Sonstiges

Action: Burma VI.

es is Samstag auf Sonntag Nacht (02:0 Uhr morgens)
alle Planungen und auch fixen Infos stehen im Wiki.

Anbei die Updates und Infos zu
Globale Verbreitung
Day X, 04.10., Free-Burma.org
Birmesen direkt erreichen
Global Voice Widget
Presse/Media

Eines vorab: viele wie ich auch sind baff, dass seit Freitag Abend -nachdem die Aktion zum ersten Mal in die Welt gesetzt wurde- so viel Unterstützung da ist. Ich selbst habe da nix zu danken, das steht mir nicht zu, aber ich bin mir sicher, dass viele positiv überrascht sind, dass doch noch Funken von Menschlichkeit und Mitgefühl nicht nur in atomaren Dosen vorhanden sind da draußen im großen Netz. Und nicht nur Biedermeiertum, Wegschauen und Resignation dominieren. *verbeug*

Und noch eine Bitte vorab: kann jemand zu den einzelnen Punkten entsprechend das Wiki updaten? Ist nicht viel: das ist einerseits das Thema „Spread The Word“ (s.u.) und andererseits das mit dem Link auf Free-Burma.org am 04.10. bei „preferred Action“ ergänzen und auf Teilnehmerliste verweisen auf der Seite (zweigeteilt, s.u.).

Global Action
Zahlreiche Kontaktaufnahmen in alle Herren Länder dieser Welt sind seit Samstag Vormittag/Freitag Nacht nun angelaufen. Ich kann die Länder jetzt nicht mehr aufzählen, es sind mittlerweile zu viele einfach,um das noch zu überschauen:) Auch das Barcamp Vienna hat sich damit beschäftigt, im Wiki sind am Ende der Seite zahlreiche Ideen aus der Session eingetragen worden, eine davon hat uns auf die Spur gebracht mit dem Radiosender und Global Voice Widget…. siehe unten. Stefan, der das Wiki als zentrale Planungsstelle aufgesetzt hat, bietet Euch dazu einen recht guten Einblick, wie der Anklang war, die Zahlen sind für eine so frische Seite erstaunlich. Ziel ist nach wie vor oberste Prio, in den Ländern primär Mulitplikatoren zu finden, die in der Lage sind, eine Message sehr schnell zu verbreiten (top-down Ansatz), ebenso versucht ein jeder seine Netzkontakte -unabhängig dessen, wie bekannt nun der Kontakt im Land X ist- anzugehen. Wenn Ihr also mitmachen möchtet, bitte, gerne. Versucht es, mehr als ein „Nein“ kann man nicht bekommen;)

Vorschlag/Bitte: im Projekt-Wiki, bitte am Ende des Abschnitts „Spread the Word“ Eure erfolgreichen (!) Kontaktaufnahmen eintragen: Wer (Bloggger, Forum, Social Network…) und Welches Land wird mitmachen, die Nachricht zu verbreiten.

The Day X: 04. Oktober
1. Artikelüberschrift „Free Burma“ + ggbfl. Tag „Free Burma“
2. Grafik mit Text „Free Burma“ (immer noch keine bevorzugte Grafik, wer geht das an, wie???)
Siehe Flickr-Pool, dort findet Ihr Grafiken zur Auswahl
3. expliziter Link to: www.free-burma.org
Phil danke!!!
Wozu dient diese Seite, zwei Gründe:

A. Um ungefähr einen Eindruck zu vermitteln, wie viele verschiedene Menschen aus allen Herren Ländern der Welt mitgemacht haben. Insofern gibt es eine Participant-Liste, die zweigeteilt ist:
– eintragen als individueller Participant/Teilnehmer = Webmaster/Blogger (Name, URL, Land)
– eintragen als SN-Inhaber, Forenwebmaster, … = Name der Seite, Deep URL (zB Sammelforenthread) und Anzahl der Mitmachenden (Anzahl Antwortpostings). StudiVZ User hier? Macht Ihr ne Gruppe auf? Andere SN User hier? MySpace? Bebo? Netmoms? Xing? Netzathleten? Und und und… wenn keine Gruppenfunktion, kann man auch einen Burma-User erstellen, den man als Friend dann adden kann. Auch das ist Unterstützung. SN-Inhaber? Macht mit!

B. Um den Lesern, die dem Link auf free-burma folgen zu vermitteln, um was es geht, wer mitgemacht hat und wo es Infolinks zur aktuellen Lage in Burma gibt

4. jeder Blogger / Webmaster / Forenmaster kann nach Belieben einen eigenen Text schreiben, er kann auch im Wiki bereits Vorschlagstexte finden, wenn schon vorhanden (?)

Wie bekommen die Menschen in Burma von der Aktion mit?
Da anscheinend alle Internetleitungen gekappt sind, aber auch der Telefonverkehr kontrolliert wird, gibt es einen anderen Weg. Achtung, Vorschlag, Idee: wir versuchen Kontakt mit dem Radiosender Democratic Voice of Burma aufzunehmen. Den können und den hören die Birmesen lt. meinen Infos. Wenn einer von Euch einen guten Draht zu denen hat: Reporter auch anwesend? Help! robert.basic@gmail.com

Dieser Radiosender kann unsere Nachrichten, die wir explizit an die Birmesen richten, senden! Wir wissen es wie gesagt noch nicht, ob das klappt. Und in welchem genauen Rahmen. Aber, eine technische Idee haben wir auch schon, wie man den Workflow hinbekommen kann: DVB richtet einen eigenen Skype-User ein, der von uns Nachrichten empfangen kann. Diese werden übersetzt und gesendet. Kurze „Grüße“, keine langen. „Maier aus Germany drückt Euch die Daumen und wünscht Euch eine friedliche Lösung…“. Skype ist wohl die beste Lösung, da er im Gegensatz zu Twitter nicht zusammenbrechen wird bei Spitzenlast. Grüße? Nur Grüße? Ich kann mich als Kroate daran erinnern, dass es uns sehr viel bedeutet hat, dass viele Menschen da draußen zu Zeiten des Krieges „an uns“ gedacht haben. Das alleine hat vielen unglaublich viel Kraft gegeben. Das Gefühl alleine zu sein, zerstört selbst die kleinsten Hoffnungen. Dem können wir beikommen, vielleicht.

Wenn Fix, dann kommt das ins Wiki.

Global Voice Widget
Phil von Joinr wird morgen mit Morten telefonieren (Investor von Skype). Eventuell wird es möglich sein (i dont know…), dass uns Skype für diesen speziellen Skype-User fürs Radio auch ein Widget anbietet. Das nix anderes macht, als die eingehenden 5-10 letzten Messages anzuzeigen. Das Widget kann man sich dann nehmen und bei sich einbauen. Die Welt redet mit Euch, Burma, wir reden miteinander. Das ist die Grundidee. Nicht nur eine statische Grafik, sondern ein expliziter Einblick in die Gedanken der Menschen. Global. Franca Lingua, klar, in englisch. Optional bietet sich Twitter an, weil das Tool kann das schon und ich könnte mit Evan Williams Kontakt aufnehmen, dem Inhaber von Twitter.

