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Wired über Adobes AIR

AIR?
Adobe Integrated Runtime. AIR (formerly known as Apollo) gives developers a way to take code written for the web browser and repurpose it for the desktop. But this is about more than building web apps — applications created for AIR can be run in a desktop environment whether the user is connected to the internet or not, a valuable trait that web-based office apps like Google Docs & Spreadsheets and Zoho Office currently lack.

Wired philiosphiert darüber, ob Adobe damit Microsofts Cashcow attackieren könnte. Microsoft Office. Nun, es wird nicht zum Schaden der Kunden gereichen (mehr Wettbewerb ist immer gut), wenn Adobe das zusammen mit externen Entwickler versucht, aber MS wird nicht zuschauen und vaD die von Wired und natürlich von Adobe selbst betonten Vorteile sind in nullkommanix dahin, das wird kein Grund sein. Zumal MS über die weitaus größere Developercommunity verfügt, zielt doch der Artikel von Wired u.a. auf die kreative Power der Massen ab. MS hat ja eh schon länger sein eigenes Framework WPF um die Komponente Silverlight erweitert (eine abgespeckte WPF-Version), die nicht damit stehenbleiben werden. Nur weil man mit AIR ein online/offline Office bauen kann, wirds keine heile Welt ohne MS Office geben auf einen Schlag. Der Kuchen wird nur anders aussehen, so what. Und solange MS soviel Power und Cash hat, wird es nicht Adobe sein, die für einen Umbruch allein sorgen können auf dem Officemarkt. Der Gong zum Abgesang der Fat Clients und damit auch der Fat Client Software (nicht nur für MS Produkte) wurde schon so oft geschlagen, dass ich ihn nicht mehr hören kann.

Einen kleinen Ausblick kann man sich jetzt schon gönnen, wie ein Adobe based Office Päckchen aussehen könnte: Buzzword ist eine Art von MS Writer. Hübsch, das wars aber auch schon.

via iPony

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

6 Kommentare

  • Hmm sicher, dass Du Dich da richtig informiert hast, Robert? Ich kenne den Wired-Artikel nicht, aber AIR ist keinenfalls was um eine Onlineapplikation zu basteln. Vielmehr ist es ein (plattformübergreifendes!) Framework für Applikationen.

    Damit läuft z.B. das kleine Pownce-Spielzeug bisher auf Mac und Windows (die gleiche Software). In Kürze soll wohl auch ein Linux-AIR erscheinen.

    Ich steck da selbst noch nicht so tief drin, aber ich sehe da durchaus gigantische Möglichkeiten für Adobe. So groß schätze ich btw. die „Developer-Community“ bei MS nicht ein. Vor allem, wenn man Wert auf das Wort Community legt.

    Wenn Adobe es schafft AIR gut zu posititionieren und auf möglichsten vielen Plattformen gangbar und damit plattformübergreifende Entwicklung möglich zu machen, stehen da auf einen Schlag nicht wenig Programmierer dahinter – wenn der Preis, ähhhm die Lizenz stimmt 😉

    Nachtrag: ich bin zu schlecht informiert – AIR dient schon primär dazu RIA (rich internet applications) zu entwickeln – jedoch durchaus auch außerhalb des Browsers, aber eben vermutlich weiterhin mit Onlinefokus.

  • AIR originale Definition (s.o. Link):
    Adobe® AIR™, formerly code-named Apollo, is a cross-operating system runtime that allows developers to use their existing web development skills to build and deploy rich Internet applications to the desktop

    genau das will ja auch Silverlight

    btw, wegen „Community“, das ist nix im Sinne von Open Source, eher am Rande, aber die Anzahl der MS Developer ist gigantisch. Betrachte ich mich als Community-Member von IBM/Notes? Ja und Nein. Ist mir aber auch egal, ob man mich Community-Member nennt.

  • Ich würd eher sagen Collaboration Fokus (dafür sollte sich der Client natürlich zumindest zeitweise in einem TCP/IP Netz austauschen können.
    Das bekommt eine Menge positiver Reviews von redmonk, ein anderer Name für glaubwürdige Analysten . Glaub du hast neben sowieso überall integrierbaren Webservices auch extra-Schnittstellen zu existierenden (und stark eingesetzten) serverseitigen Plattformen wie Spring oder J2EE alias EE 5 alias JEE, auch .NET und vielleicht auch PHP oder RoR.
    Trotz der massiven Erneuerung schleppt natürlich MS-Word noch eine Menge Balast mit sich rum. Und IBM versucht äh würde gerne sehen, wenn im Öffentlichen Dienst vom Einsatz von Microsoft Standards abgeraten würde. Das ist meines Wissens bisher im regierungsmässig nicht ernst zu nehmenden Venezuela und im regierungsmässig durchaus ernst zu nehmenden Brasilien geschehen. In Massachussettes ist eine entsprechende Initiative gescheitert.

    In Unternehmen wurde ja auch MS-Office und Lotus Notes gleichzeitig eingesetzt. Warum nicht AIR und MS-Office?

    In diesem Zusammenhang ist btw. auch MS-Sharepoint ein wichtiges Stichwort und das soll ziemlich gut sein.

  • @ Robert: Ich glaube der Vorteil für AIR mag sein, dass der Flash-Player, wesentlicher Bestandteil des Konzepts, extrem weit verbreitet ist und Silverlight außer bei ein paar Kennern nicht bekannt ist …

  • Jau, das wird auf jeden Fall spannend. Im Augenblick ist halt AIR das greifbarere Produkt, da schon zu testen … Silberlight mehr nur ein Gerücht – aber vllt. reicht allein Microsofts Marktmacht das als Standard zu etablieren. We’ll see 😉