Sonstiges

Blog-Besucher und die Einsamkeit

altes Thema, immer noch aktuell: mein Blog hat keine Leser, keiner kommentiert, was tun? Wechselstoff macht sich seine Gedanken, denn, es nervt. Man schreibt und wuselt, nix tut sich. Unter anderem verlinkt er auf einen etwas älteren Beitrag hier, Braucht ein Blog andere Blogs.

Doch möchte ich noch gerne etwas ergänzen (zum alten Beitrag): heute gibt es neben Google, Mail, ICQ und Forensignaturen noch andere Tools, wo man ansetzen kann. Zum Beispiel Yigg.de. Doch sieht es die Community überhaupt nicht gerne, wenn man Yigg für Eigenzwecke missbraucht, um ein paar Leser zusammenzukratzen. Ähnliche Seiten wie Webnews dürften da etwas gnädiger sein. Lieblnk.de ist eine etwas neuere Seite, die insbesondere kleineren, unbekannten Blogs als Anlaufstelle dienen kann, wenn man denn der Meinung ist, was Tolles geschrieben zu haben. Ebenso gibt es Blogalm, das aber nur tröpfchenweise Leser durch den Strohhalm rübersaugt (ne, nix gegen Blogalm, es ist nun einmal kein Trafficmonster). Was gibts noch? Mr Wong. OneView. Social Bookmarking-Tools also. Alles Anlaufstellen, um sich zu vernetzen. Seit diesem und auch letzten Jahr kommen Social Networks wie StudiVZ und Lokalisten hinzu. Plattformen wie Sevenload, MyVideo und Clipfish. Xing und dessen Foren ebenso. Selbst Technorati kennt Tags, die man sich selbst verpassen kann im Profil und umgekehrt kann man anhand der eigenen Tagcloud auf die Suche nach ähnlichen Blogs gehen. Jedes dieser o.g. Services arbeitet etwas anders. Bei manchen muss man sich eben einbringen, bei manch anderen muss man fast nix tun. Nicht zu vergessen die Blogcommunities wie Blogg.de und Twoday. Hier ergibt sich aufgrund des Aufbaus dieser Seiten eine höhere Chance, interessierte Leser zu finden. Wer sein Blog selbst hostet, muss eben im Meer der Abermillionen von Webseiten alleine schwimmen.

Demnächst stelle ich ein eigenes Projekt vor: ein yet another fucking social network just for blogger, fokussiert aufs Finden und Vernetzen, kein Schaschlaweng wie Bilderuploads, gruschel mich, Videos etcpp… Mir geht diese ewige Suche nach ähnlichen Blogs und Themeninteressierten auf den Keks, da das immer noch beschissen gelöst ist, Blogger untereinander zu vernetzen. Auch die Brücken zwischen den Blognationen sind dermaßen mies, dass das kein akzeptabler Zustand ist. Nachdem ich die bloggende Professorenliste unter größter Mühe mit Hilfe zahlreicher Hinweisgeber erstellt hatte, war die Erkenntnis klipp und klar: alleine kann man egal mit welchem bestehenden Tool solche eng gefassten Listen überhaupt nicht erstellen. Bullshit, hab ich mir gesagt, das kanns doch nicht sein. Technorati und Google helfen da nicht mal ansatzweise, DMOZ kannste eh knicken. Und die meisten Blogs sind so schlecht aufbereitet, dass man nicht mal, wenn man mal drauf ist, erkennen kann, wer da bloggt und um was es hautpsächlich geht, ohne dass man bis zu 5-10 Minuten verplempert. Meins nicht ausgenommen.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

31 Kommentare

  • nee, ganz sicher nicht um Basic Thinking… das wird doch eh auch ein Krampf um die Spamblogger werden, also lasse ich diese Seite aus dem potentiellen Schlachtfeld außen vor. Wenns nix wird mit dem BSN, wirds auch kein Prob mit dem Spamspackos geben

  • Interessante Idee.
    Besonders weil man gerne mal neue Blogs für bestimmte Fachthemen finden möchte – aber das ist gar nicht so einfach.
    Ebenso gibt es eine Menge herrlich geschriebener Blogs ohne Yigg, Wong, Schnick und schnack. Und die findet man schon mal gar nicht auf dem konventionellen Wege. Sich wie Tarzan durch die Blogsrolls von bisher bekannten Blogs zu hangeln, um am Ende doch wieder am Anfang herauszukommen kann es ja auch nicht sein. Kostet nur Zeit und eine Menge Frust.
    Ich bin gespannt, was du dir da ausgedacht hast, Robert.

  • Hä? Gut also vielleicht bin ich ja ein Dinosaurier unter den Bloggern. Aber bei mir hat’s immer eine Blogroll getan. Und eben das Lesen als auch das «sinnvolle» Kommentieren (Inhalt hilft dabei immer) in anderen Blogs. Wenn die Leser (Inhalte? Optik?) oder Kommenatoren (Inhalte? miese Kommentarfunktion?) ausbleiben, sollte man zuerst bei sich und dem Blog anfangen zu überlegen, ob’s andere möglicherweise nicht interessiert oder die Usablity keine echte ist?

