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Barcamp München

wieder zurück, wach und fit:)) War wie immer ein gelungendes Barcamp, viele Gespräche, viele Sessions, klasse Catering (danke, Cisco!). Anbei ein Verweis auf Barcamp-Wiki mit den Berichten zum BC MUC.

Was mir persönlich negativ ins Auge fiel: von 300 (max. Teilnehmerzahl) waren am Samstag rund 200 da (andere Quellen sprechen gar von 170) und am Sonntag nochmals etwas weniger. Ein Teil der NoShows rekrutiert sich aus kurzfristigen Abmeldungen (Do Mitternacht waren noch 291 Teilnehmer eingetragen, Fr. Mitternacht waren es dann 263 Teilnehmer). Ein weiterer Teil wollte sich ebenfalls noch kurzfristig austragen, hatte aber sein Passwort vergessen und kam da auch nicht ran, weil die PW-Recovery Funktion verbugt war. Und ein dritter Teil kam „halt so“ nicht.

Das Berliner Barcamp (was demnächst im November stattfindet) wird wohl ähnliche Effekte aufweisen, letztlich wie alle anderen Barcamps zuvor. Natürlich kann man über Maßnahmen nachdenken, die besten sind wohl diejenigen, die in den Geldbeutel gehen. Rechnet man die Personal-, Raum- und Cateringkosten (insofern eine Verpflegung inklusive ist) inkl. dem Vorbereitungsaufwand des Raumsponsors zusammen, dürften Unkostenbeiträge von locker über 100 Euro pro Person für zwei Tage zusammenkommen. Die könnten auf einem eigenen Barcamp-Konto auflaufen, um nachfolgende Barcamps zum Teil zu finanzieren. Stornozeitraum angeben (wohl 7 Tage, dann müssen die Planungen zwecks Verpflegung abgeschlossen sein) und AGBs aufsetzen. Unnötiger, bürokratischer Aufwand, aber anders kommt man diesem Phänomen nicht bei. Der ja nicht nur auf eine Verschwendung von Essen hinausläuft, sondern auch den Organisatoren gegenüber besch…eiden ist (wer zB Franz Patzig gesehen hat, weiß, was ich meine).

Ein weiteres Phänomen: das Auslegen des Handtuchs auf der Barcamp-Liege. Sobald das Teilnehmerwiki eröffnet wird, schmeißt man sich auf die Liste, ohne zu wissen, ob man denn in 4-8 Wochen auch tatsächlich kommen kann. Hauptsache schon mal den Platz freihalten. Und kurzfristig vorher absagen. Ganz so, als würden alle anderen auf der Warteliste kurzfristig umplanen können, um am Barcamp teilzunehmen. Amüsantes Verhalten, dem man kaum beikommen kann:))

so wirft man Barcamp-Handtücher

[btw, Dein Koffer kehrt heute Abend nach Hause, habs gestern nicht mehr gepackt, war zu müde für den Umweg;)]

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

45 Kommentare

  • Das ist ja doof, dann hätte ich ja doch noch vorbeischauen können. Is ja nur n Katzensprung von mir und bei mir ist erst seit zwei Wochen klar, dass ich Zeit gehabt hätte.
    Ärgerlich!

  • Ich denke, beim BC München kam erschwerend hinzu, dass 1. Oktoberfest und 2. Bahnstreik. (Unterkunft, Anreise). Auf das BC Berlin haben ja viele schon sehnsüchtig gewartet. Klar, dass da erstmal hektisch Handtücher geworfen werden ;-). Die Location für Berlin könnte größer sein. Habe in den letzten Wochen immer wieder Nachfragen zur Berlin-Camp-Liste gehört. Mir war klar, dass das bei der Nachfrage sofort ausgebucht sein wird.

  • Ich z.B. war am Samstag da, aber bin am Sonntag nicht mehr gekommen, weil ich gemerkt habe, dass Barcamps irgendwie nicht mein Ding sind. Hätte es eine Möglichkeit gegeben, meinen Platz irgendwie kurzfristig abzugeben- das habe ich mich tatsächlich gefragt.