Wenn Fix, dann kommt das ins Wiki.

Presse / Media
Wer möchte, kann selbstverständlich die Medien darauf hinweisen, ich tue es nicht wegen Zeitmangel. Aber, heute haben schon Heise und Telepolis wie auch Radio Fritz darüber berichtet (hey, cool, hätte nicht damit gerechnet, auch an Euch ein herzliches Dankeschön natürlich). In Italien scheinen auch bereits erste Presseberichte aufgeschlagen zu sein.

Bitte im Wiki updaten.

Eine kleine Bitte zum Abschluss: es kann sein, dass nicht alle Vorschläge Eingang finden, es kann sein, dass Eure Vorabmühen umsonst waren, es kann sein, dass wir nicht mit vielen anderen Aktionen synchron gehen können, es kann vieles sein. Seid uns/mir nicht böse, es ist einerseits immens schwer, eine globale Aktion in so einer kurzen Zeitspanne aufzuziehen, andererseits kann nicht alles glatt und super straight laufen. Bitte seht es nach, es ist wahrhaftig keine Egoshooter Aktion. Nachher können wir uns gerne zu allem Möglichen unterhalten, was total bescheuert gelaufen ist. Hebt Euch also den Ärger für später auf. Ich bitte aber jetzt schon um Verzeihung, wenn jemand sauer ist oder sauer sein wird.

(eine englische Radebrech-Übersetzung folgt nach)

Und zum Abschluss was ziemlich Übles, eine unbestätigte Meldung auf Ko Htikes Blog:

Er… they shot… people got killed. Er…but it seems like it wasn’t as bad as yesterday in terms of number of deaths, however we will know the accurate picture tomorrow. Er… la another disturbing news is that er… I would like to know if you would inform BBC and CNN about? (sob!!!) They burned the injured protesters/civilian people in the YaeWay Crematorium la la . Er… the staff from crematorium told this, crying, to the people who went to the funeral service. Please let this known to CNN and BBC. Thank you!!

Mir kommt die Galle hoch, ich hoffe nicht, dass diese Meldung so stimmt. Krematorien.. Geschichte wiederholt sich? Das kann und das darf nicht sein.

Jobs in der IT-Branche


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

118 Kommentare

  • Hab den Jungs vom Radio an so ziemlich jede passende Mail Addy geschrieben, Fax geht in den nächsten Minuten raus und morgen zu ner vernünftigen Uhrzeit könnte ich auch anrufen. Mal sehen, ob bis dahin schon Feedback von denen eingetrudelt ist.

    Super wäre mal eine zentrale Anlaufstelle, was man nun macht… Ich glaube, viele Leute wissen mittlerweile gar nicht mehr, was nun geht 🙂

  • Studenten der 1988-Generation werden übrigens zu einem Boykott der
    Olympischen Spiele 2008 und chinesicher Waren (abgebildet sind auch Logos
    westlicher Oelkonzerne wie Total und Chevron, die massiv in Burma
    investiert sind) aufrufen, falls sich China nicht in Kürze endlich klar gegen die
    Aktionen des Regimes stellt:

    http://burmamyanmargenocide.blogspot.com/2007/09/ultimatum-to-china-due-oct-2-900am.html

    Das nur als Perspektive. Mag einigen zu weit gehen und heute chinesische Waren zu boykottieren ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, aber den Boykott
    der Olympiade sehe ich als Möglichkeit, Druck auszuüben.

    Das nur als mögliche langfristige Perspektive nach dem 4. Oktober, will aber nicht diesem Ziel ablenken, nur zur Info 🙂

  • Es war nicht die Macht der Sterne!…

    Die passende Parabel zur Waage-Zeit hat Ulf Runge auf seinem Schreibtagebuch-Blog vor 3 Tagen frei Haus “geliefert”. Da ich mit den Links und den Trackback-URL’s und wie das ganze Zeug so heißt und funktioniert, noch nicht so vertrau…

  • Seit ein paar Stunden hängen sich verkappte und auch offene Neonazis an die Aktion dran und schreiben in Blogs u.a. Kommentare wie: „Wer sich für Freiheit in Burma einsetzt, sollte auch über das demokratische Niveau in Deutschland nachdenken. Es werden bei uns nationale Aktivisten wegen Volksverhetzung zu zum Teil mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. …“ Schaut mal in die Kommentare Eurer Blogs und schmeisst solche rechtsradikale Propaganda raus.

  • Finde die Aktion gut und werde mitmachen, aber: Wie sieht es mit dem Copyright für die Graphiken aus??? Bei einem Teil der im „Flickr-Pool“ aufgeführten Bilder steht „all rights reserved“… Vielleicht könnte man darum bitten, in diese flickr.-group nur Graphiken einzustellen, die von den teilnehmenden Bloggern bei der Aktion frei benutzt werden können. Finde es gut, wenn es eine Auswahl verschiedener Bilder gibt; die roten Fahnen erinnern mich zu sehr an kommunistische Fahnen, möchte ich in meinem Blog nicht haben.

    Habe übrigens auch schon Blog-Kommentar-Spam vom äußeren rechten Rand des politischen Spektrums gesehen (z.B. im „Textdepot“), hoffe aber, dass die an der Burma-Aktion beteiligten Blogger diesen entfernen werden, es ist ja noch früh am Sonntag…

  • kenne einen reporter von radio free asia persönlich, sie wird morgen der burma redaktion die aktion vorstellen. denke die chancen sind gut, dass es dort auch on air geht.
    radio free asia sendet ständig news unter anderm nach burma.
    http://www.rfa.org/english/

    Sind auf heise.de eigentlich nur idioten unterwegs? man schaue sich mal die kommentare zu dem bericht an.

  • Die Grafik „Monks on march“ taucht schon in vielen Blogs auf und die download Website Saffrons wird zusammen mit einer „Burma“-Blogliste im San Francisco Chronicle aufgeführt. Sie ist variabel zu verwenden.
    als langes Querformat
    a href=“http://www.art-for-a-change.com/blog/images/sept07/free_burma.gif“> fast quadratisch
    und eben auch als Schablone.
    Ich kann mit wiki nicht umgehen, aber vielleicht kann man sie dort vorschlagen.

  • @cio, das TK, der hat bei mir auch schon versucht zu saddam unsw. zu posten. einfach seine mail-addi in den spmfilter und schon ist das geschichte 😉

    ich werd mal versuchen, den text auf türkisch übersetzen zu lassen.

  • Super Aktion!

    Hab‘ mal einen ICQ Aufruf gestartet, der hoffentlich seine Runde macht um noch mehr – vor allem auch jüngere – Blogger/innen zu aktivieren.

