Sonstiges

Google-PR: Reaktionen von Werbevermarktern

nachdem Google in einem prima PR-Coup vielen Seiten auf die Finger gehauen hat und den ach so wichtigen PageRank reduziert hat, schauen wir uns doch mal an, was die Linkvermarkter wie Linklift, Teliad oder TextLinkAds dazu haben verlauten lassen. Aber auch Trigami, da angeblich 50% aller Trigamischreiber an PR verloren haben. Noch gibt es keine Stellungnahme seitens Google, selbst Frontmann Matt Cutts, der Säuberungsaktionen auf seinem Blog gerne bespricht, hat wohl nen Maulkorb und darf nix Offizielles verlauten lassen. Also muss man nach wie vor rätseln, was der Anlass dieser PR-Aktion war. Die beliebteste Annahme ist, dass es eben gezielt eine Maßnahme gegen das künstliche Pushen in den Suchpositionen mit Hilfe von paid links war.

Schauen wir mal, Text Link Ads schweigt sich komplett aus. Keine Reaktion. Teliad hat bis dato auch nix von sich hören lassen. Es gibt lediglich ein zeitnahes Interview kurz vor Googles Aktion am 15.10. mit Armbruster, der Geschäftsführer bei Teliad ist. Dort heißt es u.a.:

Wir können jedoch nur sagen, dass sich die wenigsten abhalten lassen weiter mit Textlinks zu handeln. Aus einem einfachen Grund: ohne Linkaufbau ist eine gute Positionierung bei den Suchmaschinen in den meisten Fällen nicht möglich. Unsere Kunden sind sich darüber im Klaren. Abstrafungen von Google gab es schon immer. Meist waren hier jedoch übertriebener Linkhandel und unnatürliche Veränderungen in der Linkstruktur die Ursache. Zu der ganzen Google-Debatte und den Hype um Abstrafungen kann ich nur sagen: Schauen Sie sich die PubCon an, eine der größten Messen für Online-Marketing in den USA. Zwei der Hauptsponsoren sind Google und TextLinkAds, eine Plattform für Textlinkwerbung in den USA. Wenn solche ernste Bedenken und Feindlichkeiten von Google-Seite gegenüber dem Textlinkhandel vorhanden wären, würden diese beiden Unternehmen sicherlich nicht gemeinsam ein Event sponsern. Verlinkungen sind Grundlage des Google-Index und von Google auch durchaus gewollt. Wenn übertrieben vorgegangen wird, kann das hier und da durchaus zu Abstrafungen führen. Einen generellen Untergang der Textlink-Marktplätze oder des Textlinkhandels kann und wird es nicht geben… Die ganze Debatte gegen bezahlte Links ist dennoch eher gezielte Öffentlichkeitsarbeit von Google, die mit Adwords ein Konkurrenzprodukt betreiben und wie jedes andere Unternehmen auch ihre eigene Profitabilität im Auge haben.

Bei Linklift ist ebenfalls bis dato Fehlanzeige mit einer Stellungnahme, doch habe ich gerade mit denen telefoniert, die bereiten momentan was für heute vor, das auf ihren Blog kommen wird.

Bei Trigami gibt es löblicherweise eine Stellungnahme, die Kurzform davon lautet, dass man es dem Blogger überlässt, das nofollow-Attribut zu setzen, um eben nicht die Google-Suchergebnisse zu beeinflussen und so brav Googles Vorgaben zu folgen, ohne negative Konsequenzen erleiden zu müssen.

Meine Meinung ist bekannt:

ich vertraue Google nicht, weil sie einfach zu viel Marktmacht akkumuliert haben und das ist einem gesunden Wettbewerb abträglich. Das ist die marktwirtschaftliche Seite. Die unternehmerische Leistung von Google ist grandios, dagegen gibt es nix zu sagen, davor kann ein jeder nur den Hut ziehen.

Auf der anderen Seite halte ich Firmen mit einer kooperativen Haltung für begrüßenswert. Ist Google kooperativ? Kooperativ heißt in diesem Kontext, dass die Webseiten da draußen die Grundlagen für Googles Analysesystem schaffen, indem sie Google sagen, welche Seiten angesagt sind und welche nicht. Google greift diese Empfehlungen auf, analysiert diese und synthetisiert die Ergebnisse so exzellent, dass sie damit zum Marktführer geworden sind. Wer guten Inhalt zu bieten hat, wird von Google belohnt. Wer nicht, schaut doof in die Wäsche. Das bestimmt Google. Google verdient im Grunde genommen mit der Empfehlungsarbeit Dritter ein Schweinegeld. Über ihr eigenes Vermarktungssystem namens AdWords und AdSense, das auf dem Veredelungsprozess all dieser Empfehlungen aufsetzt. Gib mir Eure Empfehlungen, ich mach was draus, so dass ihr wisst, wo was ist und ihr bekommt dafür auch etwas Traffic ab. Das ist das ganze System, mehr ist nicht dahinter. Hört sich doch kooperativ an. Jeder gewinnt. Ist dem so? Schauen wir uns doch mal das gesamte Google-System an.

Wehe, jemand erzählt, wie seine AdSense-Banner performt haben. Der wird gekickt. Und wehe, jemand nutzt weitere kontextsensitive Anzeigenformate der Konkurrenz. Der wird gekickt. Und wehe, jemand versucht diese hässlichen AdSense-Banner aufzuhübschen, damit man wenigstens lumpige 10 USD mehr verdient. Der wird gekickt. Und wenn man nachfragt, wird man mit 08/15 Antworten abgespeist, da sich Google um einen guten Kundenservice nicht kümmert, kostet ja Geld. Man muss das auch nicht, solange die Geschäfte so gut laufen. Hatte Telekom auch so lange Zeit gehandhabt:) Das alles ist dann nicht mehr so ganz kooperativ.