    Dann nämlich würde dieser ganze Verlinkungsschnullidullikram auch kein einziges Stückchen weiterhelfen beim lonesome Blogcowboy spielen.

  • ^^ die Zeiten, wo das so einfach war, mit den paar 50 Blogs, sind over and out. Überleg doch mal, wie einer vorgeht, der sein Blog frisch aufgetan hat und über „ich blogg was mir durch den Kopf geht“. Das machen 60-100 Mio andere Blogger auch schon lange.

  • @C.J.: „Sich wie Tarzan durch die Blogsrolls von bisher bekannten Blogs zu hangeln …“ Genau für diesen Zweck hatte ich die metaroll entworfen. Vielleicht sollte ich noch eine Social Tagging-Funktion einbauen?

  • Danke für den Link in Deinem Artikel. Es ist ja nicht nur der alleinige Wunsch nach Besuchern sondern auch der Weg nach Anerkennung und neuer Kontakte im Netz. Finden und gefunden werden! Greetings und viel Erfolg mit Deinem Projekt!

  • Etwas OT:
    Schaschlaweng ist wirklich ein großartiges Wort, das eindeutig viel zu selten benutzt wird!

    Laut dieser Monopolsuchmaschine mit G* bist du übrigens DER Schaschlaweng-Ansprechpartner für ganz Deutschland mit nahezu allen Artikeln!

    *scnr*

  • Was auch frustrierend ist: Wenn man kommentiert, und die Kommentare bleiben im Spamfilter hängen…

    Bin momentan bei Akismet auf der Blacklist und habe keine Ahnung wie ich da rauskommen kann…

  • Wer auf Teufel komm raus viele Besucher haben will, der bekommt sie meiner bescheidenen Meinung nach auch.
    Wer einfach hohe Zahlen aufweisen will, sollte sich mit der suchmaschinenoptimalen Aufbereitung seiner Inhalte auseinandersetzen, wer viele „brauchbare“ User möchte, der muss sich eben profilieren: gute Aktionen, gute Beiträge, Alleinstellungsmerkmal und der ganze Kram. Es ist längst nicht so kompliziert, wie alle immer tun. Am Ende zählt doch nur eins: guter Content.

  • Seien wir doch mal ehrlich… was Visits angeht gehört gerade in der Anfangsphase auch ne Menge Glück dazu. Triff mit einem Blog-Eintrag nen gewissen Nerv, vielleicht nen Link von einem prominenteren Blog und schwupps haste an einem Tag ne drei oder vierstellige Anzahl Leute auf deinem Blog, wo es früher 10 waren. Das bleibt natürlich nicht so. Knackpunkt isses dann aber, von diesem Haufen Leute so viel wie möglich an dich zu binden. Dazu gehört nen nicht total abstossendes Blog-Design und ne gewisse Personality, die man schon ausstrahlen muss. Letzteres ist für manche nicht so einfach aus dem Stand online zu reproduzieren. Und wenn man nicht gerade über die üblich verdächtigen Tech-Themen oder das Bloggen selbst bloggt, grenzt sich der Kreis der möglichen Leserschaft schon von vornherein gewaltig ein.

    Die Frage ist doch: Bemisst sich der „Wert“ meines Blog tatsächlich nur anhand der Zahl der Leser oder Kommentatoren? Sind wir schon soweit, dass wir von uns als Mini-Verleger denken und die Quote stimmen muss, um eine Daseinsberechtigung zu haben?

  • […] Robert greift die Frage: Warum bloggt der Blogger einmal mehr auf und antwortet bloggertypisch darauf. Es muss ein neues Tool her. Dann wird’s besser. Mag ja sein — schließlich sind wir irgendwie immer noch am Anfang. […]

  • Ich finde es schade das diese Gier nach Besuchern (Lesern) nun auch Einzug in die Blog-Welt gefunden hat.
    Wollen denn alle nur noch viele Besucher haben und Geld mit den Blogs verdienen?
    Wir bloggen um Dinge zu schreiben die uns auf dem Herzen liegen, um uns Luft zu machen, um ein wenig Ablenkung zu finden… Zumindest glaube ich war das mal der anfängliche Gedanke beim Bloggen.
    Ist es da wirklich so wichtig wie viele Menschen lesen was wir schreiben?
    Unsere Tagebücher haben wir doch früher auch niemandem gezeigt und trotzdem hat es Spaß gemacht, Freude bereitet, jeden Tag etwas neues hinein zu schreiben.
    Aber mittlerweile sieht sich scheinbar jeder Blogger als „Berichterstatter“ oder „Freier Journalist“ der mit reißerischen Überschriften oder den ganz großen Themen die bereits in 25 anderen Blogs durchgekaut wurden seine Auflage (wie BN schon treffend sagte) steigern MUSS!