  • hallo das sind aber nicht nur rechtsradikale??!! die hier mal darauf hinweisen muessen—>
    sorry leute eurem engagment alle ehre,
    aber irgendwo habe ich das gefühl das die leute in burma auch vor dem kappen der internetleitung auf sich selbst gestellt waren.
    sich für diese aktion stark machen ist eine sache, aber tagtaeglich ignorieren das auch in eurem staat menschen haarstraeubendes unrecht angetan wird find ich seltsam. sich auf der strasse stark machen ist natuerlich nicht ganz so komfortabel wie den computer fuettern…

  • Ich frage mich, warum zahlreiche Menschen so derart skeptisch gegenüber dieser Aktion sind. Erstens wird keiner gezwungen mitzumachen und zweitens tut sie überhaupt gar nicht weh…..

  • ich weiss manuel, denke nur man koennte den moment der erhoehten political consciousness fuer einen blick auf´s eigene umfeld nuetzen…
    ansonsten – keep the energys on global level…

  • @lunar parkov: Das es auch in unserem Land „haarsträubendes Unrecht“ gibt, ist unbestritten. Aber der Kommentator, der sich in mehreren Blogs über die Behandlung „nationaler Aktivisten“ aufregt, ist laut seinem eigenen Blog „bekennender NPD-Wähler“. Und eine der Lehren aus der deutschen Geschichte ist ja wohl, dass es für rassistische Politik keinen Platz geben sollte. Wenn der Staat – was selten genug vorkommt – dagegen juristisch vorgeht, ist das in keinster Weise mit den Zuständen in Birma vergleichbar. Von daher werde ich – wie nimue oben vorschlägt – den Kommentator in den Spam-Filter aufnehmen und seine Propaganda sofort löschen.

  • ich habe die von mir angeschrieben im wiki ergänzt. habe auch den spiegel angemailt, vielleicht nehmen die jungs das zur kenntnis.

    @lunar. klar, bei uns ist auch nicht alles gold was glänzt. wir müssen aber nicht um unsere leben fürchten, wenn wir demonstrieren. noch nicht.
    daher liegt meine priorität im moment in burma. neben meinen anderen politischen aktivitäten wie frauenrechte usw.

  • ob man der bild-zeitung bescheid sagen sollte?
    Aber die machen daraus bestimmt den größten murks und schaffen es einfachste sätze zu verdrehen

  • ich finde ja offen bekennende rechtsradikale in gewissen sinne unproblematischer als der grosse part an anschwellender ´normbuergern´ mit
    fremdenfeindlichen ressentiments. was aus blogs verschwindet oder erst nicht offen ausgesprochen werden ´sollte´ ist nicht weg. oder andersgesagt – you can not shoot what you not see… oder einfach schlichtweg traurig das deutschland dem genetisch bedingten faschismus nur mit gesetzten beikommt

  • Guten Morgen oder so Kinners… 😉

    Hab gerade mal den „free-burma.org“-Link zu Boing Boing geschickt, nachdem ich einen Burma-Beitrag von denen in meinem Reader hatte…

  • @cio-blogger: Ich kann mir schon vorstellen, wer das ist. Bei mir hat er letztlich Hausverbot bekommnen. Das ist seine Masche und er macht das permanent. Löschen ist nach meiner Meinung das einzig richtige, für das Vereinnahmen von allen Themen für persönliche Zwecke.

  • noch mal ich…. irgendwie scheint es einen unerwarteten fehler bei free-burma.org zu geben. Wenn man sich in die Liste mit Link einträgt, muss man wohl das http:// vor seinen link setzen, ansonsten gibts einen error, da fre-burma.org/www.eigenerlink.de aufgerufen wird. kann man das den leuten(machern der site) da irgendwie sagen? dass die das evtl. ändern?

  • […] Robert Basic und eine ganze Horde anderer Blogger rotieren – so scheint es – in den letzten Tagen fast rund um die Uhr, um etwas zu bewegen. Wahnsinn, in welchem Tempo sich hier vernetzt und strukturiert wird! Es gibt ein WIKI in dem ihr euch alle informieren könnt, welche Unterstützung ihr leisten könnt. Tags:Allgemein, Burma, Free Burma, freeburma […]

  • Ich habe mir jetzt nicht alle Beiträge & Comments & Wiki durchgelesen, daher weiß ich nicht ob die Idee schon angesprochen wurde: Diejenigen hier, die ihr Blog bei wordpress.com hosten (wie ich) könnte man am Montag, wenn die Support Funktion wieder geht, kontakten und sie bitten, die Aktion durch einen Eintrag im offiziellen Blog / auf der wordpress.com Startseite etc. zu unterstützen. Ich glaube die Jungs sind da recht hilfsbereit (zumindest hatte ich immer schnellen Support…) und je mehr sie von Usern kontaktiert werden, desto eher machen sie vielleicht mit. Und ne große Zielgruppe würden sie ja erreichen…

    BTW: Man könnte natürlich auch noch die anderen Bloghoster (Blogger.com etc.) anmailen…

  • Burma und Deutschland sind zwar komplett unterschiedliche Situationen (was ich in einem Beitrag versucht habe zu klären), aber ich sehe auch die Meinungsfreiheit in Deutschland in Gefahr und protestiere deshalb am Tag der Deutschen Einheit für zweierlei Anliegen: Deutschland und Burma!

  • # 22 : Manuel schreibt am 30.09.2007, 11:09:
    >Ich frage mich, warum zahlreiche Menschen so derart skeptisch
    >gegenüber dieser Aktion sind. Erstens wird keiner gezwungen
    >mitzumachen und zweitens tut sie überhaupt gar nicht weh…..

    Genau deshalb – sie tut nicht weh.

  • hey robert, die aktion in allen ehren. ich bin wirklich froh, dass wir techies uns hier mal aufraffen und nicht über den neuesten ipod berichten, während die mehrheit die menschen weder weiß was das ist noch imstande ist, es sich zu leisten & sowieso weitaus bedeutendere schwierigkeiten hat.

    was meiner meinung nach aber noch fehlt: das theoretische fundament.
    wird die politische situation wirklich einmal hinterfragt? die teilnehmer müssen doch wissen, um was hier wirklich geht – grundwissen myanmar, chronologie der aktuellen eskalation sollten schon dabei sein. es reicht bei weitem nicht aus, aus den mainstream medien etwas mitbekommen zu haben und vor allem: wie sollen die teilnehmer dieser aktion andere überzeugen können, wenn ihr wissen über die situation u.U. nicht ausreichend ist.

    ich wiederhole mich, dass der konflikt in den mainstream medien nicht annähernd tief beleuchtet wurde – anders als in konflikten, bei denen vielleicht die USA im spiel sind.

    daraus ergeben sich auch weitere fragen wie etwa: warum birma und nicht darfur? dort gibt es wohl keine blogger…
    nur ein beispiel.

  • Bloggen für Burma…

    Nur für den Fall, dass irgendwer es noch nicht mitbekommen hat, möchte ich an dieser Stelle auch noch mal auf die Free Burma Aktion hinweisen, die Robert Basic ins Leben gerufen hat, und die mittlerweil……

  • Free Burma?…

    Ich muss zugeben, dass auch ich zunächst Bauchschmerzen dabei hatte, an dieser Aktion teilzunehmen (und das nicht nur, weil ich Myanmar für den besseren Namen halte), habe mich aber letztlich entschlossen, doch mitzumachen.
    Von Kritikern wir…

  • da der Fokus dieser Aktion auf Burma liegt, daher heißt sie auch Free Burma und nicht Free Darfur, geht es um Burma und nicht um Darfur.

