Sonstiges

Startup-Löhne

wiwo.Gründerraum hat eine nicht repräsentative Umfrage gemacht und kommt auf folgende Brutto-Durchschnittsgehälter bei einem Web-Startup:
Geschäftsführer 3.700
Designer 2.500
Programmierer 2.700
Marketingleute 2.100
Praktikanten knapp 500

Leute, bloggt mehr:)) Ok, Joke bei Seite, ich finde die Gehälter recht hoch oder täusche ich mich? Immerhin reden wir ja nicht von einem Großkonzern, sondern von einem klitzekleinen Unternehmchen, das erstmal überleben muss, von einem reichen, positiven CashFlow zu reden, wäre wohl gewagt. Von überdurchschnittlichen Gehältern wohl auch. Klar, mit einem kleinen Gehalt wird man keine Gott-Porgrammierer anlocken, die den Bock technisch fettmachen, auch keinen gewieften Marketingmenschen. Man muss mit dem auskommen, was man bekommt. Es heißt zwar, dass ein erfahrener Mitarbeiter zwei Junge locker in die Tasche steckt, aber die Realität schauts doch eher so aus, dass man lieber an den Gehältern spart. Nur, welche Wahl hat man schon groß? Doch finde erstmal den hungrigen, jungen Wolf, der sich zerreißt und lernwillig ohne Ende ist. Programmierer zB sind meistens etwas eigen, wenn man ihnen was sagt. Oder ich habe halt immer nur die etwas Sensibleren kennengelernt:) Kann auch sein, ok, ok. Keine leichte Führungsaufgabe, mein Beileid.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

121 Kommentare

  • Also ich hatte schon Angebote in Höhe von 1000€ pro Monat und Praktikant im easn Job Board, den Durchschnittswert für Praktis finde ich deshalb normal (und auch in Ordnung).

  • Mir scheint das auch recht wenig zu sein. Zumindest solange es keine Aktien-Optionen oder ähnliches gibt um am Erfolg zu partipizieren.

  • Ok – als Progger in einem Softwarehaus würde ich (mit Diplom) um die 2.500 bekommen, insofern hmm… ja nicht gering, aber auch nicht der Hammer.

    Aber ich bin ja sowieso mehr derjenige, der versucht alles zu können um sein eigenes Süppchen kochen zu können ohne großartig auf andere angewiesen zu sein – insofern ist das sowieso nicht so wirklich meine Überlegung, was gnadenlos dazu geführt hat, dass ich mich auf dem restlichen Markt nicht besonders umgesehen habe, da ich sicher bin auf lange Sicht ohne Arbeitgeber mehr verdienen zu können, aber das ist natürlich keine finale Entscheidung und wird sich in den nächsten Monaten erst noch bewahrheiten müssen.

    Ich denke aber, dass Web-Startups immerhin einen enormen Vorteil haben:
    Keine Materialkosten – es sei denn man druckt ständig irgendwelches Zeug aus.
    Überschaubare Maschinenkosten (PC, Monitor, Maus, Tastatur, ggf. Lautsprecher)
    Geringer Platzbedarf => niedrige Mietkosten
    Hostingkosten sind im Vergleich zu Produktionshallen billig wie die Sau 😉

    zwei+fuenf = ähm ich würd sagen 2 + 5 = 5 + 1 + 1 … 5 + 1 = 6 ; 6 + 1 = 7
    Dein Plugin bestreitet das, ich versuchs einfach nochmal bei der nächsten Frage – weiß ja nicht, aber mein Taschenrechner gibt mir recht…

  • Naja, ich finde es ist abhängig von dem Startup wieviel gezahlt wird.
    Also wenn es ein junges Team ist, sagen wir mal Studenten denke ich nicht, dass die „soviel“ brauchen.

    Ich würde das Gehalt so rechnen, dass ich damit auskommen würde.
    Und wenn aus dem Startup dann eine ‚richtige‘ Unternehmung wird kann das Gehalt auch steigen 😉

    Wenn die Startupler jedoch Väter sind und eine Familie zu ernähren haben steigt damit das Gehalt – Würde ich mal so behaupten 😉

  • Für ein StartUp fände ich die Gehälter doch recht üppig. Insbesondere beim Geschäftsführer könnte man sparen, schließlich handelt es sich noch nicht um ein etabliertes Unternehmen, was er da führt. Programmierer und Designer ist zwar auch nicht gerade wenig, aber … sagen wir … angemessen.

  • Ich finde es auch nicht viel. Als Berufsanfänger mit Informatik Diplom verdiene ich mehr als die Herrn in der Liste da oben – Geschäftsführer ausgenommen.

  • ja, nur Hochschulabgänger fangen ja nicht alle bei Topunternehmen an, oder? Und auch dort muss man rackern, geschenkt wird das Gehalt nicht. Der Leistungsdruck ist nicht gerade ohne, und wenn die blauäugig rangehen (was die meisten tun), werden die schnell enttäuscht von der Unternehmenswelt sein und verabschieden sich von der Traumvorstellung, auf +100 K jährlich zu kommen, ab dann aber wird es erst langsam wirklich spannend. Obwohl mir die meisten Gutverdiener leid tun. Tierisch Arbeit und Verantwortung (schon mal ein Mio-Budget verantwortetund die Message verarbeitet, Leute einsparen zu müssen? viel „Spaß“), wenig Privatvergnügen. Ist nicht jeder dafür geschaffen, schätze ich mal. Auf der anderen Seite: über 5000 DEM für einen jungen Mitarbeiter unter 25 ist doch heavy oder? Dafür, dass der sich noch keine Meriten verdient hat, Topverdienst. Was sind denn die Einstiegsgehälter im Schnitt für Developer und Marketingleute heute? Weiß das jemand?

  • Ich kenn sehr viele Startups sehr gut, auch solche die VC haben, und irgendwie verdienen nirgendwo die GFs 3700 Euro. Der Durchschnitt liegt bei 2500 und die anderen Mitarbeiter zwischen 1000 und 2000.

    Ich finde die Werte aus der WiWo Umfrage auch recht hoch, wobei es halt auch immer auf das Startup ankommt. Ist es etwas, was schon Geld verdient? Dann kann man sich selbst mehr auszahlen. Gibt man nur Geld aus? Dann spart man lieber und steckt die Kohle ins Marketing. Ists ein Social Network? Oder doch eher etwas wie Guut oder A better tomorrow? Ich denke, es kommt stark auf das Startup an. Und darauf, ob die Mitarbeiter beteiligt sind, obs die Gründer sind etc. So verallgemeinern lässt sich das nicht.

    Und Startup != Startup. Jajah, mit knapp 30 Mio VC ist auch ein Startup, genau wie z.B. MyMüsli. Bei Jajah kriegt das Management sicherlich 100k+ (+++), bei MyMüsli würde man wahrscheinlich kaum auf die Idee kommen 😀

  • 2500 Euro verdienen hier im Rheinmain-Gebiet eher gerade fertiggewordene Fachinformatiker, also Berufsanfänger. Wenn sich das Startup natürlich nur aus Teilzeit-Studenten, ergo Leute ohne Berufserfahrung und in der Regel ohne große Verpflichtungen (Frau, Kinder, Haus,…) zusammenstellt, sind die Gehälter sicherlich für diese Leuta auch ausreichend.

    Ob sie gerechtfertigt sind, steht indes auf einem anderen Blatt (Bundesland? Arbeitszeiten? Beteiligung? Soziale Leistungen? Incencitves?). Ohne solche Angaben ist so eine Umfrage wirklich unötig da absolut nichtssagend.

    Und Robert, 5000 Mark sind heute leider auch keine 80er Jahre 5000 Mark mehr wert. Schau dir mal die Preissteigerungen bei Mieten, Strom, Gas, Lebensmitteln, Benzin in den letzten 20 Jahren an. Gehaltsstudien der IT-Branche findest du übrigens regelmäßg in der C’T.

    @philip
    Du kennst Entwickler die für 1000 Euro Brutto arbeiten? Also richtige Programmierer und keine Praktikanten? Sowas kann ich nur aus Osteuropa.

    Rocco

  • Bei Deutschland muss ich passen. In Österreich bekommen und bekamen die immer schon weniger.

    Nach Abschluss einer HTL = Höhere technische Lehranstalt – sowas gibt es in De nicht- hat Matura/Abitur und ist nicht zu vergleichen mit einem anderen De Ausbildungsweg. (bitte ergooglen ) im ersten Jahr knapp unter 2000brutto-da gehen in Österreich bei Angestellten gut 33% weg für Einkommenssteuer und Sozialversicherung.

    Dies kostet dem Unternehmer gut an die 3800 Euro.

    lg
    Monika

  • Wer für 1000 Euro als Programmierer arbeitet ist aber auch entweder gnadenlos idealistisch und verträumt oder schlichtweg dumm.
    Die Branche ringt nach Mitarbeitern, in dieser Branche findet derzeit wirklich jeder einen guten Job.

