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Raucher und Gaststätten

Gerhard hat auf Abseits.de eine ganz nette Übersicht zu den Auswirkungen des Rauchverbots in den Gaststätten: Jeder vierte Betrieb erleidet deutlichen Gaesteschwund. Natürlich ist das aus Sicht eines Gastronoms zu lesen;)

Als Raucher finde ich es völlig iO, dass wir andere nicht mehr zuqualmen können, auch wenn man sich selbst nun etwas einschränken muss, ein sehr geringes Übel. Und wenn Gaststätten nun Umsatzrückgänge erleiden müssen, jo mei, Pech gehabt, der Mensch dient nicht der Wirtschaft, sondern die Wirtschaft dient den Menschen (sollte es zumindest).

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

60 Kommentare

  • Wobei ich es doch heftig finde, dass es den Gastronomen nicht selber überlassen wird zu entscheiden. Wer eine reine Raucherkneipe betreiben möchte sollte dies auch tun dürfen – meinetwegen mit Warnschildern, oder „Kein Zutritt für Nichtraucher“ oder wwi …

    Wer als Gastronom auf eine Besuchergruppe ( Nichtraucher) verzichten möchte -zugunsten einer anderen Zielgruppe, Raucher- sollte dies tun dürfen. Von daher finde ich die Regelung etwa unglücklich…

    In einem reinen Raucherbertieb könnte sich auch kein Nichtraucher beklagen das geraucht wird 😉

  • Eben ich find auch, das das jedem Wirt selbst überlassen werden sollte.

    Zum Artikel: Genau das war mein erster Gedanke als ich von diesem Gesetz gehört habe. Nicht das ich es unbedingt mag recht zu haben, vorallem bei so etwas…

  • Heißes Thema, da man mit Rauchern und hier sind vornehmlich die (Drogen)-Süchtigen gemeint, schlecht Argumentieren kann. Wie schlimm diese Sucht ist, bekommen nun die Gastronomen zu spüren, da viele Raucher eben nicht für ein paar Stunden auf ihre Droge verzichten können.

    Auf lange Sicht und im Hinblick auf die Jugend ist diese Regelung jedoch überaus begrüßenswert.

  • Als ex-Raucher (854 Tage) find ich das klasse – und die Kneipe in meinem Haus hat sogar Umsatzgewinne: ein sehr kleiner Laden, der jetzt endlich brauchbare Luft hat und so jetzt auch nichtrauchende Gäste anzieht…

  • >negative Umsatzverluste
    Das dürfte dann wieder ein Umsatzwachstum sein, oder? 😉

    Wenn man Gastronomen freie Hand lässt, dann bekommt man fast nur Raucherkneipen. Zudem sollten man nicht schauen, dass diese Woche weniger kommen, weil letzte Woche das Rauchverbot kam, sondern es mal längerfristig sehen. Mindestens mit Jahresbezug.

    Das Gleiche gilt für Ladenöffnungszeiten. Morgen bis 24 Uhr öffnen und übermorgen sagen, es lohnt sich nicht, ist auch sehr kurzsichtig und polemisch.

    Aber so sind wir Deutschen. Engstirnig und unflexibel 🙂 Vielleicht sollte man einfach mal bedenken, dass mit weniger Rauchern weniger Kunden früher sterben und so länger in die Gaststätte kommen können. Ausserdem kommen deutlich mehr Familien und bekanntlich ist die frühe Prägung an Plätze und Marken der beste Weg, um sich die Gäste der Zukunft zu sichern.

  • Hallo,
    ich persönlich verstehe Raucher nicht… was kann so schwer sein 2-3 Stunden mal nicht zu rauchen?! Man soll nicht den ganzen Tag in Gaststätten verbringen? Ist es schon wie mit der Zigarette danach? Ich persönlich würde es sehr tolerieren wenn es überall so wäre!

    Denn mein Essen und wohlbefinden würde dadurch um ein herbliches Mass gesteigert werden.

  • Jens, Rauchen ist eine Sucht, nicht mehr und nicht weniger. Die Entzugserscheinungen fangen schon nach rund 60 Minuten an, teilweise früher, und führen dann zu Nervosität und Unkonzentriertheit. Es hängt also gar nicht mal am wollen, sondern es ist eine echte körperliche Abhängigkeit, die da besteht, und die es Rauchern so verdammt schwer macht, mal mehr als eine Stunde ohne Zigarette zu sein.

    Vielleicht hilft das beim Verstehen.