    Ansonsten: wenn man weiß, dass ca. 30 Prozent nicht erscheinen, könnte man das Ganze auch gleich „überbuchen“ – sprich: Mehr Anmeldungen annehmen als reinpassen oder halt Catering nur für 70 Prozent der angemeldeten bereitstellen. Habt ihr schonmal darüber nachgedacht?

  • Genau!
    Ich war erst als Nachrücker für das BarCamp eingetragen und bin dann in die Teilnehmerliste aufgestiegen. Mich hatte es auch verwundert das so viele am Donnerstag/Freitag ausgetragen haben. Statt 300 waren dann nur noch 260 Teilnehmer angemeldet. Die Nachrückerliste war leer.
    @Marnem: Hättest also locker kommen können!
    Ich war das erste Mal bei einem BarCamp dabei und fand es super. (Dank an Franz Patzig und seine Helfer!). Gerne bin ich beim nächsten dabei. Das nächste ist dann auch in meiner Mutterstadt 😉
    @Robert: da sieht man sich dann mal wieder 😉 deine Vorschläge für die Anmeldung würde ich sogar unterstützen. Scheint das einzige zu sein, was man machen kann. Geht damit allerdings nicht auch der BarCamp-Charakter „Open-Source“ verloren?

  • Bez. NoShows: Evtl. sollte man auch eine direkte Verknüpfung von Teilnehmer und möglicher Session oder geplantem Beitrag zum Camp im Wiki andenken.

    Person x – Biete Sessionvorschlag x
    Person y – Helfe bei der Orga im Bereich y
    Person z – Bringe Videoequipment und dokumentiere Sessions etc.
    etc. etc.

    Hintergedanke: Man beschäftigt sich intensiver mit dem Barcamp-Gedanken im Vorfeld, ohne die Spontanität vor Ort zu stören?

    Just my 2cents

  • Ich würde ja auch gerne mal wissen, wie viele der Leute, die sich für das Berliner BarCamp registriert haben, sich im Klaren darüber sind, dass das ein internationales BarCamp ist und die Sprache deshalb überwiegend Englisch sein sollte…

  • Diese Handtuchkultur ist wirklich grauenvoll und ich finde es klasse, dass die Werbung das Thema mal aufgenommen hat.
    Ein bischen neidisch kann man auf diesen Wurf schon werden……

  • Du hast Recht, das sind die einzigen Maßnahmen, mit denen man solchen Problemchen beikäme. Aber ein bisschen Schutzgebühr da, ein paar AGBs dort – und bumm, it’s not an unconference any more.

    Kommt halt drauf an, was man will. Firmen wie Cisco bekommen soviel Exposure durch BCs (oder halt MS letztens in Wien), dass die paar unverzehrten Essen drin sein müssen. Ist ja nicht so, dass die OrganisatorInnnen privat was draufzahlen.

    Ich würd mich jedenfalls von Barcamps mit Eintritt definitiv fernhalten… es sei denn, jemand kommt noch auf die schöne Idee, den Vortragenden „Anerkennungshonorare“ zu zahlen… dann wär’s überhaupt eine ganz normale Konfi wie 1000e andere auch 🙂

  • Hab jahrelang zum Teil kostenlose Veranstaltungen für Studis organisiert, einmal hatten wir 20 Anmeldungen und einen Teilnehmer :-O da hat sich der Referent von Bosch total gefreut.