    Möchtest Du Dich um das theor. Fundament kümmern? Dann go, Ralle, es ist ein Wiki, jeder kann sich einbringen, warum fragst Du also mich. Ein Link zu Spreeblick ist zB aufhellend, muss nur noch übersetzt werden;)

  • wie wäre es, wenn jemand mit know-how so etwas wie „bloggers for a free world“ aufzieht? dann könnte man regelmäßige aktionen koordinieren und keine krisenregion käme zu kurz.

    das wäre mal social networking at its best 😉

  • @ ralle:

    Grundwissen: kann man sich zB beim Spiegelfechter abholen, der mE eine sehr gute Zusammenfassung verschiedener Quellen erstellt.

    und warum es gerade burma „erwischt“ hat? Für mich vor allem aus einem Grund: Weil das Volk es dort selbst in die Hand genommen hat. Darfur ist sicher ein wichtiger Konflikt, aber punktuelle Aktionen wie unsere hier sind dort viel schlechter möglich, weil der Aufhänger fehlt.

    @ Nimue:

    Ich finde die Idee wirklich gut (habe auch schon über ein „Bloggers for Freedom“ nachgedacht) und würde mich da auf jeden Fall beteiligen, auch beim Aufbau des ganzen. Sollte man nach dieser Aktion hier, wenn etwas mehr Ruhe dafür da ist (aber direkt danach) bereden. Klasse wäre das!

    In anderen Ländern gibt es sowas auch schon, etwa MidEast Youth, die unsere Aktion auch unterstützen und sonst eine ganze Menge interessante Aktionen durchführen.

  • […] Basic Thinking Blog: Action: Burma VI Teddykrieger: Blogger-Tag “Free Burma” am 04.10. Visualtainment.at: Aktion “Free Burma” läuft an Johannes: Free Burma Upload-Magazin: Blog-Aktion “Free Burma” Wissen macht nix: Was in Burma passiert… trndblog: One Text for Burma Blogging Tom: Free-Burma-Aktionstag am 4. Oktober Webmaster Blog: Bloggen für Burma B-Seite: Blogger bewegen: Free-Burma-Aktionstag am 4. Oktober 2007 […]

  • Birmas rote Revolte…

    —> actions-update: vorschläge aus der blogosphäre (de). #1 dagny, 27.09.2007 22:50 Wie wäre es mit einer mailaktion ans IOC mit dem Aufruf die Spiele abzusagen? (oder zumindest zu boykotieren?).
    #2 Kundgebung vor der chinesis…

  • das ist ja wohl mal Uberklasse:) Hatte auch schon darüber nachgedacht, auch Hacker einzubinden, aber eigentlich illegal, lieber davon Abstand genommen, das so publik zu machen.

  • Hmmmm, interesant….denk….denk….
    Bei einem theoretischen Aufruf zum Hacken der burmesischen Websites, wer sollte einen da verklagen können?
    Ist ein niemals gültig gewähltes Regime überhaupt rechtsfähig?
    Naja, egal alle .mm Seiten sind eh down.

  • so, die domain blogger-for-freedom.org ist gebucht.

    all jene, die teilnehmen wollen gleich welcher krisenherd, sind herzlich eingeladen, sich an simon oder mich zu wenden.
    aktuell bräuchten wir jemanden, der uns die grafiken macht 🙂
    cindy?

  • ich würde hier sowas nicht reinschreiben, wenn ich keinen blassen schimmer hätte, was da abgeht. also reagiert nicht beleidigt und denkt vielleicht mal darüber nach was ich damit sagen wollte. wenn ihr keinen input wollt und euer ding einfach durchziehen wollt, dann bitte. aber glaubt nicht, dass ihr die welt verändern werdet, wenn ihr alle blogger dazu bringt eine platte parole zu posten ohne das auch inhalte dahinterstehen..

    wiegesagt. der ansatz ist wirklich cool aber damit die menschen hier in D begreifen was los ist und auch die menschen in burma wissen, dass sie nicht allein sind, brauch es meiner Meinung nach eben etwas mehr als eine grafik und eine message… wie wäre es mit druck auf die politik? ihr könnt ja mal anregungen anbringen warum eine angebliche nuklear-diktatur im iran oder angebl. bedrohungen für den internationalen frieden aus afghanistan in D wichtiger sind als eine echte demokratiebewegung…

  • @ralle? Hatte Dir angeboten, das Wiki anzuschauen, bei Spreeblick stehen weiterführende Infos, auf der Seite free-burma.org sind massig Infolinks zu finden. Und insofern das nicht genügend gut aufbereitet ist, das soweit mit eigenen Händen anzupassen. Ich denke wohl zu sehr wikisch jetzt:) Wenn Du Infos zusammengetragen hast, dann können wir das auf die Zielseite free-burma.org überführen. Müssen es halt dann auf english übersetzen. An sich stehen aber in der Wikipedia selbst zahlreiche Infos, da haben wir ja auch hin verlinkt u.a. Wenn immer noch was fehlt, feel free. Versteh das doch nicht als Ablehnung oder Abwehrhaltung. Es ist so gemeint, wie es geschrieben steht^^

  • nein ich glaube wir verstehen uns noch nicht richtig. mir ist klar, dass ihr – die das lest – genug wisst. das ist doch garnicht das problem. mir geht es vielmehr um den inhalt der geplanten aktion.

    das soll heißen: ich finde das Posten von einem banner mit einem mehr oder weniger platten aufruf nicht ausreichend. wie nachhaltig wird die aktion sein, wenn sie so plakativ ist?
    mit dem gegebenen öffentlichen interesse auch seitens der blogger könnte man die politisierung auf dauer ein stück nach vorn bringen. also nicht mehr neuer ipod da, neuer zune hier – sondern eben auch mal etwas, was wirklich wichtig ist.

    im übrigen würde ich hier weder mitlesen oder etwas dazu schreiben, wenn ich das ganze nicht unheimlich spannend finde. aber etwas in das wiki zu schreiben reicht mir nicht…ihr selber habt es erkannt – er in das wiki schaut, wird auch imstande sein, sich allg. zu informieren. ziel muss es doch sein, bisher weniger interessierte auch noch zu erreichen und einzubinden.

  • bingo, dann denk es ein Stück weiter mit. Mir erscheint der Link auf Free-Burma.org für die LEser der Aktion, die am 0.4.10. irgendwo im Netz drauf stoßen schon mal als prima Ansatzpunkt. Bitte weiterdenken, jetzt bist Du dran, um diesen Effekt zu verstärken, weniger Interessierte zu erreichen und einzubinden. Das würde ich auch nicht sagen, wenn ich nicht wüsste, dass Du ein Brain hast, das weiterdenken kann:)) Also was kommt in Frage?

