Sonstiges

Micropledge: Cashpooling für Entwickler

keine uncharmante Idee, wie man es schaffen kann, dass sich Entwickler eines Problems annehmen und eine Lösung zur Verfügung stellen: die Antwort soll MicroPledge lauten, die sich der Förderung kostenloser Software verschrieben haben. Das Tool soll Ideenproduzenten, Entwickler und Financiers (der User selbst, kein VCler jetzt) zusammenbringen. So kann ich vorschlagen, dass jemand ein Tool programmieren möge, das die Lottozahlen vorhersagt und andere können einen Beitrag einzahlen. Sobald sich ein geeigneter Entwickler gefunden hat, wird das Cash an ihn ausgezahlt. Ob das aber wirklich hilft, ist imho fragwürdig. Ich würde mal zu gerne wissen, wie hoch der Anteil der Nutzer von Open Source ist, die jemals auch nur einmal was gespendet haben. Ich gehe von Promillesätzen aus. Mehr dazu auf read write web.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

6 Kommentare

  • Ist das Tool dann wirklich OpenSource oder kriegen es nur die, die dafür gespendet haben? Ersteres oder?

    Btw: Du hast mich gestern Nacht vergessen ;( 😀

    LG,
    Philipp

  • Sowas funktioniert nicht.
    OpenSource läuft von der Entwicklerseite her über die folgenden funktionierenden Kanäle:
    – Ein großer Konzern wie IBM oder Accenture schickt seine Entwickler in openSource Projekte.
    – Ein sehr intelligenter Mensch mit einer starken technologischen, business und marketing Kompetenz (Rod Johnson, Marc Fleury) gründet eine „professional openSource Firma).
    – ein Consultant, der sich mit bestimmten openSource Lösungen sehr gut auskennt (u.a. weil er dort commiter ist, also selbst Code beisteuert) verkauft sich als hired gun an eine Organisation.
    – eine Consultingfirma macht das gleiche was der Consultant macht.

    Das Source Code heute oft frei ist, bedeutet nicht, dass irgendwelche Web2.0 Joker dafür erfolgreich eine Art Internet-Marktplatz erstellen könnten. Dafür ist Software, die Absprachen, der Betrieb einfach zu komplex.

  • Robert,

    ich seh das nicht in Kontext von irgendwelchen technischen Frameworks.

    Solche Rent-A-Code-Monkey-Internet-Plattformen gab es schon 2001 für Lotus Notes Programmierung. Durchgesetzt hat sich das nicht. Und das hat einfache Gründe:
    – Für Kunden ist es sehr schwierig, stabile Requirements zu formulieren.
    – Entwicklern fällt es schwierig, Kundenrequirements zu verstehen.

    In realen Projekten geht es deshalb in aller Regel nicht ohne face-to-face Kontakt. Selbst ein mir bekannter indischer Kollege mit Herzogenauracher Kunde verbringt im Jahr schätzungsweise 6 Wochen in Deutschland (fliegt ca 4 bis 5 mal rein), obwohl die auf Kunden- und auf Anbieterseite auf einem sehr hohen Projekt-Management-Niveau spielen. Mit weniger erfahrenen Leuten auf Anbieter- und Nutzerseite steigt der Bedarf an face-to-face Kommunikation dramatisch an.

    Aus der Entwicklersicht kann man sich durch solche Marktplätze keine Reputation aufbauen.
    Besser ist: gute Projekte mit Kundenkontakt und/oder namenhafte openSource Projekte.

    Aus Kundensicht stellt sich die Frage, inwieweit die Qualität des SourceCodes irgendwie überprüft wird. Die Betreiber der Plattform werden wohl kaum eine Qualitätskontrolle durchführen.
    Eine Consulting oder Freelancer können sehr wohl für schlechte Qualität verantwortlich gemacht werden.

    Gruß Axel

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