N 810 ohne SIM-Karte: Mecker?

Robert Basic

witzig zu sehen, wie man neue Produkte mit althergebrachten Produktkategorien vergleicht: so beschwert sich „admin“ (anzuzeigende Namen kann man in WordPress-Blog sehr einfach umstellen;) im eLab Blog, dass

Hallo? Geht’s eigentlich noch? Bei einem Gerät welches 400 Dollar kostet und der Zusatzchip fürs Telefonieren bestenfalls noch mal 10 oben drauf, können Kosten schon mal kein Argument sein. Vor allem: Wenn 80 Prozent von „Opion Leaders“ genau diese Funktion nachfragt, dann kann man sich eigentlich auch sonst sauteure Marktforschung für die Prouktentwicklung sparen. Die Wahrheit bei dem Gerät ist vielmehr ein Frontalangriff auf die Telcos, die bisher fast durchgehend alles dran setzen, VoIP-Anwendungen über ihre Netze zu verhindern. Und dann kommt eben Nokia mit einem voll programmierbaren Computer, mit dem man über die Hintertür via Skype und Co. doch umsonst telefonieren kann. So weit so gut, sogar wirklich sehr gut. Nur was wirklich zum Himmel stinkt ist diese geheuchelte Diplomatie von Nokia anstatt einfach zu sagen: „Wir kommen mit den Telcos aus einer Reihe von Gründen nicht zusammen mit diesem Gerät, wir glauben aber daran dass sich künftig Telefonie anders entwickeln wird und daher gehen wir mit Mut und Zuversicht in diesen Markt“. Das wäre korrekt und ehrlich.

Mir persönlich ist das ziemlich egal, ob ein Internet-Tablet eine SIM-Karte haben muss oder nicht. Es würde zwar mit einem Bluetooth-Headset ergeonomisch prima gehen (den Backstein will ich mir nicht direkt an die Backe halten, das N 810 ist ja nicht gerade klein). Doch kam ich auf die Idee nicht, warum das möglich sein soll. Wozu auch, es hat Mikro, Lautsprecher und ein VOIP-Tool wird sich ja wohl noch fnden.

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Aber, auf einem Gebiet hat eLab Recht: natürlich sperren sich die Telcos ob solcher Geräte, auf der anderen Seite wird sich Nokia sicherlich auch intern fragen, welche hauseigenen Smartphones man mit diesem Gerät möglicherweise selber angreift.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.