    Ich betrachte meine Aufgabenstellung als Netzwerkknoten unter koordinativen Gesichtspunkten, dass man überhaupt etwas sogar auf internationaler Ebene zügig erreicht. Je komplexer die Botschaft, desto schwerer dieses Ziel zu erreichen. Mein Fokus liegt also auf spreading the word und internationalisierung mittels einfachen Botschaften und weniger komplexen Dingen. Das kann man doch zusammenbringen;) So, lets see.

  • Free Burma Day – Mitmachen am 4. Oktober!…

    Was gerade in Burma abgeht ist einfach unfassbar. Darum wird es am Donnerstag, den 4. Oktober den Free-Burma-Day geben. Wir sind mit dabei!
    Hervorragend auf dem Laufenden zu dieser großartigen Aktion hält euch Robert Basic.
    Weitere Links: das Projekt…

  • @ralle: Nicht nur Druck auf die Politik – sondern vor allem Druck auf die Wirtschaft. In UK und den Niederlanden wird zu Boykott-Aktionen gegen Firmen aufgerufen, die mit dem Militärregime in Myanmar profitable Geschäfte machen – wie z.B. der französche Erdölkonzern Total. Mehr dazu in der Facebook-Gruppe http://www.facebook.com/topic.php?uid=24957770200&topic=3131. Total ist das viertgrößte Ölunternehmen und das insgesamt achtgrößte Industrieunternehmen der Welt. Das deutsche Tankstellennetz umfasst nach Firmenangaben über 1000 Stationen. Total ist der größte westliche Investor in Burma. Er hat in den neunziger Jahren eine Milliarde US-Dollar in ein Gasfeld vor der Küste investiert, das er zusammen mit dem US-Konzern Chevron ausbeutet.

    Wir sollten überlegen, ob ein Boykottaufruf der Blogger nicht Sinn machen würde, zumal der Konzern schon zu lavieren anfängt:
    http://tinyurl.com/3bksw3

  • ich finde einen boykottaufruf ziemlich gut!
    das ist etwas, was man weitergeben kann und es ist nicht zu kompliziert. bei TOTAL ist im übrigen auch bekannt, dass sie zum bau von einer pipeline ein paar dörfer auf dem gewissen haben. als westliche konsumenten ist unser geld immernoch unsere stärkste stimme.
    wenn wir es schaffen würden TOTAL PR-mässig wirklich bedeutenden schaden zuzfügen, könnten sie ihre investments an die regierung zumindest kurzfristig zu stoppen und dadurch können wir u.U. einen gewissen druck auf die regierung in burma auswirken. das könnte eine chance sein.

  • @ ralle:

    Ich finde, man sollte „Free Burma!“ nicht für derart konkrete Angriffe nutzen. Mir persönlich geht es darum, grundsätzliche Aufmerksamkeit zu erregen – einzelne Unternehmen zu kritisieren ist ein Weg, der daraus erwachsen kann.

  • Wenn ich mich einschalten darf: Die Idee, auf hiesige Unternehmen Druck auszuüben, halte ich für spannend. Das ist (neben der wichtigen Aufmerksamkeit für die Problematik generell) ein interessanter und vielverspechender Ansatz.

    Dazu ist m.E. notwendig: 2-3 konkrete Firmen/Konzerne zu identifizieren, die in Myanmar/Burma derzeit noch gute Geschäfte machen und gar mit dem Regime kooperieren. Hier könnte und sollte man dann ggf. mit einem Boykottaufruf ansetzen.

    Ich erinnere an die erfolgreiche Shell-Boykott-Politik in Sachen Ölbohrplattform „Brent Spar“ – erinnert ihr euch? Damals vor 7-8 Jahren wollte Shell die Plattform in der Nordsee versenken – auf massiven Tankboykott haben sie umgeschwenkt. Sowas nennt sich „Subpolitik“.

    Wer ist fähig, hier zu recherchieren? Welcher Global Player unterhält wichtige wirtschaftliche Verbindungen mit Burma?

    [Edit: Ich habe die Idee/Anregung auch im Wiki gepostet…]

  • ich sehe es nicht unbedingt als erforderlich, mehrere firmen zu boykottieren. das birgt nur die gefahr, dass sich alles ein wenig verläuft und die kraft der konzentration nicht ausreichend wirkt, um wirklich druck auszuüben. ich denke sogar, der vorschlag vom CIO Blogger ist schon sehr gut: TOTAL ist meiner ansicht nach ein gut angreifbares ziel – tanken kann man immer woanders und TOTAL hat wirklich bedeutenden einfluß dort – mehr infos dazu hier: http://en.wikipedia.org/wiki/TOTAL#Myanmar

    ziel sollte es sein, möglichst viele leute knapp darüber zu informieren und dann zum handeln aufzufordern. was meint ihr?

    neben dem boykott muss auch informationstechnisch gegen das unternehmen gearbeitet werden denn u.U. werden wir PR-mässig effektiver sein als im boykott…

  • @ralle: Ja, ja – man sollte sich nicht „verzetteln“, aber evtl. lohnt es sich ja noch bis in 1-2 Tagen zu recherchieren und noch andere Unternehmen aufzutun. TOTAL wäre nicht schlecht, aber wenn man sich auf (wie ich oben schrieb) 2-3 Unternehmen fokussierte, sollte das auch gelingen. Ich komme hier aus dem süddt. Raum und hier sind TOTAL-Tankstellen recht rar gesät. Ist das anderswo anders?

    [Edit]

    Wie ich auf die Schnelle recherchiert habe: die Kleidungsindustrie ist eine wichtige Branche. Viele große Firmen (u.a. H&M, Adidas…) haben vor einigen Jahren ihre Konsequenzen gezogen und lassen nicht mehr in Burma produzieren… andere nicht.

    Eine Liste, der Firmen, die sich bislang weigert, hier ihrer „Verantwortung“ gerecht zu werden:

    – Etam (u.a. Frankreich)
    – La Coste
    – Miss Sixty

    (Quelle: http://www.burmacampaign.org.uk)

    Wer weiß mehr?

    [Last Edit:]

    So – ich habe mich nochmal schlau gemacht: TOTAL OIL ist vermutlich wirklich der beste Angriffspunkt. Interessant ist: Siemens liefert Gasturbinen für die TOTAL-Werke (Yadana gas field) …. das könnte ggf. noch ne Möglichkeit sein…

  • Nur noch mal zum Hintergrund, das wird morgen so oder ähnlich in etlichen Tageszeitungen stehen:

    Niederländische Abgeordnete haben zum Boykott des französischen Ölkonzerns Total wegen dessen Aktivitäten in Birma aufgerufen. „Fahren Sie an den Total-Tankstellen ohne anzuhalten vorbei“, forderte die Fraktionsvorsitzende der Sozialisten, Krista van Velzen, wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete. Ihr Kollege von der Arbeiterpartei, Martijn van Dam, schloss sich dem Appell an. Zusammen verfügen die beiden Fraktionen über 58 von 150 Parlamentssitzen.

