Web 2.0 = Informationsüberflutung?

Robert Basic

wieder mal ne blabla-Studie, die besagt, dass das Web 2.0 alles nur noch schlimmer macht:

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„€œDie Befragten kritisieren in überraschender Deutlichkeit die für das Web 2.0 typischen Angebote mit weitgehend ungefilterten, nutzergenerierten Inhalten als oberflächlich und nicht förderlich für die eigene Entwicklung“€?, fasst Professor Peter Kruse, geschäftsführender Gesellschafter von nextpractice, das Ergebnis der Studie zusammen. „€œAuch wenn das tatsächliche Konsumverhalten oft noch eine andere Sprache spricht, suchen die Menschen verstärkt nach Medien, die sie dabei unterstützen, sich zurecht zu finden und Zusammenhänge zu verstehen.“€?
….
In letzter Konsequenz könnte die anfängliche Web 2.0-Euphorie und deren Auswirkung auf die Medienlandschaft dazu führen, dass eine zweite Internet-Blase nun im Kopf des Nutzers und nicht wie beim ersten Mal an der Börse platzt. „€œJe mehr Menschen sich aktiv daran beteiligen, das Netz mit Inhalten zu fluten, desto wichtiger und gleichzeitig schwieriger wird es, etwas zu finden, dass man brauchen kann. Ohne innovative Suchmechanismen und die Erhöhung der Bedeutungshaltigkeit entwickelt sich das Internet zum Dinosaurier – großer Körper und zu kleines Hirn“€?, warnt Peter Kruse.

Komisch, dass ich seit 10 Jahren nie ein Problem hatte, mich fachlich exzellent mit Dritten via Netz auszutauschen. Und ich bin noch nicht mal ein besonders intelligenter Vertreter der Spezies Homo Sapiens. Dennoch muss man auch feststellen, dass das Web nach wie vor kein System ist, das einem die benötigten Infos auf Knopfdruck liefert. Kein Wunder, ist nicht jeder Mensch vom Internet fasziniert, je weniger Training via Nutzung aber, desto eher kommt der Effekt hoch, dass man zugeschüttet wird. Dennoch ist das Netz dem User in vielen Belangen meiner Meinung nach entgegengekommen. Kein Wunder, dass Suchmaschinen wie Google ungemein beliebte Anlaufstellen geworden sind. Mit Social Bookmarking, Social News, Social Commerce etcpp. werden die User erst nach und nach warm, fördern sie doch im Gegensatz zu Google und Co. eben nicht das dominante Attribut eines jeden Nutzers: Faulheit. Es gibt kein Gesetz, das Einfachheit vorschreibt, IT ist nicht einfach. Doch letztlich sehe ich das sehr entspannt: der Mensch als solches passt sich über Generationen hinweg an. Schließlich hats auch etwas beim Feuer Machen gedauert, bis man den Dreh raus hatte:))

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.