    Dirk (325 Tage Nichtraucher)

  • „Allerdings habe auch die Hälfte der Unternehmer keine Auswirkungen des Gastro-Rauchverbotes auf den Anteil der Stammgäste festgestellt.“

    Oder in anderen Worten: Jeder zweite Betrieb erleidet keinen Schwund.

    Um bei der Wortwahl der Ueberschrift zu bleiben. Aber so eine Ueberschrift wird es wohl kaum geben.

  • 5% ich für mich ein Messfehler und ich denke, dass die saisonale Änderung der Besucher hier wohl auch nicht berücksichtigt wurde, sondern halt Vormonat zu ggw. Monat verglichen wurde. Richtig wäre aber Vorjahresmonat zu diesem Monat.

    „Wer misst, misst Mist.“

  • Ich bin auch ein ExRaucher und bin voll mit dem Gesetz zufrieden. Der Qualm frsit sich in die Sachen ein und wenn man nicht Raucher ist, dann stört das einen. Die Raucher können ja rausgehen und eine qualmen, wo ist den das Problem?

  • Vorweg: Dies ist ein privater Kommentar von mir.

    Ich würde mich freuen, wenn die Diskussion in Deutschland Fakten-basierter geführt würde.

    Die vermeintlichen Umsatzeinbussen haben sich in anderen Ländern als „Luftnummern“ herausgestellt. Es gab teilweise eine leichte Umverteilung. Das ist verständlich bei sich ändernden Rahmenbedingungen. Lies: Gastwirte müssen Ihr Angebot anpassen.

    Wer mal in Kalifornien, New York City oder auch Irland weg war in letzter Zeit, der wird die Vorteile des Verbots nicht leugnen können.

    Betreffend des „freien Marktes“-Argumentes: Nikotin ist eine Droge, deren Konsum zu relevaten negativen externen Effekten führt.

    Am wichtigsten: Wir müssen als Gesellschaft verhindern, dass die Kinder mit dem Rauchen anfangen. Eine wirksame Massnahme: Ihnen den Raum nehmen, mit dem Rauchen anzufangen. Daher ist m.E. z.B. ein absolutes Rauchverbot in Clubs, Diskos etc. ein NO-BRAINER!

    LG Sven

  • Dieser Studie quillt der Nikotindunst aus allen Zeilen. Alles was irgendwie in den gewünschten Tenor passt, wird verwendet. Die Gastronomie leidet bereits seit geraumer Zeit unter Umsatzrückgängen und Besucherschwund, nicht erst seit dem Rauchverbot und auch der Bierkonsum in Deutschland ist seit längerem im Sinkflug. Nach nicht mal einem halben Jahr solche Aussagen wie in dieser „Studie“ zu treffen, finde ich mehr als fahrlässig. Komischerweise werden im Ausland ganz andere Erfahrungen gemacht.

    Was das Gejammere über die Einschränkung von Raucherrechten in diesem Papier angeht: Mich als Nichtraucher fragt auch keiner, ob ich mit meinen Krankenkassenbeiträgen die Behandlung der ganzen Raucherkrankheiten mitfinanzieren will.

  • Als ehemaliger Raucher- aktueller Nichtraucher- verstehe ich es nicht. Es bleibt jedem überlassen ob er raucht oder nicht. Nichtraucherschutz schön und gut, aber – und das ist m.M.n. der entscheidende Punkt – bei als reinen Raucherplätzen deklarierten Betrieben oder Locations gibt es keinen Grund für ein Rauchverbot. Anders als in „gemischten“ öffentlichen Plätzen gibt es keinen Grund für Nichtraucher diese Räume zu betreten und zu klagen….

  • Ich finds gut. Und Aussagen zu Umsatzeinbußen lassen sich wirklich verlässlich erst nach einem Jahr treffen.

    Auf freiwilliger Basis hätte das nicht funktioniert. Ich bin seit 3 Jahren rauchfrei, und habe mich bis zum Rauchverbot nur selten in Kneipen aufgehalten – weil ich den Qualm nicht mehr ertragen konnte (Husten, Klamotten wurden geräuchert etc.). Jetzt gehe ich (in Deutschland) wieder gerne in Cafés und Kneipen. In der Schweiz gibt es aber leider noch kein Rauchverbot…

  • Als Nichtraucher emfpinde ich es zunächst als positiv, in der Gaststätte mehr oder weniger reine Luft atmen zu dürfen.