    Total ist seit 1992 in Birma vertreten, wo die Junta mit Gewalt gegen protestierende Mönche und andere Kritiker vorgeht. Im vergangenen Jahr produzierte das Unternehmen im Süden des südostasiatischen Landes 17,4 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag für Kraftwerke in Thailand. Total beschäftigt rund 270 Mitarbeiter in Birma und investiert eigenen Angaben zufolge seit zehn Jahren nicht mehr in dem vom Militär beherrschten Land. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte am Donnerstag dazu aufgerufen, Investitionen in Birma auf Eis zu legen.

  • Blogger für Burma (Myanmar)…

    In einer gemeinsamen internationalen Aktion wollen Blogger am 4. Oktober auf die Situation in Burma hinweisen und die friedliche Revulotion in Burma unterstützen. Es geht darum, Sympathie zu bezeugen und ein Zeichen zu setzen. Am 4. Oktober werden…

  • @ nimue: wiegesagt. es geht nicht nur um das boykottieren. letzten endes wird ein konzern TOTAL empfindlicher als auf alles andere reagieren, wenn sein image (noch weiter) beschädigt wird. der druck ist ja schon da und sie reagieren noch nicht – wir könnten den druck weiter verstären.

  • Möchte an dieser Stelle auf meinen Zwischenruf am Ende der deutschen Diskussion im Wiki hinweisen! Vielleicht äußert sich mal einer dazu, ja? Danke…

  • @Simon: Jo, hatte mein Postfach grad vor ner halben Stunde zugemacht, gucke mal eben, antwort folgt…

    Naja, es ist nicht der Boykott allein… ich habe immernoch etwas Bauchschmerzen wegen der Unentschlossenheit bei der Grafik- und Slogangeschichte. Ist alles ein bisschen inkonsistent. Hätte einer gesagt, hier die Aktion, wenn ihr dran teilnehmen wollt, bindet diese eine (einheitliche) Grafik ein, wärs kein Prob gewesen. Imho funzt in diesem Punkt die sicher gutgemeinte Basis-Demokratie einfach nicht. Wo ist denn das ge-„syncte“ Vorgehen? Immo besteht sie nur in dem Slogan „Free Burma“ und dem Link zur org-Seite. Alles andere macht dann jeder nach Gutdünken… aber wie gesagt, ich will hier ja gar keinen Wasser in den Wein schütten…

  • Ich hoffe, dass den Generälen ein Ausweg gelassen wird und es asap Verhandlungen geben wird. Wenn ich hier in den Kommentaren von den Total-Boykotten lesen muß, kann ich das nicht ganz verstehen.
    Nachhaltige Transformationen hin zu mehr Demokratie und Menschenrechten (Spanien, Chile, Südkorea, Taiwan) waren alle durch einen entschlossenen aber langwierigen Prozess geprägt, in der die Schuldigen des Unrechtsregimes zumindest für 10 Jahre oder länger vor juristischer Bearbeitung ihrer Verbrechen geschützt wurden.
    Deshalb ist diese Lynchjustiz gegen Unternehmen, die in Myanmar Geschäfte machen, nicht ganz nachvollziehbar. Zumal weite Teile der myanmesischen Opposition selbst darauf hinweisen, dass sie dies für den falschen Weg halten.
    Es sollte vor allem, um die Leute aus Myanmar und ihrer Lebensbediungen gehen. Nicht um einen ideologischen Kreuzzug gegen „das Böse“.

  • das sehe ich ähnlich pragmatisch wie Du und habe daher auch meine Zweifel, dass sowas in alle Richtungen nach hinten losgeht, wenn der Druck sich ins Negative verkehrt.

  • genau. die sanktionen gegen den irak und lybien haben ja auch nicht geholfen… im gegenteil, gelitten hat die zivilbevölkerung.

    was meiner meinung nach der bessere weg ist:

    *öffentliche aufmersamkeit wecken und wachhalten
    *abgeordnete regelmäßig anschreiben (was meint ihr wohl, wie die das nervt, wenn die in aller regelmäßigkeit 50 gleichlautende briefe/faxe benommen)
    *im www immer wieder drauf aufmersam machen
    *die presse immer wieder stupfen

    die meisten bürger haben burma schlicht und eifach vergessen,weil es kaum nachrichten gibt. ich gebe offen zu, durch den irak und sudan ist burma auch von meinem radar verschwunden, schon vor langer zeit.

    diese erkenntnis war bei mir die ursache für die geburt für blogger-for-freedom und mit simon als ähnlichdenkendem partner wird mir das sicher nicht mehr passieren.

    es ist zeit, socialblogging auf eine neue stufe zu heben.

    simon und ich rechnen fest mit eurer unterstützung, seien es news, hintergrundberichte oder teilnahme an blogaktionen ähnlich wie free burma.

    all jene, denen free burma zu wenig ist, sind herzlich eingeladen, bei uns mitzumachen.

    (sorry robert 🙂 )

  • Zum Thema Total-Boykott zitiert das Handelsblatt heute Tint Swe, Abgeordneter im birmanischen Exil-Parlament: „Sanktionen sind kein perfektes Mittel, aber zumindest wirken sie besser als das so genannte konstruktive Engagement von Birmas Nachbarn.“ Die Junta durchlebe derzeit die schwerste Prüfung seit Jahrzehnten und wirtschaftlich stehe sie ohnehin mit dem Rücken zur Wand. „Zöge sich jetzt etwa der französische Ölkonzern Total sofort zurück, fehlten der Armee wieder ein paar Millionen Dollar“, meint Swe. Europas größter Investor in Myanmar denkt derzeit aber keineswegs an einen Rückzug. Wenn Total das Land verlassen müsste, würde nur eine andere Ölgesellschaft seinen Platz einnehmen, betonte ein Unternehmenssprecher.

    Der Druck auf den französischen Mineralölkonzern ist also noch längst nicht groß genug – wenn die internationale Blogger-Aktion ihn wenigstens etwas erhöhen könnte, wäre das wohl schon eine sinnvolle Sache.

  • @nimue, warum sorry, ist doch wunderbar, genau das, was ein Teil des Gedankens der Aktion war, das es evtl. Blüten trägt

    @cio-blogger, interessante Analyse, aber wie real würde sich ein Rückzug des Konzerns auf die Lage auswirken? Wird ein Tiger, der in die Ecke des Käfigs gedrängelt wird, nicht erst recht zuschlagen?

