warum mich persönlich Social Networks nicht reizen

Robert Basic

die Frage wurde mir schon x-fach gestellt, die Antwort ist recht simpel: mein Blog ist mein „Social Network“. Ich brauche nicht Xing, LinkedIn, Facebook, StudiVZ und was weiß ich was. Ich kann mich hier ganz exzellent mit anderen austauschen, fragen, hinweisen, Spaß haben. Dennoch bin ich auf zahlreichen dieser Webseiten angemeldet, mache hin und wieder was, aber lade aktiv nie irgendwelche User ein (be my friend). Ich finde die Seiten dennoch spannend, führen sie doch dazu, dass sich die User einfacher als bisher miteinander austauschen können, ausgehend von der persönlichen Ebene statt wie früher rein themenorientiert zusammenzufinden (Foren zB). Das fasziniert mich und zugleich eröffnet dieser neue Habitus Gründern neue Wege und Möglichkeiten, genau da anzusetzen.

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Für mich aber reichen die Möglichkeiten auf Social Networks bei Weitem nicht aus, mich austoben zu können. Ich will meinen eigenen Auftritt nach Gutdünken verändern, verwerfen, ergänzen, mich ausbreiten, wie ich lustig bin und nicht von anderen abhängig sein, die mir ihre Vorstellungen von „networking“ anbieten. WordPress bietet mir all das, was ich will und brauche. Ebenso, und das ist wohl der wichtigste Punkt, erachte ich es insbesondere im geschäftlichen wie auch privaten Bereich für unglaublich wichtig, seine persönliche (!) Präsenz im Internet über die Jahre hinweg aufzubauen. Diese Präsenz ist bei Weitem nicht erreichbar, wenn ich lediglich als Person in Dutzenden von Social Networks verteilt herumfuhrwerke. Es erscheint mir wichtig, ich kann auch nicht exakt begründen, warum ich daran glaube, dass persönliche Präsenzen extrem wichtig sein werden in Zukunft. Insofern sind personal publishing Sites Social Networks in diesem Bereich bei Weitem überlegen. Andere mögen das selbstverständlich anders halten. So wird ein Single lieber auf Neu.de auf Jagd gehen, ein US-Geschäftsmann in LinkedIn bewußt herumnetzwerken, ein Musikliebhaber sich auf Last.fm tummeln, usw. Gut, man muss natürlich schon dazusagen, dass mein Blog nicht unter Kontaktarmut leidet, insofern fällt meine persönliche Präferenz auch so eindeutig zu Ungunsten von Social Networks aus.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.