Sonstiges

the big exit: 6:1.000.000

Andreas Göldi verweist auf eine Studie über Gründer, die die altbekannten Zahlen bestätigt und mit Daten zur Selbsteinschätzung der Gründer aufhübscht.

nur kurz die wichtigsten Eckdaten:
90% aller Gründungen überleben nicht, die große Mehrheit der Gründer (~80%) glaubt aber dran, es zu packen, dass ihr Baby überlebt (70%ige Chance). Nur 6% der erfahreneren Unternehmern hingegen gründen erneut. Und Big Exit? Jede 1000ste Idee wird finanziert und von denen wiederum legen nur 6 von 1000 einen Börsengang aufs Parkett. 6:1.000.000 for ße really big exit?

Daher der Bogen zu meinen Berichten über Web-Startups: ja, man braucht so Verrückte, ja, man muss die Dinge immer -wenns auch nur im Hinterkopf ist- so betrachten, dass 9 von 10 nicht mal bisserl was damit verdienen werden. In Telefonaten freue ich mich ob ihrer Begeisterung, muss aber immer daran denken, dass die Quote 1:10 (Überleben vs Scheitern) gegen sie spricht, rein statistisch gesehen. Und achte daher viel mehr auf mein Bauchgefühl, wie der Gründer tickt, wie er beweglich, kommunikativ, ausdauernd und bauernschlau (Buchintelligenz bringt niemanden weiter) rüberkommt. Manchmal sieht mans am Produkt, dass die Chancen besser sind, häufiger aber liegt es in der Person begründet.

Detailinfos siehe Beobachtungen zur Mediekonvergenz: Unternehmensgründer: Selbstüberschätzung ist gut


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

27 Kommentare

  • Viele Gründer glauben das Ihre persönliche Fähigkeiten über durchschnittlich sind. Auch glauben viele das man Geschäftskonzepte nur kopieren muss, und schon rollt der Rubel.

    Auch neigen viele Gründer die durchs Geschäft verursachte Kosten niedrig zu rechen, die einnahmen hin gegen zum teil bewusst schön zu rechnen.(überhöht). Manche Gründer glauben das man mit ein Stundenanzahl wie beim Arbeitnehmer üblich, ein Geschäft erfolgreich führen kann. Diese Trugschluss geht aber dann oft in die Hose. Nur sind dann meist die anderen daran schuld……

  • Mein Reden. Und viele Jungstars aus den Reihen der Computerprogrammierer, die jetzt noch auf ein späteres Erfolgsleben hoffen, werden später HartzIV-Empfänger sein. Vielleicht sollte man doch mal drüber nachdenken, daß im Kapitalismus nicht jeder Erfolg haben kann.Und dann nicht ganz so unkritisch mitmachen.

  • Servus Robert;

    danke für Deine Einschätzung; ich bin inzwischen so weit und um aus meiner Erfahrung heraus zu sagen; Team geht noch vor Business Modell; und auch bei einer Chance von 1:10 würde ich es immer noch machen; ohne die Verrückten die es tun gäbe es kein IBM, Microsoft; Auto, Telefon, Strom; Wer beim Anfangen schon ans scheitern, sprich Hartz IV, denkt hat schon verloren; im Zweifel liegt der Keim des Scheiterns, aber wenn man gescheitert ist, darf man nicht liegebleiben sondern muss einfach wieder aufstehen und weitermachen; ich kenne diverse Leute, die einige Versuche gemacht haben und es nicht beim ersten mal geschafft haben.

    VG; schönes WE;

  • Danke Herr Basic.

    Wir sind sowieso schon nervös wegen unseres Startups am 01.01 und bei den Wahrscheinlichkeiten können wir uns lieber gleich einen Lottoschein ziehen…

    Wir werden es dennoch versuchen – schließlich sind wir schon seit 6 Monaten dran.

    Ach ja – wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit von Google gekauft und links liegen gelassen zu werden? Bitte nachrechnen…

  • Ich kenne etliche Leute, mich selbst eingeschlossen, die es überhaupt nicht geschafft haben und vermutlich auch nicht schaffen werden, in der extremkapitalistischen Welt Erfolg zu haben. Einen Erfolg als auch nur wahrscheinlich darzustellen, der für die meisten Illusion bleiben wird, ist Schaumschlägerei.