    Die steigende Bevormundung durch unsere Staatsbedinsteten/Politiker hingegen empfinde ich als Frechheit! Überall greifen die inzwischen ein, verzerren dadurch Märkte, opfern sehenden Auges tausende Arbeitsplätze und so weiter…. Auf der anderen Seite werden dann aber ersteinmal die Diäten um knapp 10% angehoben.

    Ja, nee, is klar…

  • #14
    Naja, interessante Argumentation. Da kann man ja auch gleich die Dicken (MBI >30) ansprechen, die werden auch mit den Krankenkassenbeiträgen der „Dünnen“ (BMI

  • Wer den Gerhard kennt oder regelmäßig sein Blog liest, weiß, daß er ein Gegner dieser Anti-Raucher-Gesetze ist.
    Raucher sind schon ein komisches Volk. Am Wochenende habe ich ein paar Gäste darauf hingewiesen, daß sie zum Rauchen nicht nach draußen müssen, sondern in unserem Raucherraum rauchen können. Die Antwort „Wir rauchen lieber an der frischen Luft“ brachte die Sache auf den Punkt: auch Raucher wollen nicht in ihrem eigenen Qualm sitzen.

  • Mal ganz unrepräsentativ: Ich war, seit es das Gesetz gibt, bestimmt drei mal so oft in Gaststätten, wie vorher. Das hat zwar nicht ausschließlich mit dem Rauchverbot zu tun, aber ich empfinde es dort jetzt als wesentlich angenehmer und kann auch mal zwei, drei Stunden dort sitzen bleiben, ohne Atemnot zu kriegen. Ich werde also sicher auch in Zukunft öfter auswärts essen/trinken als vorher, weil man es jetzt auch als Nichtraucher endlich mal in Ruhe genießen kann.
    Außerdem muß man seine Klamotten nicht mehr gleich im Anschluß in die Waschmaschine werfen.

  • In Restaurantbetrieben – vollste Zustimmung! Da habe ich auch früher als Raucher nicht geraucht sondern das Essen genossen.

    Aber in „Kneipen“, wo in der Regel nichts zu Essen angeboten wird kann man die oben angesprochene Regelung gelten lassen.

  • @ 18

    Es gibt eine einfache Lösung. Wenn der Staat schon den Verkauf gesundheitsgefährdender Tabakwaren besteuert, warum gibt er nicht einen Teil des Tabaksteueraufkommens an die Krankenkassen weiter? Könnte man auch mit Branntwein-, Bier- und Sektsteuer machen, für die es schon lange keine vernünftige Erklärung mehr gibt, sieht man mal von der Geldgier des Staates und dem Selbsterhaltungstrieb der Bürokratie ab.

  • Erstmal ein interessanter Artikel von „echten“ Journalisten hierzu: (Robert killt mich jetzt 😉

    http://service.spiegel.de/digas/servlet/dossieransicht/S7005930

    Meiner Ansicht nach gibt es zwei Gründe die gegen das Rauchverbot sprechen:

    1. Warum entscheidet das der Staat über die Freiheit des einzelnen ?

    2. Warum lässt man nicht den Markt entscheiden, das hätte sich schon geregelt ?
    (Da letzteres häufig kritisiert wird eine kurze Erklärung:
    – In Flugzeugen und Zügen haben die letzten Jahre bereits gezeigt, dass dort wo es den Verbrauchern wichtig ist von alleine Rauchverbote eingeführt werden (auch Nichtraucherkneipen gab es in den letzten Monaten immer mehr)
    – wenn die Nichtraucher nicht hinreichend den Wirten verdeutlicht haben wie wichtig ihnen rauchfreie Kneipen sind, gibt es eigentlich auch keinen Grund diese staatlich durchzusetzen; das Raucher als Minderheit diskriminiert und ausgeschlossen werden ist m.E. der etwas zuviel staatliche Polizei…

  • Bei manchen Kneipen kann man aber auch nur mit dem Kopf schütteln. Meine Lieblingskneipe hat jetzt auch eine Aufteilung in Raucher und Nichtraucherbereich. Dazu gab es sogar extra eine kleine Umbaumaßnahme. Aber wer hat jetzt die besten Plätze? Die Raucher. Grund genug dort nicht mehr so oft reinzuschaun … wenn solch eine Kneipe sich dann beklagt das die Gesetzesänderung Umsatzschwund mit sich bringt. Kein Wunder …