  • @Robert: Um im Bild zu bleiben – muss man dem Tiger noch Fleischstücke hinschmeißen, damit er nicht so grausam ist? Das funktioniert m.E. nicht. Die Situation in Birma ist allerdings sehr viel komplexer – die Hauptunterstützung des Militärregimes kommt aus China und Indien, wegen der Rohstoffinteressen dieser Länder. Total und andere westliche Länder spielen da nur eine relativ kleine Rolle. Trotzdem finde ich die Position von Total „Wenn wir die Generäle nicht unterstützen, tun es andere“ zum Kotzen und darüber sollte man die Öffentlichkeit schon informieren. Dann können die Leute ja selbst entscheiden, ob sie ausgerechnet an einer der 1000 Total-Tankstellen in Deutschland Benzin u.a. einkaufen oder zu Aral, Esso oder Shell fahren. Und wenn der weltweite (Image)-Schaden für Total größer ist als der Profit, den sie in Birma machen, werden sie sich ihr Engagement dort überlegen. Und die Bevölkerung dort – so zumindest alle Infos, die ich bisher von Oppositionsseite gelesen habe – hat von den Milliarden-Investitionen westlicher Unternehmen in dem Land ohnehin nicht viel. Total sieht das naturgemäß anders und hat eigens eine Website dafür eingerichtet: http://burma.total.com/index_en.htm

  • Vor Aktionen wie Total-Boykott sollten erst einmal ein paar Fragen gestellt werden.
    Warum unterhalten 2 Politik-System-mässig sehr unterschiedliche Länder wie Indien und China volle Wirtschaftskontakte mit der Regierung von Myanmar? Solche Regionalmächte sind auf jedenfall ernst zu nehmen und auch so zu behandeln.
    Wie kann versucht werden, deren Regierungen davon zu überzeugen, dass sie eine aktivere Rolle bei extremen Verstössen gegen Menschenrechte spielen (gegenüber Indien vielleicht einfacher als gegenüber China)?
    Welche Risiken sind mit der Entmachtung des Militärregimes verbunden (z.B. Ausbruch intererner ethischer Konflikte)?

    Ich teile die moralische Entrüstung. Nur glaub ich eben, dass die Unterstützung von berechtigten Protest auf die Dauer nur erfolgreich sein wird, wenn wirklich versucht wird, die dortigen Realitäten möglichst sorgsam zu analysieren. Moralisch Entrüsten kann sich auch George Bushs Truppe. Wir müssen besser sein.

  • Sie schalten, in dem sie Kommunikation in jede Richtung unterbinden das Licht aus. Sie rechnen mit Vergessen. Sie dürfen mit Vergessen rechnen, sobald die Bilder fehlen, weil in unserer Zeit, heute, ohne Bilder nicht mehr gedacht wird. Also schalten sie das Licht aus, verhaften, kontrollieren Straßen und Plätze und heilige Orte der Mönche. Also muss man schreiben und reisen und Fragen stellen. Man muss nach den Verschwundenen fragen, heute, morgen und in 200 Tagen immer noch eine Frage nach der anderen Frage stellen. Man darf niemals Ruhe geben in allen Sprachen. Man schreibe an Botschaften und Konsulate und die Junta selbst. Man schreibe nach Peking, weil man in Peking nach Tibet fragen muss. Man schreibe nach Moskau, weil man in Moskau nach Tschetschenien fragen muss. Man schreibe nach Washington, weil man in Washington nach Darfur fragen muss. Wo ist Radovan Karadžić?

  • Wenn wie oben (Axel/#89) von „Lynchjustiz“ gesprochen wird, wenn hier darüber debattiert wird, ob man ggf. auf die Rolle eines Konzerns wie TOTAL OIL hinweisen soll, dann ist das schlicht Blödsinn.

    An der Priorität des Aktionstags (Motto: „One Blogpost for Burma“) besteht ja kein Zweifel – aber es ist durchaus (wenigstens von meiner Warte aus) wünschenswert, daß viele Blogger in ihrem Artikel am Donnerstag bspw. auf das Engagement von TOTAL OIL eingehen.

    Wie bereits oben gesagt und inzwischen auch bestätigt – TOTAL zeigt bislang keine Skrupel im Hinblick auf die Tätigkeit in Burma. Andere (verantwortlichere?) Firmen haben in den letzten Jahren ihre Geschäftsbeziehungen mit Burma beendet. Allerdings waren das meist „kleine Fische“… wenn sich TOTAL OIL zurückzöge, würde das durchaus von den Machthabern registriert.

  • @Axel:
    Es stimmt natürlich, China und Indien darf man nicht unterschätzen. Für China steht mit den Olympischen Spielen zwar einiges auf dem Spiel – andererseits sind die Menschenrechtsverletzungen in China nicht viel weniger schlimm als in Burma.
    Bloss darüber wird in den westlichen Medien ungern berichtet, denn dann müsste man auch China sanktionieren – und das kann sich kein westliches Industrieland erlauben.

    Zu den ethnischen Konflikten: Die gibt es in Burma schon seit über 50 Jahren – mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt. Im Moment hat das Regime zwar weitestgehen die Konflikte unterdrückt…

    Aber das ist doch keine Legitimation, die das Regime rechtfertigen würde – obwohl das Militär dies natürlich anders sieht. Ich denke, ethnische Konflikte lassen sich auf Dauer nicht mit Gewalt unterdrücken

  • Nochmal ethnische Konflikte:

    Das Regime hat zwar mit vielen Rebellengruppen Waffenstillstandsverträge geschlossen – aber tatsächlich spalten sich immer wieder einzelne Gruppierungen ab und nehmen den Kampf wieder auf.

    Frieden wird es nicht geben, so lange die ehtnischen Minderheiten nicht autonome Regionen bzw. ein signifikantes Mitspracherecht auf nationaler Ebene erhalten. Und genau das lässt sich doch viel eher in einer Demokratie verwirklichen als in einer Militärdiktatur.

    Aber ich verstehe die Grundproblematik: Nach dem Sturz kann sehr schnell zu einem Machtvakuum entstehen, zumal die Partei-Mitglieder der oppositionellen NLD weitestgehend inhaftiert/getötet wurden. Außerdem hat die Bevölkerung schlichtweg keine Erfahrung mit Demokratie.

  • Freeburmacoalition.org spricht sich selbst gegen Wirtschaftsboykotte aus:
    http://www.freeburmacoalition.org/
    Solche Stimmen sollten auf jeden Fall ernst genommen werden.

    In der Demokratisierung Chiles, die mit der Abstimmung 1988 begann, spielten Wirtschaftsboykotte aus der Rückschau vermutlich eine eher positive Rolle, da dies die ökonomische Elite des Landes dazu brachte, das mit der Demokratie damals vielfach perzepierte Stabilitäts-Risiko für bessere Aussenwirtschaftsbeziehungen in Kauf zu nehmen.

    In Bezug auf Myanmar überzeugt mich das aber nicht als geeignetes Mittel, einfach weil die Wirtschaftselite vermutlich sehr schmal und sowieso unabrückbar Junta-freundlich ist.
    Sympathiekundgebungen mit der Demokratiebewegung find ich voll gut und ich hoffe, dass dies eine längere Zeit anhält. Letztlich ist in der Region selbst ein klareres Bekenntnis zu den universal gültigen Menschenrechten wünschenswert. Es hätte halt mehr Gewicht, wenn die Forderung der Demokratiebewegung von Indien, China, Thailand, Südkorea, Japan, etc. aus unterstützt würde als von den Urenkeln von Kolonialherren.
    Internet-Protestmässig wären Zusammenarbeit mit Gruppen aus der Region am effektivsten. Länder wie Indien, Südkorea, Japan und vermutlich Taiwan sind ja heute menschenrechtsmässig eher ok.