  • Hallo Artur,
    schon 6 Monate? Ich hab auch ein halbes Jahr an meinem Business Plan – naja, was auch meine Diplomarbeit war/ist, geschrieben. Allerdings bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass mir so ziemlich viel fehlt, um erfolgreich zu sein (Netzwerk, Team, Cash, Erfahrung). Eigentlich alles:)
    Deswegen hab ich es jetzt erstmal sein gelassen.
    Aber laut Gründerforschung ist eine ordentlich Planung ein Erfolgskriterium, soll heißen, deine Chancen stehen also ganz gut!
    Und außerdem kann man sich ja anschauen, was andere gut oder schlecht gemacht haben und daraus lernen. Vorbilder gibt es ja bereits genug. Hab deswegen heute auch mal einen Beitrag geschrieben, warum aus meiner Sicht beispielsweise StudiVZ so erfolgreich war. vg Sebastian

  • „Erfahrenere Unternehmen geben ihrem Baby nur ne 6%ige Chance“

    diese aussage kann ich bei andreas nicht finden. da steht:

    „Unter anderem deswegen gründen laut einer anderen Studie nur ca. 6% der erfahrenen Unternehmer ein zweites Unternehmen.“

  • Natürlich werden nicht „alle“ startups Erfolg haben – wie denn auch: „Man“ benötigt sicherlich keine 435 Me-too-Communities, etc., die sich nur mikroskopisch unterscheiden. Man wird schon mal über den Tellerrand des eigenen Tekkie-Daseins hinauschauen müssen, um „erfolgreich“ zu sein – was ja durchaus nicht immer in *studiVZ*- oder *spreadshirt*- Dimensionen erscheinen muß.

    In meiner Branche gibt es derzeit viele technische Neuerungen, die von den „alten Maklern“ gar nicht übernommen werden können – spannende Zeiten. Vllt. sollt man jenseits von Business-Plänen mal KONKRET mit dem einen oder anderen Unternehmer sprechen. 😉

    Wer über „Extremkapitalismus“ jammert, scheint allerdings an Realitätsverlust zu leiden : nur der „Erzkapitalismus“ bietet die Chancen, wie sie für junge startup-per existieren. In anderen Gesellschaftsformen hätte man davon gar nicht träumen dürfen – da hätte man schön brav in der Reihe gestanden, sich gefreut, bis zum Ende seiner Tage mit 3 Personen in einer 56m² großen Plattenbauwohnung zu hocken – und hätte dafür noch seinen besten Freund denunzieren müssen. 🙁

  • „Gründungen“ finde ich hier sehr weit gefasst. Da fallen ja ggf. nicht nur Web 2.0-Startups, sondern auch Handwerker drunter, die beim Meister kündigen und einen eigenen Betrieb aufmachen.

    Für bestimmte Gründergruppen könnte die Statistik also nochmal positiver oder negativer ausfallen.

  • Die 10 Millionen, die in Deutschland schon Hartz-IV-Bezieher waren, würden sich wahrscheinlich über die sichere Platte freuen. Da man mit dem Hartz-Satz nur theoretisch auskommen kann, sind bei uns viele Leute vom „Platte machen“bedroht.Zynisch, wie die jeunesse d’orée hier ist, dürfte sie auch diese Verhältnisse im Sinne von “ scheitern als Chance“ interpretieren.

  • Mensch, @Thomas, befasse ich Dich doch ´mal mit der Realität. Die „Platte“ ist sicher – so sicher, daß davon sogar zig-tausende abgerissen wurden.

    Scheitern ist keine Chance, sondern möglich.
    Ausgerechnet in Zeiten, wo jeder Tech-Student von Unternehmen bereits von der Uni/Hochschule herunter“gerissen“ wird, zu behaupten, „Super-Talente“ müßten hungern und seien aufgrund eines(!) Gründungsfehlschlages bis zum Ende ihrer Tage ruiniert, ist pure Verblendung.

    Da ist jede Diskussion überflüssig.

