Sonstiges

Internet World Kongress

der IWK findet am 23.+24.10. in München statt und man möchte 5 Blogger für den Kongress akkreditieren. Für den Blogger heißt das 840-940 Euro Ersparnis.

Voraussetzungen:
– über den Kongress bloggen
– mind. 500 Besucher (unique?) pro Tag
– Blog soll themennah sein („E-Commece, Online-Marketing, Web 2.0 oder ähnlichem„)

Blöde Frage: was zahlt die Fachpresse zB eine Journalist von Heise für den Eintritt? Und muss der auch eine Art von Verpflichtungserklärung unterschreiben, dass er 100 pro was über den Kongress schreibt?


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

21 Kommentare

  • Also, ich schreibe zwar nicht für heise, bin aber Journalistin und kann mich in der Regel zu so einer Veranstaltung einfach mit meinem Presseausweis akkreditieren.
    Den Presseausweis zu bekommen ist allerdings nicht so ganz einfach, wenn man nicht in einem Verlag angestellt ist (und das bin ich nicht). Da muss man dann tatsächlich nachweisen, dass man vom Schreiben lebt mit Vertragskopien und dergleichen oder im worst case mit Kontoauszügen.

  • Mit meinem (Jugend)presseausweis werde ich da wohl nicht sehr weit kommen. Nur mit sehr viel Glück und Rezensionspflicht, was ja nicht das Problem wäre.

    @Robert, Eintritt wäre dann, so nehme ich an, kostenlos.

  • Mit der Gleichbehandlung von Bloggern und Journalisten ist es offensichtlich immer noch nicht weit her. Was machen die nur, wenn Turi, Knüwer, Meyer, Niggemeier & Co. Einlass begehren sollten? Reinlassen (weil Journalisten) oder Tür zu (weil Blogger). Ziemlicher Schwachsinn.

  • Ich habe mich auch schon für Veranstaltungen akkreditiert, bei denen von Journalisten verlangt wurde, dass sie darüber schreiben und das dann per Belegexemplar oder Link nachweisen. Das steht dann aber nur auf dem Papier. Nachgefragt hat da noch niemand. Die Veranstalter schreiben das wohl nur zur Abschreckung hin, weil sie befürchten, zu viele kostenlose Teilnehmer zu bekommen, gerade wenn es sich um solche Veranstaltungen handelt, die als (bezahlende) Zielgruppe die Medienleute haben.

  • Es geht im Prinzip um die drei Kernfragen
    – Aktion (über den Kongress bloggen)
    – Reichweite (mind. 500 Besucher)
    – Relevanz (Themennähe)

    Wenn ich bei einem kleinen regionalen Verlag für Haustierhefte angestellt wäre, würde ich kaum für den IW Kongress akkreditiert werden. Es fehlt die Relevanz, wahrscheinlich auch die Reichweite und die Aktion darf ebenfalls bezweifelt werden wg. der fehlenden Relevanz. Ein Presseausweis ist also kein Freifahrtschein.

    Ein beim Heise Verlag angestellter Redakteur wird aber sicher für den IW Kongress akkreditiert, weil der Veranstalter davon ausgeht, dass der Verlag seine Leute nicht nur zum Spaß zum Kongress schickt und Anreise- und Übernachtungskosten bezahlt. Bei diesem Beispiel stimmt sowohl Relevanz, Reichtweite als auch Aktion.

    Für freie Jounalisten ist es meistens komplizierter. Diese müssen in der Regel einen Redaktionsauftrag der Akkreditierung beifügen. Dann prüft der Veranstalter diesen. Ein Freelancer mit Redaktionsauftrag von besagtem Haustierverlag wird somit ebenfalls sicher nicht akkreditiert. Wenn jemand aber für Heise zum IW Kongress geschickt wird, wird es sicher keine Probleme geben.

    Bei einem Blogger ist es deutlich schwerer Aktion, Reichweite und Relevanz zu prüfen. Reichweite und Relevanz kann aber durch die Voraussetzungen im Vorfeld geprüft werden, die Aktion sieht man erst, wenn der Blogger wirklich bloggt. Tut er das nicht, landet er auf der schwarzen Liste und wird nie, nie, nie wieder eingeladen.

    Übrigens werden oft auch nur bestimmte Presseausweise anerkannt, die wiederum nicht an jeden ausgestellt werden, der von sich behauptet Journalist zu sein. Mit dem selbstgedruckten Presseausweis aus dem Internet wird der Pförtner eines renommierten Verlagshauses also auch nicht akkreditiert… 😉

    Fazit: Es gibt auch für Jounalisten gewisse Voraussetzungen, um akkreditiert zu werden. Die Prüfung ist für den Veranstalter aber viel transparenter, als für einen Blogger.