  • @ Paul

    Der Markt regelt alles, irgendwie. Nur regelt er es nicht immer im besten Sinne. Und deswegen muss eingegriffen werden.
    Bus jetzt gab es Wahlfreiheit für die Kneiper. Und sie haben sich immer für die kurzfirstig lukrativste Variante entschieden, nämlich für die Raucher. Das vergrätzt ihnen zwar die Nichtraucher und fördert das Rauchen, interessiert sie aber nicht weiter. Die Gesellschaft interessiert es aber schon. Und die setzt mit Hilfe von Gesetzen die Freiheit durch auch in Kneipen nicht rauchen zu müssen.
    Eigentlich könnte man das ohne Gesetz regeln. Aber die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass das nicht geht. Es liegt an der Ignoranz der Mehrheit der Raucher, dass nun die harte gesetzliche Keule her muss, um der frischen Luft zum Sieg zu verhelfen.

  • Wie gesagt, was spricht gegen eine reine “ Raucherkneipe“ ? Wer da rein geht, tut es im vollen Bewusstsein dass dort geraucht wird. Sowas darf es nicht geben, da wird dann von „Nichtraucherdiskriminierung“ gesprochen…..

  • @Paul

    zu 1)
    Der Meinung war ich früher auch, doch:
    Das Ziel des Staats ist für das Wohlergehen seiner Bürger zu sorgen.
    Rauchen fördert vielleicht das kurzfristige Wohlergehen des Rauchers aber langfristig nicht die Gesundheit.
    Dazu kommt hinzu, dass Passivraucher ebenso direkt davon betroffen sind.

    zu 2)
    Der Markt ist auf Profit aus und das Aussperren einer großen Zielgruppe ist meist nicht förderlich.

    Dazu kommt, dass Nichtraucher und Raucher nicht strikt getrennt werden können. Schließlich gehe ich mit anderen Menschen weg (Nicht- & Rauchern) und da zählt bei Wahl der Location folgendes mehr: Nähe, gutes Essen, Einrichtung / Ambiente, Getränke, Preise.

    Obwohl ich es ohne Qualm besser finde, ist für mich eine Nichtraucher-Bar /-Discothek kein Killerargument, dazu bin ich das viel zu oft ausgesetzt.
    Deshalb begrüße ich, dass sich bald alle daren halten müssen.

    Es gibt da auch schon einige Raucher,
    die meinen dann aufzuhören – man muss ja nicht mehr nein sagen (und draußen ist es ja soooo kalt…).

  • @Jojo:

    Hinzu kommt das die meisten Nichtraucherbereiche von räumlich auch nicht getrennt sind und somit kein wirklicher Nutzen vorhanden ist.

    Bestes Beispiel ist bei uns ein Sausalitos bei dem der Nichtraucherbereich umzingelt ist von Rauchern.

    Für mich als Nichtraucher macht das so einfach keinen Sinn.
    Entweder ganz oder gar nicht.
    Bald: gar nicht.

  • Also der Punkt ist doch erstmal, dass jeder Mensch zunächst das Recht auf saubere Luft hat. Nun kommen Raucher und verschmutzen durch ihren Konsum die Luft und schädigen dadurch den Nichtraucher. Diese Situation ist Grundlage für zahlreiche volkswirtschaftliche Modelle, da es das auch in vielen anderen Variationen gibt. Die entscheidende Frage dabei ist aber immer, bei wem liegen die Rechte. Also muss der Raucher dem Nichtraucher eine Entschädigung dafür zahlen, dass er seine Luft verpestet oder muss der Nichtraucher dem Raucher etwas zahlen, damit der seinen Konsum beschränkt.
    Der Gesetzgeber hat nun nichts anderes gemacht als festzustellen, dass die Nichtraucher das Recht auf saubere Luft haben. Da es aber keine Option „ein bisschen die Luftverpesten gibt“, heißt das nichts anderes, als dass der Raucher nun gar nicht mehr rauchen darf.

    Die Kommentare die das Eingreifen des Staates kritisieren sind schönes Bildzeitungsniveau. Ich finde es auch eine Schande, dass mich der Staat zwingt vor Kindergärten nur 30 fahren zu dürfen, das könnte auch der Markt regeln. Oder Schulpflicht SKANDAL!

  • Ich denke, dass es vor allem die rauchenden Kneipiers/Angestellten sind, die am meisten jammern. Sie können nicht mehr rauchen während der Arbeit, haben ein Zeitproblem.

