Sonstiges

Blog-Perlen IV: weitere Punkte

siehe Lieblnk.de

Moderation: damit lassen wir uns bisserl Zeit. Mods können User sperren, Artikel kicken und so weiter. Mods sind die Herz und Seele einer gemeinschaftlichen Seite seit jeher gewesen. Und ein äußest sensibles Thema, da schlechte Mods Communities sprengen können, wenn sie sagen wir mal über einen unausgeglichenen Hormonhaushalt verfügen. Erfahrungsgemeäß macht man in Foren Poweruser zu MODs, die anerkannt sind bei den Usern und durch eine ungemein ausgeglichene wie auch salomonische Art bestechen. Das zeigt sich aber erst in der Praxis. Außerdem wird man nicht zum MOD, sondern man macht sich quasi selbst zum MOD, wenn man irgendwann die Hand hebt und wie gesagt, die notwendigen Eigenschaften mitbringt. Noch ist das Thema viel zu früh. Solange müsst Ihr mit Erik und mir Vorlieb nehmen. Ich eigne mich aber nicht zum MOD, da ich zu direkt bin:)

Trust: auch ein sehr diffiziles Thema. Geht um das Thema Spam und quasi Spam, indem User mit steigender Prominenz einer Plattform (wie eben Digg.com) die Seite mit qualitativ sehrfragwürdigen Einträgen zumüllen. Das ist ein ewiger Kampf und dafür gibt es auch keine Standardlösungen. Slashdot hat das anders als Digg gelöst: wer nicht an den Slashdot-Editoren vorbeikommt, kann auch die Seite nicht mit Mist zuklatschen. Das ist das althergebrachte, redaktionelle Schema. Haben wir nicht. Es sei denn, man gibt MODs nicht technisch (jeder MOD kann Artikel kicken), sondern pflegerisch den Auftrag, Artikel zu kicken, die ein Geschmäckle haben. Wie oben beschrieben, ist das Thema Moderation noch zu früh. Solange mögen die Selbtsheilungskräfte wirken. Die man verstärken kann, indem man den Usern die Möglichkeit gibt, ihre URL oder/und ihren echten Namen anzugeben (Mike Schnoor). Wo sie bei Bedarf im Profil optional angeben, ob das Pseudonym oder aber der Echtname offen erscheinen soll. Auch das ist keine hunderprozentige Sache, weil jeder kann im Netz Franz Beckenbauer heißen. Aber es hilft bisserl. Dazu benötigen wir aber einen Coder, der sich der Sache annehmen möchte. Konkret: „Userprofil -> Optionsschalter“ zu entwickeln, ob der Username oder Echtname (beide Felder momentan im Profil vorhanden) angezeigt werden soll bei den Artikeln (Autor des Artikels). Natürlich dann auch bei den Kommentaren genauso. Und, der User kann angeben, ob sein Echtname niemand sonst außer den Mods offen angezeigt werden soll. Weil das ist momentan ein öffentliches Feld. Zur Zeit aber ist das Problem nicht sonderlich dringlich, da wir noch keine SEO-Untergruppen und dergleichen strategisch handelnde User in Scharen anziehen, denen es nicht um Blogperlen, sondern rein um Bekanntheit geht, dazu ist die Seite die Mühe nicht wert.

Weitere Diskussionen gehen in die Richtung, ob man A-Blogs wirklich aussperren soll. Sorry, aber ich betone das nochmals gerne: ich hätte die Idee nicht aufgebracht, wenn ich das auch gewollt hätte. Das sollte eine Nischenseite für unbekanntere Blogs werden und zwar nur für die. Sonst hätte ich die Idee völlig anders formuliert und für Seiten wie Yigg. de getrommelt, die eh schon da sind. Ich wollt eine Seite, die durch eine Besonderheit besticht, und liest man die Feedbacks, wird genau das als Vorteil angesehen. Und genau das wir dauch helfen, die Seite als solche im netz zu etablieren. Manchmal muss man eben verzichten, um mehr draus zu machen. Sonst hätten wir eine 08/15 Seite wie viele andere Aggregatoren-Seiten auch schon. Solange ich das Projekt unterstütze, habts ihr mein Veto. Da bin ich brutal offen und stur. Wenn viele einer anderen Meinung sind, werde ich die sicher nicht ignorieren oder gar abtun, doch dann ohne meine Mithilfe, da ich dann nicht mehr dahinterstehe. Das ist keine Erpressung, sondern eine Haltung:) Nochmals: wer das so offen für alle will, möge bitte Yigg.de, Webnews, Mr Wong, Blogscout, Rivva, Digg.com, etcpp nutzen. Dazu sind diese Seiten da und etabliert. Alles zu filtern, was im Netz rumfleucht.

