Sonstiges

Polizei sucht in Hessen Männer mit Ei[ern] oder Frauen mit Busen

so läuft das also hier in meinem Bundesland, einen Mann stellt man ein, eine Frau auch, der Mann muss aber laut Einstellungsbedingungen funktionstüchtige Hoden haben, wozu diese aber im Einsatz benötigt werden, ist mir unklar. Der soll ja nötigenfalls zupacken und sich nicht die Eier kraulen. Gutes Stichwort, denn genau aus diesem Grund wurde ein Bewerber, der wegen seiner biologischen Vorgeschichte früher eine Frau war und demnach keine Eier hat, nicht eingestellt, der Fall wurde gar vor Gericht verhandelt. Siehe Bernie.1 / Juraentertainement

Jetzt Frage ich mich glatt, müssen weibliche Bewerberinnen einen echten Busen ab Größe X und eine echte, funktionsfähige Vagina mitbringen??? Wenn schon, dann gleiches Recht für alle;)

Aber zurück zum Ernst des Lebens, die Begründung ist mal obergeil: Die Behörde hat erklärt, ein Beamter könne „€œhormonellen Belastungen“€? ausgesetzt sein, denen ein Mann ohne Hoden nicht gewachsen sei, und stützt sich dabei auf ein polizeiärztliches Gutachten.
gez. Dr. HomoRectus … roflmao…

ich mein, ganz ehrlich, den hättet ihr schon mal mit Sicherheit genommen:

Michael Jackson Bad


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

12 Kommentare

  • Deine Überschrift ist verwirrend, das entsprechende Gesetz, spricht von mindestens einem Hoden. Zufällig gestern in HR3 die Begründung des richterlichen Urteils mitbekommen…;-)

  • […] “Ein Beamter könne „€œhormonellen Belastungen“€? ausgesetzt sein, denen ein Mann ohne Hoden nicht gewachsen sei,” … und deswegen werden bei der Bullerei in Hessen nur Männer mit ordentlich geprüftem Hodenpaar verbeamtet. Logisch, oder? […]

  • dann dürfen die mit sicherheit keine frauen einstellen… ich mutiere jeden monat zu einem hormonell unausgeglichenen monster, das sich durch große aggression auszeichnet. nach der begründung des urteils schon mal ein grund für nichtanstellung. und: WIR SIND VIELE 🙂

  • Das stimmt aber so nicht ganz…Zwecks seiner Geschlechter-Änderung muß der gute alle 4 Wochen einen satten Hormon-Cocktail spritzen…und DAS könnte besagte hormonelle Schwankungen nach sich ziehen !

    Nicht die Tatsache, dass er keine Eier hat.

    Prinzipiell ist das nicht ganz von der Hand zu weisen…auch wenn er behauptet er hätte bisher keinerlei Stimmungsschwankungen von der notwendigen Behandlung davongetragen.

    Jedenfalls läßt sich die Begründung dann etwas logischer an und nicht reine trans-gender-Diskriminierung…das ist ja eh verboten.

  • Sorry, Off-Topic, aber:

    Du hattest kürzlich hier doch ein Video „plain English“ über Bloggen (mit diesen abgefilmten Kritzelzetteln) – ich finds nicht mehr…. einen Tipp, bitte 🙂

    dank und Gruß,
    Manuel

  • @Robert

    > warten wirs doch ab, wenn man die ernste Schiene in Betracht zieht, wie > das Urteil exakt aussieht, das liegt ja noch nicht in der Volltextform vor.

    Doch, hier ist ein Präzedenzfall. Interessant zu sehen, womit sich die Gerichte und unsere Polizei so befassen. Ich dachte immer, das wären Erbsenzähler – der vorliegende Fall belehrt uns aber eines besseren, es sind wohl Eierzähler…:-))))

    Zitat aus dem Urteil:
    „Vielmehr ergibt sich aus der Formulierung in der Anlage 1 zur PDV 300, dass das Fehlen eines funktionstüchtigen Hodens Anlass für eine Ermessensentscheidung der Einstellungsbehörde ist. In dieser Vorschrift heißt es nämlich, wenigstens ein Hoden solle hormonell funktionsfähig sein. Die PDV 300 geht also davon aus, dass die Hormonversorgung ausnahmsweise auch anders als durch eigene Hoden sichergestellt werden kann“ (PDV 300 = Polizeidienstverordnung 300)

  • Super, danke!

    Ich hatte das auch in die Suche eingegeben, aber keine Ergebnisse bekommen. Keine Ahnung, warum…

Kommentieren