    Ich beobachte auch immer mehr Kneipen, die bewusst das Verbot durchbrechen. Ich bin gespannt wie DAS ausgeht.

    Die Revalution der Raucher würde ich den Deutschen schon zutrauen. Die Freiheit schnell Auto zu fahren, die Freiheit zu rauchen, wo auch immer.
    Wen interessiert schon die Freiheit der Rede, die Freiheit im Netz? Nur mal so angedacht.

  • Ich finde die Regelung mehr als richtig.
    Ich bin bewußt oft nicht mit in Kneipen gegangen,
    wegen der schlechten Luft.
    Wenns mehr Leute wie mich gibt,
    dann haben wir bald eien Umsatzsteigerung 😉

  • Wie gesagt, was spricht gegen reine Raucherkneipen? E skann doch beides geben, Nichtraucherkneipen ( 90%?) und Raucherkneipen ( 10%). Wo wäre da das Problem? Der Gastronom kann entscheiden…. 😉

  • @31 customerofhell

    Die Kommentare die das Eingreifen des Staates kritisieren sind schönes Bildzeitungsniveau.

    … wenn die Aussage mal nicht Stammtisch- oder Bildzeitigsniveau ist!?

    Nach dem Raucherverbot noch ein unqualifiziertes Kritikverbot … na klasse.

    Zum Thema: Ich bin Nichtraucher (immer gewesen). Ich halte die zumindest in Schleswig-Holstein geltende strikte Regelung für diskriminierend. Jahrelang verdient sich der Staat eine goldene Nase an den Rauchern und plötzlich sind Raucher unerwünscht. Wenn es ernsthaft um die Gesundheit gehen würde, müsste man auch ein Alkoholverbot einführen (oder zumindest eine Beschränkung). Alkohlsüchtige lasten genauso auf unserem Gesundheitssystem wie die Raucher.

    Meiner Ansicht nach wären weniger strikte Regelungen sinnvoller. Beispielweise abgeschlossene Raucherbereiche, Grenzwerte für die Belastung der Luft in Gaststätten, etc..

    Was mir auch auffällt ist, dass in diesem wie in vielen anderen Fällen diejenigen, die nicht von solchen Regelungen betroffen sind, die Diskriminierung anderer als völlig in Ordnung betrachten.

  • zu #38: bevor die Diskussion gleich in die KiGa-Ecke abgleitet, diskutiert sachlich ohne persönlichen Rundumvorwürfe. Wenn nicht, wird halt der Kommentar kurzerhand gelöscht, so eben mit dem #38 geschehen. Heise-Foren sind nur nen Klick entfernt, also da drüben rumtrollen.

  • @ customerofhell

    Es gibt signifikante Unterschiede zwischen Alkohol und Nikotin.
    Einer ist der Anteil der Abhängigen von den Konsumenten. Raucher sind fast ausschliesslich abhängig, während nur ein Bruchteil der Alkoholkonsumenten Alkoholiker sind.
    Ein Alkohol-Konsument schädigt sich immer nur selbst. Ein Raucher reicht seine schädlichen Abgase an seine Mitmenschen weiter.

    @ Matthias

    Die Gastronomen hatten bislang die Wahl. Und die Verteilung von Nichtraucher-Kneipen zu Raucher-Kneipen war 0 zu 100%. Und um daran etwas zu ändern, müssen alle Lokale gesetzlich dazu gezwungen werden, zu Nichtraucher-Zonen werden. Anders geht es nicht.

  • Ich bin zurzeit in Frankfurt und hab mich schon voll in der Nichtraucherwelt eingelebt, obwohl ich selbst zum Bier und Wein viel rauche. Die Hauptaspekte, die für mich für das Rauchverbot sprechen:
    * Man raucht weniger, weil größerer Aufwand
    * Die Klamotten stinken nicht bestialisch (besonders wenn ich mit Anzug weg war merk ich das auch im Geldbeutel)
    * Man lernt draußen immer neue Leute kennen 😀

    War vor 2 Wochen in Hamburg, wo man noch ungehemmt rauchen darf und fands während der Party nicht schlimm, aber am nächsten morgen total eklig.

  • Grundsätzlich ist das Rauchverbot erstmal eine Einschränkung der persönlichen Freiheit.

    Für die ganze Geschichte würde es erheblich bessere Lösungen geben, wie z.B. in Spanien, da gibt es ausgewiesene Raucherlokale.

