Vorsicht vor Chat- und Twitter-Usern

Robert Basic

nein, habe nix gegen Freaks, die fast schon biologisch mit einem Chat bzw Twitter verdrahtet sind. Es machts nur in persönlichen Gesprächen mitunter sehr schwierig und man muss sich zurückhalten, nicht selber unhöflich zu werden. Unhöflich? Na ja, ein typischer Chat/Twitter-User hängt idR entweder am Handy und schenkt Dir im Gespräch nur die halbe Aufmerksamkeit. Beim Telefonat dasselbe, man merkt förmlich, dass Dein Gegenüber partout nicht wirklich zuhört, was das Reden/Zuhören schwierig gestaltet.

Wie gesagt, da ich lange Zeit recht tolerant bleibe, sage ich meistens nix direkt, man muss mit diesen Usertypen ja nicht jeden Tag Umgang haben, dann würde es in der Tat meinerseits Knatsch geben, weil ich das bei persönlichen Freunden absolut inakzeptabel empfinden würde. Sobald der im persönlichen Gespräch in die Handytasten hauen würde, um seine beknackten Tweeds zu lesen, würde ich wohl in die nächste Apotheke gehen und ihm Baldrian besorgen. In der Tat, ich denke, dass ich mir bei diesen DigiDauerquasslern durchaus überlege, ob das flüchtige Miteinander überhaupt eines Tages zu einer echten Freundschaft führen kann? Ich denke nicht wirklich, interessant, oder? Obwohl ich doch pro Technik und Innovation bin.

Wie ist das bei Euch, keine Probleme mit den Dauervernetzten oder nervt das mitunter auch? Wie ist das erst, wenn Ihr mit einem engen Spezi täglich in Kontakt seid? Gar, wenns der [temporäre] Lebenspartner ist? Ist das halt die moderne Welt, man muss es eben akzeptieren, dass Menschen zugleich überall sein wollen?

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Obwohl, gerade beim Lebenspartner… da habe ich eine sehr kuriose Story aus dem Munde eines Betroffenen gehört: Wenn der sich mit seiner Frau streitet, schnappt sich jeder seinen PC, startet Skype und man geht in den Chat über. Da dort diese buntigen Smileys vorhanden sind, deeskaliert die Situation sehr viel schneller (Winkebär und was weiß ich was). Crazy:) Aber wie man sieht, digitale, schnelle Kommunikationsmedien müssen nicht immer nur stören im Miteinander.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.