Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

12 Kommentare

  • Man kann die Ideen sogar zusammen mit den Lesern weiterentwickeln und verfeinern – ein öffentliches durch den User mitgestalteter Entwicklungsprozess. Zur Zeit zum Beispiel zu beobachten da: http://www.salad20.com/ – Auch wenn es noch am Anfang steht und es „nur“ ein öffentliches Brainstorming ist, darf man gespannt sein was sich daraus entwickelt.

  • Laßt mich mal kurz überlegen, wie ich die „Idee“ in Worte kleide und mich das dann mal aufschreiben. Im Grunde genommen hat Robert ja recht: Es gibt keine Idee, die es nicht schon xmal gegeben hat. Ich kenne deine Meinung dazu, Robert. Schließlich lese ich dich ja schon seit deinen Blogkinderschuhen. 😉

    In meinem Kopf existiert nur die – vielleicht absolut hirnrissige – Meinung, dass jede vermeintlich gute Idee im Moment ihrer Veröffentlichung von jemandem umgesetzt werden kann, der
    a) über die Ressourcen verfügt,
    b) das notwendige KnowHow bereits hat
    c) den finanziellen Background hat
    d) von der Idee ebenso überzeugt ist wie der Ideengeber.

    a) und c) habe ich eindrucksvoll bei Guy Kawasaki gelesen. Das der inzwischen die notwendigen Mittel für ein in Nullkommanichts aus dem Boden gestampften SocialNetwork (bzw. jedes xbeliebge Projekt) hat, unterscheidet ihn grundlegend von mir. 😉 Ich frage mich immer woher die Jungens die Knete für mal eben nen Agenturauftrag, Rechtsanwaltskosten, Domainhamsterei etc haben. Mein Gott – 12.000$ hatte ich mein Lebtag noch nicht.
    Was ich damit sagen will: Wenn sich eine Idee als lukrativ und ausreichend monetarisierbar herausstellt, wird sie in dem Moment angegangen wo sie bekannt wird. Oder irre ich da?
    Hat nun der Initiator nicht die Möglichkeiten selbst entscheidend in die Gänge zu kommen, so steht er vielleicht am Ende als „blöd“ da. Born to be blöd! ist zwar eh einer meiner liebsten Sprüche, aber …

    IMHO sind das aber normale Bedenken, die sich ein jeder stellt, der jedes seiner Webprojekte allein gestemmt hat. Oder irre ich wieder?

    Erfahrung ist eine nützliche Sache, sagt man auch. Leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte. 🙂

    Nun gut – sammeln wir Erfahrung. Notfalls habe ich immer noch eine weitere Idee inpetto, die auch nach Umsetzung brüllt. 🙂

    Ich bin gespannt darauf, ob man Idee ungeniert per Blog diskutieren kann. Glauben daran kann ich aus den o.g. Gründen und Bedenken nicht.

    Aber danke, Robert, dass du mir anlaß gibst, über meinen Schatten zu springen und das Thema an sich mal aufs Tapet zu bringen. Ich wußte – auf dich ist Verlaß. 🙂

  • scheint wirklich zu polarisieren, die frage, ob man „neue“ geschäftsideen geheim halten sollte… ich denke allerdings manchmal, im zweifel „ja, sollte geheim halten“. der copycat-faktor ist einfach stark ausgeprägt. Oder wie lassen sich sonst die extremen „Ballungen“ erklären: 2 Monate, in denen 4 Mütter-Netzwerke entstehen (vorher gabs keins), 3 Monate, in denen 9 Sportlernetzwerke entstehen… Wenn es einem gelingt, so 3 monate Luft zu gewinnen als first mover, kann das schon was wert sein – lass mich aber gern vom Gegenteil überzeugen!

  • M.E. Erachtens kann man und soll man Geschäftsideen diskutieren. Aus Gründen der Wirtschaftlickeit, da das meiste nicht tragfähig ist, hat man sofort wichtiges Input, das was taugt wird einem auch nicht gestohlen.

    Übrigens sind die Leute, die Ideen aber keine Zeit haben so zu sagen verpflichtet diese zu diskutieren. 😉

  • Nun, da greifen soziologische Modelle, ist die Erwartung bzgl. erfolgreicher Umsetzung zu gering, dann diskutiere irgendwo und gebe das Mehrwertpotential weiter.

    Ansonsten, halte Dich eher bedeckt und diskutiere in Anbetracht der Geschäftsidee etwas weniger transparent.

  • Hi Leute,

    Die Sache mit den Ideen habe ich desletzt auch mal aufgegriffen und mich zu einer einfachen Lösung entschlossen. Ich versuche die Bedenken wegzulassen und die Ideen seit neuestem einfach mal umzusetzen. Im „gute Ideen wegwerfen“ bin ich bereits absoluter Profi. Jetzt gilt es zu schauen wie es andersherum läuft.