  • Besucherzahlen interessieren mich nicht wirklich, aber was mich wurmt, dass wenn man etwas wissen möchte, dann sollte es möglich sein auf das Wissen irgendeines Bloggers zuzugreifen anstatt aufwändig recherchieren zu müssen (wozu man selten Zeit/Lust/Fähigkeit hat). Ich hab das vor kurzem mal so formuliert, ich zitier mich mal selbst:

    Ich würde mir das so vorstellen: Wer bei der Blogfragen-Seite mitmachen will, trägt seinen (RSS-)Feed bei der Seite ein. Wenn man eine Frage hat, postet man, mit einem codewort am Anfang, z.B. *BLOGFRAGE*. Die Seite filtert diese Posts dann aus den Feeds und macht automatisch Einträge dazu. Wer dann eine Antwort weiß, kann z.B. *BLOGANTWORT* idxxx posten und eine Antwort zu der Frage mit der ID xxx. Die Seite würde die wieder automatisch herausfiltern, zuordnen und eventuell noch Pingbacks an die Originalfrage schicken.

  • @lonesome Blogcowboys. Findet ihr nicht, dass diese Suppe ziemlich dünn ist, in der ihr da herumrührt? Wo bleibt der berühmte Blick über den eigenen Tellerrand? Im eigenen (männlichen?) Saft schmoren, macht sicher nicht satt. Wo sind die (selbstkritischen) Fragen nach Accessibility, Usability, User Generated Content (Betonung auf letzterem), etc.? Oder macht es einfach so wie wir: Sucht euch ein nettes Thema (z.B. barrierefreies Web – sehr „sexy“!) und startet eine Blog-Initiative. Mit unserer aktuell laufenden Accessibility Blog Parade 2007 hat sich der Traffic in unserem MAIN_blog jedenfalls enorm erhöht. Sehr zu empfehlen. Wer mitbloggt, wird übrigens von uns garantiert vernetzt: http://www.mainweb.at/tag/accessibilityblogparade

  • Ich weiß ja nicht, wies beim Rest der Blogger aussieht – wäre eigentlich mal ’ne Idee für eine Blog-Parade oder ein Blogstöckchen – aber bei mir kommen nur schlappe 13 Komma nochwas Prozent über „verweisende Webseiten“, aber weit über 80% über Suchmaschinen.

    Mein Tipp lautet deshalb: Schreiben!

    Wenn Thema und Keywords stimmen, dann kommen die Leute über Google auf deine Seite.

    Dass YiGG was gegen eigene Artikel hat, kann ich übrigens nicht bestätigen. ich stell da zu 99% eigene Artikel ein – bislang ohne negatives Feedback.

  • Du hast den Burner schlechthin vergessen: Basicthinking.de
    Ne Verlinkung dort bringt bis zum 14 fachen der üblichen Besucherzahlen. Allerdings in der Regel aber auch nur für 1-2 Tage. Danach gehts wieder normal weiter …

  • kann ich eigentlich irgendwie tracken, wieviele leute meine beiträge bloss in ihrem blogreader lesen und gar nicht bei mir auf der seite landen?
    aus gesprächen, weiss ich, dass viele user meist nur im reader durchscannen. von g-analytics wird da ja dann nichts erfasst.. aber leser sinds ja trotzdem 😉

  • Mein Gott, was macht Ihr das alle kompliziert. Ist doch ganz einfach: Nische suchen, losbloggen und gut ist. Saemtliche Counter, Statistiken und all den Quatsch einfach weglassen. Einfach nur aus Spass an der Sache bloggen. Mit offenen Augen durch die Gegend gehen und themenverwandte Blogs lesen. Dann klappt das von ganz alleine. Dann lernt man was fuer sich selber, entwickelt seinen eigenen Stil und irgendwer wird das ganze schon lesen. Vollkommen egal ob einer oder 1000.

    Und vor allem nur bloggen weil man echt mit Interesse und „Passion“ dabei ist. Nicht weil „man das jetzt macht“ und/oder man glaubt damit den schnellen Euro / Pfund / Dollar verdienen zu koennen. Das merken die Leser naemlich und sind schneller weg als sie gekommen sind.

  • Ich wünsch jedenfalls viel Erfolg für das Projekt, einfach weil ich auf sowas schon lange gewartet habe. (Auch wenn ich selbst aus der „reinen“ PodcastEcke komme, wenn ich mal so schreiben darf… oder das ne Rolle spielt.)

    Blogger bzw. Graswurzelmedianer in einem Network und das noch international. *Daumen hoch*

  • Witzig, wie aktuell dieser Artikel noch immer ist. Man könnte meinen, in den letzten vier Jahren hätte sich auf dem Gebiet sehr wenig getan. Deswegen habe ich mit Freunden ein Projekt gestartet, mit dem wir die Grundidee und das generelle Konzept vom Bloggen gewissermaßen überarbeiten wollen. Es befindet sich im Moment in der Beta unter http://www.newsgrape.com und ich würde mich über Feedback freuen 😉

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