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Dopplr: best practice beim Aufbau eines Buddy-Netzwerks

nachdem Dopplr.com seine Tore für jedermann aufgemacht hat (vormals invite only) kann ich nun in Ruhe die nachvollziehbare Paradefunktion schlechthin aufzeigen, die eigentlich für jedes Social Network ein Muss sein muss. Ahso, was ist Dopplr? Ach gehh… eine simple Anwendung, mit deren Hilfe man feststellen kann, ob sich weitere, befreundete Reisende [!] zur Zeit in der gleichen bzw. nahen Location aufhalten. Also im Grunde genommen was für Vielflieger, denn das war ehemals die Grundausrichtung von Dopplr. Aber aynway, ab zum exzellenten Modul, als Neueinsteiger zügig und einfach an Buddies heranzukommen, mit denen man die Reisen sharen kann.

1. Invite-Klassiker per Mail … gähn… nix Besonderes mehr
Dopplr
Und nicht mal besonders gut gelöst, da man auf einen Schlag in einzelnen Felder nur drei Mailadressen eintragen kann. Besser wäre eine Komma/Return getrennte Liste zum reindaddeln.

2. Sharing per Flickr/GMail/Twitter Abgleich
das ist die eigentliche Funktion, auf die ich neben einer weiteren hinweisen möchte.
Dopplr

Nehmen wir das Invite per Twitter. Man gibt seinen Twitter-Namen ein und erhält eine Liste Deiner Follower-User aus Twitter, die bereits in Dopplr angemeldet sind. Profilbilchen, Name, zweispaltig aufgebaut, ein Klick auf Share Trips und voila, schon hat man einseitig [!] die Erlaubnis erteilt, dass diese Buddies deine Reisen einsehen können. Gut ist, dass diese Buddies nicht automatisch ihre Reisen preisgeben, sie müssen das aktiv gegenbestätigen.
Dopplr
Dopplr

Den gleichen Spaß gibts mit Flickr oder aber GMail, auch hier wird vom System abgeglichen, wen du in Dopplr womöglich kennst, wem dem du deine Trips mitteilen möchtest:
Dopplr
Auch hier gilt: es gehen keine Einladungen raus, niemand teilt automatisch seine Reisen mit. Die Idee mit der Flickr-Integration geht noch ein bisserl dank der Flickr-API weiter, aber das soll hier nicht das Thema sein, ihr könnts euch aber denken, um was es geht;)

3. Sharing mit Buddies über 2 Ecken
Diese Funktion sollte eigentlich wirklich jedes SN enthalten. Es checkt ab, wen Du womöglich gerne als Buddie hinzufügen könntest. Auf was basiert das? Eigentlich ganz simpel gedacht, six-degrees! Wer von deinen Kontakten ersten Grades kennt zusammen ein und dieselbe Person. Je mehr Kontakte ersten Grades diese Person kennen, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass Du auch diese Person kennst. Also:
Dopplr

Viel schneller kann man als Neueinsteiger einen kleinen Kreis von Buddies nicht zusammenbekommen. Es sei denn, es sind noch wirklich keine Buddies im Netzwerk angemeldet, so dass gar keine Anknüpfungspunkte bestehen. Je genauer aber das Social Network fokussiert ist, desto unwahrscheinlicher ist dieser Fall, dass das passiert. Ok, abgesehen vom blutigen Start de Plattform, aber da hat sich Dopplr eben mit einer invite-only Funktion geholfen;))

Also nochmals:
1. einfache, schnelle Vernetzungsfunktionen mit 1sr degree Buddies anbieten, auf dem six degrees Ansatz basierend, indem man Drittapplikationen anzapft
2. kein Spamming, kein unerwünschtes Herausschicken von Nachrichten an nicht registrierte User
3. entdecken von gemeinsamen Bekannten erleichtern, ebenfalls über six degrees System
4. solange die Plattform jung ist, eine Grundbasis an Netzknotenpunkten aufbauen, indem man User nur per invite only reinlässt

Manko:
Dopplr hat wichtige Accounts wie LinkedIn, Facebook und Xing nicht berücksichtigt. Das liegt aber den APIs der drei Anbieter, LinkedIn und Facebook müssten aber gehen mittlerweile (zumindest auf Facebook kann man ja ein Widget anbieten, wird es sicherlich geben). Ebenso hat Dopplr Instant Messaging-Accounts nicht berücksichtigt (Skype etcpp), das ist auf alle Fälle ein kleiner Lapsus.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

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