Sonstiges

das Phänomen Huffington Post

eins der bekanntesten Blogs in den USA nennt sich Huffington Post und wurde von Arianna Huffington Mai 2005 vom Stapel gelassen. Die „Gute“ ist in den USA ein Super-VIP, die es anscheinend verstanden hat, ihr Fähnchen in den günstigen Wind zu hängen. Mal war sie rechtslastig, dann doch wieder linkslastig, mal war sie mit nem stinkereichen Typen verheiratet, mal kandidierte sie fürs Gouverneursamt von Kalifornien. Was sie daher auch nicht daran hindert, eine ganze Schar von Freunden dazu zu bewegen, für sie kostenlos auf HuffingtonPost irgendwelche Stories zu schreiben. Und dabei handelt es sich nicht um Müllers oder Schmidts, sondern um Leute wie Norman Mailer, Warren Beatty, Diane Keaton, Walter Cronkite, Gwyneth Paltrow, Esther Dyson und und und. Mittlerweile brummt der Laden, das Blog ist schon lange kein Blog mehr, es verkauft sich halt nur besser, wenn man die Blog-Mär besingt, dass man damit die alten Medien revolutionieren tät. Ihr Weg? Rund 800 Kostenlosschreiber, zahlreiche Super-VIPs darunter, und ein ganzes Redaktionsteam, das redaktionell den Laden in Schuss hält. Die Jungs von Read Write Web können es sich nicht erklären, warum Leute kostenlos mitschreiben. Hey, einer Gwyneth Paltrow musste wahrlich nicht 250 Euro in die Hand drücken und einem unbekannten Schreiber wirds eine Ehre sein, neben Cronkite als Autor genannt zu werden;) Die Schnecke machts richtig. Na ja, richtig ist relativ. Eigentlich wollt ich nur sagen, wie man das Wort und das Branding eines Blogs in den USA nutzen kann, solange das Wort gefällig klingt. Menschen stehen halt auf große Gebilde. Platon hatte doch irgendwie recht, der alte Fuchs;))


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

12 Kommentare

  • Naja, das Wort „Freunde“ ist hier wohl relativ. Ihr war es eben durch ihr Vor-Leben und die Heirat mit Huffington vergönnt, reich und berühmt zu werden. Dass man sich da mit den anderen Reichen und Schönen rumtreibt ist da wohl Pflicht.

    Und für die Promis ist das sicherlich auch eine gute PR, für die Huffington Post zu schreiben. Ebenso kann mancher Journalist dort – und das weit publikumsstärker als auf einem Privatblog – ungezwungener Schreiben, als für eine Zeitung.

  • Ungezwungen?

    Bei der Huffpost gab es Fälle, wo Journalisten und Executives diskret oder auch laut entfernt worden sind, wenn es zu ungezwungen wurde. Das ist ein knallhartes Business-Blog. Keine karitative Veranstaltung zur Förderung der meinungsfreiheit. Obwohl Frau Huff das gerne auf Tagungen raushängen lässt.

  • Im Moment kommt es mir vor, als würde die gute Frau Huff eine Erfolgsstory vorweisen können ;-).

    Es wird sich nur zeigen müssen, ob das in 5 Jahren auch noch so ist. Dann könnte man vielleicht auch sagen, dass die Dame erfolgreich eine Webpublikation aufgebaut hat.

    Warum dort Promis schreiben, ist bei der Vorgeschichte von Frau Huff klar und auch nachvollziehbar. Promis können sich dort Gehör verschaffen – glauben sie.

    Aber Robert – du gibst jetzt auch die „Speakers Corner“ frei, sprich die Leute dürfen auf deiner erfolgreichen Seite veröffentlichen – vermutlich werden es einige tun und dabei die selben Ambitionen haben, wie die kostenlosen MitschreiberInnen der Huffington Post ;-). Und natürlich ist es legitim – honorarfrei mitschreiben wollen als UserIn und Geld mit der Publikation zu verdienen als Inhaber. Im Kapitalismus läuft das eben so – das ist keine Kapitalismuskritik, sondern nur eine Feststellung. 😉

    Gruß aus Berlin – Jens

  • Wenn dich THP schon umhaut mit den popeligen 400-500 Kommentaren pro Beitrag, dann schau dir doch mal das Blog von Chinatsu Wakatsuki an. Habe vor kurzen über sie geschrieben und recherchiert…
    Ehemaliges Model, dann Sängerin, nun Bloggerin, Kommentare pro Post ca. 1200, Alexa Rank 336.
    Nein nicht ameblo.jp hat den Rank 336 sondern Ameblo (332) ist nur durch Wakatsuki…
    Und die schreibt alles alleine…
    Was sie schreibt…
    Nonsens… Einfach Nonsens

  • @ Fritten:

    Jeglicher Vergleich mit asiatischen Blogs ist unfair – die Hälfte der dort wirklich bekannten Blogger ist weiblich und gutaussehend; weitere Qualitätsmerkmale fehlend. Chinatsu Wakatsuki ist da kein Einzelfall… ich bin froh, dass das in Deutschland anders ist.

  • Huffpost und asiatische Alexa-Top-Blogs. Typisch hier bei Robert. Nur Traffic zählt. Huffpost ist ein Phänomen, wenn man das so ausdrücken will, weil es gesellschftliche Relevanz hat. Das wird gelesen, von den KOL in Politik, Unternehmen und Kultur. Was wicjtoger ist, als Ranks, visits und Klicks.

  • Schau dir Robert an 😉

    Trotzdem wollte ich verdeutlichen, dass es einem Blog welches eine Sprache mit „nur“ 127 Millionen Sprechern benutzt gelingen kann, so bekannt zu werden…
    Und das ist relativ wenig im Vergleich zu Englisch…..
    Wenn man sich nun vorstellt ein deutsches Model würde anfangen ein Blog zu schreiben würde sich nun auch niemand die Haare aus dem Kopf reißen und täglich die Berichte lesen….

    Und außerdem sind solche Beiträge, worüber sie auch handeln mögen), sicherlich nicht typisch gutaussehend und ladylike (runterscrollen für Bilder):
    http://ameblo.jp/wakatsuki/entry-10058979769.html

  • Interaktives newspaper (ermöglicht durch die Comment Funktion der Blogs) finde ich eine sehr gute Idee. Sind dort jedoch noch nicht ähnliche Probleme wie jetzt beim Fall Niggemeier aufgetreten?
    Und dann gibt es in der Sektion Politik den Direktlink per Banner, um sich für Events der BarackObama Kampagne einzuschreiben. Na, ich weiss nicht.
    Und ich hoffe die Beiträge Gwyneth Paltrow’s waren im Bereich Entertainment?!?
    Streng genommen ist Victoria Beckham ja dann auch eine Autorin (abgesehen von ihrem Buch): http://www.dvbstyle.com/news/index.html , oder?

Kommentieren