  • Wer als Startup Bewerbern das Bild von einem „klitzekleinen Unternehmchen, das erstmal überleben muss“ anbietet, steht schnell ganz ohne Bewerber dar. Klar muss es nicht immer der „Gott-Programmierer“ sein, aber mit zu niedrigem Angebot bekommt man als Startup nicht weniger erfahrene, sondern schlichtweg überhaupt keine relevanten Bewerber. Wie kommt das?

    Nun, die „Startup-Affinität“ von Bewerbern korreliert mit Berufserfahrung und Qualifikation. Die allerwenigsten Hochschulabsolventen im Marketing haben Startups überhaupt als möglichen Arbeitgeber auf dem Radar – Ziel ist doch meistens, gerade die Lehrjahre in einem Großkonzern zu machen. Zwar spricht fast jeder Bewerber davon, unternehmerisch zu denken und Abenteuerlust zu verspüren – konfrontiert mit einem „echten“ Startup ohne gesetzte Strukturen überwiegt dann aber sehr schnell die Sorge, es sei ja noch nicht alles in trockenen Tüchern. Niedrige Gehaltsangebote befördern derartige Sorgen zusätzlich.

    Unsere Erfahrungen haben wir auch in unserem Gründerblog http://www.whatsyourplace.de/blog beschrieben.

  • Hmmm, bei den genannten Zahlen für den Startup-CEO weiß ich es dann wieder zu schätzen, „Lohnsklave“ zu sein…

    Allerdings kenne ich auch keinen halbwegs fähigen Entwickler, der momentan mit nur 2500-2700 EUR nach Hause geht, insofern halte ich die Zahlen für etwas zweifelhaft.

    Kann natürlich auch sein, dass in Startups tatsächlich nur absolute Berufseinsteiger arbeiten oder Leute, die so sehr an die Zukunft (und die versprochenen Optionsscheine und zusätzlichen Incentives 😉 glauben, dass Sie bereit sind, sich erstmal kräftig verheizen zu lassen.

    Aus eigener Erfahrung kann ich da nur von abraten, ich habe heute auch noch so einige Optionen, für die ich Aktien zu einem Kurs kaufen kann, den sie sicher nie mehr erreichen werden…

    Dann doch lieber monatlich deutlich mehr Kohle als der durchschnittliche Startup-Geschäftsführer auf der Gehaltsabrechnung statt irgendwelcher nicht haltbarer Versprechen für die Zukunft.

    Klingt vielleicht desillusioniert und spiessig, sorgt aber dafür, dass die Familie satt wird…

  • Die Zahlen sind zu hoch – und zu niedrig. Durchschnittswerte eben anhand derer man eine Wurst verteilt, die man noch gar nicht hat.

    Bei nicht wenigen Startups ist der Anteil der Praktikanten und studentischen Aushilfen ja recht gross – weil es billiger ist.

    Bei Startups mit wenig Finanzmitteln werden die Gründer meist für deutlich weniger (egal welche Tätigkeit/Funktion sie in der Firma haben) arbeiten – solange wie die Firma noch kaum/keinen Gewinn erwirtschaftet. Und die ersten Mitarbeiter sind dann halt auch alles Gründer (weil man kein Geld für „normale“ Mitarbeiter hat).

    Bei Startups mit VC die eine kurzfristige „Exit-Strategie“ fahren, waren/sind die Gehälter für die Gründer, die sich gut verkaufen konnten (und die dann gleichzeitig auch GF oder Vorstand spielen…) deutlich höher und nicht vom Gewinn abhängig. Da habe ich auch schon üblicherweise Jahresgehälter gesehen, die zwischen 50-100 TEU liegen.
    Das waren vielleicht aber auch nur Auswüche der „Blase 2.0“ …

  • Na Robert, lange nicht mehr angestellt gewesen?

    Die Gehälter sind Durchschnitt – eher darunter. Programmierer ist eher hoch, aber da schlägt die Angebot und Nachfrage durch.

    Dazu: Sind ja nicht gerade sicherer Arbeitsplätze in so einem Start-Up. Wenn da noch mit geringe Gehälter gezahlt werden würden, würde keiner mehr dort arbeiten.

    Das ist Brutto. Von den 2700 bleiben am Ende bestenfalls 1500 Netto übrig, der arme Marketing-Mensch hat eher 1300 in der Lohntüte. Davon das Leben in München oder Frankfurt zu finanzieren ist schon nicht einfach.

    Noch ein Aspekt: Wir haben Fachkräftemangel. Das war in der NE anders, da konnte man die Leute von der Strasse picken.

  • Hi Robert, die GF-Gehälter sind zu hoch (gebe ich Philipp recht), der Rest passt, wobei noch Unterscheid Osten oder Westen. Also Dresden hast Du teilweise richtig gute Entwickler für 2.000 Euro und in Hamburg teilweise schlechte für 3.000 Euro (der Markt ist dort eben noch etwas knapper als insgesamt schon). In bestimmten Regionen, wie der „Webhauptstadt“ Leipzig (Unister, spreadshirt usw.), ist der Markt aber auch knapp und somit auch nahe der Westgehälter.

    Ausserdem muss hier unterschieden werden, ob ein StartUp aus dem „Vollen“ schöpfen kann, weil es BA oder VC finanziert ist oder sich aus eigener Kraft und unabhängig hoch arbeitet. Bei einem BA oder VC finanzierten StartUp findest Du sicher auch mal GF-Gehälter von 5.000 Euro aufwärts. Bei einer Eigenfinanzierung kenne ich viele StartUps wo die Geschäftsführer mit 1.000 Netto nach Hause gehen und der Stundensatz bei 25% der Angestellten liegt.

    Die von Dir oben genannten Mitarbeiter kommen i. d. R. (bei 45h Woche, 25 Tagen Urlaub, 5 Tage krank, 5 Tage sonstiges, 10 Feiertage) auf max. 160h Arbeitszeit pro Monat. Sagen wir für 2.500 Brutto. Während nicht wenige geschäftsführende Gesellschafter auf mtl. 320 Arbeitsstunden (ohne Urlaub, krank, Feiertage usw.) kommen, bei 1.250 Brutto. Deshalb 25%. Wie gesagt: bei Eigenfinanzierung und über einen begrenzten Zeitraum. Weil danach kracht das Ding und aus den 25% werden 250% oder das Ding geht pleite und aus den 25% werden 0% bzw. sucht sich der GF dann wieder einen Job und hat die 100%.

    VG, René

  • Also ich als Entwickler würde für 2.700 nicht unbedingt in einem StartUp arbeiten wollen, bei dem der Arbeitsplatz „unsicher“ ist. Auch wenn das Unternehmen finanziert wurde, ist der Bestand der Arbeit nicht gesichert. Das Gehalt ist zwar meines Erachtens nach Durchschnitt für gelernte Fachinformatiker (nicht Informatiker mit Uni/FH!), allerdings ist da eben die Unsicherheit.

  • Aus Erfahrung:

    Einstieg Marketing (Akademiker BA/FH): 2.300-2.800
    Profi Marketing: 3.200-3.800
    GF: 6.500-8.000

    aber die Variablen sind vielschichtig – mit genügend Anteil und Optionen sollte der GF im Startup auch für umme arbeiten….wenn er daran glaubt in 20 Monaten Millionär zu sein.

  • Ich finde die Zahlen passen. Während des Studiums musste ich mal einen Businessplan entwickeln, da hatte ich mir als Geschäftsführer ein Gehalt von 2300,- Euro aufgeschrieben. Mir wurde damals gesagt, dass wäre bei weitem zu wenig, schließlich arbeite ich >60 Stunden die Woche und muss mir neben den Lebensunterhaltskosten auch noch die Geschäftsausstattung(Anzüge,Schuhe,…) von meinem Gehalt leisten können.

  • Man muss hier eindeutig differenzieren. Ein Startup mit 30 Mio. Kapital (woher auch immer) kann sich das sicherlich leisten und da dürften die angegebenen Werte vermutlich eher zu niedrig sein. Ein Startup, welches aus dem Kapital ein paar weniger Gesellschafter geschaffen wurde, wird wohl weniger auszahlen, denn hier steht Überleben als erster Punkt auf der täglichen Tagesordnung.

    Was sonst die Gehälter angeht. Hier kann ich auch nicht für Deutschland sprechen. In Österreich sieht es hier so aus, dass ein guter Entwickler schon mal 3000+ bekommen kann. Aber das ist so auch nicht gesagt. Auch hier hängt es wieder davon ab, unter welchen Umständen er bei einem Unternehmen begonnen hat. Oft sind Softwareunternehmen eher klein gehalten und da kann es schon oft vorkommen, dass ein Entwickler von Anfang an dabei war und sich deshalb mit weniger zufrieden gibt.

    Auf der anderen Seite gibt es sehr viele, die sich für Götter halten und daher imense Gehälter fordern und diese dann auch noch bekommen. Wer meint, dass sich dies dann aufgrund der abgelieferten Leistung dann wieder von selbst erledigt, dürfte wohl am Holzweg sein. Nicht bei der derzeitigen Situation.