    Und jetzt mal für die Nichtraucher, die jubeln wegen dem Rauchverbot, denkt mal drüber nach wann das Alkoholverbot kommen wird, den die Folgen des Alkoholkonsums schädigen den Staat ja auch ordentlich.

    Jedes weitere Verbot schränkt die Freiheit eines Jeden weiter ein, denkt mal darüber nach!

  • @ Robert. Die ganze Diskussion ist dir schon längst entglitten. Tatsächlich gibt es doch hier gerade einmal 7 – 8 wirkliche Argumente.

    Wenn man sich wirklich mit dem Thema auseinander setzen will, so sollte man sich auch objektiv mit den Hintergründen beschäftigen, siehe die Begründung und sich nicht in Subjektivitäten verrennen. Blogger wollen doch immer so viel besser sein als die „ollen“ Journalisten!?!?

    Ich hatte mehr erwartet als das.

  • das ist doch schon mal eine Grundlage zum Diskutieren:) Sei höflich und bring Deine Argumente vor. Wenn jemand was nicht weiß, hilf ihm halt, sich besser zu informieren.

  • > Grundsätzlich ist das Rauchverbot erstmal eine Einschränkung der persönlichen Freiheit.
    nur der Freiheit der Raucher.
    ich habe bisher keine einschränkung erfahren – im Gegenteil ich kann in kneipen gehen, ohne körperverletzung in kauf nehmen zu müssen.

    Die aggregierten Gewinne der Gastronomie dürften steigen – wie die beispiele aus irland andeuten -, denn der aufwand für das auswechseln und reinigen von aschenbechern fällt weg, das personal hat mehr zeit akquisitorisch aktiv zu werden.
    mir scheint als sein das rauchverbot ein musterbeispiel für sinnvolle staatliche intervention:
    die aggregierten gewinne der branche steigen und negative externalitäten in form von passivrauchen werden verhindert.

    grusz
    klm

  • Stimmt dabei geht es jetzt um eine Einschränkung der pers. Freiheit der Raucher.

    Jedes Verbot wird eine Einschränkung bedeuten, die den Einen mehr und den Anderen weniger trifft, aber Manchen ist offensichtlich nicht klar in welche Richtung das Ganze geht, was wird wohl das nächste Verbot sein?

  • Ich für meinen Teil (20 Jahre schon Raucher, also süchtig) hab da schon ein Problem mit dem Gesetz und ziehe es vor, dann doch lieber in Zukunft meinen PC mehr Zigarettenrauch zuzumuten – der ist ja sowieso von allerlei Gefahren bedroht 🙂
    Also Gaststättenabstinenz, schließlich kommen die Freunde wunderbar mit dem Platz in meinem Hof/Garten und den Kochkünsten unserer Familie zurecht, zudem dieser Service kostenlos und spaßiger für meine Gäste sein kann. – Soweit erst mal meine Sicht zum aktuellen Gesetzvorhaben, das kann ich doch durchstehen.

    Aber wie in Beitrag #46 habe ich da auch ein ungutes Gefühl, in welche Richtung sich die ganze Bevormundung entwickelt. Im Gespräch sind ja jetzt auch Rußfilter für private Kaminöfen…
    Ich brauch bald einen leistungsfähigeren PC, mit ordentlich Wärmeabgabe, damit ich beim Rauchen in meinem Kämmerlein nicht erfriere.

  • Naja in Spanien haben sich viele entschieden Nichtraucher Wirte zu sein und andre entschieden für Genußraucher was anzubieten.

    Völlig unabhängig von der Gesundheit:
    das Gesetz schreibt einem Unternehmer vor, wen er als Kunde akzeptieren muss.

    Ich bin gespannt, wann ein Wirt dann Strafe zahlt, wenn er jemanden, der eindeutig erkennbar übergewichtig ist Essen verkauft.

    In der Logik des fürsorgenden Staates wäre dies absolut nachvollziehbar.

    Ich bin auch gespannt, wann ich Vorschriften erhalte für wen ich meine Dienste anbieten darf und für wen nicht.

    Das finde ich bedenklich. Leider geht dies in der Gesundheitsdiskussion völlig unter.

    lg

  • @Holger: Da würde ich mir sehr schnell einen neuen PC kaufen, denn für die Kaminöfen wird das schneller kommen als dir lieb ist. Das ist in meinen Augen auch absolut verständlich. Wenn neben deinem Haus ein Kraftwerk stehen würde, das ohne Filter alles raushaut, wärst du wahrscheinlich auch sehr dafür, dass der Staat da eingreift. Und da Kaminöfen immer beliebter werden (ich habe auch einen und bin großer Fan), ist das einfach ein Thema geworden.
    Es ist doch widersinnig, dass Autos Ruspartikelfilter brauchen, Heizungen regelmäßig kontrolliert werden, aber mit Kaminöfen alles ohne Filter in die Luft geblasen werden kann.