Und gaaanz schlimm: Paid Links. Die verschmutzen doch die Suchresultate. Hierbei verhält sich Google null kooperativ: wer an genau diesem Google-Milliardensystem eben über paid links mitverdienen will, wird abgestraft. Man darf „natürlich“ verlinken und Google darf verdienen. Man darf nicht „unnatürlich“ verlinken und selbst Geld mitverdienen. Alles, was dieses System stören könnte, wird aus dem Weg geräumt. Man fordert gar die User dazu auf, Abweichler zu melden, da man diesen Gestaposervice nicht mit eigener Kraft stemmen kann. Die Drecksarbeit für Google darf man also auch noch tun, nicht nur die Empfehlungsmaschinerie mit eigenen Inhalten ölen? Google ist aber gütig, denn man daf gerne paid Links mit nofollow belegen und sich sowieso an AdSense gütlich tun, das ist Google natürlich genehm. Google kann als Anbieter seine eigenen Regeln aufstellen, scheißegal wie kooperativ, logisch. Das wäre ja auch kein Problem, wenn Google nicht weltweit so extrem den Markt dominieren würde. Denn, wo sind denn die großen Alternativen? Dazu aber später mehr.

In einer kooperativen Umgebung geht man Kompromisse ein. Je größer die Marktdominanz umso größer die Erfordernis der Kooperativität. Ok, Du verlinkst größtenteils natürlich und zu einem Bruchteil explizit und sichtbar bezahlt? Then go for it. Das wäre für mich ein guter Kompromiss, den User am Googlesystem zu beteiligen. Und nicht zu zwingen, lediglich auf das armseelige AdSense zurückzugreifen. Nur ein Beispiel anhand meines Blogs: ich hab mir die Scheißarbeit in fünf Jahren gemacht, über 20.000 Linkverweise auf andere Seiten zu setzen, die ich erwähnenswert oder spannend finde. Andere haben das ebenso – meistens weniger intensiv – gemacht. Kumulativ sind das Milliarden von Links, wir spielen den Nullbumser für Googles Empfehlungsmaschinerie. Und Google will mir jetzt vorschreiben, dass ich nicht -wieviele sinds, 8+6 paid links- setzen darf, um paar lumpige Euros zu verdienen? Gehts noch? Schaffen für Google ja, mitverdienen außer AdSense nein?

Die Maßnahme mit der kindischen PR-Maßname den PageRank zu senken ist in meinen Augen lächerlich. Google zeigt mir nur damit, dass sie nicht fair mit mir kooperieren wollen. Ich scheiß auf den Pagerank ebenso auf das Geld. Was ich just nicht abkann, wenn jemand seine Stellung ausnutzt. Ist ja nicht so, dass die nicht netter könnten. Google könnte ohne Weiteres kooperativer werden. Sie könnten das unseelige NoFollow auf das beschränken, wozu es ehemals gedacht war. Statt mir damit per Vorschriften vor der Nase rumzufuchteln, wie ich googlekonform bloggen soll. Sie könnten parallel kontextsensitive Anzeigen der Konkurrenz erlauben. Sie könnten paid links in einem bestimmten Verhältnis erlauben, so dass es nicht das Gesamtsystem empfindlich stört. Können sie aber nicht automatisiert erkennen, also Keule raus und PR technisch genial draufhauen:) Sie könnten AdSense-Nutzern erlauben, sich offen über die Performance auszutauschen. Tun sie aber nicht. Denn je mehr man koopperativ am Markt wirkt, desto geringer die Möglichkeiten der Gewinnmaximierung. Selbstverständlich ist das ein freier Markt, auf dem die Marktteilnehmer frei wählen können, mit wem sie sich einlassen. Doch ist das bekanntlich Makulatur.

Kooperationen mit anderen Suchsystemen wie Live.com oder Yahoo.com sind zumindest in D völlig sinnlos, da Google mit über 90% Marktanteil Monopolist ist und die Verdienstregeln bestimmt. Zumal 99% aller Seiten angesichts ihres Traffics keine Monetarisierungsmöglichkeiten besitzen, außer bisserl AdSense und paid Links, das Letztere wurde jetzt von Google gemaßregelt. Ihr verdient bitte nicht gegen uns, sowas ist unerlaubt. Die möglichen Verdienstanteile aus Amazon oder eBay Ads sind größtenteils lächerlich. Natürlich sagt das Google nicht, wozu auch, der Markt bestimmt die Reihenfolge der Alternativen.

Im Endeffekt bleibt also eine gigantische Masse von für Google kostenlos arbeitenden Webseitenbetreibern und einem gigantisch gut verdienenden Unternehmen. Und das alles nur, weil alle Welt am Google-Tropf hängt, es geht doch „nur“ um gute Suchergebnisse, damit sich jeder in der großen, weiten Netzwelt schnell zurechtfindet, also bleibt bitte „google-brav“. Die ganz zufällig wegen Spam das nofollow-Attribut eingeführt haben. Haben sie das? Nur wegen Spam? Diese Waffe wird mittlerweile gezielt gegen alles gerichtet, was ihrem Verdienstsystem schadet. Google kann mich kreuzweise, das ist meine Frohe Botschaft an ein Unternehmen, das seine Marktmacht so ausnutzt und wenig Kooperationsbereitschaft zeigt. Es wird Zeit, Googles Bemühungen seitens der Regulierungsbehörden einen Riegel vorzuschieben. Das Internet ist zu groß geworden, um einen Unternehmen die hauptsächliche Arbeit zu überlassen, die Eyeballs nach Gutdünken links und rechts zu verteilen. Immerhin wurden laut Comscore 61 Mrd Suchanfragen im August ausgeführt. Davon liefen 37 Mrd über Google. Das Thema paid links ist insofern nur ein Randthema im gesamten Gefüge. Letztlich aber, hey, ich blogge noch weitere 40 Jahre, Google existiert möglicherweise in 40 Jahren nicht mehr. Ich genieße im Gegensatz zu vielen anderen Seiten eh eine Luxusposition, dass ich nicht auf Google angewiesen bin. Dennoch gibt es viele andere, die sich nach derem System und wegen ihrer Dominanz konform verhalten müssen. Und das juckt mich sehr wohl. Aber: Wer nicht kooperieren will, geht unter, so einfach ist das. Lass mich leben, ich lass Euch leben, so läuft das allgemein in der Gesellschaft, die Wirtschaft ist davon nicht ausgenommen.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

106 Kommentare

  • Ich stimme dir bei fast allem ueberein. Auch ich biete Text Link Ads an und fand das bisher einer der besten Nebenverdienste ueberhaupt.
    Man darf aber nicht vergessen, dass das System dieser Paid Links eigentlich die gesamte Ursprungs-Strategie von Google stark verwirrt. „Gute Seiten, werden gut verlinkt, daher erscheinen sie weiter oben“. Wenn man sich diese „gute Verlinkung“ nun erkaufen kann, kommt das Google-Konzept aus dem Gleichgewicht und letztendlich leidet darunter das Ergebnis der Suchmaschine. Wenn Google keine guten Suchergebnisse mehr anbieten kann, gehen die Leute irgendwo anders „suchen“ und DAS Standbein (Adwords/Adsense) von Google bricht ein. :-/

  • Das hört sich aber nicht so an, als ob du auf den PageRank tatsächlich pfeifen würdest, Robert.

