Sonstiges

Blog+Social Network = Blog2 ?

mal ein Gedanke. Vorneweg eine sehr kurze Bestandsaufnahme, was es alles an Anlaufstellen im Netz gibt, wo man sich mehr oder minder ein kleines Wohnzimmer zur Miete aufgebaut hat:
– Foren (weniger userlastig, mehr themenlastig)
– Chat (Desktop-SW und webbasierende wie Twitter)
– Social Networks
– Netvibes/Pageflakes (quasi mehr eine Art selbst zusammengestückelte Infozentrale)
– Bilder/Videoseiten (Flickr, Youtube, die prominentesten Vertreter)
– ??

Und das eigene Heim? Das besteht momentan aus
– der good old Homepage
– und Blogs, die die Homepage dynamisieren

Jetzt mal eine recht einfache, gedachte Unterscheidung: Im Gegensatz zum Eigenheim bieten die Mietgesellschaften wie MySpace, CyWorld oder Facebook weitaus mehr Möglichkeiten, sein Wohnzimmer einzurichten, für den Normalsterblichen (den WebWorker mal außen vor gelassen). Erstaunlich, dass man sein eigenes Haus nicht so gut ausbauen kann, obwohl die Techniken dazu heute alle da sind, es ist noch leichter als damals. Ein Blog ist sowas von eingeschränkt letztlich. Aber mehr dazu gleich. Und noch ein wesentlicher Punkt kommt hinzu: Mit einem Eigenheim bist Du alleine im Wald, im Kuhkaff da über den Bergen, weitab vom Schuss, wo das Leben in der Stadt pulsiert. Die Mietgesellschaften bieten dem User gleich von Beginn an zahlreiche Möglichkeiten, mit anderen Nachbarn in Kontakt zu kommen. Was muss sich zB ein Blogger verrenken, damits mal mit dem ersten Hallo klappt? Was muss man sich verrenken, wenn man nicht immer nur olle Texte und Bilder chronologisch sortiert anzeigen will? Zwar gibt es einen Haufen Plugins, bei WordPress mittlerweile auch die Unterstützung durch das System, die Plugins per Drag& Drop auf die Seite zu ziehen und an der richtigen Stelle zu platzieren. Doch ist das immer noch nix für die Massen. Und ganz ehrlich, wer will schon immer und immer wieder Blogtexte verfassen, wenn ihn doch keiner besucht? Wieso zur Hölle muss ein Blog wie ein Blog aussehen? Weil ein Blog als Blog definiert wird. Break the rules. Ein Blog ist nicht ein Blog, sondern ein Eigenheim, jedes kann anders aussehen. Tuts aber nicht, außer bisserl anderen Farben und etwas anderen Sidebars. Das reicht aber nicht, dem User zu geben, was ihn als virtuelle Person ausmacht.

Machen wir es kurz, woauf ich hinaus will: Ist es denkbar, dass heute die User eine eigene Seite wie bei MySpace gestalten können und dennoch nicht alleine sind, weil bestimmte Elemente zentralisiert aggregiert werden, andere wiederum dezentral (also im Eigenheim) ausgelagert sind? Ziel wäre, seine Eigenständigkeit zu erhalten, aber dem Eigenheim die Vernetzungsfunktionen und die Flexibilität eines modernen Social Networks mitzugeben. The Best Of aus allen Welten zu verquicken, das wäre das Ziel. Ein Blog hat Vorteile, ein Forum hat Vorteile, ebenso ein SN. Mit welchen Tools kann man heute seine eigene Seite also so ausbauen, dass das klappen würde? Technisch gesehen würde der Ausbau der Seite klappen, doch die Kommunikation? Das Sharing? Das einfache Entlangschlendern durch die Straßen? Wo wird mein „Profil“ hochgeladen? Wo wird es bekanntgemacht (forget Google)? Wie findet man mich? Wie spiele ich Musik ab? Von wo wird das geladen? Wie kann ich den Musikplayer anpassen? Wo gruschel ich andere an? Wie adde ich Buddies? Wie kommt man von Profil zu Profil? Wie lade ich Freunde ein? Wo finde ich diese? Wie? Wie komme ich an meine Texte, Bilder, Videos und Podcasts? Wo lade ich diese hoch? Wo und wie stelle ich diese dar? Wie kann die jemand anders embedden? Versteht Ihr, was ich meine? Eine Mischung aus Homepage und Social Network. Es ist nicht schwer an sich, sagen wir mal WordPress dergestalt auszubauen, dass es sich wie eine Mixtur aus Social Network und Blog anfühlt, es ist schwer, sich das Gesamtsysem vorzustellen.