  • Wie immer in Deutschland stört mich die kleinliche Umsetzung in der Praxis.

    Ich kenne einen Wirt, der hätte die Möglichkeit, einen völlig getrennten Raucherbereich (…raum) einzurichten.

    Leider geht es von diesem Raum aus zu den Toiletten. Ein Direktzugang vom Nichtraucherraum zu den Toiletten ist leider nicht möglich, da ist die Küche im Weg.

    Der Wirt bekommt nun diesen Raucherraum nicht zugelassen, weil ja die Nichtraucher beim Gang zur Toilette ca. 5 Meter durch den Raucherraum gehen müssten …

  • Robert, Du hast geschrieben: „Der Mensch dient nicht der Wirtschaft, sondern die Wirtschaft dient den Menschen (sollte es zumindest).“

    Die Frage ist halt, wer darüber entscheidet, was den Menschen dient. Die Individuen selbst in Form zahlungsfähiger Nachfrage? Oder entscheidet der Staat für sie?

    Wer sich dafür ausspricht, legale Produkte zu verbieten oder zumindest die Nachfrage zu begrenzen, öffnet die Büchse der Pandora. Alles, was der Mehrheit nicht gefällt, wird davon betroffen: Transfette, zu schnelle Autos, Pelze, „Negermusik“. Letztlich wäre es konsequent, das Angebot an Produkten und Dienstleistungen staatlich zu planen. Das hatten wir in Deutschland schon mal. Stichwort: Staatliche Plankommission in der DDR. Dieses Konzept ist aber gescheitert (ich meine jetzt nicht die DDR als Ganzes, die auch gescheitert ist, sondern den Versuch, die Wünsche von Menschen zu erkennen bis hin zu solchen Details wie passende Klamotten).

    Damit wir uns nicht miß verstehen. Ich bin zwar gegen das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronoimie, sehr wohl aber für ein generelles Verbot der Herstellung, des Imports und des Vertriebs von Tabakwaren. Dafür ist der Gesetzgeber aber leider zu feige. Er befürchtet den Verlust von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen, den Schmuggel und das Anwachsen der organisierten Kriminalität im Zusammenhang mit der illegalen Einfuhr von Tabakwaren. Dabei würde ein solches Verbot vermutlich zu einem erheblichen Rückgang des Tabakkonsums führen. Viele der in der Diskussion angeführten Argumente gegen Tabakwaren sind berechtigt, aber sie beantworten nicht die Frage, warum nicht das Rauchen generell verboten wird, sondern in der Gastronomie als einziger Kategorie von Räumen, wo sich Menschen freiwillig aufhalten.

    Da ist es leichter, der Gastronomie den Schwarzen Peter zuzuschieben. Wir sollen unbezahlt und mit dem Risiko, unserseits bestraft zu werden, wenn wir uns dabei versagen, die Einhaltung des Rauchverbots kontrollieren. Das ist ungefähr so, als würde der Gesetzgeber die Automobilhersteller zwingen wollen, zu kontrollieren, daß Autos nicht falsch geparkt werden, und sie bestrafen, wenn die Autofahrer das trotzdem tun.

    Der Staat scheut den enormen Aufwand, die Einhaltung des Rauchverbots selbst zu kontrollieren, und privatisiert diese Polizeifunktion. Obwohl der Gastronomie die rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten fehlen, diese Funktion wahrzunehmen. Ich darf einem Gast ja nicht mal seine Zigarette wegnehmen, sie ausdrücken oder gar den Gast mit Gewalt aus der Gaststätte schmeißen.

    Die Konsequenz für mich ist: Ich gebe den Schwarzen Peter zurück. Wir weisen unsere Mitarbeiter an, jedesmal wenn ein Gast raucht, sofort die Polizei zu rufen (die eigentlich zuständigen Ordnungsämter sind abends, an den Wochenenden, an Feiertagen und freitags ab 12 Uhr nicht besetzt). Wenn es sein muß, zwanzigmal am Tag. Dann kann der Staat entscheiden, ob er bereit ist, den personellen und finanziellen Aufwand einer umfassenden Kontrolle des Rauchverbots in den knapp 700.000 Gaststätten und Kantinen Deutschlands zu treiben.