    Ich kenne aber viele, die bei weitem keine 2500 bekommen, obwohl sie es verdienen würden. Das liegt aber auch in vielen Fällen daran, dass diese Entwickler schon lange bei den Firmen sind und sich die Gehälter für bereits angestellte Arbeitnehmner nicht entsprechend der Nachfrage mit entwickeln.

  • Brutto 2100 für einen Marketingspezialist?!
    Jetzt weiß ich wieder, wieso ich mir mein Gewerbe angemeldet habe und später selbstständig vom Internet leben will. Das ist doch ein Witz. Für die Praktikanten ist das ja noch okay, soviel bekomme ich in etwa auch, aber sonst?!

    EDIT: War das jetzt brutto, oder netto? Aber auch wenn es netto ist, ist es wenig, finde ich.

  • Wir hatten beim letzten OpenCoffee Club Treffen in Hamburg eine Diskussion, die sehr gut zu diesem Thema passt. Es ging um den „Professionalisierungsgrad“ von Internetunternehmen.

    Viele Portale z.B. starten als Projekt, welche von 2 oder 3 Leuten in Ihrer Freizeit oder neben dem Studium aufgesetzt werden. Diese wachsen dann langsam aber stetig und der Übergang zum „echten“ Unternehmen ist fließend. Wir hatten auch Aussagen von durchaus erfolgreichen Internetunternehmern, die 4 bis 5 Projekte parallel laufen lassen, keine Angestellten haben (also bei Bedarf Freelancer einsetzen) und von dem Ganzen gut leben.

    Auf der anderen Seite gibt es Gründer, die versuchen, schon vor dem Start des Unternehmens möglichst viel Geld einzusammeln, ein gutes und großes Team zusammenzustellen, und dann gleich mit voller Power zu starten. (z.B. Qype)

    Das Interessante am Internet ist: Dem Ergebnis (=der Website) sieht man oft auf den ersten Blick gar nicht mehr an, ob es von zwei Studenten nebem dem Studium aufgesetzt wurde oder ob da die Power eines Mediengiganten hintersteckt.

    Ich könnte jetzt noch ewig weiterschreiben (wir haben auch wirklich lange diskutiert), aber ich denke, der Punkt ist rübergekommen.

  • 2.100 für einen Marketingmenschen? Das kann nur ein Berufsanfänger sein. Da würde ich lieber das Geld nehmen und eine kleine Agentur beauftragen. Da hat man sicherlich mehr von, selbst wenn man etwas mehr hinlegen muss. Könnte bei Programmierern ähnlich sein.

  • @Thomas: Es ist ein Unterschied, ob man angestellt ist oder nicht. Als Angestellter ist es mir prinzipiell Wurscht, ob der GF/Inhaber das Geld irgendwo herbekommt oder nicht. Ich arbeite und dafür möchte ich bezahlt werden. Und dann sind die Gehälter eines StartUps im Normalfall gleich hoch wie die der etablierten Unternehmen.

    Anders ist es, wenn man selbst mit Herzblut oder auch mit Aktien, Optionen etc. dabei ist. Dann arbeitet man auch für die Zukunft.

    Habe ich aber nichts von dem Gewinn einer Firma – warum soll ich dann mich zurückhalten?

    @Yannick: Brutto, steht doch dabei. Netto wär’s gar nicht schlecht (was hast du für Vorstellungen?). Das Gehalt von 2.100 Netto würde wahrscheinlich gegen 4.000 Brutto tendieren, wenn ich mich nicht irre (kenne die Steuersätze für die Gehälter nicht).

    @Norbert: Das Unternehmen möchte ich sehen, welches neue Mitarbeiter besser bezahlt als die alten, wenn diese gleich Qualifiziert sind. Auch den Angestellten möchte ich sehen, der das mit sich machen lässt. Zumal wenn er schon von Anfang an dabei ist und möglicherweise auch in unsicheren Zeiten durchgehalten hat.

    Solche Umfragen bestätigen mich auch wieder in der Wahl, als freier Mitarbeiter dem Markt zur Verfügung zu stehen.

  • Phillip, besser lesen 😉 Ein Praktikant war dort mit 500€ angegeben. Die bekomm ich auch (netto).

    War nur durcheinander gekommen, weil mir bei Skype jemand gesagt hatte, dass alle hier angegebenen Löhne netto wären. Netto wäre es OK, aber brutto? Ich fang doch nicht für ca. 1200 netto bei einem Startup als Marketingspezialist an?!

    Achja, bin 15 Jahre alt.

  • Brutto, nicht netto. Und bei 2100 sind es rund 1400-1500 Euro netto, je nachdem, welche Steuerklasse (meistens I, wenn ledig), Kinder, Kirche, teure/günstige Krankenkasse. Mit Miete bleiben sagen wir mal 1000. Futter -300 = bleiben 700. Sparquote 10% = bleibe rund 600. Rest wie Klamotten, Freizeit, Auto/ÖV ist Dein Ding.

  • Das müssen Bruttogehälter sein, denn Netto ist unvergleichbar wegen vielen Faktoren.
    Und ich finde die Gehälter halbwegs niedrig, allerdings muss man auch bedenken, dass es sich meißt um kleine Firmen handelt und die noch viel vom Spass an der Arbeit leben.

  • Yannick, Du bist auch kein Marketing-Spezialist. Das ist der typischer Irrglaube, den viele Blogger haben. Nur weil man zu einem Thema seinen Senf ins Netz schreibt, ist man noch kein Experte.

  • Xenon #21 hat es realistisch abgebildet. Alles darunter hätte weder Auskommen noch Motivation. Brutto heißt schließlich vor Lohnsteuer und Sozialabgaben. Faustmäßig muss man vom Brutto ein gutes Drittel abziehen, um das Netto zu sehen. Bei 2100 bleiben dann 1400. Soll da wer von leben können?

  • Er meint glaube ich nur, dass es sich nicht lohnt für 2100€ paar Jahre zu studieren, wenn man viel leichter ähnlich viel Geld verdienen kann/könnte. Allerdings empfinde ich einen Job sicherer, als eine Webpage + Werbung 😛 (es sei denn es läuft wie bei Robert :P, der sicherlich auch noch was anderes nebenher macht. )

  • Ich finde 2.500 ist Untergrenze. In Großstädten wie Hamburg, Düsseldorf, Köln München kommt man mit weniger nicht hin. Und wenn doch, sollten Zweifel an der Selbsteinschätzung oder dem Können der Angestellten angebracht sein.

  • kris, ich betreibe nicht nur Blogs. Und außerdem habe ich nie geschrieben, dass ich ein Spezialist bin. So oder so – für das Geld würde ich nicht anfangen.

    @Schnappi, einen Job bei einem Startup findest du sicherer, als eigene, bodenständige Projekte im Web? Da bin ich anderer Meinung 🙂

  • was ich an Preisen in Berlin gesehen habe, ist das ja kein Vergleich zu FFM oder MUE, selten so preiswerte Lebensmittel und Wohnungen gesehen wie in Berlin. Wundert mich nicht wirklich, warum Berlin die heimliche Hauptstadt für Web-Startups ist, wo die Angestellten nicht so ewig viel verdienen müssen wie in anderen Großstädten. Oder trügt mich dieser Eindruck?

  • Yannick, Du bist auch kein Marketing-Spezialist. Das ist der typischer Irrglaube, den viele Blogger haben. Nur weil man zu einem Thema seinen Senf ins Netz schreibt, ist man noch kein Experte.

    LOL 😀

    Also allgemein muss ich sagen, ich find die Diskussion recht spannend. Wieviel Arbeitlose gibts noch gleich? Und hier tönen die Leute rum, für 2500 Euro würden sie sich keinen Zentimeter bewegen 😀 Es gibt alleine 30.000 arbeitslose Informatiker. Ob die auch so Sprüche reissen?!

  • Es gibt alleine 30.000 arbeitslose Informatiker. Ob die auch so Sprüche reissen?!

    Sieht wohl so aus, oder warum sind sie Arbeitslos? SCNR 😉

    Böse, böse. Nein, mal im ernst. Ich würde für 2.700 auch nicht dort (wo auch immer) arbeiten wollen wenn es nur dabei bleibt. Da gibt es bessere Stellen! Ich mein, ich habe im letzten Jahr auch für 2.600 gearbeitet. Das aber nur mit dem Hintergrund, wenn’s läuft mit Beteiligung dabei zu sein. Hat leider nicht geklappt, weshalb ich nun selbständig bin.

    Ich hatte mir auch letztes Jahr öfters überlegt, zu wechseln, weil ich mich mit 2.600 Euronen einfach viel zu unterbezahlt fühlte für das, was ich geleistet habe.