    Kann ich aber verstehen. Soweit ich weiß ist der PageRank für die Sortierung in den Suchergebnissen nicht mehr relevant, ist aber wohl noch ein Indikator für die Popularität von Webseiten. Insbesondere ein Indikator für Werbetreibende. Da kann der Punkteabzug schon mal richtig weh tun.

    Wenn es sich tatsächlich um eine PR-Aktion handelt, dann macht sich Google wohl nicht klar dass da u. u. Existenzen dran hängen, wenn sie an diesem Schräubchen drehen.

  • „Soweit ich weiß ist der PageRank für die Sortierung in den Suchergebnissen nicht mehr relevant, ist aber wohl noch ein Indikator für die Popularität von Webseiten.“
    Genau dort liegt meiner Meinung nach der Hund begraben. Warum sollte eine Seite über Nacht an Popularität verlieren, nur weil PaidLinks auf der Seite angeboten werden?

  • Weitestgehend d’acor. Aber was machen wir daraus? Wohin geht der Zug? Vielleicht sollte man sich mal eine gezielte Aktion ausdenken, um eine andere Suchmaschine zu promoten. So wie „Get Firefox“ oder so ähnlich. Weil nur jammern über die Monopole bringt ja nix. Man muss denen vielleicht mal deutlich zeigen, dass auch Monopole verlieren können, wenn sie es denn zu bunt treiben. Serverplatz, Bandbreite, Domain und Design tät ich beisteuern. Jemand Lust?

  • @lemming, der PageRank ist -bleiben wir bei dieser Gruppe- den allermeisten Bloggern völlig wurscht, außer dass er das Ego bisserl streichelt. Ich habe mit 0 PageRank gebloggt, ich blogge auch mit einem 10er PageRank genauso, da ich mich nicht mit Herrn PageRank unterhalten kann:) Wichtig ist nur, wie sich ein alles dominierenden Unternehmen am Markt rücksichtsvoll und fair verhält. Das zweifle ich eben an.

  • @Paolo, genau das Thema hat vor einigen Monaten hohe Wellen geschlagen, da Google hier total wachsweich agiert. Es gibt keine klare Ansage, wann das mit der Ähnlichkeit gegeben ist und wann nicht. Ist eine umrahmte Textbox ähnlich oder nicht?

  • ein schönes Beispiel: Autoblog.com ist von 6 auf 4 gefallen….

    Mal sehen wir die Besucherzahlen sich ändern – hier die Stats.

    Donnerstag: 757,179 – PR-Drop-Day
    Mittwoch: 1,000,773
    Dienstag: 699,705
    Montag: 407,464
    Sonntag: 264,249
    Samstag: 243,546
    Freitag: 788,239

    aber die Schwankungen sind insgesamt heftig…

  • @Robert: Hm. So wie du es in deinem Artikel darstellst, sind die vielen, vielen (‚guten‘) Links das, was du Google auf deiner Seite des Handels gibst, worüber sie von deiner Arbeit profitieren. Davon ausgehend kam mir folgende Idee:

    Google will Webmaster dazu zwingen, nofollow zu setzen. Dann setze man doch nofollow. Und zwar auf _alle_ seine Links. Das wäre ein Fall von Überaffirmation, die über das Verlangte für den Verlangenden kontraproduktiv hinausschießt. Wenn sie tatsächlich von unserer Verlinkungs-Arbeit leben, sie aber derart regulieren wollen, wäre das eine Art des Streikes der Arbeiter in ihrer Fabrik. Alle Crawler stehen still, wenn mein starker Code es will.

    Das lässt sich freilich nicht durchführen, wenn man Verlinkungskunden hat, die darauf bestehen, dass man kein nofollow setzt. Und würden es zu wenige tun, könnten die dadurch ihr Link-Netzwerk (wenn Verlinkungen untereinander bestehen; der PageRank für mich selbst sinkt ja noch nicht dadurch, dass _ich_ nofollow setze, sondern erst dadurch, dass alle meine Freunde nofollow setzen) in ein Google-Abseits schieben, ohne dass es Google ein Achselzucken wert wäre. Aber es erscheint mir die nach deiner obigen Umrechnung von Verlinkungsarbeit auf Wert für Google konsequenteste Form der Verweigerung.

  • Robert, bekommst Du eigentlich Geld für die Links (Trigami) da oben in Deinem Text? Heute kann man sich nicht mehr sicher sein anscheinend…

  • Erstklassiger Beitrag von Dir, Robert! Man merkt Dir aber schon an, dass Dir das schnippel an Deinem PageRank weh tut! 😉
    Ich habe für mich jedenfalls seit gestern die Konsequenzen gezogen und werde noch darüber bloggen, weil ich der meinung bin, dass Google nur noch ein geldgeiler Moloch ist.
    Meine Standardsuchmaschine im Firfox ist jetzt Yahoo! (jaja, ich weiß…), meine Adwordskohle bekommen jetzt andere und Adsense fliegt auch aus allen Projekten, da Google mich sowieso dauernd ärgert mit irgendwelchen Qualitätspseudofaktorengequatsche und Seitensperrungen nervt.
    Good bye Google, es war ein schöne Zeit mit Dir, aber es geht auch ohne Dir, wie der Berliner sagt! 😀

  • Google ist der Gorilla im Suchmaschinen & Co Markt und somit grundsätzlich und a priori „nicht kooperativ“. Wer jemals Frau Marissa Mayer erlebt hat, kann das auch in persona bestätigen. Die ist kompromisslos, klug und weiss ganz genau, was sie will.

