Blog+Social Network = Blog2 ?

Robert Basic

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mal ein Gedanke. Vorneweg eine sehr kurze Bestandsaufnahme, was es alles an Anlaufstellen im Netz gibt, wo man sich mehr oder minder ein kleines Wohnzimmer zur Miete aufgebaut hat:
– Foren (weniger userlastig, mehr themenlastig)
– Chat (Desktop-SW und webbasierende wie Twitter)
– Social Networks
– Netvibes/Pageflakes (quasi mehr eine Art selbst zusammengestückelte Infozentrale)
– Bilder/Videoseiten (Flickr, Youtube, die prominentesten Vertreter)
– ??

Und das eigene Heim? Das besteht momentan aus
– der good old Homepage
– und Blogs, die die Homepage dynamisieren

Jetzt mal eine recht einfache, gedachte Unterscheidung: Im Gegensatz zum Eigenheim bieten die Mietgesellschaften wie MySpace, CyWorld oder Facebook weitaus mehr Möglichkeiten, sein Wohnzimmer einzurichten, für den Normalsterblichen (den WebWorker mal außen vor gelassen). Erstaunlich, dass man sein eigenes Haus nicht so gut ausbauen kann, obwohl die Techniken dazu heute alle da sind, es ist noch leichter als damals. Ein Blog ist sowas von eingeschränkt letztlich. Aber mehr dazu gleich. Und noch ein wesentlicher Punkt kommt hinzu: Mit einem Eigenheim bist Du alleine im Wald, im Kuhkaff da über den Bergen, weitab vom Schuss, wo das Leben in der Stadt pulsiert. Die Mietgesellschaften bieten dem User gleich von Beginn an zahlreiche Möglichkeiten, mit anderen Nachbarn in Kontakt zu kommen. Was muss sich zB ein Blogger verrenken, damits mal mit dem ersten Hallo klappt? Was muss man sich verrenken, wenn man nicht immer nur olle Texte und Bilder chronologisch sortiert anzeigen will? Zwar gibt es einen Haufen Plugins, bei WordPress mittlerweile auch die Unterstützung durch das System, die Plugins per Drag& Drop auf die Seite zu ziehen und an der richtigen Stelle zu platzieren. Doch ist das immer noch nix für die Massen. Und ganz ehrlich, wer will schon immer und immer wieder Blogtexte verfassen, wenn ihn doch keiner besucht? Wieso zur Hölle muss ein Blog wie ein Blog aussehen? Weil ein Blog als Blog definiert wird. Break the rules. Ein Blog ist nicht ein Blog, sondern ein Eigenheim, jedes kann anders aussehen. Tuts aber nicht, außer bisserl anderen Farben und etwas anderen Sidebars. Das reicht aber nicht, dem User zu geben, was ihn als virtuelle Person ausmacht.

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Machen wir es kurz, woauf ich hinaus will: Ist es denkbar, dass heute die User eine eigene Seite wie bei MySpace gestalten können und dennoch nicht alleine sind, weil bestimmte Elemente zentralisiert aggregiert werden, andere wiederum dezentral (also im Eigenheim) ausgelagert sind? Ziel wäre, seine Eigenständigkeit zu erhalten, aber dem Eigenheim die Vernetzungsfunktionen und die Flexibilität eines modernen Social Networks mitzugeben. The Best Of aus allen Welten zu verquicken, das wäre das Ziel. Ein Blog hat Vorteile, ein Forum hat Vorteile, ebenso ein SN. Mit welchen Tools kann man heute seine eigene Seite also so ausbauen, dass das klappen würde? Technisch gesehen würde der Ausbau der Seite klappen, doch die Kommunikation? Das Sharing? Das einfache Entlangschlendern durch die Straßen? Wo wird mein „Profil“ hochgeladen? Wo wird es bekanntgemacht (forget Google)? Wie findet man mich? Wie spiele ich Musik ab? Von wo wird das geladen? Wie kann ich den Musikplayer anpassen? Wo gruschel ich andere an? Wie adde ich Buddies? Wie kommt man von Profil zu Profil? Wie lade ich Freunde ein? Wo finde ich diese? Wie? Wie komme ich an meine Texte, Bilder, Videos und Podcasts? Wo lade ich diese hoch? Wo und wie stelle ich diese dar? Wie kann die jemand anders embedden? Versteht Ihr, was ich meine? Eine Mischung aus Homepage und Social Network. Es ist nicht schwer an sich, sagen wir mal WordPress dergestalt auszubauen, dass es sich wie eine Mixtur aus Social Network und Blog anfühlt, es ist schwer, sich das Gesamtsysem vorzustellen.

Ich sprach mal vor langer Zeit davon, wie sich Blogs als Eigenheim weiterentwickeln könnten. Social Networks bieten dazu die Baupläne. Nun muss man die richtige Mischung aus Zentralität und Dezentralität finden. Wichtig dabei: Meine Daten und meine Aktivitäten lagern bei mir, sie werden „lediglich“ je nach Zweck in Teilen zentalisiert zusammengefasst. So ist es heute kein Unding sich vorzustellen, dass ein Flickr2 die Pics zentral und dezentral eingespeist bekommt. Man kann sich auf Flickr2 bewegen oder aber fließend ins Eigenheim des jeweiligen Bildinhabers wechseln. Das dann andere Elemente bietet. Ein Bauteilchen wäre NoseRub als Aggregator der eigenen und der fremden Aktivitäten. Ein anderes die Flexibilität der MySpace Userseite. Ein weiteres das Blog itself. Einfache und flexible Widgets, die man anpassen kann. Soweit klarer? Ich habe nur keine Ahnung, wie das heißen soll, damit die Leute verstehen, um was es sich dabei handelt.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.