Sonstiges

Suchmaschinen: Zukunft

Alt Search Engines wartet mit einem interessanten Dreiteiler auf:
Part I: What is a Search Engine?
Part II: What is Not a Search Engine?
Part III: What is an Alternative Search Engine? (erscheint morgen)

via read write web

Eine Frage am Rande: gibt es eigentlich in D noch Versuche, universale Suchmaschinen zu bauen oder aber hat man das klassische Feld der Universalsuche Google überlassen, weil angeblich zu übermächtig (außer den älteren Teilen jetzt…)? In Nischenbereichen gibt es durchaus spannende Projekte, so die Spiele-Suchmaschine Wazap (in Japan mehr wiki-lastig, in D mehr Suchmaschine). Auch wenn Google, Yahoo und MSN den Suchmarkt dominieren, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass selbst ein kleiner Teil des Kuchens immer noch spannender als manch ein größeres Social Network ist.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

26 Kommentare

  • es geht um entwicklungsgelder Robert- wenn ich (ist /soll keine Werbung sein) alleine bei Google z.B. alle Funktionen mit coop für 100- bis max 500 euro nutzen kann, dann werde ich z.B. coop benutzen und nicht selber entwickeln – und es soll keiner hier kommen und erzählen google hat ohne Geld als garageband angefangen – da hat eine US uni vieeeel geld dazu gegeben ….für die damalige zeit …also …
    …ich kenne einige projekte die auf der neurolinguistic basieren – aber da hat schon ask um eine Kooperation gebeten – also in DE z.Z. wird nix kommen….

  • Im Bereich „Enterprise Search“ ist Google noch weit entfernt, die Führung einzunehmen. Es gibt nicht eine einzige Entwicklungsrichtung, in die alle streben. Es lässt sich schwer ein Hype um ein bestimmtes Schlagwort herauskristallisieren.

  • Ich frage mich immer wieder warum im Zusammenhang mit Theseus immer wieder das Wort Google (bzw. SuMa) fällt. Auch Techcrunch hat sich dazu hinreißen lassen und das Projekt als einen Versuch hingestellt Google das Wasser abzugraben. – Was so nicht richtig ist, geht es doch in erster Linie darum dem User erst einmal die Standards, Technologien und Werkzeuge in die Hand zu legen um eine semantische Beschreibung überhaupt erst einmal umfassend zu ermöglichen.

  • Das liegt vermutlich daran, dass Google das Werkzeug ist, welches die Allgemeinheit kennt und nutzt. Wer ein neues Werkzeug am Markt etablieren möchte, wird Google zwangsläufig Marktanteile abnehmen müssen. Anderenfalls kann sich die Investition nicht auszahlen. Bei Suchmaschinen-Investments geht es ja nicht gerade um Peanuts, denn die Markteintrittsbarriere liegt nicht nur hoch, die Messlatte wird nahezu täglich etwas höher gesetzt. Wer verwendet schon eine neue Suchmaschine, nur weil sie ihren Ursprung in Deutschland hat? Sie muss möglichst schnell beweisen, dass sie deutlich besser ist als etablierte Werkzeuge. Denn anderenfalls werden früher oder später Leute auftauchen, die es nicht witzig finden, wenn ihre Steuergelder wohin gepumpt werden, wo sie eventuell sinnlos verbraten werden. Wenn man sich zudem das Theseus-Konsortium genauer anschaut, die Investoren und Kapitalbeteiligungen, dürfte klar sein, dass hier nicht zum Spaß entwickelt wird.

  • Ja, aber nochmal: Google hat nicht HTML, XML, Dreamwaver, GoLive etc. entwickelt, sondern nutzt lediglich die in diesem Format dargestellten und mit den Anwendungen formatierten Informationen um sie auszuwerten, zu ordnen und bei Bedarf dem Nutzer zu präsentieren.

    Will man jetzt Theseus in den Kontext einordnen könnte man sagen, dass es im ersten Schritt zunächst darum geht eine semantische Beschreibung für Bild, Audio, Text überhaupt erst zu ermöglichen (OK, Grundbausteine sind mit RDF und OWL gelegt) und Werkzeuge zu entwickeln, mit denen das Wissen automatisch oder in einem einfachen UI erstellt werden kann. Und das so, wie es für HTML mit Dreamwaver&Co möglich ist.