    Google ist aber auch, wie du sagst, eine extrem erfolgreiche, clevere und innovative Firma. Und setzt Standards für Suchmaschinen momentan. Diese Standards sind generell akzeptiert und respektiert. Natürlich hat jeder Nutzer dabei die Anforderung, dass die Suchergebnisse nach bestem Wissen und Gewissen „objektiv“ wiedergegeben werden. „Paid Links“ wirken massiv auf das Suchergebnis aus und verfälschen es. Das ist nicht im Interesse des Nutzers (des Suchenden). Somit auch nicht im Interesse von Google, da es seine Objektivität und somit Glaubwürdigkeit in Frage stellt. Zudem, als Nebeneffekt, möchte Google natürlich kommerzielle Services über seine Möglichkeiten abbilden. Die Verändern aber nur das Erscheinungsbild und Ranking ihrer kenntlich gemachten Anzeigen – nicht das eigentliche Suchergebnis (hoffentlich).

    Deswegen finde ich Paid Links nicht gut.

  • @Cem, ich kann nur für ich als Blogger = Webseitenbetreiber sprechen und da habe ich bis dato null Problemo damit, mir meine Suchergebnisse zusammenzusuchen (selbst hochgepushte Seiten sind manchmal spannend, wenn sie gute Angebote zu bieten haben), weil ich wohl eher ein Poweruser bin. Was ich als Googlelieferant = Blogger aber nicht einsehe, dass sich Google bockig anstellt, wenn man in homöopathischen Dosen paid links einsetzt, das ist weder kooperativ noch lasse ich mich zu einem reinen Linklieferantensklaven im googleschen Sinne degradieren. Mein Vorschlag steht im Raum, dass Google einen Teil paid Links akzeptiert, solange auf der jeweiligen Seite der Anteil nicht mehr als X% einnimmt. Das ist vollkommen akzeptabel. Wir haben die Arbeit, Google auch, also heißt es share it at pareto-point. Zudem weisen alle Blogger die ich kenne explizit paid links aus, das machts für Google nochmals leichter, damit kooperativ umzugehen. Google spielt mit dieser PR-Maßnahme nur den Profis in die Hände, die eben Google eine Nase ziehen werden, weiterhin.

  • 1.)Ich als Nebenbei-Suchmaschinenoptimierer sehe die Abstrafungen eher als einen Vorteil. Da ich kein Geld für Backlinks ausgebe und somit einen großen Nachteil gegenüber den vermögenden Konzernen habe, kann ich nun besser im Wettbewerb gegenüber den großen bestehen.

    2.)Links werden in erster Linie gekauft, um durch die Backlinks die Suchergebnisse zu beeinflussen. Kann mir bei der großen Menge an Linkverkäufen nicht vorstellen, dass Google so noch für die Qualität der Suchergebnisse garantieren kann. Um dies wieder unter Kontrolle zu bringen, wird der PR einfach herabgesetzt. Die Suchergebnisse wurden anscheinend nicht verändert. So what?

    3.)Was ich nun wieder nicht verstehe: Warum werden die Verkäufer bestraft und nicht die Käufer? Ist die (Blog-)Hure schuldiger als der (SEO-)Freier? Der (Suchmaschinen-)Zuhälter bestraft ja immer die (Blog-)Hure, nicht den (SEO-)Freier.

  • Für solche Momente gibt es den schönen „Life without Google“ Blog: http://blogs.zdnet.com/BTL/index.php?cat=146

    @#21 die Käufer kommen auch dran, abwarten. Jetzt werden massenhaft Links von Medien –> Link-Käufern entfernt. Das fällt auf.

    Wer jetzt eine kommerzielle Site + viele Links verliert, sollte schon einmal ein Adwords-Budget einplanen… ist ja bald Weihnachten und die Businesspläne für 2008 müssen auch fertig gestellt werden.

    Ideales Timing.

  • […] Robert hat sich in aller Ausführlichkeit über Googles PR-Strafaktion ausgelassen. Ja, da spricht Ärger aus ihm und ich kann das gut verstehen. Ich mag auch keine Firmen, die ihre Macht so drastisch gegen ihre Kunden ausspielen, von denen sie obendrein leben. Das hat mehr mit Mittelalter, Leibeigenschaft etc. zu tun. Google hat auch meine Pagerank nach unten gedrückt. Und doch lasse ich hier im Blog Adsense zu. […]

  • Als professioneller Websitebetreiber mit WordPress als CMS habe ich ein Dilemma: Ich weise meine Kunden transparent aus, dazu gibt es Links, aber Geld für genau diese Leistung bekomme ich nicht. Verstehe ich das richtig: Mit einem nofollow würde ich diese Links irrelevant machen für die Google-Zählung? Das finde ich zu aufwändig (macht WordPress ja wohl nicht automatisch). Die Nutzer kommen doch ohnehin wegen des Contents und an dem muss man halt arbeiten. Entsprechend sollte sich die Gewichtung verschieben, weshalb ich das Vorgehen von Google richtig finde.

  • Hallo Robert,

    guter Beitrag, er trifft auch meine Meinung. Ich blogge nicht google Konform, ich blogge so wie ich es möchte. Sollen Sie mich doch weiter abwerten, mich aus dem Index kicken, das ist mir egal.
    Ich blogge ja nicht für Google sondern 1. für mich und meine Freunde, für die es lesen wollen. Guter Inhalt verbreitet sich auch ohne Google, ganz einfach durch Empfehlung. Ich bin auch zu deinem Blog via Empfehlung gekommen und nicht weil ich ihn in Google gefunden habe.
    Mir fällt jetzt zwar eine Einnahmequelle weg, aber dafür findet man andere. Ich sehe es nicht ein, das ein Unternehmen mir mein Hobby und meinen Spass bestimmen will.

  • Google hatte Sanktionen gegen Linkverkäufer angekündigt. Deshalb sind sie nur konsequent. Meiner Meinung auch zu Recht, da ihr Geschäftsmodell zunehmend gefährdet wird. Der Markt für Links ist längst ein Massenmarkt. Fast jeder Websitebetreiber ist ohne großes technisches Know-How in der Lage Linklift & Co einzusetzen. Fast jeder ist also in der Lage bewusst oder unbewusst die Google-Ergebnisse zu manipulieren. Google reagiert wie eine Mutter, die ihr Kind schützen will.