  • Ich korrigiere; ich sprach von den 2100,- brutto, wovon (ich glaube es Robert einfach mal), 1400,- bleiben. Bei einem Startup sind die Arbeitszeiten auch entsprechend, weshalb ich vom Stundenlohn mal gar nicht anfangen will. Würde ich die Zeit, die ich da arbeiten würde, später für eigene Ideen und Projekte im Web investieren, hätte ich vermutlich ein vielfaches von den 1400,- – ich sehe ja heute schon, wieviel ich mit sehr kleinem Zeitaufwand erreichen kann! 🙂

    btw, matthias, cooles Design!

  • @Philipp

    Also allgemein muss ich sagen, ich find die Diskussion recht spannend. Wieviel Arbeitlose gibts noch gleich? Und hier tönen die Leute rum, für 2500 Euro würden sie sich keinen Zentimeter bewegen 😀 Es gibt alleine 30.000 arbeitslose Informatiker. Ob die auch so Sprüche reissen?!

    Das ist immer eine Milchmädchenaufrechnung:
    1. ist Inofrmatiker nicht immer der Richtige von der Ausbildung her oder einfach auchdie falsche Person.
    2. wozu Neiddenken, wenn Menschen sich nicht mehr ausbeuten lassen wollen.

    oder zumindest es versuchen.

  • Meistens sind aber auch wieder gerade die Leute arbeitslos, die a) zu wenig Erfahrung haben oder b) nicht gut genug sind oder c) Studenten 😉

  • @Phillip, eben drum 🙂 Wahrscheinlich sollen das dann auch noch 1er Abiturienten sein, die etwas in die Richtung studiert haben, oder gerade dabei sind. Aber das sind sowieso oftmals die, die sich ausbeuten lassen 🙂

  • Ich versteh Dein ganzes Kommentar nicht 😀

    ist Inofrmatiker nicht immer der Richtige von der Ausbildung her oder einfach auchdie falsche Person.

    Bitte was? Er ist die falsche Person? Wovon redest Du? Irgendwie driftet das jetzt bisschen ab.

    wozu Neiddenken, wenn Menschen sich nicht mehr ausbeuten lassen wollen.

    Öhm, vielleicht hast Du mich da falsch verstanden, aber ich bin auf niemanden neidisch. Weder auf Programmierer, noch auf 2500 Euro 😉

  • @Tim: Wenn sie auf 3000 Euro pochen, werden sie auch nie zu ihrer Erfahrung kommen und bleiben arbeitslos (Deiner Theorie nach). Und damit schliesst sich der Teufelskreis 🙂

    @Yannick: Wenn Du studierst, ist das dein Hauptberuf. Und wenn Du nebenbei 2000 Euro verdienst… Hola die Waldfee, frag mal die anderen Studenten, wie die schuften nebenbei und was sie dafür kriegen 😉

  • Also 3000 sind nicht die Welt und realistisch. Das nur mal zum geraderücken. 🙂

    Man muß auch immer unterscheiden zwischen einem Startup in der Seed-Phase oder anderen Phasen und auch je nach Erfolg des Produkts. Am Anfang reichen 3 Studenten, die sich slebst ausbeuten, später brauche ich fähige und professionelle Leute, die mit großem Traffic fertig werden, richtig kommunizieren können (nicht a la Xing 😉 ) etc. Also je nach Phase ändern sich die Strukturen und Anforderungen. Dumm wird es nur, wenn es zu starke Gehaltsgefälle innerhalb einer Gruppe innerhalb der Firma gibt…

  • @ Philipp

    Bitte was? Er ist die falsche Person? Wovon redest Du? Irgendwie driftet das jetzt bisschen ab.

    Naja, wenn ich einen Programmierer suche, dann mag ich ja auch mit dem Menschen zusammenarbeiten können. Nicht jeder kann mit jedem, das ist so. Dies meinte ich damit, warum manchmal es einfach nicht passt. Bezugnehmend auf Dein Beispiel, wieso die ganzen arbeitsuchenden Informatiker keinen Job haben oder auch auf mehr Geld pochen oder eben nicht.

    @Neid
    Da ich Dich ja nicht persönlich kenne, las ich Deine Worte so. Wenn dem nicht so ist, was ich gern glaube, dann ist es ja doppelt gut.

    @ Thema Geld

    Ausbildung:
    technische Informatik und Mediendesign,
    Arbeitsplatz: Schnittstelle :Marketingabteilung und technische Dokumentation, zweisprachig sowieso Voraussetzung..

    in einem gut zahlenden Unternehmen, das in Österreich den Hauptsitz hat: als Berufsanfänger knapp unter 2000brutto .

    Nach einem Jahr erhöht sich dies, je nach Verhandlungsgeschick.

    Bei guten Leistungen oft bereits kleinere Erhöhungen mittendrunter.

    Bei sehr guten Leistungen oft Weihnachtsextrabonus.

    In Österreich gibt es 14 Gehälter.

  • @ Yannick & Philipp da oben:

    Unister zahlt seinen Praktikanten mit 1er-Notenschnitt auch € 2.000 pro Monat. Sogar wenn diese als Diplomanden nur die Hälfte der Woche im Unternehmen mitarbeiten.

  • Also Praktis von Top10 Unis im Bereich Marketing können bei klassischen Beratungen (McK, BCG, Deloitte, E&Y etc.) oder Banken (UBS, LBBW, DB, Dresdner etc.) und Investment Firmen weitaus mehr verdienen >1500 pro Monat. Nur ist es verdammt schwer da reinzukommen – aber Online Marketing macht man an der Basis und natürlich nicht wegen dem Geld 🙂

  • @Matthias(39):

    Das Unternehmen möchte ich sehen, welches neue Mitarbeiter besser bezahlt als die alten, wenn diese gleich Qualifiziert sind. Auch den Angestellten möchte ich sehen, der das mit sich machen lässt.

    Das ist bei länger existierenden Unternehmen in Deutschland eher die Regel, aber nicht die Ausnahme.

  • für Internet-Startups als Boombranche könnte es hinhauen … für die anderen Bereiche seh ich aber schwarz … schön wäre mal eine Liste der niedrigsten Gehälter gewesen

  • Warum es wohl 30.000 arbeitslose Informatiker gibt die für 2.700 nicht arbeiten gehen wollen?
    Vielleicht weil die in A-Dorf wohnen und nicht bereit sind mit Frau+2 Kindern 600km nach B-Dorf umzuziehen, ihr soziales Umfeld aufzugeben und ggf. auch ein angezahltes Haus/Eigentumswohnung zu verkaufen. Vor allem dann nicht, wenn die Stelle von einem Start Up angeboten wird, was ja einem Schleudersitz irgendwie sehr nahe kommt.

  • lol

    Der Schleudersitz Satz ist sehr gut und leider auch sehr treffend. Man kann nur hoffen, daß die Decke oben nicht hart ist. Im Idealfall gibt’s dann oben einen „langfristig sicheren“ Job, aber das ist nur in unter 12% der Fall.

  • @Monika: Das Argument mit „Muss zu mir passen“ trifft auf jeden Job in jeder Branche zu. Versteh auch nicht ganz, was das mit dem Thema zutun hat. 30k Informatiker sind ja jetzt nicht gerade eine Hand voll 😉 Da einen zu finden, der Dir persönlich passt, sollte machbar sein.

    @Steffen: Sehr geile Bezahlung. Bloss ist Unister auch kein Startup mehr sondern ein Unternehmen mit über 170 Angestellten und Millionen Umsätzen. Siehe weiter oben mein Beispiel mit Jajah. Wenn das Unternehmen viel Geld verdient/zur Verfügung hat, sind solche Löhne doch vollkommen in Ordnung! Ich rede hier aber von Startups.

    @Ralf: Achso, aber wie behalten die Arbeitslosen denn das noch nicht abgezahlte Haus? Tilgen die die Raten dann von Hartz IV oder was? Versteh mich nicht falsch, die Debatte „sollen um ziehen für neuen Job ja/nein“ will ich gar nicht starten 😀 Aber deine These bestätigt ja, dass nicht überall solch super Löhne für Informatiker gezahlt werden, sonst wären die ja nicht arbeitslos.

    //EDIT: Von langfristigen Jobs wollen wa doch gar nicht erst anfangen oder? Da sind die Startups meist auch nicht so weit entfernt von den großen Unternehmen. Stichwort Massentlassungen etc. Klar ist ein Startup riskanter, aber ihr stellt es so hin, als würden die meisten schon nach 2 Monaten platt gehen. Das wird bei einem Startup mit Finanzierung (Venture Capital) wahrscheinlich weniger häufig der Fall sein. Und in großen Unternehmen entlassen zu werden ist ja heutzutage wahrlich keine Seltenheit mehr.

  • Hallöchen, also ich frage mich immer bei solchen Umfragen, wer diese Lleute sind, die so nen Haufen Kohle verdienen. Ich jedenfalls nicht…Und ich kenne
    auch niemanden der soviel verdient. Woher nehmen die ihre Quellen?