Ich sprach mal vor langer Zeit davon, wie sich Blogs als Eigenheim weiterentwickeln könnten. Social Networks bieten dazu die Baupläne. Nun muss man die richtige Mischung aus Zentralität und Dezentralität finden. Wichtig dabei: Meine Daten und meine Aktivitäten lagern bei mir, sie werden „lediglich“ je nach Zweck in Teilen zentalisiert zusammengefasst. So ist es heute kein Unding sich vorzustellen, dass ein Flickr2 die Pics zentral und dezentral eingespeist bekommt. Man kann sich auf Flickr2 bewegen oder aber fließend ins Eigenheim des jeweiligen Bildinhabers wechseln. Das dann andere Elemente bietet. Ein Bauteilchen wäre NoseRub als Aggregator der eigenen und der fremden Aktivitäten. Ein anderes die Flexibilität der MySpace Userseite. Ein weiteres das Blog itself. Einfache und flexible Widgets, die man anpassen kann. Soweit klarer? Ich habe nur keine Ahnung, wie das heißen soll, damit die Leute verstehen, um was es sich dabei handelt.

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

87 Kommentare

  • Vor einiger Zeit gab es mal Gespräche über ein großes Open-Source-Portal, in dem alle großen sozialen Community zentral zusammenlaufen, um so eine Einheit zwischen den ganzen MySpaces, Flickrs und StudiVZ‘ zu erhalten.

    Denn das wäre erst einmal die große Voraussetzung für deinen Gedanken. Klar kann man heute sein Eigenheim so ausbauen, wie man gerne will. Aber es scheitert allein schon an Dingen wie Gravatar. Es haben zu wenig. Und es ist performance-schlecht. Es müsste einen Befehl geben: Userbild/Userinfo, der gleich den z.B. Kommentierenden erkennt, sein Bild an den Rand setzt. Webseite, Info ka.

    Aber das wäre nur der erste Schritt von vielen. Alle Blogs und Dienste müssten viel besser und einfacher zusammen arbeiten. RSS ist dabei schon ein guter Start, aber es geht noch viel besser.

    Ich hoffe auf eine schöne Diskussion an dieser Stelle.

  • Ich hab den Text zwei mal gelesen um ihn zu verstehen… 😉

    Du denkst da weit voraus. Klar ist: Ein Blog ist eine Insel im Meer und das Bauen von Brücken anstrengend bzw. gelingt nicht immer. Die Networks haben es dagegen leichter, man ist näher an seinen Nachbarn dran.

    Auf der Ebene der Blogs wird ein „näher zusammenrücken“ vermutlich auch über entsprechende Feed-Reader gehen, die in ihrer Funktionalität sehr viel weiter ausgebaut werden müssten als heute der Fall.

    Und es müsst eine Art Pendant zu Rivva geben. Denn Rivva wertet heute ja nur die Artikel und ihre Inhalte aus, nicht aber das Leseverhalten der User. Wenn man das darstellen könnte, wer gerade wo was liest (und kommentiert), wäre man einen großen Schritt weiter, oder?

  • da wären wir wieder bei Standards… ein Anbieter wie MySpace hat seine eigenen Standards, damit Dinge interoperabel werden, damit sie klappen. Die Blogwelt besteht aus unterschiedlichen Systemen, kaum gleiche Standards. Das muss aber gegeben sein, damit man sich auf vielen verschiedenen Wegen austauschen kann.