    Robert Basic: „Mein Vorschlag steht im Raum, dass Google einen Teil paid Links akzeptiert, solange auf der jeweiligen Seite der Anteil nicht mehr als X% einnimmt.“

    Betrug ist Betrug, egal in welchen Mengen. Es wäre ein Leichtes, „sinnlos“ Links zu setzten, um das relative Verhältnis ausgeglichen zu halten und keine Sanktionen von Google fürchten zu müssen. Wie will man das messen und bewerten? Und selbst wenn es möglich wäre, würde Google diese Links nicht werten. Es wäre also nicht mehr lukrativ Links zu kaufen/verkaufen.

    Außerdem steht es jedem frei, für Google das indexieren der Website zu verbieten.

  • —————————————————–
    Es wird Zeit, Googles Bemühungen seitens der Regulierungsbehörden einen Riegel vorzuschieben.
    —————————————————–
    Bitte nicht! Es gibt Alternativen, die man nutzen kann bevor man wieder nach Vater Staat ruft. Jeder 5te in D arbeitet schon dort.

    Mal davon abgesehen. Die ganze Diskussion im Netz ist doch etwas heuchlerisch. Solange keine Trafficeinbussen sind, braucht man sich ja nicht beschweren, denn man verkauft/kauft/tauscht ja Links nach einhelliger Meinung nur wg. dem Traffic und nicht aus SEO Gruenden 🙂

    Also Abwarten, Tee trinken und schauen ob sich der PR drop auf den Traffic auswirkt. Dann darf man wieder Google bashing betreiben.

  • Das war ja abzusehen….

    Als hätte ich es vorausgesehen: kaum dreht Google an seinem PageRank herum, dreht das Internet am Rad – zumindest diejenigen, die sich maßgeblich auf diesen Pseudomaßstab konzentriert haben.
    Ihr wolltet es so, es war Eure Entscheidung,…

  • ich finde die massnahme genau richtig vom grundsatz her. ein kunde z. B. von uns der eine anerkanntermassen gute leistung anbietet kommt nicht auf die vorderste google seite weil eben diese fast ausschließlich durch unsaubere anbieter (gegenseitige bezahlverlinkungen, ausführliche bezahlpräsentationen, etc) blockiert werden. wir wollten dem auf den grund gehen und haben auch eine contentseite betrieben und wurden prompt angeschrieben…..von einer firma aus münchen (effektivetraffic) die dann eher semiprofessionelle mails für bezahlverlinkungen verschickt, wo eindeutig drin steht: lieber webseitenbetreiber es wäre toll wenn die bezahlte verlinkung nicht als werbung sondern empfehlung im redaktionellen teil vorgenommen wird….

    das problem ist vermutlich das auch gegenseitige verlinkungen von befreundeten seiten „auffallen“ und aus dem raster rausfallen…..

  • Teliad hat soeben ein eMail zur Thematik verschickt. Allerdings ist darin nicht viel spannendes zu lesen, ausser vielleicht die Feststellung Teliads, dass Webseiten, die in diesem Monat bereits zweimal einen PR-Verlust hinnehmen mussten, themirrelevante Textlinks gesetzt hätten.

    Erst einmal möchten wir darauf hinweisen, dass es bei der PageRank-Veränderung in dieser Woche wie auch Anfang Oktober jeweils weniger als 1 Prozent unserer Angebote getroffen hat (auf unserem Marktplatz befinden sich mittlerweile fast 5000 Angebots-URLs). Hinzu kommt, dass es bei der zweiten PageRank-Veränderung in vielen Fällen die gleichen Kunden getroffen hat wie beim PageRank-Update Anfang Oktober. Daraufhin haben wir diejenigen Webseiten analysiert, die einen PageRank-Verlust erlitten haben. Es lässt sich feststellen, dass auf diesen Seiten viele themenirrelevante Textlinks in einfach aufgebauten Linklisten zu finden waren.

    Tja, so einfach sieht man das offenbar bei Teliad…

  • Google hats gegeben, Google hats genommen.

    Google zeichnet gute Webseiten mit hohem Pagerank aus. Und die Webseitenbetreiber haben keinerlei Skrupel, Googles Anerkennung zu versilbern. Google gefällt nicht, was die Webseitenbetreiber da tun, und nimmt seine hohe Auszeichnung zurück. Und die Webseitenbetreiber sind deswegen furchtbar böse auf Google. Aber anstatt sich bei Google zu entschuldigen, erklären die abgestraften Webseitenbetreiber Google den Krieg.

    Ich glaube, dieses moderne Märchen zeichnet ein stimmiges Bild unserer egoistischen Gesellschaft.

    Amen und so.

  • […] Heute sieht das alles schon wieder ganz anders aus. Ich war ja fast versucht, wieder einmal Taschentücher zu verschicken. Robert versucht Google da anzugreifen, wo Google nicht angreifbar ist, zudem an einer Flanke, an der er lange genug selbst mit verdient hat und dann zeigt diese Diskussion noch eines: Der entscheidene Faktor bei Google wird durch diese aktuelle Debatte in den Hintergrund gelenkt. Da jammert der gute Robert über das Geschäftsgebaren in Hause Google, wenn jemand seine Adsense-Einnahmen öffentlich macht, wenn jemand der Konkurrenz zugeneigt ist, würde er gekickt werden. Entschuldige mal bitte: Ihr, Ihr da in Eurer Werbewelt, Ihr, die von diesem Internet in seiner heutigen Form, Ihr, die mit diesem Internet, mit Google Geld verdient (habt) – lest Ihr eigentlich nicht durch, was Ihr durch Anklicken oder Unterschrift unterschreibt? Sich darüber auszulassen, was man als Vertragsbestandteil selbst besiegelt hat, ist einfach mal hanebüchen. Ich glaube nicht, dass Google mit einer Pistole zu Euch gekommen ist, Euch diese an den Kopf gehalten hat und Euch gezwungen hat, Adsense & Co. einzusetzen. Ich habe auch nirgendwo in all den Monaten, wo der Scheck von Google kam gelesen, ja aber Google ist ja eigentlich böse – ich spende das Geld der Kinderkrebshilfe. […]

  • @Philipp
    Sie können es nicht automatisiert, aber jeder, der sich an deutsches Recht hält, kennzeichnet diese Links in irgendeiner Form als Werbung.