    Gruß Mario

  • @Philipp:

    Also wenn ich eine Familie hätte, würde ich mich nicht darauf verlassen das ein Start Up die ersten 1-2 Jahre überlebt. Sicherlich kann man auch in einem großen Unternehmen schneller das Tageslicht wiedersehen als man denkt. Aber eben solche Unsicherheiten sind i.d.R. der Grund warum die Leute nicht von da wegziehen wo sie wohnen.
    Würde deine These stimmen das man einfach nur in den „Goldenen Westen rübermachen“ muss um einen gut bezahlten Job zu bekommen, wäre der Osten schon längst entvölkert. So einfach ist das leider alles nicht.
    Gerade wenn man Familie hat, muss man da auch mal an andere denken. Oder würdest du gerne wie ein Wanderarbeiter durchs Land ziehen und deine Frau&Kinder hinter dir herschlörren? Sorry, es gibt auch so etwas wie ein soziales Leben. Und das muss man nicht für jeden miesen Job opfern der irgendwo angeboten wird.

    Aber wenn du mich schon fragst wovon die vielen arbeitslosen Programmierer denn ihr Haus abbezahlen, dann kann ich ja gleich mal die Gegenfrage stellen wie viele von deinen 30.000 Programmierern Langzeitarbeitslose sind. Denn so ein gravierender Schritt wie ein Umzug quer durch die halbe Republik würde wahrscheinlich erst dann in Betracht kommen, wenn man wirklich lange Arbeitslos ist. Dann würde man wahrscheinlich auch für 2.700Brutto/Monat viel mehr riskieren als wenn man erst seit ein paar Monaten arbeitslos ist.

    Aber mal eine ganz andere Frage: Wozu muss ein Programmierer quer durch die halbe Republik umziehen um seinen Job machen zu können? Ich meine ja nur so. So im Zeitalter von Breitbandinternet, Videotelefonie via VoIP und all den ganzen Drassel. Wurde nicht mal vor ein paar Jahren noch das Home Office als DIE Zukunft des Arbeitslebens vorgestellt? Niemand müsse mehr seinen Wohnort wechseln um WELTWEIT eine Arbeit ausführen zu können?
    Pillepalle, gelle. Genauso wie die Versprechen der Arbeitgeber wie toll die Jobs doch wären und es sich wirklich ganz dicke dolle lohnen würde für den Job die Stadt/das Land zu wechseln.

  • @ Philipp
    woher hast du diese Zahl 30k..
    ich finde und fand die nirgends

    computerbase.de/news/allgemein/studien/2007/dezember/bitkom_43000_stellen_it-fachleute/

    das war meine Ausbeute…

    man kann einfach Informatiker nicht mit Informatiker vergleichen,
    selbst bei gleichem Studium.

    es kommt auf die Stellenbeschreibung an, auf das *besondere Fachgebiet* der Leute,

    die immer häufiger anzutreffende Manier in De Praktikanten um Lau anzustellen, ja damit ganze Projekte durchzuziehen, ist ja auch nicht grade ein Ausbund an sozialer Verträglichkeit.

    Um 1200 Netto an die 600km pendeln -wie oft die Stellen angewiesen, zugewiesen werden bedeutet Vollzeit zu arbeiten und schnurstracks in die Armut zu gehen, aber schneller als man schauen kann.

    Von daher finde ich die Löhne zum Teil sehr niedrig.

    Informatiker -grade in einem Start Up haben doch jede Menge Verantwortung,

    das wird oftmals vergessen.

    Schaden tun sich die Start Ups damit meist selbst.

    lg

  • Was erzählt ihr mir jetzt hier alle was von umziehen, pendeln oder sonstwas? Davon hat doch niemand geredet ausser euch zwei. Ich hab oben noch gesagt „Die Umziehdebatte bitte gar nicht erst starten“.

    @Ralf: Ich weiß nicht, wessen Kommentare Du gelesen hast 😀 Ich hab nie etwas vom Thema „Vom Osten in den Westen“ geredet. Im Gegenteil, ich sagte, diese „Arbeitsloser, zieh gefälligst um“ Debatte will ich gar nicht erst anfangen. Insofern kann ich zu 3/4 Deines Kommentars nichts sagen 🙂 Beim letzten Thema gebe ich Dir ABSOLUT Recht: Heutzutage muss man eigentlich nicht mehr ins Büro rennen. Und weisst Du was? Bei unserem Startup (joinR) sitzt die halbe Belegschaft in der Republik verteilt und arbeitet von zuhause 🙂 Bzgl. dem Thema, ob ein Startup 1-2 Jahre überlebt oder nicht: Ich sprach von einem Startup, welches Venture Capital erhalten hat. Das setzt einen halbwegs vernünftigen Business Plan voraus und das Startup hat ’ne Due Dilligence des VCs überstanden. Das wiederrum sagt aus, dass Leute, die von dem Thema Ahnung haben, die gesamte Unternehmung für sinnvoll halten und daran glauben. Obs dann später platt geht, ist ne andere Sache. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Startup innerhalb kürzester Zeit bankrott geht, ist durch die „Qualitätsprüfung“ der Venture Capital Gesellschaft äußerst gering.

    @Monika:
    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/100157

    Sei mir net bös, aber Du redest irgendwie am Thema vorbei. Was Du beschreibst, ist irgendwie so völlig allgemein. Das hat nichts mit Informatikern zutun. Auch eine Putzfrau ist nicht gleich Putzfrau. Vielleicht brauche ich eine, die mit grober Verunreinigung klarkommt, vielleicht aber auch nur eine, die das Bad putzt. Wir reden von 30.000 arbeitslosen Informatikern!!! Das sind nicht 5, nicht 100, nicht 1000, nein es sind 30.000. Und da soll jetzt keiner bei sein, der Deine Anforderungen, Dein Fachgebiet und Deinen persönlichen Geschmack trifft? Glaub ich nicht. Aber davon mal abgesehen hat das auch rein gar nichts mit dem Gehalt zutun. 🙂

    //EDIT: Eine Passage gelöscht, weil Missverständnis

  • @ Philipp

    Danke Dir für den Link.

    Du schriebst

    Es gibt alleine 30.000 arbeitslose Informatiker. Ob die auch so Sprüche reissen?!

    Da steht eindeutig „Informatiker“ Laut heise sind 6552 Informatiker in dieser großen Summe der 30k…

    Und genau dies meinte ich…was nützt mir der Datenverarbeitungsprofi , wenn ich einen Anwendungsprogrammierer brauche?

    Dies meinte ich und nicht den Vergleich Putzfrau zu Putzfrau…

    Arbeitslose in der IT Branche geben keine Auskunft darüber, ob der Gehalt eines Teiles dieser Branche zuviel oder zuwenig ist.

    Du redest von 30k arbeitslosen Informatikern, die anderen schreiben von knapp 6500- sind auch noch viel, aber eben differenzierter, so differenziert wie die Gehälter in der IT Branche.

    Du siehst mich nicht, kennst mich nicht, aber tierisch ernst seh ich nicht aus 😉

    Es war halt ein Irrtum deinerseits bei der Zahl. Und ich habe es sofort geglaubt .. 😉

    lg

  • Also ich finde die Gehälter auch etwas zu hoch angesetzt.
    Leider gibt es ja so wenige Stellenanzeigen von Startups mit Lohn-Angaben… oder Gründer die mal von Ihren Gehälter reden!

  • @Monika: Wir sollten uns auf eine „Informatiker“ Definition einigen 🙂 An der einen Stelle redest Du nämlich auch von Informatikern und meinst damit PHPler, Datenbankmenschen etc. (was ein Web Startup halt so braucht) und nun sagst Du explizit Informatiker und schliesst die Datenbank Spezis aus. Also, lass uns von 30.000 arbeitslosen „Computermenschen“ ausgehen. Im Grunde aber ist die Zahl völlig irrelevant, weil sie mit der eigentlichen Diskussionen nichts mehr zutun hat 🙂

    Bloss wird diese Diskussion sowieso nie zu etwas führen. Die Angestellten werden die Löhne immer zu niedrig finden, die Verantwortlichen des Unternehmens werden die Löhne immer für zu hoch halten. Das war schon immer so und das wird auch immer so bleiben. Wäre ja auch schlimm, wenn nicht 🙂

  • Hi Philipp

    😉

    ich bin vielleicht naiv so als Unternehmerin, aber für einen verdammt guten Informatiker, wo ich nicht tausend Mal das Wort *Termin**Deadline* erklären muss, wo die Worte *geht nicht* niemals im Wortschatz vorkommen,
    da leg ich auch gern viel Obulus hin 😉

    lg

  • Monika:

    Mal davon abgesehen, dass ich *geht nicht* auch nicht leiden kann und ohne es zu hinterfragen auch nicht akzeptiere, würde ich einen Informatiker der unlösbare Probleme nicht erkennt niemals einstellen…

    Wenn ich jemandem das Rucksackproblem oder das Traveling Salesman Problem vorlege und der sitzt erstmal zwei Stunden davor und grübelt und kommt nicht darauf, dass die Rechenzeit (bei aktuellen Rechnern) schichtweg immer größer ist, als wirtschaftlich tragbar, dann kann ich mit sojemandem nix anfangen.