    Und noch ein Punkt: mir erscheint es wichtig, dem User eine Art von Wiedererkennbarkeitsgefühl zu vermitteln. Bleiben wir bei MySpace. Ich weiß meistens, wo was ist, egal bei welchem User ich bin. Oben steht ja auch MySpace als Logo. Der Rahmen ist gleich. Nehme ich ihm das weg, hat er nicht mehr das Gefühl, Teil eines Ganzen zu sein. So war es auch beim Bloggen: der Begriff Blog bereits subsummiert und umklammert bereits. Blog2 aber? Wenn aber jedes Eigenheim anders aussieht, warum sollte der User ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln, warum sollte er dann noch von Eigenheim zu Eigenheim springen, Gästebücher befüllen, poken und Buddies in sein Netz aufnehmen? Ich kann dieses Element der Wiedererkennbarkeit als Grundlage für etwas Gemeinsames noch nicht wirklich als ein konkretes Gebilde fassen, das aber gewährleistet bei SNs im Gegensatz zu heutigen Blogs den intensiven und einfachen Austausch untereinander. Wenn Blog2 eine Mischung aus dezentralen und zentralen Features ist. Wo ist die Klammer? Der zentrale Teil? Reicht das??

  • Ähm,

    mal die klitzekleine Frage – warum sollte ich das alles tun wollen?

    Warum sollte ich soviel Zeit aufbringen, und mir ein komplettes virtuelles Leben aufzubauen?? Reicht das erste nicht?

    Es gibt Blogger, die teilen sich gerne mit. Die schreiben am liebsten auf ihren Blogs.

    Es gibt Leute, die suchen gleichgesinnte Leute, um ihr Hobby zu teilen. Die findet Foren gut und Soziale Netzwerke.

    Es gibt Fotografen, die zeigen gerne Bilder. Die können das in Communities machen (FC, Flickr, etc.)

    usw.

    Was für Superuser sollen es denn sein, die all die ganzen Sachen zusammen nutzen wollen?? Wenn ich in Blogs lese, interessiert mich erst einmal nicht, ob der Besitzer/Schreiber in StasiVZ 1000 Menschen gruschelt, oder ob er (via Zwitter) gerade Bohnensuppe gegessen hat… Sondern ich lese, weil mich das Thema interessiert.

    Vielleicht bin ich auch einfach nur total Web 1.0 😉

  • Natürlich wäre es schon, wenn es eine „Superklammer“ gibt, die alles miteinander verbindet. Aber wie gesagt – wer hat soviel Zeit, das auch alles mit Leben / Content zu füllen?

  • ich stelle hier nicht die Frage, warum man „go virtual“ gehen soll oder nicht. Ich sinniere über die Frage, warum Homepages so eingeschränkt sind, Seiten wie MySpace und Konsorten ungleich reichhaltiger. Dahinter steht natürlich der Gedanke, der Herr im eigenen Hause sein zu wollen, nicht immer nur zu Miete woanders wohnen zu müssen, um sich zu entfalten und auszutauschen. Und warum muss das alles so schwierig sein, seine Homepage nach modernen Maßstäben so einfach wie nur möglich auszubauen , interoperabel mit anderen Homepages zu gestalten und sich dann genauso einfach zu vernetzen. Je leichter man das dem User macht, desto 1.nulliger wird das doch, jedem das sein, wie er will, geht aber nicht.

  • @Dentaku, das Universum, alles ist ein Teil von allem, jaja:) Na komm, schon konkreter, wir reden von der alten Homepage:;)

    @Manuel, Du stellst Fragen, ja und nein, ich weiß es doch nicht, wie genau das aussehen soll. Wenn Du nur Einbahstraßen baust, ist die Homepage wieder im Kuhkaff hinter den Bergen:) Es gibt von Flickr und Twitter aus nicht wirklich einen Rückkanal. Doch, den Link zum Profil und dort ggbfls. einen Link zu Deiner Homepage. Na, das ist zu wenig. Das sind zentrale Dienste für User, die sich dort aufhalten. Das würde ganz anders aussehen, wenn ich in Flickr2 auf eine Userseite bzw. dessen Bildergallerien hineintauche. Was sehe ich bei Flickr1? Richtig, die Bilder im Flickrahmen. Was bei Flickr2? Ich verlasse Flickr.com und befinde mich auf einmal in einer zwar ähnlichen Umgebung, aber auf einmal bei xyz.de. „Oben“ wird mir die Flickr-Leiste eingeblendet. So kann ich jederzeit wieder back. Gehe ich auf YouTube2 genauso. Auf XYZ sehe ich dann die YouTube2-Leiste, statt die Flickr2-Leiste. Sowas… hmhmhmhm

  • Naja, ich versuche ja nur, dir in deinen Gedanken zu folgen… klappt aber noch nicht ganz 😉

    Mal die Diskussion abwarten. Vielleicht hat ja jemand nen Geistesblitz

  • Wen hast du denn als Benutzer im Visier? Eher die Techies oder auch deine Eltern? Die Einschränkungen, die du wahrnimmst, sind für manch anderen noch unerforschte Weiten…

  • Mal was Ketzerisches: muß ein Blog „unbedingt“ verknüpft sein ?