  • Gerhard in Österreich geht es noch weiter:
    es soll der Gastronomie dies aufgehalst werden und imselben Atemzug wird ein Hilfs und Förderprogramm für Tabaktrafiken (die Verkaufsstätten von Tababkwaren heißen so in Österreich) genehmigt, damit die billigen Importe von Zigaretten aus dem nahen Tschechien usw. diese Unternehmer nicht in den Bankrott stürzen.

    da frage ich mich schon für wie doof man uns alle miteinander hält, sowohl die Feinde des Rauchgenußes wie die Rauchgenießer, beide werden veräppelt.

  • Rat gibt manchmal auch ein Zitat:

    „Hier wimmeln die Würmer Rach -und Nachgefühle, hier stinkt die Luft nach Heimlichkeiten und Uneingeständigkeiten;hier spinnt sich beständig das Hetz der bösartigen Verschwörung-.(…)

    Und welche Verlogenheit, um diesen Hass nicht als Hass einzugestehen!

    Welcher Aufwand an großen Worten und Attitüden, welche Kunst der „rechtschaffenden“ Verleumdung“
    Nietzsche, Friedrich

    Tatsächlich ist die Kunst der „rechtschaffenden“ Verleumdung virulent in der deutschen Gesellschaft und jeder sehnt sich nach der Wahrheit. Wirklich?

    “ … Seit ich lebe, und das ist schon recht lange, habe ich noch keinen Menschen getroffen, der nicht für Gerechtigkeit und Wahrheit wäre.
    Für Gerechtigkeit und Wahrheit waren und sind immer alle. Jedenfalls bekennt sich keiner dazu, dagegen zu sein. Und alle sagen mir, die Gerechtigkeit sei auf ihrer Seite, mehr noch: Du sollst zu uns gehören, du sollst auf unserer Seite sein. Denn wenn du nicht auf unserer Seite bist, gehörst du nicht zu den Gerechten …“
    (aus dem Essay “ Ja, ja. Nein, nein.“ von Stefan Chwin)

  • „€œMiss Fallen“€? ist sowohl im Cigar Blog als natürlich schon im Forum des Cigar Wiki eingepflegt.

    Ein wahrlich umfassender Text und somit legen die gewählten Worte und Argumente klarere Sichtweisen vor.

    Liebe Miss Fallen,

    Sie haben mir und sicher auch noch etlichen Anderen(dabei auch ein paar denkende Nichtraucher) viel Freude und Zustimmung gebracht. Schön, wenn schon der Journalismus bei diesem Thema gleichgeschaltet ist, daß wir auf Blogs unsere Sichtweisen noch erhellen dürfen. Damit dies auch in Zukunft noch möglich sein soll,
    bitte, nun an uns alle:

    Bei diesem Thema insgesamt die Lautstärke mit „€œGeist“€? erhöhen.
    Wie das funktioniert kann jeder bei „€œMiss Fallen“€? nachlesen und vielleicht ein Beispiel
    daran nehmen;-)

    ALLES WEITERE HINTER DEM EINGEPLEGTEN LINK!

    Dem Freund das Herz, dem Feind die Stirn!

    Beste Grüße aus Ricciland

  • auch wenn es wegen der goldmedaille der deutschen reiter anders erscheint:

    das schlimme in deutschland, 60% aller pferde sind krank.
    in der mongolei ist dies nicht so.
    auch schweizer banker zahlen die reitlehrer ihrer ehefrauen
    in der momgolei ist der beckenboden der ehefrauen besser trainiert.
    morgens bei offener jurte
    wir singen oder lassen klagelieder unserer feinde erklingen.
    rauchen bäh bäh

    doch ein reiter wie binding oder lauterbach kommt nicht in die jurte
    wegen den armen pferden,
    unserer frauen reiten pferde gerne ohne sattel und brauchen nie reitlehrer!

    wir ehren die gesundheit unserer frauen und pferde
    und singen:
    Rauchen BÄh BÄh..

    ..von wegen dalai lama, ich lebe noch!
    rauch steigt auf, vom lagerfeuer
    der mongole ist vernünftig,
    sein geschmack liegt nicht in der lunge,
    sondern auf der zunge,
    sowie auf den rückwärtigen backen,
    zum fliegen mit vier beinen…

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