  • Ich kann ja nicht für den Veranstalter sprechen. Aber ich habe bei der Beantragung des Presseausweises die Erfahrung gemacht, dass Online noch nicht so richtig ernst genommen wird. Da heißt es dann zum Beispiel, dass man für Online-Beiträge auf jeden Fall finanzielle Nachweise bringen muss, weil es ja ganz einfach ist, irgendwo was online zu stellen und das nichts mit Journalismus zu tun hat.
    Ich denke, dass sich solche Beschränkungen nicht gegen Blogger richten sondern eher gegen Amateure. Die Gleichsetzung von Blogger = Amateur ist natürlich unverschämt. Aber das ist wohl hierzulande noch die gängige Einschätzung.

  • Moinsen!

    Da ich mir diese Aktion aus den Fingern gesogen habe, kurz ein paar Takte zur Diskussion.

    1. Niemand (Wirklich niemand) wird dazu *gezwungen*, über den Kongress zu bloggen. Ich vermute aber, dass, wer da ist, auch bloggen wird. Wenn nicht – dann eben nicht. Muss auch keine Erklärung und nix unterschrieben werden. Wär ja noch schöner… Nee, Blogger und Zwang, das geht nicht gut. Wäre auch inhaltlich tünnef: Wenn zum Beispiel der Blogger einfach nix zu berichten hat, weil er alles total doof und langweilig findet – soll er sich dann soundsoviele Anschläge aus den Fingern saugen? Haben wir nix von, haben die Blog-Leser nix von.

    2. Anlass dieser Aktion war, dass Dutzende von Bloggern gerne zum IWK wollen und dem Veranstalter im Ohr liegen, dass man doch bitte genauso akkreditiert werden möchte wie die Presse auch. Nur werden da in den meisten Fällen Äpfel mit Birnen verglichen. Für den Veranstalter (und vor allem deren Sponsoren und Aussteller) zählt am Ende des Tages natürlich die Reichweite.

    3. Um eben nicht nur Reichweite, sondern vor allem auch Relevanz(!) zum Kriterium zu machen, haben wir uns diese Aktion überlegt. Ralf hat das schon ganz richtig erkannt. Um mal bei dem Vergleich mit den Journalisten zu bleiben: Ein Presseausweis als Mitarbeiter der „Hund & Katze“ Redaktion reicht auch nicht aus. Nur wer von Fachmedien kommt, kann sich akkreditieren lassen. Und ob Journalisten beim IWK überhaupt kostenlos reinkommen, weiß ich nicht – muss man den Veranstalter fragen.

    Man hätte auch einfach hergehen können und sagen: Na, schauen wir doch mal, was die Blogcharts so hergeben und dann nehmen wir die Top-10. Aber genau das ist eben nicht gewollt.

    Und wer noch weitere Fragen hat: Gerne auch an mich. Mail-Adresse steht im von Robert verlinkten Beitrag.

  • Wenn ich Cordulas Beitrag richtig lese (Nr. 10) ist es gängig, teilzunehmen und dann zu schauen, ob man was schreibt oder nicht – obwohl es eigentlich gefordert wird. Vielleicht sind die Blogger etwas zu sensibel, einfach wie die Presse machen: Hingehen, schauen ob man was schreibt und wenn nicht – abwarten.

  • Ach, eins noch… @CIO-Blogger:

    Bei den genannten Personen würden die gleichen Maßstäbe angelegt wie bei den anderen auch. Stefan Niggemeier zum Beispiel bloggt nicht themennah – ob er bei einer Fachzeitschrift arbeitet, weiß ich nicht. Thomas Knüwer – hm, schwer zu sagen. Peter Turi: Als Blogger hätte er Chancen.

    Es geht wie gesagt nicht darum, überhaupt „Journalist“ zu sein – meines Erachtens kommen Redakteure von „schöner wohnen“ auch nicht einfach so rein.

    Da wird also keineswegs mit zweierlei Maß gemessen.

  • Kann nur aus eigener Erfahrung sagen: Ich war dieses Jahr bei der CommunitySummit in Wiesbaden und beim Deutschen Multimedia Kongress in Berlin als LiveBlogger vor Ort. Eintritt for free als Gegenleistung fürs bloggen. Und kein Mensch wollte von mir irgendwelche Zugriffszahlen wissen. Ich fand das sehr sympathisch.

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