    Man muss gewisse Grenzen schlicht kennen – darf aber auch keine Grenzen sehen, wo keine sind.

    Ein Informatiker der das richtig kann und auch ansonsten recht fit ist ist ein hohes Gehalt meiner Meinung nach aber auch wert – einer der das garnicht kann, ist einfach ungeeignet, da er die Firma immer wieder vor Probleme stellen wird. Entweder weil er etwas nicht umsetzen kann oder weil er etwas umsetzen will, was wirtschaftlich nicht umsetzbar ist.

  • Die Gehälter sind – für „normale Angestellte“ – natürlich NICHT zu hoch angesetzt.

    Klar, wenn man ein paar Kumpel engagiert bzw. großzügig Firmenanteile verteilt … anonsten muß man schon ein paar „Doofe“ finden aka zur Selbstausbeutung bereite jugendlich-motivierter start-up-Enthusiasten, die sich belabern lassen, für weniger full-time zu arbeiten. Für die genannten Kurse eines „Marketingmannes“ bekommt man in Westdeutschland kaum eine vernünftige Sekretärin.

    Ebenso bei Thema GF. Wenn das jemand ist, der sich (später) über Verkauf/Börsengang seinen Anteil am Kuchen holen will, okay aber eine angestellter(!) GF, der ein bißchen was taugt, wird wohl kaum unter 4-5´ Euro mtl. anfangen – was für einen Tiefflieger/Anfänger soll denn da sonst engagiert werden ?

  • Ja Xel
    das könnt ich so auch unterschreiben,…

    ich muss mich ausklinken, weil ich anderes Tun muss,
    war aber und ist ein gutes Thema,

    Danke für den Gedankenaustausch allerseits und fürs Initiieren Dir Robert

    lg

  • @Yannick:

    Du meinst die im Artikel genannten? Langsam wirds hier unheimlich..

    Ohne sonderlich altklug klingen zu wollen: Nix für ungut Yannick, aber lass uns mal quatschen, wenn Du Deine Schule fertig hast und nen Job suchst 😉 Glaubs mir, ich bin grad mal ein paar Jährchen älter als Du, kenne das also sehr sehr gut, und in Deinem Alter hatte ich auch noch andere Vorstellungen. Und irgendwann merkste dann, dass vieles anders ist, als man sich so vorstellt 🙂 Dann sieht das bisschen anders aus, auch wenn es alles jetzt für Dich sehr leicht wirkt, weil Du paar hundert Euro durch Deinen Blog machst (was übrigens wirklich klasse ist). Die Situation, in der sich Deutschland befindet, kommt ja nicht von ungefähr… Oder meinste, die hundertausenden Menschen hier in DE, die für nen Hungerlohn arbeiten machen das, weil sie unbedingt Spaß dran haben?

  • @derherold: Vollkommen richtig. Aber wir reden hier von (!!) WEBSTARTUPS (!!) Kennst Du welche, die einen CEO anheuern? Die, die es tun, sind keine wirklichen Startups mehr (Xing und Co.) Das wir da von ganz anderen Summen reden, sollte selbstverständlich sein. Nen CEO, der nur 2k von mir will… Ne Danke 😀

  • Hm, ich werde immer nur auf die paar Euros durch meinen Blog reduziert, aber ich tue weitaus mehr, als hier und da mal was bloggen. Ich bin gleichzeitig Texter und Journalist und werde -sofern alles glatt geht- demnächst für die Tomorrow schreiben. Ansonsten betreibe ich neben blogschrott.net auch noch das ein oder andere lukrative Projekt.

    Das mag für euch jetzt naiv und dumm klingen – aber ich will mir keinen Job suchen müssen. Das Internet bietet für Selbstständige so viele Möglichkeiten, die ich nicht ungenutzt lassen werde.

  • Hey, klingt doch klasse. Ich hab mit 16 Websites für kleine Unternehmen gebastelt und hatte mit 17 sogar 2 Angestellte 🙂 Wir sind uns also nicht unähnlich. Ich dachte damals genauso wie Du und siehe da, ich bin sogar selbstständig im Internet 😉 Was ich aber eigtl. sagen wollte, ist das Du die Arbeitsmarkt etc. Situation noch nicht an eigener Haut erlebt hast. Du bist zuhause bei Mama und Papa, zahlst keine Versicherungen, Miete etc. Glaubs mir, Du hast nicht die geringste Vorstellung, was so ein „Leben“ wirklich kostet. Lass es Dir von mir gesagt sein, ich hab den ganzen Spaß vor kurzem kennengelernt 😀 Wenn alles so einfach wäre, warum gibts soviele Leute die für so wenig Geld arbeiten?

    Und Deine Einstellung finde ich übrigens klasse 😉 Du bist dann die Web 3.0 Gründer Generation 😀 Und dumm und naiv klingts nicht, ich habs mir auch gedacht… Ob es dumm war, weiß ich aber noch nicht genau haha

  • Hatte erst vor, da bisschen was zu tricksen, was aber zu riskant gewesen wäre (Ich hoffe das FA liest nicht mit? 😉 ). Da muss ich jetzt wohl oder übel durch, so gewöhne ich mich schon mal an die Situationen und bin in paar Jahren nicht überrascht, wieviel von der Kohle weggeht.

    Das erste Wirtschaftsjahr bleibt ja erst einmal ohne Folgen, bzgl der Krankenversicherung. Durch den Mini-Job bei der Tomorrow als auch durch die „neuen“ Projekte werd ich das aber verkraften können. Dazu kommt halt auch noch der Wegfall des Kindergeldes.

    Habe mich entschieden, jetzt mal etwas ernster zu machen, als bisher, zumal ich nun endlich offiziell (Klein)unternehmer bin.

  • @Yannick:
    Hey, klingt doch klasse. Ich hab mit 16 Jahren Websites für kleine Unternehmen gebastelt und hatte mit 17 sogar 2 Angestellte 🙂 Wir sind uns also nicht unähnlich. Ich dachte damals genauso wie Du und siehe da, ich bin sogar selbstständig im Internet 😉 Was ich aber eigtl. sagen wollte, ist das Du die Arbeitsmarkt etc. Situation noch nicht an eigener Haut erlebt hast. Du bist zuhause bei Mama und Papa, zahlst keine Versicherungen, Miete etc. Glaubs mir, Du hast nicht die geringste Vorstellung, was so ein „€œLeben“€? wirklich kostet. Lass es Dir von mir gesagt sein, ich hab den ganzen Spaß vor kurzem kennengelernt 😀 Wenn alles so einfach wäre, warum gibts soviele Leute die für so wenig Geld arbeiten?

    Und Deine Einstellung finde ich übrigens klasse 😉 Du bist dann die Web 3.0 Gründer Generation 😀 Und dumm und naiv klingts nicht, ich habs mir auch gedacht“€¦ Ob es dumm war, weiß ich aber noch nicht genau haha

    //EDIT: Stefan, sei nicht so fies 😀

  • Sorry, ist aus mir so rausgebrochen. Hast du Humor- oder Verständnisschwierigkeiten? Falls letzteres: Das war eine Anspielung auf dein Alter. War aber keineswegs böse gemeint.

  • Klar, vom Arbeitsmarkt selber habe ich leider keine Ahnung. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass ich sie selber zu spüren bekommen habe.. Nachrichten verfolge ich ja auch und das der Arbeitsmarkt in DE nicht der beste ist, ist mir klar 🙂

    Doch gerade in letzter Zeit habe ich mich mit sehr vielen Leuten über die Kosten unterhalten; u.a. mit anderen Unternehmern und natürlich auch mit meinen Eltern. Ich schätze es sehr, wenn ich durch die Lebenserfahrung anderer lernen kann. In etwa weiß ich also, wie viel Geld ich pro Monat brauche, auch wenn ich die Erfahrung an sich natürlich noch machen muss. Und ich denke, dass ich gerade jetzt, wo ich Krankenversicherung und Steuern zahle, in die Richtung noch einiges lernen kann.

    Und das mit dem Web 3.0 lassen wir erstmal 😛 Bubble 2.0 muss erst platzen, was dann kommt – who knows? 😉

    Schönen Abend wünsch ich Dir noch! Bzw. Nacht.

  • @Andreas, Mist! 😀
    Man, man, man, hier ist ja was los! 🙂 Habe ich schon verstanden, dass es eine Anspielung auf mein junges Alter ist. Muss doch aber nicht sein oder? 😉

  • @Yannick: Was bitte zahlst Du für ne Krankenversicherung? 😀 Ich glaube, Du verwechselst da bißchen was.

    //EDIT Besser formuliert: Biste Dir sicher, dass Du Krankenversicherung zahlst? Das läuft doch über Deine Eltern.