    Folgende Lösungsvorschläge:
    1. Geld nehmen (so kann man Ressourcen schaffen für die in zwei Jahren wenn es keinen Sponsor mehr für BarCamps gibt …oder drei Jahren)
    2. Liste der No Shows veröffentlichen (mein Lieblingstip, bei dem immer alle stöhnen)
    3. Überbuchen
    4. weniger Essen bestellen
    5. 30% ist für eine kostenlose Veranstaltung echt ne super Quote, vielleicht sollte man sich einfach drüber freuen.
    6. Rumerzählen das immer 30% der Leute nicht kommen und noch ne Art „Abendkasse“einführen (ich hab die Anmeldung für Berlin auch verpasst 🙂

    Macht aber alles zusätzlich Arbeit…. bis auf Punkt 5

  • Der Respekt vor dem Blog-Betreiber verhindert, daß ich erwähne, daß genau die gleiche Thematik vor 2 Monaten(?) eifrig diskutiert wurde … 😉

    Andere Frage: was ist eigentlich aus dem Barcamp in Leipzig geworden , das einige medienrauscher angedacht hatten ?

  • Danke, dass ihr das Thema aufgegriffen habt. Ich habe ja immer auf Einsicht und Fairness gehofft und tue dies immer noch. Eine Teilnehmerin sagte, dass es doch eigentlich ein Privileg sei, an der Veranstaltung teilnehmen zu dürfen. Viele scheinen sich dessen nicht bewusst zu sein.

    @ die lieben NoShows: wir haben während der letzen BarCamps fein säuberlich Liste geführt, wir wissen wer ihr seid. Rechnet mal demnächst mit ein paar unangenehmen Überraschungen.

    @ Mark Pohlmann: Vielleicht ist das normal, deshalb braucht man es noch lange nicht zu akzeptieren. Ca 500-600 komplette Mahlzeiten für die Mülltonne – das ist nicht vertretbar. Weiterhin 60-70 T-Shirts zu viel gedruckt, die wir dann an Anwesende verschenkt haben.

    Ich werde mich auch noch dazu äußern, wenn ich wieder fit bin.

  • Vorab: ich bin Mitorganisator des Barcamp/Podcamp Berlin II

    1. @Doreen
    Die Location ist RIESIG! 🙂
    Es passen bis zu 500 Teilnehmer rein. Wir haben extra so lange nach einer so großen Location gesucht und sie dann nach etlichen schlaflosen Nächten auch gefunden, dank Cimdata. (siehe die beiden Videos auf meinem Blog)
    Also: immer schön eintragen in die Liste. Wir werden noch mehr Plätze freigeben mit der Zeit.

    2. Gebühren
    Auch wir finden es ärgerlich, wenn Leute sich anmelden und dann nicht kommen. Darum überlegen wir eine Liste zu veröffentlich mit denen, die sich angemeldet und dann nicht gekommen sind. So eine Art Blacklist. Zur Abschreckung.
    5 Euro von den Leuten vorher abverlangen und dann wieder auszahlen… das (oder ähnliches) ist aus meiner Sicht nicht praktikabel. Wer soll diesen enormen logistischen Aufwand stemmen? Kontoeingänge checken, abgleichen, anmahnen. Und dann den Leuten erklären das sie nicht reinkommen, weil sie nicht bezahlt haben obwohl man ihnen das Geld beim Einlass wiedergeben würde? Nee nee nee.
    Man kann einfach immer nur immer wieder an Fairness appelieren! So wie es Robert hier ja tut.
    Aber es ist und bleibt nunmal ein Barcamp. So wunderbar „unorganisiert“ wie es nur geht. Damit wirklich JEDER kommen kann. Und so soll es aus meiner Sicht auch bleiben.
    Was nix daran ändert, das diese Handtuchmentalität nervend und traurig ist.

    3. Sprache
    Ja – es wird ein internationales Barcamp/Podcamp! Also sollen viele Sessions in englisch gehalten werden. Aber wer sich nicht traut und lieber in deutsch eine Session macht, kann das auch gerne tun! Es soll niemand ausgegrenzt werden!!!
    Das wird dann einfach in der gemütlichen Cafeteria an der Wand für die Sessionplanung kenntlich gemacht, so dass die internationalen Gäste wissen – okay, diese Session ist in deutsch.