  • Google zeichnet gute Webseiten mit hohem Pagerank aus. Und die Webseitenbetreiber haben keinerlei Skrupel, Googles Anerkennung zu versilbern.

    Genau das ist mein Logikproblem. Sind denn die „guten Webseiten“ bzw. deren „guten Inhalte“ nun plötzlich verschwunden, weil irgendwo in der Sidebar noch ein Paid-Link drinhängt?

  • Anderes Beispiel: Du machst jemandem ein teures Geschenk, der Beschenkte verkloppt es sofort auf eBay. Machst du ihm beim nächsten mal ein gleich großes Geschenk oder vielleicht ein kleineres? Falls der Idiot überhaupt noch dein Freund ist.

  • Ich finde die Diskussion sehr spannend.

    @Stefan
    Ist es denn ein Geschenk? Wäre nicht folgendes Bild passender?
    Jemand schreibt ein Buch, bekommt einen Preis dafür und wirbt fortan damit, dass dieses Buch eben jenen Preis bekommen hat.

  • @ Henning & BloggingTom

    Der Vergleich funktioniert auch mit ’nem Buch: Du kriegst einen Literaturpreis für dein Buch, schreibst anschließend noch ein paar Sex-Szenen rein und wirbst mit dem Preis. 🙂

  • Zitat Blogging Tom
    —————————————
    „€œguten Inhalte“€? nun plötzlich verschwunden
    ————————————–
    Schmarrn! . Der Pagerank von einigen Linkverkaeufern ist runter und die Geschaeftsgrundlage der Link/Rezessionsnetzwerke ist ziemlich futsch.
    Sonst nix.

  • @Henning Danke für Deine Antwort 🙂 Aber meinst Du wirklich, Google kann das unterscheiden? Ziemlich unmöglich eigtl. Woher will Google wissen, auf was sich z.B. bei Robert „Werbepause“ bezieht? Ob auf die Links oder z.B. auf die Banner oben, die ja auch verlinkt sind? Meiner Meinung nach funktioniert das nicht.

    Ich bezweifel ganz stark, das der PageRank Verlust etwas mit Paid Links zutun hat. Es ist technisch einfach nicht zuverlässig umzusetzen.

  • Google Pagerank Update hat begonnen…

    Am Freitag den 26.10.2007 ab ca. 20:30 wird von Google zurückgeschossen, denn das Google Pagerank Update hat endlich begonnen. Freude kommt auf denn der Pagerank wird scheinbar doch nicht abgeschafft.In der Google Toolbar bewegt sich der gr&#2…

  • Ja, es gibt ein PageRank Update.
    Damit hat eines der wichtigsten Blogs des deutschsprachigen Raums nur noch einen PageRank wie eine Site zum Thema „Badehosen für Pinguine“.
    Robert wird es überleben und wir werden es wahrscheinlich auch überleben.
    Alles wird gut! 🙂

  • teliad hat mittlerweile in einer Newsletter Stellung genommen – auf ziemlich dreiste Weise, wie ich finde (selbst schuld, nur weniger als 1% unserer User betroffen…)

    Dieser Zahl kann ich nicht wirklich glauben – 1% hieße, dass weniger als 50 teliad-User betroffen wären. Das erscheint mir nicht nachvollziehbar.

  • So anscheinend wars wohl ein doch größerer PR-Update…

    alle Autoseiten mit denen ich verlinkt bin und das seit 3-5 Jahrne sind alle auf 3-4 gefallen… (vorher alle 5 oder 6)

  • Pagerank-Update: Von nix auf 5 – Google mag konsumo…

    Pagerank-Update bei Google: Nachdem konsumo.de bislang unbewertet war, schießt die Seite aus dem Pagerank-Nichts direkt auf fünf.
    ……

  • @Simon

    Was ist denn bitteschön an teliads Stellungnahme dreist? Das ist doch eine sehr interessante Feststellung, dass es nur 1% der teliad-Urls getroffen und die Untersuchung warum. teliad stellt doch klare Vorschläge auf, wie man nach ihrer Meinung zu verfahren hat – und diese halt ich für richtig.

  • Denke, wir müssen erst mal abwarten. Das Update ist noch immer nicht durch. Außerdem sind die PR Zahlen sowieso alt. Die aktuell beobachtbaren Schwankungen im Ranking sind jedenfalls normal.

    Selbst Youtube ist auf PR 3 gefallen… und das gehört schließlich zu Google.

    Was Google will, ist Manipulationen durch gekaufte Links unterbinden. Wer einen Link verkauft, weil die Menschen klicken sollen (Seiten mit hohem Traffic) kann problemlos ein Nofollow-Tag einbauen. Oder den Link in JS einbauen. Wer einen Link für die PR-Vererbung verkauft, muss ihn transparent machen und meist sitzt ein relevantes Keyword drauf. Sind wir doch mal ehrlich! Auf Google zu schimpfen, weil die Maßnahmen ergreifen, die schon seit langen angekündigt sind, scheint mir etwas zu billig.

    Und auch zu prügeln, weil man jetzt nicht mehr „mitverdienen“ kann… Google hat das noch nie gewollt und auch noch nie wirklich toleriert. Die Möglichkeiten waren schlicht nicht da. Das PR-Linkverkaufen ging überhaupt nur wg. Google. Jetzt gehts nicht mehr und schon ist Google böse.

    Klar – in D ist Google von den Benutzern (!) quasi zum Monopol erhoben worden. Google stellt sehr transparente Regeln auf (auch was Adsense angeht!). Man hält sich nicht an die Regeln, bekommt einen Kick und regt sich über die Monopolstellung auf.

