Sonstiges

Karl Heinz Schwensen und Mr. Wong

irgendwie hab ichs heute mit Personennamen in Artikelüberschriften. Wer ist das? Keine Ahnung, habs vorher nicht gewußt, auch nicht, als das Pseudonym „Negerk..“ fiel. Genau gegen diese Bezeichnung geht dieser Mann vor, der sich im Rotlichmilieu in Hamburg tummelt. Gegen einige Blogger zugleich. Kommt halt nicht gut, wenn man rassistische Bezeichnungen wählt, auch gegenüber Personen, die sich im Rotlicht bewegen. Eine ähnliche Erfahrung musste Mr. Wong (ein deutschsprachiger del.icio.us Klon) machen, die sich ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt sehen, wobei es jedoch hier weder um eine Abmahnung noch um Personen mit einem anrüchigen Image geht. Was aber keinen Unterschied macht. Auch wenns cool erscheint, sollte man Sprüche wie „ping pong, king kong, Mister Wong“ sein lassen.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

20 Kommentare

  • Na ja, m. W. hat Herr Schwensen die nun abgemahnte rassistische Bezeichnung viele Jahre als Spitznamen geführt. Irgendwann darauf zu kommen, dass dies ja rassistisch sei – nachdem die Bezeichnung quasi als Künstlername bzw. Marke geführt wurde, und das dann als Einnahmequelle für Abmahnungen zu verwenden, ist schon ziemlich dreist.

  • Schwensen hat diesen Spitznamen in den achtziger Jahren im Hamburger Bordellmilieu getragen (siehe zum Beispiel die ganze Berichterstattung im Mordfall Werner Pinzner), und 2002 hat ihn der „Spiegel“ noch ohne Widerspruch so genannt.

    Es wäre interessant, wenn zumindest einer der Blogger nicht einknickt, sondern es ausprozessiert. Vielleicht kriege ich ja noch die Ehre…

  • Dorin, es ist durchaus ein Unterschied, ob Dritte ihn so genannt haben (Spitzname) oder er sich selber so genannt hat (Künstlername). Im ersteren Fall hat er durchaus gute Chancen Recht zu bekommen.

    Ich bleibe aber dabei, nach meinem Wissen hat er sich selber nie mit diesem Spitznamen bezeichnet. Und die ihn im Milieu so genannt haben sollen, sind heute zum grössten Teil nicht mehr.

  • @ Cem

    > Dorin, es ist durchaus ein Unterschied, ob Dritte ihn so genannt
    > haben (Spitzname) oder er sich selber so genannt hat
    > (Künstlername). Im ersteren Fall hat er durchaus gute Chancen
    > Recht zu bekommen.

    In diesem Zusammenhang dürfte es interessant sein, wem das MySpace-Profil

    hxxp://shink.de/b7qja7

    zuzuordnen ist bzw. ob der, der nicht genannt werden will, diesen Account selbst und für sich angelegt hat.

  • @RA Michael Seidlitz, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das ihm gehört. Wir sollten aber nicht spekulieren und mutmassen. Jemand will mit seinem Spitznamen nicht genannt werden. Darum geht es. Nicht mehr und nicht weniger. Die Richter mögen nach Rechts- und Beweislage entscheiden.

    Vergessen wir auch nicht dabei, dass es sehr schwer war in den 50er/60er Jahren als farbiges Kind aus einfachen Verhälnissen in Deutschland aufzuwachsen. Diese Zeiten hatten mit unseren kaum etwas zu tun. Jüngere werden sich das nicht wirklich vorstellen können. Das mag sicher auch seinen Lebensweg mit entscheidend geprägt haben. Genau aus diesem Grund, glaube ich nicht, dass er sich den Spitznamen selber gegeben haben soll. Das wäre ein sehr ungewöhnliches Verhalten.

  • Es wäre ja schon interessant, ob sich die Klageflut nur gegen „wehrunfähige“ Blogger richtet. Warum sollte Wikipedia nicht angeschrieben worden sein? Ich kann mir schon vorstellen, dass dort ein Brief vorliegt und das es sich dabei nicht um das erste Schreiben dieser Art handelt.
    Wie verhält es sich bei den Spiegel-Beiträgen, die Jahre zuvor verfasst wurden?
    Auch würde mich interessieren, ob Robert aufgrund seiner Berichterstattung und des verwendeten Zitates nun auch Post erhält? Bitte halt uns auf dem Laufenden.

  • Man muß sich einfach mal die Mühe machen, die Dokumente aus jener Zeit (Presse, Polizeiberichte…) auszuwerten. Vielleicht ist er sogar unter dem Namen als Boxer angetreten?

    Werde mal die nächsten Tage intensiver dazu recherchieren…

    Die Unterscheidung zwischen Spitz- und Künstlernamen spielt meines Erachtens weniger eine Rolle, denn die Frage, wieso das ausgerechnet heute plötzlich beleidigenden Charakter haben soll, nachdem es jahrzehntelang ihn und sein Umfeld nicht gestört hat?

  • Interviewausriß aus dem „Stern“ 11/97:
    „STERN: Wer hat Sie bloß Neger-Kalle getauft? SCHWENSEN: Das ist meines Wissens eine Wortschöpfung der Staatsanwaltschaft Hamburg. STERN: Schlagen Sie zu, wenn Sie jemand Neger-Kalle nennt?
    SCHWENSEN: Ach was. Ich gehe zur Maniküre. Ich will doch meine Finger nicht ruinieren. Ich habe so zarte Hände, daß ich schon beim Koffertragen auf dem Flughafen Blasen an den Händen bekomme.“

  • Das ist so typisch deutsch-erbärmlich.

    Und immer wieder kriechen sie die Deutschen. Herrlich. Wird wohl auch in 30 Jahren noch so sein.

    Mit rechtsradikalen bzw. rassistischen Vorwürfen zwingst Du die Deutschen immer in die Knie.

    Ist immer wieder ein herrliches Schauspiel.

  • Die Vorwürfe sind doch nachvollziehbar und es schadet nie, über solche Spitznamen oder Karikaturen nachzudenken und vielleicht sensibler damit umzugehen.

    Das ist auch eine Frage der Diskussionskultur.

    Aber daraus eine Abmahnnummer zu machen, krass abzukassieren und darauf zu spekulieren, daß bei dem sensiblen Thema keiner zu widersprechen wagt, ist eine völlig andere Geschichte.

  • Ein Dutzend Idioten regen sich auf und schon wird das Logo entfernt?!

    Obwohl diese Idioten ev. nichtmal selbst Asiaten sind?

    Mister Wong hat sich mit der Entfernung mehr geschadet als wenn sie die paar Dissereien ausgesessen hätten.

  • wir gehören alle der selben rasse an, der rasse der menschen! [so auch bei watch-berlin als kommentar unter das islam-polemische video eines krassen mohammedaners gesetzt].

    ein übertriebener schutz vor den grausamkeiten des lebens, ist ein schwächender impuls, in wahrheit schmälert es den schutz des beschützenden [nietzsche wußte das, er hats quasi erfunden].

    rassistische herabwürdigungen sind ohnehin anders geartet, sie operieren in der regel nicht mit offenem visier, diskriminierungsstrategen jeglicher coleur agieren anders.

    also bitte, wenn der achternbusch seinen neger erwin nicht mehr neger nennen will, dann nennen wir ihn halt franz!

    als österreicher seh ich mich übrigens täglichen diskriminierungen ausgesetzt, das ist auch immer sehr lustig, aber nun, letztlich ist es eine frage der perspektive!

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