    4. Wir freuen uns…
    …über jeden der kommt und dieses Barcamp zu einer tollen Veranstaltung werden lässt! Berlin wartet auch euch. Also, wer es noch nicht getan hat: eintragen und Fahrkarte kaufen!!!

  • @ritchie Einverstanden mit den Formalisierungen, genau meine Auffassung. Allerdings lasse ich überhaupt nichts auf die Sponsoren kommen, ob es nun kleine oder große sind. Die haben es möglich gemacht und waren damit einverstanden nicht den geringsten Einfluss auf die Veranstaltung zu nehmen. Deshalb finde ich die Aussage bezüglich des Vergleichs Aufmerksamkeit/Essen daneben.

  • @Matias: Location. Na das hört sich ja sehr gut an. Ich dachte, ihr könnt max. 300 Leute aufnehmen und das ist für Berlin echt wenig. Bin gespannt, was da noch kommt ;).

  • @Mathias
    Das liest man ja gerne. Hab das mit Berlin irgendwie total verpennt. Dann bestehen ja noch Chancen mit Platz 108 auf der Warteliste 😉

  • @Matias: *aufatme* Dann kann ich ja mit inzwischen Follow-Up-Platz 16 noch Hoffnung haben 🙂 Wäre mein erstes BarCamp, bin schon sehr gespannt. Die in den Topic Suggestions bereits sich abzeichnende Themenausrichtung sagt mir jedenfalls schonmal sehr zu.

  • Ob man sich den Streß mit der Vorab-Gebühr wirklich antun will? Egal ob nachher bei Erscheinen zurück gezahlt wird oder nicht.

    Warum es nicht einfach wie die Fluggesellschaften machen und überbuchen? Im schlimmsten Fall kommen halt ein paar Leute zu viel. Was aber nicht passieren wird, wie die Erfahrung zeigt (das ist ja nicht nur bei Barcamps so, sondern bei allen kostenlosen Veranstaltungen).

  • nunja, irgendwie stimmt es natürlich dass es ärgerlich ist wenn viele nicht kommen. bei mir war es z.b. so, dass ich erst kurz vorher reingerutscht bin. das hätte ich echt nicht erwartet, da ich auf platz 40 der warteliste stand. hab mir zwar extra versucht das wochenende kurzfristig freizuschaufeln indem ich vorher ein paar mehr überstunden einlege hat dann letztlich aber doch nicht gelangt. sorry, aber das passiert halt manchmal. wenn ich jetzt deswegen auf einer art blacklist landen würde wäre das schon irgendwie unschön.

  • „von 300 waren am Samstag rund 200 da“ — das scheint sich mit folgendem Zitat zu decken: „Die Schwundquote liegt bei 20-30%“ (10 Schritte ein Barcamp zu organisieren, http://www.franztoo.de/?p=18). Als Fakt hinnehmen, einplanen und den Sponsoren entsprechend kommunizieren scheint mir da mehr angebracht als die Erstellung von Denunziationslisten oder die Wandlung zur Un-un-konferenz.

  • Das kann ich nur unterstützen. 30 Prozent No-Show-Rate sind normal, also gleich einplanen und entsprechend überbuchen, dann stimmt die Teilnehmerzahl am Ende wieder.

  • @Martin, leicht dahingesagt:) Ich verwette meinen Boppes, dass Du in so einer Situation nicht überbuchen wirst. Die Fehlquote war btw am Sonntag wesentlich höher.

  • Und das die Fehlquote am Sonntag höher ist, ist auch völlig klar. Wem es am Sonnabend nicht so gefallen hat, der nutzt den Sonntag lieber anders. Und ich gebe Euch Brief und Siegel darauf, dass der eine oder andere von vornherein nicht am Sonntag kommen wollte.

  • was hälst Du von einer getrennten Anmeldung Samstag und Sonntag? Bis dato läuft das irgendwie kuddelmuddel in einer Liste zusammen. Und der Organisator macht am Sa+So nen Haken im Wiki dran, wer da ist, so können andere spontan sehen, ob noch Platz ist.

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