Fabidoo: 3D-Druckanbieter

Robert Basic

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lese gerade zu Fabidoo einen Beitrag auf Exciting Commerce. Habe mit den Gründern auf dem Barcamp München gesprochen. Fabidoo ist eine gewaltige, aber faszinierende Aufgabe, die zu lösen ist.

Am Vorschaubild (closed beta) kann man schon ungefähr erahnen, was Fabidoo machen will:
fabidoo
Auch am Ex-Slogan: „kleine Figuren selbst gestalten“

Eigenaussage: fabidoo ist ein Münchner Start-Up bestehend aus vier Gründern – Jens, Marc, Mike und Steffen. Seit Anfang 2007 arbeiten wir an fabidoo, seit April haben wir ein gemeinsames Büro. Die Idee hinter fabidoo ist E-Commerce, kombiniert mit Mass Customization und einem innovativen Produkt.

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In Kurzform: eigene 3D Objekte in Auftrag geben, Fabidoo druckt diese Objekte aus und schickt sie dir zu. Die Objekte können dabei eingefärbt werden, sogar Fotos können eingearbeitet werden (zB das Gesicht einer Figur).

Nun kommen wir zu den Einschränkungen, verständlich, handelt es sich doch um eine völlig neue Geschichte (ferne Zukunft = industrielle Revolution pur, imho bedeutender als die Computertechnik):
– man kann nicht beliebig große Objekte herstellen, die Maschine ist entsprechend klein dimensioniert (Anschaffungskosten)
– 3D-Objekte vom User herstellen zu lassen, ist mit bestehender, äußerst komplexer 3D-Software nicht mal ansatzweise für die Massen machbar. Daher hängt alles dran, dass man ein Tool online anbietet, das die Generierung von 3D-Objekten dramatisch vereinfacht. Wer Spore kennt (ein neues Game, das irgendwann rauskommen soll), kann die Komplexität im übertragenen Sinne erahnen. Bereits das Zeichnen von Bildern ist nicht so ohne, dass ein gutes Ergebnis rauskommt. Nun muss man sich das dreidimensional vorstellen. Die GUI muss einfach sein, fast schon kindergerecht, dennoch muss die Maschine das Ergebnis produzieren können. Da die Objekte zwischen den Usern geshared werden können, lindert das etwas das Problem, wie man denn an eine hübsche Figur nun rankommen soll, wenn man es schon selbst partout nicht hinbekommt. Aber nachmachen? Nachmachen von bekannten Objekten aus der Comic- und Filmwelt? Tja, das Rechtssystem ist eine große Barriere, die dem entgegensteht
– Urheberprobleme: natürlich würde man gerne zB die Mickey Mouse ausdrucken. Was sagt Walt Disney, der Moloch dazu?
– filigrane Objekte sind nicht herstellbar (Figur mit Schwert = nicht möglich zZt)
– verwendetes Material ist Gips = Einschränkung der haptischen Qualität (Herstellverfahren ist „Auftragen“, Alternativen wären btw pressen, fräsen, gießen)
– Mehrkomponenten-Herstellung ist nicht möglich (Mischung der Materialien)
– Marketing ist ein Riesenthema (was der Kunde nicht kennt, kauft er nicht)
– Mass Customization steckt immer noch in den Kinderschuhen, gerade im physischen Bereich
– und und und

Ich wünsche den Jungs alles Gute, ein verdammt mutiger Schritt, ihr seid „netscape“:)) Und ich hoffe, Ihr könnt aus der deutschen Ingenieurskunst Hoffnung schöpfen.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.