Sonstiges

any marketing

is good marketing, dachte sich Benetton damals und hat das bitter bereut:

In 1991, peace and brotherhood have been replaced by the desire to shock and provoke customers, as some of the opponents claim. Ads became more aggressive and attention grabbing. First came a giant poster showing a cloud made up of multicolored condoms, after that the priest-kissing-a-nun poster, which drew protests from around the world, followed by a newborn child covered with blood. In 1993, Benetton launched Aids and Safe Sex Campaign, with its very graphic and controversial posters. The list goes on. The ads initially succeed in rising brand’s profile, but eventually began to cause problems with customers and retailers. In 1995, German retailers sued Benetton, claiming the ads sabotage their sales effort. In the U.S., the company had even more problems. By 1995 stores had all but disappeared. Sensationalism bred more sensationalism, but not sales. Advertising Age reported surveys in which 83% of customers said Benetton ads did not persuaded them to shop for the company products (Famina, 2000). In the late nineties, to boost up sales in the U. S., Benetton tried to team up with the Sears, Roebuck. It could have worked if it was not for the upcoming advertising promotion. In the January 2000, Benetton launched „We, on Death Row“ campaign. In it Benetton reveals the real faces of the prisoners on the death row along with an explanation: „(…) this project aims at showing to the public the reality of capital punishment, so that no one around the world will consider the death penalty neither as a distant problem nor as news that occasionally appear on TV“ (www.benetton.com). The pictures of faces of 27 incarcerated men and one woman, along with the interviews, first appeared as a 98-page ad insert in the February issue of ‚Talk‘ magazine. Toscani explains, „We wanted to talk about how it feels to be on death row. What do they dream about? What are they afraid of?“ (ibid) Many were outraged, claiming that Benetton wants to „(…) increase its sales on the backs, on the misery, on the fates of condemned men and women, and their slaughtered victims“ (Garfield 2000). It is difficult to guess if the Mr. Benetton or Mr. Toscani have anticipated the outcome of the campaign. In Europe, the issue has not initiated such strong reactions, but in the U. S. the company got a crushing blow. Within weeks of the first ads, Benetton was hit by a lawsuit from the state of Missouri, along with boycotts organized by National Organization of Murder Children etc. All the controversy proved to be lethal to Benetton’s contract with Sears, Roebuck & Co.

Und nun zu StudiVZs verzweifeltem Versuch, mit etwas auffälliger produzierten Viralvideos im Ausland für den Dienst zu trommeln. Die Videos sollen demnächst im Netz erscheinen, ist also noch nicht soweit. Werbeblogger verweist dazu auf BooCompany, wo man sich eins der drei Videos reinziehen kann. Ich frage mich nach wie vor, ob diese Videos jemals offiziell das Licht der Welt erblicken werden. Respektive der Erfahrung von Benetton.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

22 Kommentare

  • Soll mich dieses Video wirklich dazu anregen, mich dort anzumelden? Was für eine Sorte Mensch wollen die denn in ihrem Portal versammeln?

  • Englaender? Die werden denen was husten.

    Der Kinderentfuehrungsspot im Land von James Bulger und Madeleine McCann? Yeah right. Clever idea. Not.

    Den Vegetarierquatsch wo es jetzt total hip ist „organic“ zu essen?

    Schottischer oder nordenglischer Akzent (etwas schwer zu hoeren ueber dem Krach, sehr viel reden die ja auch nicht), da wird man so einige Englaender (die meisten leben ja im Sueden) mit abstossen.

    Mal davon abgesehen, die Kampagne bzw die Expansion war soweit ich verschiedenen Blogs entnommen habe nie fuer’s UK geplant/gedacht, sondern fuer FR, PL, ES und ein paar andere Laender. Es gibt ja noch nicht mal eine Englischsprachige Version von StudiVZ soweit ich weiss. Weswegen ich mich auch ein bisschen wundere dass die dann diese Darsteller genommen haben.

    Hier haetten die auch so oder so keine Chance gegen bebo und Facebook, da sind die Jugendlichen und Studenten naemlich schon alle drin. Warum sollten die dann auf den billigen StudiVZ Abklatsch umsteigen?

  • glückwunsch, sehr gelungene kampagne. klein blogistan ist schon drauf reingefallen und alle tripple-a blogger sorgen für viralen treibstoff.
    würde mal schätzen dass es genau so geplant war wie es jetzt abläuft.
    davon ab find ich die videos jetzt nicht so schlimm. gewaltverherrlichend? mach mal den fernseher an!

  • Jan, vergisst Du nicht etwas?

    Die Kampagne war fuer’s Ausland geplant, nicht fuer Deutschland. Und da ist sie bis jetzt meines Wissens nicht angekommen. Das ganze wird meines Wissen bisher nur in der Deutschsprachigen Blogosphere diskutiert. Wird sich zeigen wann und wie und ob ueberhaupt das ganze international wird. Vor allem wie.

  • zwei Punkte:
    was ist mit dem Benetton-Effekt? Ich persönlich glaube ich nicht Werbung egal wie. Das kann auch aufs beste Produkt zurückschlagen. So interessant ist das Produkt von StudiVZ nicht. Und ob dadurch die Netzwerkeffekte angeheizt werden können, damit die USer sich dennoch wohlfühlen, ist auch ne Frage.

    warum sollte positiver dargestelle Werbung sich schlechter herumsprechen als negativ dargestellte Werbung?