    Im zweiten Schritt muss diese Wissen (die Ontologien) miteinander verknüpft und verwaltet werden um dann letztendlich Schlüsse aus dem globalen Wissen, dem semantischen Web ziehen zu könnten. Man kann das auch ein wenig wie eine World-API betrachten, Daten- und Wissensaustausch ohne Kompatibilitätsproblemen über Systemgrenzen (wie bspw. unterschiedliche SN) hinweg und eine Freude für jeden Datenschützer (aber das ist ein anderes Thema).

    Aber nochmal kurz zurück zur Suche, die sicherlich auch ein Ziel des Projektes ist, aber ohne die o.g. Grundlagen nicht möglich sein wird und sich vom Ansatz wesentlich von den heutigen unterscheidet. Willst du bspw. von Google die Anzahl alle Büchers eines Autors erfahren wird dir nix anderes übrig bleiben, als die Suchergebnisse zu durchforsten und die unique Titel zu zählen. Ist Theseus erfolgreich (oder andere Bestrebungen in der Form) wird eine Anfrage genügen und dir wird eine einzige Zahl ausgespuckt werden. (Das Beispiel ist sicher nicht dem Gesamtprojekt würdig, aber zeigt das potential der Technologie.)

    Ich will nicht leugnen, dass Google vielleicht auch an semantischen Technologien forscht und arbeitet (sollten sie, wenn sie auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben wollen) – trotzdem ist der Zusammenhang Theseus=SuMa=Google-Konkurrenz nicht richtig. Und für ein sinnloses Verbraten von Steuergeldern halte ich das auch nicht, sondern vielmehr zukunftsweisende Forschung.

  • Alle Achtung. So beschrieben (GoLive mal außen vor gelassen) hätte man eventuell noch ganz andere Fördertöpfe anzapfen können. 😉

    Aber Scherz bei Seite. Ich wollte nicht den Anschein erwecken, als wäre ich der Meinung, es würde sich um ein sinnloses Projekt handeln. Sinnlos ist es sicher nicht, eine neuartige Form der Wissensvernetzung zu entwickeln. Bin gespannt, ob die Gleichung Web 2.0 + Semantik = Web 3.0 so einfach aufgeht (siehe oben genannter Link zu „Was ist Theseus“).

    Ich denke „Web 2.0 + Semantik + innovative Unternehmen/Institutionen, welche die Materie verstehen und nutzen = Web 3.0“ wäre schon eher eine plausible Gleichung. Bis diese Gleichung aufgeht, wird allerdings noch eine Menge Zeit ins Land gehen. Wollen wir für Theseus hoffen, dass in dieser Zeit nicht bereits irgendwo auf der Welt bereits das Web 4.0 erfunden wird, welches das Verständnis von Web 3.0 überflüssig macht, weil die Wissensvernetzung bereits automatisch geschieht. 😉

  • Hallo Robert,

    vor kurzem hat doch das Theseus Projekt ein Paar Milliönchen für die Entwicklung einer neuen europäischen Suchmaschine bekommen.
    Die sind schon dabei etwas neues zu entwickeln. Komisch das wir hier in Europa immer auf Subventionen angewiesen sind, wenn etwas neues entwickelt werden soll.
    http://theseus-programm.de/front

  • Baynado, mindestens 5mal vor deinem Kommentar ist das Wort „Theseus“ schon gefallen…. und ich habe versucht darzulegen, dass es sich halt _nicht_ _nur_ um eine SuMa handelt. Und stimmt, warum nicht gleich die paar Milliärdchen aus der Forschung rausnehmen – braucht doch eh keiner!

  • Hey, kennt Ihr eigentlich schon Theseus? Den deutschen Forschungsgeldbeschleuniger nebst Antwort auf die Google-Medien-Panik der vergangenen Monate? 😉

    Ich erinnere mich an Medienberichte, denen zu Folge ganze Bibliotheken gescannt werden sollten – und viele hatten etwas dagegen. Dann waren da noch Berichte über die Bedrohungen der steigenden Google-Macht und wie sie im ungünstigsten Fall missbraucht werden könnte. Das so versendete Signal: „Jetzt handeln oder kampflos untergehen…“

    Könnte doch sein, dass die Angst vor Google den einen oder anderen Euro schneller locker gemacht hat als üblich. Und dann eben doch als Suchmaschinenprojekt, auch wenn es anders bezeichnet wird, vielleicht, um die anvisierte technische Überlegenheit im Vorfeld schon einmal herauszustellen. Wer weiß… Hauptsache es geht mal weiter, mit der Semantik-Forschung. 😉

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