  • Dein Zynismus zeigt sich darin, daß für Dich nur Super-Talente Menschen sind. Vielleicht kann man 5% der Bevölkerung zu diesen Super-Talenten zählen( IQ ca. 125) , die sich auch in höherem Alter noch fähig zeigen, Neuerungen schnell und tiefgehend zu verstehen. Was machen die restlichen 95%? Das sind die, von denen ich rede. Natürlich stehen die noch nicht alle vor der Verelendung, gerade im Westen schützen Altverträge viele Arbeitnehmer und Beamte auch geringerer Intelligenz vor dem Absturz. Aber tendenziell breitet sich das Unsicherheitsgefühl immer weiter aus. Warum, meinst Du, wählen mehr als 10% links? Warum wählen im Saarland 18% die Linke? Weil deren Start-ups so erfolgreich sind? Ich bin sehr für Freiheit für Eliten, ihre Ding zu machen. In einem Staat mit einem vernünftigen Sozialsystem kommt diese Freiheit dann allen zugute. Das vernünftige Sozialsystem besteht meines Erachtens aus Mindestlöhnen( gibts in den USA seit über 70 Jahren) bzw. in der Zukunft aus einem bedinungslosen Grundeinkommen. Weil Jobs von Leuten mit einem Durchschnitts-IQ in naher Zukunft von Robotern erledigt werden, siehe http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/24/0,3672,3937496,00.html

  • Thomas bitte, hör mir hier endlich auf mit deiner IQ-Argumentierei, bitte…. das ist soooo… also, last warning: ich will von dieser eugenistisch anmutenden Diskussion keinen Ton mehr hören, danke.

  • #16
    „Das vernünftige Sozialsystem besteht meines Erachtens aus Mindestlöhnen
    (gibts in den USA seit über 70 Jahren)“

    Mindestlöhne in den USA? Die kenne ich aus eigener Erfahrung:
    Dollar 6.80 die Stunde! Und als Kellner Dollar 3.65.-

    Sehr erstrebenswertes Beispiel…

  • Die Sache mit dem IQ ist sooo… wahr und sie stellt Dein Gutmenschtum in Frage, darum willst Du darüber nichts hören. Wer dem Irrglauben anhängt, der IQ sei trainierbar, kann natürlich an die schöne kapitalistische Welt glauben, denn jeder, der seine Intelligenz dann eben nicht trainiert, ist an seinem Elend selbst schuld. Sollte aber der IQ angeboren sein, wird die Asozialität dessen, der auf freien Wettberwerb setzt, deutlich. Nicht der gemäßigte Nationalist erweist sich als Sozialdarwinist, sondern der die genetisch programmierten Unterschiede des Menschen leugnende Gleichheitsapostel. Denn er profitiert von einer Gesellschaft, in der er verdeckt und damit unkritisiert seine genetischen Vorteile sozialdarwinistisch ausspielen kann.

  • ja nur aus Misserfolgen/Fehlern kann man lernen und wachsen; aber das sehen viele Gründer nicht so;
    in einigen Gesprächen die ich gerade führe wurde mir durch die Blume mitgeteilt, dass man darüber sehr ungern reden wolle,
    nicht in Deutschland. Vor allem bei solchen, die sich selbst schon auf dem Weg zu großen Erfolg sehen.
    Da ich diese Gespräche nun mehrmals geführt habe, denke ich wird es Zeit einen Artikel über dieses heikle Thema zu verfassen und es auch genauer zu beleuchten.

  • ……..mach ich gerne: in meinen letzten 18 Jahren habe ich mehrere Projekte wieder abbrechen müssen; das ist normal, daraus hab ich in jedem Fall mein Risikomanagement verbessert. Fehler zu machen ist normal, die muss man zulassen; wer nicht offen darüber diskutieren kann, wird die Chancen die darin stecken nicht nutzen können.
    m.A. nach es ist weniger menschlich, denn mehr Erziehung und kulturell bedingt.

    schönes WE

  • Gründerrückblick – Interessante Themen der letzten Woche…

    Die Anmeldung für das Barcamp/Podcamp Berlin am 03.-04.11.ist gestern gestarten und 1-2-3 vorbei, ausgebucht! Alle 200 Plätze sind innerhalb weniger Stunden weg gewesen und teilweise gab es im Wiki regelrechten Anmeldestau der mich an die Beschaffung…

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