  • ich mag den vergleich mit benetton nicht. im gegensatz zu studivz hatten die kampagnen von benetton fast immer einen hintergedanken (außer der eigentlichen werbung).

    der verlinkte studivz clip hingegen ist eigentlich nix anderes als britischer humor a la snatch etc in kurz. (wobei ich den clip nebenbei bemerkt gar nicht sooo schlimm finde)

  • Die Werbung von StudiVZ mit Toscanis Benetton-Kampagne zu vergleichen, finde ich ziemlich gewagt. Der Benetton-Kram war genial und hat zum Nachdenken angeregt, StudiVZ ist einfach nur dummes Aufmerksamkeitsgeheische. Ich habe eines der Benetton-Motive im Wohnzimmer hängen, die StudiVZ-Spots werde ich bestimmt nicht in zwanzig Jahren noch als Bildschirmschoner laufen lassen. 😉

  • […] Ich zeige sie hier nicht, dafür verweise ich jedoch direkt auf den Blogeintrag von Lanu bei Boocompany. Sowas zu produzieren ist schon nicht mehr unter “geschmacklos” zuzuordnen. Dass Holtzbrinck anscheinend diese Spots für StudiVZ bezahlt hat und durch ARS Interactive produziert wurde, ist nur das i-Tüpfelchen was irgendwie das Faß zum überlaufen bringt – die Diskussion zeigt es: Werbeblogger, Sajonara.de, blogØblog, blog.50hz.de, Jung von Matt/Neckar Bewegungsmelder, turi2, VisualBlog, Ich.Mir.Mich, Basic Thinking Blog, F!XMBR, Who said that I wasn´t right?, + Blog`N`Roll +, finyard, Patsy Jones, bloggas.de. […]

  • […] … virale StudiVZ-Kampagne: Werbeblogger, Sajonara.de, blogØblog, blog.50hz.de, Jung von Matt/Neckar Bewegungsmelder, turi2, VisualBlog, Ich.Mir.Mich, Basic Thinking Blog, F!XMBR, Who said that I wasn´t right?, + Blog`N`Roll +, finyard, Patsy Jones, bloggas.de, Sichelputzer. […]

  • Nicht, dass ich die Clips gut finde, aber trotzdem würden sie super funktionieren.

    Außerdem: Ich weiß nicht, woher das Video stammt, aber da ich jetzt mittlerweile auch das ein oder andere Gespräch mit Marketing Agenturen bzgl. Guerilla/Viral Marketing hatte… Wer sagt eigentlich, dass genau das, was jetzt hier aktuell passiert, nicht absolut berechnet und geplant ist?? Das das Video absichtlich „veröffentlicht“ worden ist, weil man damit gerechnet hat, dass sich die deutschen Blogs drüber aufregen… Das man damit rechnet, das es sich in die amerikanische Blog Szene übertragt? Das genau der ganze Wirbel um das Video genau das Richtige ist, um ein Viral Video übers Internet zu verbreiten? Ein Fernsehspot soll das ja sicherlich nicht darstellen…

    Nur ein kleiner Gedankengang, vielleicht ist er auch total abwegig, weil das Video aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammt, die sich für sowas nicht hergeben würde… Ich hab keine Ahnung 🙂

    LG,
    Philipp

  • Philipp,

    da ist nur ein kleines Problem:

    Was bringt es so gross wenn das Video in der Amerikanischen (oder auch der Britischen) Blog Szene diskutiert wird?

    Es gibt meines Wissens keine Englische Version von StudiVZ, es sei denn die ist nur noch nicht „oeffentlich“. Egal welche Domain man probiert (.com, .co.uk), das wird alles zu studivz.net weitergeleitet. Und dort kann ich keinen Link zu einer Englischen Version sehen.

    Wenn man dem Artikel bei Off The Record (der das ganze ins Rollen gebracht hat) trauen darf ist vor allem das Wachstum in IT, ES, FR & PL gesucht, wo es StudiVZ ja auch schon gibt. Wobei sich dann wieder die Frage stellt wieso das Video in Englisch ist.

  • Ich finde dieses Video halb so schlimm.

    Die Engländer haben nun mal einen speziellen, sarkastischen Humor, im Gegensatz zu uns Deutschen. Daher glaube ich, dass das Video in England nur halb so viel Antipathie erzeugen würde, wie hier zu Lande.

    Und das Video ist doch offensichtlich eine Parodie auf die berühmte sVZ Gruppe „Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg“ (oder wie die auch immer heißt).

    Die enthaltene Ironie springt einem doch fast ins Gesicht. Das Video kann man garnicht ernst nehmen. Gerade weil es so übetrieben ist.

    Meiner Meinung nach muss man schon etwas verbohrt sein um da jetzt grundsätzlich was Negatives zu sehen…

    Und Gewaltverherrlichung?? MEGA-FETT-LOL…jaja Pete Doherty regt ja auch zum Dorgenkonsum an.. ;-p

  • […] Online greifen es aber mittlerweile viele auf, unter anderem Robert und auch Martin Oetting, die insbesondere an die Folgen der Benetton-Kampagne erinnern. Ich persönlich wundere mich nach wie vor über den Zusammenhang der Dachmarke Holtzbrinck, dem Tochterunternehmen StudiVZ und der Agentur Aimaq Rapp Stolle. Erfahrungen mit viralen Videos, die nicht unbedingt als solche angedacht waren, dürfte man bereits gemacht haben. Umso mehr frage ich mich, wessen geistiges Eigentum hinter den drei Spots steckt. Viral sind sie sicherlich jetzt schon, selbst wenn sie nirgendwo mehr öffentlich zur Verfügung stehen, aber immerhin sprechen viele Leute darüber und machen sich ihre Gedanken dazu. Insbesondere spannend abzuwarten bleiben aber die Reaktionen aus Berlin, als auch von Holtzbrinck selbst… Tags: […]

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