    Ich rede jetzt nicht von Lesern, Links, etc.
    Es gibt eine kleine Diskussion auf einer“gerade jetzt“ stattfindenden Technologie-Fachkonferenz der Immobilienwirtschaft in den USA, wo Experten (u.a. curbed.com-Steele)Zweifel haben, ob diese „Verknüpferei“ für Blogs sinnvoll ist.

    Ganz nach dem Motto „all blog is local“. Ich glaube, daß die Basic´schen Wünsche hierzu an den meisten Nutzer- und Lesergewohnheiten vorbeigehen.

  • ich frage mich, warum immer jemand fragen muss, wer denn sowas nutzen würde, wer denn sowas braucht. *g* ich fänd das cool, wenn ich alles auf einem fleck hätte und mich von allen tools und features frei bedienen könnte.

  • @derherold, vergiss mal kurz das Bloggen, reden wir von der Homepage: Dein ZuHause. Kannst machen, was Du willst, alles da, worauf Du Bock hast. Willst alleine sein? Gut. Willst zusammen sein? Willst alle Dinge nur bei dir, mal nur bei dir, mal woanders, immer woanders machen oder aber manche Dinge so mal so? Auch gut. Ok, das Dumme: ich weiß nicht, wie:)

  • ebenso wie beim Mietshaus Blogg.de, klar. Was aber nur ein Teil ist, schaut man sich die anderen Dienste an. Nur, nicht jeder will ein Blog haben, manch einer will einfach nur ne moderne Homepage haben. Bloggen ist doch nur ein Teil letztlich (wer schreibt schon gerne regelmäßig ins Netz Wildfremde an? Viel mehr wollen gezielt miteinander umgehen können, sonst gäbe es zB nicht in D über 10 Mio SN-Nutzer-angeblich haben bereits +50% der User mind. einmal ein SN genutzt (Nielsen-Stats)-, ganz im Gegensatz zu Blogs und Homepagebesitzern)

  • die idee des dezentralen netzwerkes hattest du ja schon mal vor, puh, mind. einem halben jahr (wenn ich auch nicht in genau dieser form).

    und ich habe an dieser idee auch schon ein wenig gearbeitet. als wichtigste vorraussetzung scheint mir ein protokoll bzw. ein format zur übertragung von relevanten daten bzw. aktionen. also ähnlich wie rss für feeds, zB. nur komplexer da über dieses format auch aktionen ausgeführt werden müssen (friend request, private messages, etc). über ein solches format hab ich schon einige weile nachgedacht, und auch eine domain gekauft + wp installiert, aber zu mehr bin ich bislang noch nicht gekommen. vielleicht im februar wenn etwas weniger prüfungen anstehen.

    ich fände aber auch eine kollabrative entwicklung des formates ziemlich spannend, könnte dazu ein wiki aufsetzen. wenn interesse besteht.

  • @paulinepauline: du hast Recht, das so was wie professionelle Deformation, die Frage ist so eine Art Selbstschutz, um Feature-Requests abzuwehren.

    @Robert: aber die DAUs sind doch ganz happy mit dem, was sie haben, oder? Wäre es nicht ein wichtiger erster Schritt, erstmal Eigentümer meiner Daten im Web (Links und soziale Kontakte incl.) zu werden, bevor ich neue Dinge damit anstellen kann?

  • das sind Fragen, die sich DAUs aber nicht stellen, wegen den Daten. Gib ihnen eine MySpace-Page und viel Spaß beim Zuschauen. Kennste Beepworld? Boah… eklig, aber … Beepworld2 wäre mind. ebenso popeleinfach. Nur moderner, vernetzter, flexibler, „verwidget“.