  • Was soll ich verwechseln? Bei meinen Eltern darf ich nicht mehr lange mitversichert bleiben, muss mich also selbstversichern. (Wenn also jemand eine gute Krankenversicherung für Selbstständige kennt, bitte schreiben ;))

  • Du bist 16, gehst zur Schule (und das noch was länger) und wohnst bei Mama und Papa. Wer bitte hat Dir denn den Flo ins Ohr gesetzt, dass Du Dich jetzt selbst versichern musst?

  • Kannst du überall nachlesen, hab mal auf die Schnelle was rausgesucht:
    „Ihr seid bei euren Eltern krankenversichert (Familienversicherung)?
    Um weiter bei euren Eltern mitversichert zu bleiben darf das Gesamteinkommen gem. § 10 Sozialgesetzbuch (SGB) V aktuell (2007) nicht mehr als 1/7 des Regelbeitrages betragen. Das sind € 345 im Monat oder € 4.140,00 im Jahr. Wird diese Grenze überschritten müsst ihr euch selbst krankenversichern.“

    http://www.trigami.com/blog/tag/steuern

    Ist leider so.

  • Entschuldigung an Yannick und Philipp, dass ich off topic Verwirrung gestiftet habe!

    Mal als ersten guten Vorsatz für 2009 notieren:

    Keine dummen Kommentare mehr kurz vor Mitternacht posten. 🙂

  • Im Zweifelsfall (also wo diese Regelung greift) nehm ich an Kassenversicherung. Meine Eltern, somit auch ich, sind bei der Barmer versichert. Ein erstes Gespräch mit denen hat nicht viel gebracht, evt. folgt ein zweites. Vielleicht lässt sich so eine Ausnahmeregelung oder ähnliches treffen. Ansonsten, wie gesagt, muss ich durch.

  • Doch gerade in letzter Zeit habe ich mich mit sehr vielen Leuten über die Kosten unterhalten; u.a. mit anderen Unternehmern und natürlich auch mit meinen Eltern.

    Der war gut 😉

    Ich hab bei mir im Studi-Kurs einen, der bekommt von Daddy noch täglich das Frühstücksbrot geschmiert (kein Joke)… und als wir mal wieder über die liebe Kohle geredet haben und darüber, dass ich an spaaren momentan nicht denke, meinte er:

    Hey, du bekommst pro Monat 1k Euro Brutto Gehalt – davon muss man doch was spaaren können!

    Ja, nee – is klar! Ich hab Frau und Kind, fahre jeden Tag 35 km zur Arbeit oder eben 55 km zur Berufsakademie (jeweils einfache Strecke) und das mim Auto, weil der ÖNV leider ein klein wenig schwach besetzt ist und ich Abends losfahren müsste um morgens pünktlich an zu kommen… Um genau zu sein bleibt da nicht nur zum spaaren nix übrig, sondern auch zum leben nicht. Gut, meine Eltern geben noch was dazu, aber damit käme ich ohne zusätzlich was zu schaffen auch nicht über die Runden…

    Glaub Philipp und mir:
    Du kannst sowas nicht aus Gesprächen lernen. DAS gehört zu den Dingen, die man erleben muss um daraus zu lernen. Dazu gehört das Erlebnis die Mittags zu überlegen, ob du es dir leisten kannst, dir ein Fleischkäse-Brötchen für 1,50 zu kaufen oder nicht. Das Erlebnis heute darüber zu grübeln, was du deinem drei Jahre alten Sohn übermorgen zu essen gibst und das Erlebnis vom Kunden 1000 Euro in die Hand gedrückt zu bekommen, die du dir hart verdient hast und die gerade reichen um dein Konto wieder ins Plus zu bringen.

    Ich meine solche Gedanken hat man vielleicht nicht jeden Tag, aber sowas passiert, insbesondere dann, wenn man eben Selbstständig ist – egal ob, weil es nötig ist um über die Runden zu kommen, oder weil man es so will. Durststrecken gibt es immer wieder und wenn du sie nicht erlebt hast, kannst du nicht beurteilen, ob du sie überstehst oder daran zerbrichst.

  • @Yannick: Okay, von Kassenversicherungen muss ich gestehen hab ich null Ahnung.

    Wie Xel sagt; aus Gesprächen kann man zwar die Erfahrungen anderer mitkriegen aber irgendwie kommts dann nie so, wie es erzählt wurde 😀 Von 1k Brutto kann man heutzutage (meiner Meinung nach, gut bin etwas verwöhnt) echt nicht leben. Die gehen alleine schon für Miete und Versicherung drauf (und dann haste wahrscheinlich keine tolle Wohnung). Jetzt denkst Du Dir „Gut, 2k im Monat kann man ja easy machen“. Das Ding ist aber: Die musst Du wirklich zuverlässig und immer da haben. Da darf dann kein schlechter Monat kommen oder Zahlungsausfall vom Kunden (passiert immer). Du willst noch n Auto, Party und Freundin? Na dann viel Spaß. Interessant wirds dann mit nem Kind 😀 Also, stell Dir das mal alles nicht soo einfach vor. Wenn es so wäre, gäbe es hier nicht ca. 50 Kommentare, die sich über Löhne beschweren. Dann gäbe es keine Diskussionen über Mindestlohn, Managementgehälter und Co. Warte ab, bis Du wirklich Verantwortung hast. Jetzt ist noch alles easy 🙂 Mama und Papa klären das alles schon… Wie gesagt, ich kenn das alles bestens. Ist bei mir grad mal ein „paar Tage“ her. Aber was solls, irgendwie hats jeder hier hingekriegt, lass Dir deine Vorstellungen nicht nehmen. Ich hab mir auch von so „Philipps und Xels“ nix sagen lassen und bin irgendwie durchgekommen 😉

  • Hihi – bin ja auch ins kalte Wasser gesprungen – und noch schwimme ich.

    Es ist alles schaffbar, aber lass einfach die Illusionen weg – das Leben ist Arbeit und wird es immer sein 😉 aber das macht nix, wenn man Freude dran hat und harte Zeiten wegstecken kann -> das, würde ich sagen, ist sowieso die Grundvorraussetzung für Selbstständige, die nicht im Hintergrund noch ein paar Lottomillionen liegen haben…

    Was die Wohnung angeht: 2 Zimmer, Küche, Bad – Elektroheizung – Ein riesiges Fenster (einfach verglast, falls damit noch wer was anfangen kann – das sind die wo das Wasser der normalen Luftfeuchtigkeit sich im Winter dransetzt und runterläuft und die, die eigentlich nie wirklich dicht sind) gut, noch ein paar normale Fenster 😉 und am Arsch der Welt. Muss ich dazu mehr sagen? Ist nicht die Wucht, aber hey es ist besser als auf der Strasse, wenigstens wird so der Rechner nicht nass…

    Naja und 1k Brutto sinds jetzt in diesem und damit letzten Jahr, davon 900 und 800…

    Gut, dazu muss ich sagen, dass ich jetzt knappe 22 Jahre alt bin und mit ca. 17 1/2 bei meinen Eltern ausgezogen bin, wo ich vorher zusammen mit meiner Freundin ca 1 1/2 Jahre gewohnt habe (ja, klar, davor hab ich da auch gewohnt, aber ohne weiblichen Anhang). Ich bin also im Prinzip selber schuld.

    Mein Tip (auch wenn du da verständlicherweise genausowenig wie jeder andere, mich eingeschlossen, drauf hören wirst) leg dir erst die Firma zu und dann dir Frau. Ist einfach besser – erstens kannst du dann länger und besser daran arbeiten (an der Firma, nicht an der Frau) zweitens bist du nur für dich verantwortlich und das ist einfacher.

    Wie gesagt – drauf hören tut eh keiner, aber vielleicht überlegst du es dir trotzdem zweimal, ob du mit weiblichem Angang zusammen ziehen willst, wenn du weißt, dass so ein Firmenaufbau sich auch negativ auf die Partnerschaft auswirken kann – aufgrund des Drucks und des Stresses. Da lebt es sich alleine wesentlich entspannter – gut, dann gibts halt mal nur xy zu essen… mit Frau wirds schwieriger – mit Kind hast du die Wahl nicht mehr am Essen zu spaaren 😉 da musste dir dann was neues überlegen. (Mim rauchen aufhören soll viel Geld spaaren, aber mach das mal, wenn du unter Druck stehst 😉

    So und jetzt gute Nacht, ich muss heute noch was schaffen (ja, heute – also nach dem Schlafen =D )

  • Die Summe, die ich mir quasi „errechnet“ habe, lag über 2k netto. Aber ich glaube euch schon, wenn ihr sagt, dass das jeder selber durchmachen muss 😉

  • Wasn hier los ? Sind wir alle etwas vom Thema abgekommen ?

    Vielleicht noch mal ein bissel Input zu den Variablen – wenn ich eine Firma gründe, 750k Venture bekomme und in 3 Jahren break-even, oder in 2Jahren IPO haben will (resp. Verkauf) – dann kann mir mein Gehalt doch vollkommen schnurz sein, oder ?