    Ganz sicher trifft es in diesem Massen-Algo-Salat auch immer wieder völlig Unschuldige. Aber ich glaube NICHT, dass Google das völlig egal ist. Das Ganze ist so komplex geworden, dass es einfach nicht ohne Kollateralschäden geht. Deren Ziel ist es, einen mögl. Spam- und manipulationsbefreiten Index zu haben. Nur dann sind die Suchenden zufrieden, nutzen G. häufiger und nur dann klickt auch jemand auf Adwords. Wer Links verkauft, unterläuft und manipuliert damit dieses System. Das war schon immer bekannt, es war bekannt, dass sie an einem Algo dagegen arbeiten und es war bekannt, dass es jetzt bald donnern wird.

    Um was geht´s eigentlich? Um eine Art Gewohnheitsrecht, über verkaufte Links bis in alle Ewigkeit Geld verdienen zu können?

    Der beste Rat ist denke ich, erst mal die nächsten Tage abzuwarten. Bricht der Traffic nicht ein, ist ja eigentlich nix passiert. Außer, dass die Preise für Links sinken werden. Aber ehrlicherweise was diese Art Geschäftsmodell doch schon immer kein besonders Stabiles? Freuen wir uns also erst mal über das bisher verdiente Geld und nutzen wir unser Hirn lieber für neue Ideen, als zum Jammern… 😉

  • Mobile Zeitgeist verbessert Pagerank…

    Diese Woche hat es so einige Bewegungen und Verwerfungen wegen der Maßnahmen bezüglich des Pageranks, die Google vorgenommen hat, gegeben. Nachzulesen beim Werbeblogger oder auch bei Robert Basic. Google hat einigen Webseiten den Pagerank &…

  • Was uns der Pagerank sagen will…

    Knapp zusammengefaßt könnte ich meine Meinung etwa so auf den Punkt bringen:
    Der Pagerank ist ein Schnuller für SEOs. Es beruhigt ungemein darauf zu lutschen und macht glücklich. In der Regel wächst er mit und je größ…

  • Google Pagerank und die Reaktion von Linklift…

    Eines DER Themen der letzten Woche war die Welle von neuen Page Ranks, die Google vergab. Dabei rutschten viele namhafte Seiten zum Teil deutlich nach unten (zum Beispiel spiegel.de, heise.de oder bahn.de alle von PR8 auf 7). Und so richtig beantworten…

  • @ Peter:

    teliad erweckt in der Mitteilung den Anschein, es seien quasi nur Linkschleudern und rein auf Werbung konzipierte Seiten betroffen. Das ist falsch.
    Die Zahl von 1% halte ich für extrem unwahrscheinlich, wenn nur 50 teliad-User betroffen wären, hätten die eine erstaunliche Bilanz, vergleicht man das mal mit den fast 50%, die trigami meldet…

  • Naja, irgendwann ist auch diese Sau durchs Dorf getrieben und vergessen.

    Den Kampf der Suchmaschinen gegen die Manipulation der Suchergebnisse gibt es, seit es Suchmaschinen gibt.

    Vor Jahren hat man die Keywords unsichtbar auf der Seite platziert (weiss auf weiss z. B.). Seit man dafür aus dem google-Index fliegen kann, findet man eben solche Keyword-Ansammlungen sichtbar im footer vieler Seiten oder unterhalb der Seite oder als Content getarnt. Das gleiche gilt für versteckte Links.

    Seit BMW wegen Doorway-Pages aus dem google-Index geflogen ist floriert das Geschäft mit gekauften Links erst so richtig. Keine Doorway-Pages mehr, sondern gekaufte Links von anderen Seiten. Redet heute auch keiner mehr drüber.

    Wenn gekaufte oder verkaufte Links bestraft werden, finden die Anbieter, die Organisatoren oder die Betroffenen ganz bestimmt Alternativen oder Möglichkeiten, gekaufte oder verkaufte Links so zu tarnen, dass google sie nicht mehr erkennen kann.

    Jede neue erfolgreiche Form der Suchmaschinenmanipulation wird früher oder später Ausmasse annehmen, die google oder andere Suchmaschinen veranlassen, dagegen Massnahmen zu ergreifen.

    Und das ist durchaus im Sinne der Benutzer. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als ebay alle Suchergebnisse verseucht hat. Die Suchmaschinen haben dagegen Massnahmen ergriffen, und diese Seuche ist nun (grösstenteils) besiegt.

    @#72: „… nutzen wir unser Hirn lieber für neue Ideen, als zum Jammern …“ Ganz meiner Meinung.

    Da der google pagerank nach meinen ersten Analysen kaum Auswirkungen auf die Platzierung in den Suchergebnissen hat, könnte google dieses Modell eigentlich ganz abschaffen. Es ist genauso krank wie die Votingsysteme beim Eurovision Song Contest oder bei Deutschland sucht den Superstar 😉

  • Nur ein Unwissender kann behaupten, dass der PR nichts (mehr) mit den Positionierungen zu tun hat. Meistens wird der Fehler begangen, dass man davon ausgeht, dass der angezeigt PR der aktuelle PR ist – was natürlich Unsinn ist. Zwar sind auch einige meiner Seiten von PR6 auf PR4 gesunken und die Postionierungen haben sich letzte Woche nicht oder kaum geändert, aber ich gehe davon aus, dass g**gle meine Seiten schon Ende Mai intern auf PR4 gewertet hat, weil ich der Verlockung des Linkkaufs nicht wiederstehen konnte. G**gle hat natürlich einen internen PR, der sich stark auf die Positionierungen auswirkt, aber auch nicht alleinentscheidend ist. Das kann man dann beurteilen, wenn man versucht an Platz 1 zu kommen, obwohl es namhafte Konkurrenten gibt und schon über 6Mio andere Seiten in Index sind bei diesen Suchwörtern.

  • Gut, dass das nochmal jemand auf den Punkt gebracht hat.

    Mit dem PageRank verhält es sich also so ähnlich wie mit den Frauen.

    😉

    Oh, ich seh gerade: Nr.87 ist ja ein reiner Spam-Link.

