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Google wg. YouTubes Nazipropaganda-Videos in der Kritik

nachdem auch das ZDF über das Problem berichtet hat, tut sich auch was auf den US Blogs wie Techcrunch und Mashable. Die berichten beide darüber: Google Could be Sued for Anti-Semitic Clips on YouTube und YouTube In The Spotlight For Hosting Racist Material. Interessant sind wie erwartet die Diskussionen (natürlich auf Techcrunch, nicht auf Mashable). Zwischen Freedom of Speech, Information, Abschreckung, historisches Bewußtsein etcpp. Und es zeigt wunderbar auf, wenn verschiedene Kulturen mit ihren unterschiedlichen Auffassungen geballt auf einer globalen Plattform wie YouTube zusammenprallen. Die Türken verstehen keinen Spaß, wenn es um ihren Gründer geht, die Israelis verstehen keinen Spaß, wenn es um den Holocaust geht, die Chinesen verstehen keinen Spaß, wenn es um Tibet geht, usw usf. Je intensiver der Austausch länderübergreifend wird, desto häufiger werden solche Probleme auftreten, dass letztlich Rechtsräume als die absoluten Begrenzungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens kollidieren. Das Netz ist weit davon entfernt, ein globale village mit einem gemeinsamen Kulturverständnis zu sein.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

6 Kommentare

  • Um gemeinsames Kulturverständnis geht es wohl weniger, eher um Rücksichtnahme. Man hampelt ja auch nicht vor einem Stier auf der Weide herum und im kleinen (Freundes)kreis geht es ja auch und wenn jeder eine andere Kultur hat, das ist doch egal – man respektiert sich und will den anderen nicht verletzen.

  • Es geht wohl weniger um „Kultur“, sondern darum, seine eigene Sicht der Dinge und seinen eigenen (Macht-)Anspruch auch im Internet durchgedrückt zu sehen.

    Also nicht immer von „Kultur“, „Verständnis“ oder „Nazis“ reden … es geht auch um Herrschaft und Deutungshoheit.

  • Das Problem liegt darin, dass wir Dinge ok finden, die in Asien tabu sind. Amerikaner haben ein Freiheitsverständnis, was Europa nicht nachvollziehen kann. Würde man versuchen es allen Recht zu machen, dann gibt es demnächst nur noch die lustigsten Homevideos zu sehen – natürlich ohne rutschende Röcke, Schweine, Kühe etc.

    Das Web besitzt keine Grenzen, Länder und Kulturen schon. Solange dieser Gegensatz existiert, solange wird es diese Probleme geben.

  • das „global village mit einem gemeinsamen Kulturverständniss“ stell ich mir extrem langweilig vor.

    Ich hoffe, dass das Internet nicht schafft was schon zahlreiche Despoten versucht haben, ich hoffe dass es nie ein einheitliches Kulturverständnis gibt.

    Schon wieder am philosophieren 🙂

  • bis gestern kannte keiner meiner söhne den film „Jud Süß“, ich auch nicht. seit heute kennt ihn die halbe schule.
    ist das jetzt gut oder schlecht ?
    horst

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