    Ich hatte schon sehr viele gute Ideen für Internetprojekte und es dauerte immer so zwischen 4-12 Monate bis jemand anderes diese Idee dann angefangen hatte in die Tat umzusetzen. Zu 100% wurden diese Ideen dann in den USA umgesetzt wo im Moment ja sowieso die meisten Neugründungen herkommen. Eiskalt läuft es einem über den Rücken, wenn man sieht wie die Idee die man hatte noch nicht einmal gut umgesetzt wird und Millionen an Startkapital einheimst. Das positive ist, dass ich nicht einfach mal eine gute Idee habe, sondern ständig neue dazu kommen.

    Unterscheiden muss man auch zwischen GROSSEN und KLEINEN Ideen. GROSSE wie Du sie desletzt auf dem Klo gehabt hast, kommen seltener vor und diese behalte ich noch für mich. Die von denen man durch eigene Erfahrung in diesem Bereich oder dem Markt weißt, dass sie wirklich wie eine Bombe einschlagen können. Zurzeit suche ich mir gerade für 2 dieser Ideen die richtigen Personen zusammen, mit denen die Umsetzung dann realistischer wird. Doch man muss sich auch immer beeilen. Wenn es stets Leute gibt, die früher oder später dieselbe Idee in einem fertigen Projekt herausbringen kannst Du davon ausgehen, dass aufgrund aktueller Umstände vielleicht mehrere Leute dieselbe Idee im gleichen Zeitraum haben. Ich glaube, dass wir durch ähnliche Lebensumstände oftmals ähnliche Gedankengänge haben. Unbewusste Vernetzung? 😉

    Social Networks sind zur Zeit IN und vielversprechend. Ich hatte auch schon Ideen für Social Networks gehabt, daran aber das Interesse verloren. Da gibt ja auch schon sehr viel. Also kein Wunder, dass Du gerade in diese Richtung eine Idee hattest.

    Ich würde Deine Idee aber auf keinen Fall im Internet bzw. unbekannten Personen diskutieren.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Copycats einem nicht nur Marktanteile wegnehmen können, sondern Dich bei richtiger Besetzung in Nullkommnichts überholen. Habe sogar schon erlebt, wie diese Leute von einem Business Wettbewerb zum nächsten schlendern und mit der Idee von jemand anders Preise und Startkapital einheimsen. In der Öffentlichkeit Deine Idee zu disktutieren bringt nur etwas, wenn es so spannend wird, dass Du Hypeeffekte generierst. Diese erzeugen dann durch die Transparenz so viel Aufmerksamkeit und Bindung für Dein Projekt, dass Mitbewerber bzw. Nachahmer einfach nicht mithalten können. Da ist schon der Weg zum fertigen Projekt das beste Marketing.

    Nur was ist mit den vielen Leuten mit dem nötigen Kleingeld? Habe desletzt schon wieder von jemanden gehört: „Bei denen wäre ich vorsichtig. Wenn die davon erfahren, dann rufen die ihr Programmierteam in China an und innerhalb von ein paar Wochen haben die alles fertig und sind selbst damit auf dem Markt.“ Wie Du das schon beschrieben hattest Jörg.

    Wie gesagt, ich würde mich nach Leuten umschauen denen Du vertrauen kannst, die anderseits aber wie L.G. es rät nicht gleich Deine Freunde sein müssen/sollten. Wenn diese die richtige Qualifikation mitbringen würde ich dann anfangen. Du bist doch überzeugt von der Idee, oder? Dann setze sie auch um. Das macht doch viel Spaß ☺ und wenn Du alles gegeben hast und es trotzdem nichts geworden ist, dann hast Du wenigstens etwas gelernt und machst es beim nächsten Projekt besser.

    Also meine Ideen halte ich erst einmal geheim. Ich werde sie nur Leute erzählen, mit denen ich mich vorher ein paar Mal hingesetzt habe, um feststellen zu können, ob ich Ihnen vertrauen kann. Kleine Ideen setze ich mit begrenzten Mitteln gerne selbst um. Davon habe ich im Moment mehrere.

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück!

  • Oha, dann ist das ja doch nicht so eine Außenseitermeinung, dass Geheimhaltung auch Sinn machen kann.
    Woher kommen aber auf anderer Seite die Aggressionen gegen Geheimhaltung? Irgendwo in einem englischen Blog hatte ich mal eine Auflistung von „Ten Commandments“ gelesen, und eine Regel war: „stealth projects suck! you are not Einstein!!“ Vielleicht ist das auch ein bisschen Neid auf Leute mit Ideen, die da raus spricht?

  • Man muss es halt abwägen. Gute Ideen bzw. Projekte werden so oder so kopiert. Nur kann man selbst entscheiden wann man die Öffentlichkeit und damit auch pot. Mitbewerber von dem Vorhaben unterrichtet. Wenn die Idee von vorneherein diskutiert wird, dann bekommt man gutes Feedback, aber es besteht auch das Risiko gleichzeitig mit der Konkurrenz an den Start zu gehen, oder sogar erst nach ihr 🙁

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