  • MGM (Microsoft, Google, Monsanto) was haben diese drei Firmen gemeinsam? Nun sie streben nach der Macht (der absoluten Macht). Sie sind stets darum bemüht, mit sämtlichen Mitteln welche ihnen zur Verfügung stehen, die absolute Kontrolle zu erringen. Leider sind sie bereits, jede für sich auf ihre eigenen Art und Weise, auf dem besten Wege dieses zu erreichen. Sie blenden uns mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit und ihrer ach so sozialen Einstellung aber man sollte sich nicht von ihrem vordergründigen freundlichen Wesen täuschen lassen, denn diese Firmen sind von Grund auf böse und wenn sie nicht gestoppt werden, wird die Menschheit in absehbarer Zeit noch ihr blaues Wunder erleben.

  • Firmen sind von Grund auf böse?
    Was sind denn das für Verschwörungstheorien…
    Eine Firma kann nicht böse sein, das ist Unsinn.
    Die Menschen in einer Firma können „böse“ sein.
    Das wären bei „MGM“ dann etwa 100.000 von
    Natur auf böse Menschen? Wie wählt man die aus?
    Stellt man nur Verbrecher und Strauchdiebe ein?

    Mir scheint eher die leider weit verbreitete Einstellung
    einzuschlagen, dass große Unternehmen als „böse“
    angesehen werden. Eine typisch deutsche Einschätzung.
    Wer Erfolg hat und damit auch noch Geld verdient,
    scheint einigen Menschen wohl suspekt zu sein.
    Das kann man nur erreichen, wenn man illegal
    arbeitet, lügt und betrügt. Dass sowas mit Leistung
    zusammen hängen könnte, die der Markt (die Kunden,
    also wir) schätzt und die er abnimmt (kauft), ist
    offenbar völlig abwegig…

    Noch ein Wort zum PageRank. Ich muss einem meiner
    Vorkommentatoren Recht geben. Wer meint, PR macht
    nix mehr aus, hat noch nicht wirklich verstanden, die
    Google tickt, wie die Rankingmechanismen funktionieren
    und wie PR tatsächlich zu Stande kommt. Das ist nicht
    die Stelle, all die Fehldeutungen zu erklären.
    Wer aber behauptet, PR sei unwichtig (er ist nicht alles,
    das ist richtig) outet sich tatsächlich als Hobby-SEO.
    Was ja auch kein Schaden ist. So gesehen.

  • Man kann sicher nicht absolut und pauschal sagen, dass kleine Unternehmen gut und große Unternehmen böse wären. Doch eine Tendenz ist schon da, was sicher mit daran liegt, dass Unternehmen sehr stark von Managern geführt werden, denen der Laden nicht gehört und die oft eher kurz- bis mittelfristige Interessen haben, während kleine inhabergeführte Unternehmen viel langfristiger orientiert sind und der Ruf des Unternehmens auch sehr stark mit einer Person gekoppelt ist (und andersrum). Das hat eben Auswirkungen.

  • Dann müsste man sicher „böse“ definieren.
    Ist „böse“ gleich „illegal“?
    Alle Mitarbeiter müssen sich legal verhalten. Tun sie es
    nicht und werden erwischt, gibt es Strafen.

    Was „Henning“ oben beschrieben hat ist unbedingt nicht der Unterschied
    „groß“ und „klein“. Es ist mehr der Unterschied „Unternehmer“- oder
    „Manager“-geführt. Auch wenn die Presse das immer wieder falsch
    verwendet: Manager sind keine Unternehmer!! Unternehmer denken
    in der Regel per se strategisch und langfristig, weil sie auch das
    Risiko (finanziell) tragen müssen. Bei einer Fehlentscheidung müssen
    sie den Geldbeutel aufmachen und für ihren Fehler gerade stehen.
    Das bringt anderes Nachdenken und andere Entscheidungsstrukturen im Kopf.
    Und: Unternehmen müssen niemanden über Ihren (kurzfristigen) Erfolg
    Rechenschaft ablegen oder werden daran gemessen.
    DA liegt der Hund begraben.

  • @guest
    Japp, und große Unternehmen sind meist eher manager-geführt und kleine von Unternehmern/den Inhabern. Sehe da keinen Widerspruch zu meinem Kommentar.

    Ich heiße übrigens tatsächlich Henning, ganz ohne Anführungsstriche. Bei deinem Namen zweifel ich noch etwas an der Echtheit. 😉

  • @Henning:
    klar, der Name „guest“ sieht blöde aus. Kann ich aber nix dafür. Ich hab hier alles korrekt ausgefüllt im Formular, mit Mail etc. Trotzdem erscheint mein Kommentar unter „Guest“. Liegt also am Blog, nicht daran, das ich heimlich schreiben möchte!
    Vielleicht hab ich auch die Taschenrechner-Frage zur Spam-Abwehr falsch beantwortet 😉
    Gruß,
    Prof. Dr. Mario Fischer
    fischer@mario-fischer.de

  • Yeap. Das Problem kenn ich auch sehr gut.
    Wobei ich nicht hoffe, dass ich hier in DIESEN Verdacht geraten bin.
    Keywordspammer schreiben ja in der Regel nur kurze
    Beiträge, die oft auch inhaltlich nicht soooo gehaltvoll sind
    und man merkt beim Lesen schnell, dass kein echtes Interesse
    an der laufenden Diskussion vorhanden ist.
    Aber unter den „toller beitrag, weiter so“ Postings leiden
    wohl alle Blogbetreiber…

  • Ein Artikel, der auch nach 2 Jahren nichts an Gültigkeit eingebüßt hat. Aber letzten Endes hat Google die Schlacht gewonnen. Linktauschanfragen werden nur noch mit vagen Andeutungen der betroffenen Seiten geführt, Linkverkauf dito. Eine nette Anektode: Ich hab ein kleines Forum zum Linktauschen, als ich es letztens etwas über Adwords (=gegen Geld, das Graf Google bekommt) promoten wollte, verweigerte mir die Suchmaschine bei dem Keyword „Linktausch“ den Dienst – mann, müssen die eine Angst vor den Usern haben.

  • Ich hab mich hier mal so reingeklickt, weil ich gerade einen eigenen Blog anfangen will. Das klingt ja noch schlimmer als Google Streetview! Es wundert mich sehr, dass im Online-Bereich bisher so wenig reguliert wurde.

  • Tolle Beiträge und gute Kommentare. Heut zu tage dreht sich alles um Google aber bei manchen Sachen geht es nicht immer um Google. Klasse für diesen Beitrag!

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