescheidenen Bildschirm.

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