  • Mit Boykottaufrufen u.ä. habe ich auch so meine Probleme. O.K., wenn Total das Land verlässt, wird die Junta das bemerken, andererseits dürfte es dann ziemlich schnell Unternehmen aus China oder Russland geben, die diese Lücke füllen würden. Bis auf ein Feigenblatt für den Westen wäre der Demokratie in Myanmar damit nicht geholfen.
    Dieser Kommentar aus der taz hat IMHO etwas für sich:
    Ohnmächtiger Birma-Boykott.

    Im Rahmen der Blogaktion finde ich es O.K., auf die Verstrickung westlicher Firmen hinzuweisen, einen generell damit verknüpften Boykottaufruf würde ich aber nicht unterstützen.

  • @Axel: Burma war auch kurzzeitig von Japan besetzt und die Burmesen haben den Japanern die gleichen Ressentiments wie gegenüber dem Westen.

    Aber um auf das ursprüngliche Problem zurückzukommen: Ich gebe Mark vollkommen Recht:

    „TOTAL zeigt bislang keine Skrupel im Hinblick auf die Tätigkeit in Burma. Andere (verantwortlichere?) Firmen haben in den letzten Jahren ihre Geschäftsbeziehungen mit Burma beendet. Allerdings waren das meist „€œkleine Fische“€?“€¦ wenn sich TOTAL OIL zurückzöge, würde das durchaus von den Machthabern registriert.“

  • @Zapp:

    Natürlich gäbe es schnell einen Ersatz für TOTAL, vermutlich aus China. Trotzdem kann das kein Argument sein, um die Aktivitäten von TOTAL gut zu heißen. Das wäre eine Argumentation getreu dem Motto: „Das tun doch alle“ .. Aber nur weil alle etwas tun, wird es deswegen noch lange nicht legitim.

  • @Bettina: Das mag schon sein.
    Zu TOTAL Boykott. Das entscheidende Argument dagegen ist imnsho, dass sich weite Teile der myanmarischen Opposition offenbar selbst dagegen aussprechen (freeburmacoalition.org/). Gemäß dem Subsidaritätsprinzip sollte das nicht nur bedacht, sondern akzeptiert werden.

    Trotzdem: Aktionen wären aus meiner Sicht vielfach glaubwürdiger, wenn sie von einer möglichst breiten Koalition von asiatischen (vorallem aus Süd/Südost-Asien) und europäisch/nordamerikanischen Blogs unterstützt würde.
    Bestimmt nicht einfach eine solche Koalition herzustellen. Aber genau das zeigt auch, dass wir blogger-mässig eben nicht 1 Welt sind.
    Die Unterstützung eines indischen che2001, thailändischen Robert Basic, sri lankanischen Don Alphonso, oder bangladeschischen antibuerokratieteam wären vielfach wertvoller als Unterstützung von westlichen „Berühmtheiten“ wie der Scobler oder dieses ex-Excel Programmierers, der immer viel zu lange Artikel schreibt (Name vergessen).

  • @Axel, ich bitte Dich ja sonst um nie was (ok, nur dass Du endlich mal ein Blog auftun sollst, ich geb die Hoffnung ja nicht auf;), aber diesmal. Da mir diese Namen nix sagen und Du die scheinbar „kennst“, könntest Du die bitte kontakieren, ob sie Interesse haben, auf diese Aktion hinzuweisen und sich einzubringen? Großer Dank!

  • @ Bettina:
    Ich frage mich halt, ob es für das Land nicht besser ist, wenn eine französische statt eine chinesische Firma vor Ort ist. Ein Problem in Burma ist die Abschottung gegenüber dem Westen, eventuell ist da jeder zusätzliche Europäer im Land wichtig, der Kontakt zur Bevölkerung, eventuell über einheimischen Arbeitern, hat. Um das beurteilen zu können, kenne ich mich dort zu wenig aus, aber eben deswegen mag ich keinen Schwarz/Weiss-Boykott.
    Eine Kollegin, die mehrfach als Individualtouristin in Burma unterwegs war, meinte heute zu mir, dass eher ein Boykott des Pauschaltourismus sinnvoll wäre, da die grossen Hotels alle der Junta gehören und diese Touristen eh keinen Kontakt zur Bevölkerung bekommen.
    Das Thema ist komplex und einem auf die Schnelle aus dem Hut gezauberten Boykottaufruf stehe ich eben skeptisch gegenüber.

  • @Zapp:
    Man muss natürlich Bedenken, ob, was und in welchem Umfang boykottiert wird.
    Was den Tourismus betrifft, gebe ich dir Recht:
    Die Bevölkerung sucht geradezu den Kontakt zu Ausländern. Als Individualtourist kann man der Bevölkerung auch eher etwas zukommen lassen, als als Pauschaltourist. Deswegen sollte wenn dann „nur“ der Pauschaltourismus boykottieren.

    Bei der Erdgasförderung liegt die Sache allerdings etwas anders. Die Firmen haben – im Gegensatz zu den Individualtouristen – keinerlei Interesse an den Problemen der Bevölkerung, sie sind rein profitorientiert. Ich bezweifle, dass da ein echter kultureller Austausch möglich ist.

    Ich denke, dass es im Prinzip egal ist, ob es eine französische oder eine chinesische Firma ist. Aber: Wenn keine westliche Firma vor Ort ist, hat dies eine viel höhere symbolische Kraft. Und der Westen wirkt dadurch auch glaubwürdiger, und muss sich nicht vorwerfen lassen, eine Doppelmoral zu verfolgen.

  • @Axel:

    Ich habe bei freeburmacoalition.org nur Artikel gesehen, die sich gegen den Boykott von Tourismus bzw. gegen generelle Boykotte aussprechen. Gibt es da einen, der sich speziell auf Total bezieht?

    Was die Aktion betrifft, gebe ich dir Recht.. sie wäre sicherlich glaubwürdiger, wenn (süd-) ostasiatische Staaten sie unterstützen würden. Je mehr, desto besser!

  • Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit…

    Robert hat es in rasender Geschwindigkeit geschafft den halben Blogger-Erdball für eine wunderbare Sache zu mobilisieren.
    Aufgrund meiner eigenen Vergangenheit bin ich geradezu verpflichtet, an der Aktion “Free Burma” mitzumachen. Denn…

  • Ich weiß ja auch nicht, ob es nützt……

    … doch schaden wird es ganz bestimmt nicht. Und deshalb mache da ich mit.
    Letzten Anstoß hat für mich der aktuelle Bericht auf Spiegel online gegeben.
    Burma war auf der Landkarte meines politischen Interesses quasi nicht existent. Und i…

  • Hands down, Apple’s app store wins by a mile. It’s a huge selection of all sorts of apps vs a rather sad selection of a handful for Zune. Microsoft has plans, especially in the realm of games, but I’m not sure I’d want to bet on the future if this aspect is important to you. The iPod is a much better choice in that case.

Kommentieren