    Und wenn mir das Risiko nichts wert ist – tja…besser gar nicht anfangen.

    Was mach ich denn so als GF eines Start-Ups? Ich arbeite 80stunden, hänge 80% meiner Wachzeit im Büro, wenn ich Reise, Telefoniere (womöglich sogar Esse) gehts auf Firmenkosten. Meine Wohnung braucht eigentlich nur 2 Zimmer und eine Putzfrau.

    Wenn ich engagierte Nicht-Gründer einstelle, dann muß ich die von der Firma überzeugen…und dann arbeiten die Informatiker auch für unter 3k/Monat. Zusatzhinweis – gehen wir mal nur von 12 Monatsgehältern aus.

    Wenn ich in einer 0815-Firma entsprechende Leute einstelle, dann arbeiten die dort, weil sie müssen – selten weil sie wollen. Die meisten haben ihren nächsten Schritt in 2 Jahren schon im Kopf. Mein Hauptargument ist also „Ich zahl dir 3.5k“.

    Wenn ich als Konzern für eine Tochterfirma (sagen wir 30Leute) einen GF suche, dann brauch ich mit 6.5k gar nicht anfangen – der kostet dann nämlich ganz schnell mal 10k&Auto&Bonus.

    Und zum Thema „Netto? Brutto?“ Bitte mal in die Steuertabelle schauen. Als Single ohne Kinder macht die Progressionsrate ab ca. 3.900 überhaupt keinen Spaß mehr – da gibts für jeden Zusatzcent einfach nur noch 0,4cent netto plus. Der Unterschied zwischen 3.900 (ca. 2.100netto) und 5.000 (ca. 2.700 netto) ist da nämlich nicht mehr gerade sonderlich hoch.

  • Hallo Xenon,

    naja irgendwie ist es ja auch nicht so unentlich wichtig was nacherraus kommt. Es ist doch eher so das Gehalt aussagt was der Firma deine Arbeit Wert ist und ein toller Schw**z verleich ist es zudem auch 😉

  • Ach du liebe Zeit! Na da bin ich ja mal froh, dass die Umfrage nicht repräsentativ ist. Wäre sie das nämlich, dann wäre mir sofort klar warum es a) in D vergleichsweise wenige Startups gibt und b) warum die Gründer i.A. recht junge Leute sind. Mit anderen Worten, ich würde die genannten Gehälter eher als „sehr gering“ bzeichnen. Wäre mal interessant zu wissen, wie a) repräsentative Werte aussehen und b) wie sich diese Gehälter entwickeln. Wenn sich das alle Jahre verdoppelt (kleiner Scherz ;-), dann wäre die Welt ja wieder in Ordnung.

  • Wenn sich das alle Jahre verdoppelt

    ROFL!

    wie sich diese Gehälter entwickeln

    ist ganz offensichtlich: Entweder das Startup geht pleite und dann gehen die Gehälter in der Regel gegen 0 oder das Ding wird erfolgreich wie die Sau und dann für ein paar Mio verkauft (kleiner Scherz am Rande).
    Ne, wenn das Startup zum Unternehmen wird, gibts vorraussichtlich die „normalen“ Gehälter, wie sie eben branchen- und ortsüblich sind. Wenn es niemals dazu kommt gibts eben nix mehr.

    Also um mich in ein Startup zu bekommen, bei dem ich dieses Gehalt angeboten bekomme, muss mich der Cheffe aber ernsthaft davon überzeugen, dass a) seine Geschäftsidee gut ist und b) er das Zeug dazu hat, dass das auch was wird. Denn unsicherheit kann ich als Selbstständiger genausogut haben und habe (wenn ich das Zeug dazu habe) ein besseres Einkommen UND muss mich nur auf mein Können verlassen und nicht auf das von anderen.

  • Marketing-Einstiegsgehalt in London sind 18.000 Pfund brutto Jahresgehalt. Designer und Developer bekommen mehr. Die Marketingleute sind traditionell diejenigen, die niedrigere Gehälter haben.

  • @helga:
    Naja – LG ist ja auch schon lange kein Startup mehr… (Edit: insofern hat man da wenigstens ne gewisse Sicherheit im Rücken)

    um den anderen unnötige Umrechnung zu erspaaren:

    18 000 British pounds = 24 165,388 €

  • @ 114, Und eine Kaffee kostet in London ja auch nur schlappe 4 Pfund. Von Miete gar nicht zu reden.

    An die anderen. Ich glaube die Gehaltsdiskussion muss differenzierter betrachtet werden. Zu unterscheiden ist zwischen einem wirklichen Startup, wie es zu 99%, damit meine ich eben nicht nur den Bereich Internet, vorkommt und den 1 % durchfinanzierten Startups wie z.B. Brands4Friends.

    Die besagten 99% könnten sich solche irwitzigen Gehaltsforderungen nicht leisten, den der gesunde Menschenverstand bedenkt bei den o.g. Summen auch noch die Lohnnebenkosten für das Unternehmen i.H.v ca. 30% zusätzlich.

    Zu Recht muss dem obigen Kommentar beigepflichet werden, dass im Zweifel das Geld nicht in das eigene Gehalt gesteckt wird sondern in Marketing, Produktentwicklung usw.

    Jeder der hier die minimalen Gehälter nierderbrüllt spricht aus Sicht des Angestellten. Man darf aber nicht vergessen, dass man als der weiter oben so vielbeschriebene Angestellte mit der großen familiären Verantwortung und den eigenen privaten Wünschen sich als Arbeitgeber meist gerade kein Startups sucht, sondern den sicheren Hafen der Großkonzerne ansteuert. Diejenigen Angestellten, die sich doch für eines der 99% Startups entscheiden haben entweder lebenslauftechnisch entweder keine andere (Gehalts)Wahl oder sind eben gerade hoch motoviert an dem Aufbau von etwas Neuem mitzuarbeiten und erhoffen sich natürlich auch Vorteile im Hinblick auf den Aufstieg im Unternehmen mit dem Aufbau. Hierbei erinnere ich sehr gerne mal an das heutige Google Management.

    Die Gründer selbst geben sich dagegen so viel nötig und so wenig wie möglich. Warum soll ich als Gründer mein Startupkapital in wesentlichen Teilen durch den Staat für Lohnnebenkosten auffressen lassen, wenn ich es doch viel nötiger für das Unternehmen benötige.

    Man merkt also die Zahlen sind unrealistisch. Und wer hier noch einmal sagt, dass es sich bei der Geschäftsführung um externe Geschäftsführer handelt, die entsprechende entlohnt werden müssen, der sollte mal darüber nachdenken, ob wir dann noch von einem typischen Startup reden. Gerade in diesen sitzen die Gründer doch Tag und Nacht und verschwenden vor lauter Probleme keine Zeit an den eigenen Stundenlohn.

    Das machen nur Angestellte.

  • die Gründer […] verschwenden vor lauter Probleme keine Zeit an den eigenen Stundenlohn.

    Das machen nur Angestellte.

    😉 stimmt auffallend.

    Deine Erinnerung an das Google Management ist zwar zutreffend, aber in 99,9 Prozent der Fälle wird man nicht mal auf die Idee kommen, dass das Starup so groß wird, dass man später dermaßen viel Kohle machen kann 😉 und in 99,9999 Prozent der Fälle wird es auch nicht so kommen.

  • @ Xel, Da gebe ich dir absolut Recht. Ich glaube sogar, dass ein Gründer der nur an Exit denkt über das Falsche nachdenkt, den er macht sich zum Sklaven des Ausstiegs.

    Ich habe mich da vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Ich meinte nicht die Ausschüttung von Aktien oder ähnliches für First Hour Employees bei Google.

    Vielmehr wachsen Mitarbeiter mit dem Wachstum des Unternehmens. Der erste Marketingler wird bei einem wachsenden Unternehmen irgendwann ein eigenes Team betreuen können, steigende Verantwortung damit auch Aufstieg in der Karriereleiter. Vielleicht zwar erst später auch ein steigendes Gehalt. Aber wie lange dauert es denn sich bei Siemens oder T-Online ect. in signifikante Karrierepositionen hochzuarbeiten!?

    Dies sind wesentliche Vorteile in Startups, Gründe dort auch als Angestellter für kleines Geld anzufangen, inklusive Risiko natürlich.

    Und jetzt mal Hand aufs Herz. Am Anfang gehört es auch beim Gründer dazu den Mitarbeitern die eigene Vision zu vermitteln und dazu zu begeistern.

  • Ich glaub, ich würd in Bangalore neto mehr verdienen als das Euro-Äquivalent von 2.700 Euro bruto in Deutschland. Und dort sind die Lebenshaltungskosten niedriger.
    Arbeitsbeziehungen in IT-Unternehmen verbessern sich mit der Transparenz der Kommunikation und der Professionalität der Arbeitsprozesse.

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