Namenswahl: ich denke, dass sich Lieblnk aufgrund der URL besser etabliert, als Bogperlen, schaue ich mir die einzelnen Blogberichte darüber an. Was auch am fehlenden Header liegen kann. Anyway, ich denke, es ist akzeptabel, die Seite unter dem Laben „LiebLnk“ laufen zu lassen und den Begriff „Blogperlen“ rein als beschreibendes Objekt zu nutzen, worum es inhaltlich geht.

Blogperlen: Schwierig, mathematisch exakt zu definieren, was eine Blogperle ist. Für mich ein Beispiel: Paul Grahams Artikel über Open Source ist mindblowing. Nun ist der im Netz tierisch bekannt (und wäre in den USA kein Kanditat für Lieblnk), doch inhaltlich gesehen ist der Artikel einmalig. Je originärer ein Artikel ist umso besser. Kurzartikel mit Links wie „schau mal cool“ sind absolut keine Kandidaten. Überall da, wo die Fremdleistung höher als die Denkeigenleistung des Artikels überwiegt, ist das weniger was für Lieblnk. Es ist auch eine gemeinschaftliche Aufgabe: je besser der Qualitäsinput (also eben die Artikelverweise auf Liebnk), desto weniger müssen die User nachfiltern per Vote(+) und Bury(-).

Kategorien: so wenig wie nötig, so viel wie nötig. Knackige, selbstsprechende Kategorien. Mir würde privat und business schon reichen. Andere würden wohl it, privates, politik etc. wählen. Also? Höre Vorschläge:)

ok, to be continued, muss dringend los, sorry
heute Abend kann ich erst antworten. Geduld, wenn Kommentar in Moderationsschleife gerät.

Btw, die Seite verzeichnet heute bereits schon einen Traffic, der fast meinen locker überholt. Sind lediglich rund 1.000 PIs jetzt und heute auseinander:
traffic lieblnk
Nicht, dass mein Traffic hoch wäre, was als Maßstab gelten könnte, doch mein Blog ist rund 2 Jahre alt, Lieblnk gerade mal 2 Tage. Ola, das hat was und ich denke, das Teil wird die meisten High Traffic Blogs bald links liegenlassen. Superb, genau das wäre exzellent, wenn im Verhältnis zum Blog-Durchschnitt mehr los ist, damit wäre genau der Awareness-Effekt für die unbekannteren Blogs erreicht und möglich. Ob das dann absolut gesehen tierisch hoch ist oder nicht, ist nicht sonderlich wichtig. Man muss das immer relativ zu den üblichen Blog-Traffic betrachten, nicht mit Seiten wie Spon vergleichen.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

18 Kommentare

  • Hoffe mich nicht zu wiederholen wenn ich auch für ein „A-Blogger“ (wie immer man das jetzt definiert) Sperre bin. Das finde ich gerade das spannende an diesem Experiment (darf ich es so bezeichnen?), dass hier die etwas kleineren Blogs im Vordergrund stehen. Ich gebe dir vollkommen Recht, Robert, dass du das als großen Unterschied zu anderen Plattformen siehst. Blogperlen als eine Art „Nachwuchsförderprogramm“. Vielleicht vergrault man damit auch ein paar LeserInnen. So what. Ich werde trotzdem regelmäßig vorbeischauen etc. da ich immer wieder entdecke, dass „Klein-Blogs“ oft sehr spannende Artikel beinhalten, eben Perlen die noch keineR geborgen hat.

  • ein schnippsel aus roberts kommentaren in mikes blog: „Andererseits, was bringen mir Echtnamen ohen URL (Hans Müller), it could be a dog.“

    was macht dann jemand, der keine url hat? ich finde, das mit der url funzt nicht, da sonst leute ausgesperrt werden, die kein eigenes blog oder ne eigene website haben. und ein xing-profil muss man da ja auch nicht unbedingt verlinken.

  • Bin ebenfalls dafür.

    Auf Artikel der großen Blogger stösst man doch sowieso an allen Ecken und Enden, weil es irgendjemand neu „zerkaut“ wird. Die Artikel von kleinen Bloggern findet man aber eben nicht so einfach und da sind wirklich tolle Sachen bei.

  • Würde mich da Mike’s Meinung anschließen, das ist glaube ich von Blog zu Blog unterschiedlich. Ohne egoistisch wirken zu wollen, ich habe meinen Technorati-Rank von ~2200 nicht durch qualitativ gute Artikel erhalten, sondern durch die Veröffentlichung von zwei Themes. Bekannt wie ein bunter Hund bin ich deswegen noch lange nicht 😉

    Aber schöne Idee, ich wünsch euch viel Erfolg damit, bin schon selber kräftig am stöbern 🙂

  • Ach, ich sehe das ganze als Experiment. Würde mein Blog durch so ein Ranking ausgeschlossen werden – na, das sollte man aushalten 🙂
    Die Frage ist spannend, ob trotz einer solchen Sperre genügend andere Perlen gemeldet würden oder ob so das Interesse verloren geht.
    Aber genau das macht für mich den Reiz dieses neuen Dienstes aus: etwas Neues probieren!

  • Wie gesagt, ich würd da jetzt auch nicht alles dran setzen, um jeden Preis dort gelistet zu sein – aber es sollte schon klar sein, dass ein hoher Rang in diversen Charts nicht ausschließlich durch hohe Bekanntheit zustande kommt. Das promintente Beispiel sind eben solche automatischen Backlinks.

  • @Robert: Du hast wirklich nicht mehr als 2,5k PI am Tag? Ich dachte Du hast ungefähr so viele UV’s – hab grad deine Stats nicht mehr greifbar, aber das hat mich grad schon gewundert.

    Zum Thema Blogperlen noch was: Wenn man wirklich Perlen, also „besondere Artikel“ (so mal meine schnelldefinition) ans Tageslicht fördern will, brauchts meines Erachtens keine Kategorien, denn so viele dürfte es von diesen Perlen nicht geben. Das schwierige wird eher werden die Perlen von dem Rauschen zu trennen – ob da die Macht der Community (Votes) ausreicht muss sich zeigen.

    Ansonsten viel Erfolg 😉

    P.S.: Evtl. später telefonieren? Hab hier grad noch zu tun aber so gegen 22 uhr oder so?

  • Mir gefällt das Projekt durchaus. Nur: Was ist denn nun ein A-Blogger?

    Diese scheiß Schubladen .. Wenn man sie schon nutzt (in diesem Fall natürlich berechtigt), dann muss auch klar sein, was denn nun ein A-Blogger wirklich ist.

    Aber wie gesagt, ansonsten, Daumen nach oben.

  • In vier Wochen redet kein Mensch mehr davon, um sowas mit Mehrwert darzustellen bedarf es mehr alseinfach ein Pligg zu installieren und ihm einen Namen zu geben.

  • Moment mal Robert… du hast KEINE Exit-Strategie? Blogperlen ist nicht dazu gedacht, in spätestens einem Jahr an Google, Yahoo etc. verhökert zu werden? Ja mei, da kann das ja nix werden!

  • Denke, dass bei Blogperlen eben die echte, nebenberuflichen, nicht kommerziellen Perlen im Vordergrund stehen sollten.
    Aber kann man tatsächlich A-Blogger von so etwas ausschließen?

  • […] Dieser Beitrag ist Teil einer Serie:Blogistan Panoptikum Woche 27 2k7Blogistan Panoptikum Woche 28 2k7Blogistan Panoptikum Woche 29 2k7Blogistan Panoptikum Woche 30 2k7Blogistan Panoptikum Woche 31 2k7 30. Juli 2007 Diese Woche: Neuschöpfungen en masse. Da wäre einmal der schöne Begriff Gebördel: das (fachspr., ugs. komplexer, ungebetener, ausführlicher Vortrag eines [selten auch selbstern.] Spezialisten zu einem Nischenthema. Radio4SEO dagegen ist nur mehr fast ganz neu – immerhin lief diese Woche bereits die 2. Ausgabe – unbedingt anhören! Ebenfalls ganz frisch: Giga veranstaltet gerade einen Homepage-Award und Michael ist mit seinen grandiosen GreenSmilies nominiert, unter allen Abstimmenden werden Preise verlost: Voting. Ebenfalls neu sind die Blogperlen.de. Robert generiert, René spekuliert. […]

  • […] Jetzt kann man das alles auf Roberts publizistisches Bloggeschick schieben. Das reicht aber nicht. Kern meiner Empfindung ist, dass es eben einen Bedarf an guten Geschichten gibt. Hierfür ist Lieblnk.de nur ein möglicher Zugang. Neu zwar, aber ich habe jetzt schon so viele schöne Bloggeschichten gelesen, die ich nie und nimmer hätte in meinem Augenwinkel vorbei ziehen sehen, dass sich das Experiment schon gelohnt hat. […]

  • „Experiment (darf ich es so bezeichnen?)“
    — Antwort: JAAA!

    @Martina: Kann schon sein, und?
    @doctea: ja, und nein — habt ihr da schon Perlen gefunden? – dann her damit.
    @ Jeriko: Nee, so wird das auch nichts 😉 Ein Jahr ist da viel zu langfristig gedacht 😉
    @ Robert: ebent.

    An alle: danke fürs mitspinnen, mit diskutieren und so. Gte Nacht.

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