  • stimme da dem fragezeichner durchaus zu. DAUs ist das nicht unbedingt. das liegt schon alleine daran, das man dann einen eigenen webspeicherplatz braucht und 1. kostet der und 2. wird ein gewisses wissen dazu vorrausgesetzt. nicht unbedingt bei der installation sondern bereits vorher. ftp programm, rechte setzen, etc ist für viele schon viel zu viel.
    allerdings habe ich mich bereits gewundert warum zB noch kein hoster auf die idee gekommen ist webspace anzubieten mit vorinstallierten wordpress (oder anderem) ohne das technikgeschwaffel. bin dann aber zum schluss gekommen das dies zwar vielleicht DAUs ansprechen könnte, aber nur die in das thema eigene homepage/blog und die technik dahinter interessiert sind. die die einfach nur bloggen, etc wollen reicht das bisherige vollkommen.

  • Zwei Komponenten könnten schonmal weiterhelfen:

    1. Alles kommt auf meine eigene Seite (Texte, Photos, Videos, Getwittere). Wenn ich’s nicht dort „erstelle“, dann wird es eben dorthinkopiert (hier kann sowas wie WordPress mit Plugins weiterhelfen — schließlich macht ja nicht jeder alles).

    2. Jeder barucht auf seiner Seite (oder zentral) eine Software, die die Aktivitäten aller „Freunde“ anzeigen kann.

    Die vorhandenen Technologien wie RSS und XFN können das schon ein Stück weit tragen (ein paar neue Datentypen für die Enclosures und schon…)

  • Ich als kompletter SN-Autist verstehe SNs als ein Knotenpunkt in dem jeder nur ein kleiner Teil vom Ganzen ist… nach deiner Maßgabe willst du das jeder quasi sein eigener Knotenpunkt im SN ist, richtig?

    Wenn ich dich richtig verstanden habe (höchstwahrscheinlich nicht), willst du das Prinzip des Social Networking insoweit umkrempeln, dass der Prophet (User) nicht mehr zum Berg (Rest der Welt, soweit in SNs zusammengefasst) geht, sondern mehr oder weniger umgekehrt, die Welt direkt zu dir kommt… Ein eher egozentrischer Ansatz also – ergo: Ego(centric) Networking

  • Der Einwand von Manuel (Nr. 4) ist berechtigt: Mal will ich in Ruhe was lesen, mal will ich diskutieren. Bisher gibt es für jedes Bedürfnis eine Lösung, aber immer auf getrennten Plattformen, von denen es meist noch verschiedene gibt (Frage der Standards).

    Jetzt soll alles zusammen kommen, aber so dass die Individualität des Einzelnen gewahrt bleibt und sich doch jeder überall leicht orientieren kann (etwa wie auf MySpace).

    Vermutlich werden wir eine schrittweise Integration bzw. Konvergenz sehen. Die vielen Einzellösungen und Networks sind sinnlos, weil nicht zu überblicken (und auch zeitlich nicht zu handeln).

    Eine gute Basis hat Facebook: Dort kann ich schon Teile meines Blogs einbinden (auf Xing nicht), ebenso Twitter und Hunderte anderer Dienste. Aber das alles ist noch relativ beschränkt und sehr statisch – fehlt mir eine Applikation auf der Profilseite, kann ich bestimmte Dinge nicht tun.

    Dem Ansatz von Dentaku (Nr. 24) kann ich nicht folgen. Er dürfte zwar machbar sein, aber für die große Masse zu kompliziert. Da ist es schon einfacher auf MySpace zu gehen und sich seine Seite einzurichten – mal mit Blog, mal ohne. Mal mit Flickr-Fotos, mal mit Musik von Last.fm….

  • die steuerbare „Spiegelung der Daten“ ist für Aggregatorservices = gemeinsame Durchsufklammer schon mal nicht dumm gedacht. Nicht ganz unwichtig für einen neuartigen Homepagebaukasten. Und technisch gesehen, muss der User davon nix mitbekommen, wenn die Services untereinander sauber reden können.

  • @BN: ich würde das nicht unbedingt so sehen. würde das eher so sehen, das man einfach sein profil auf den eigenen webspace verlegt. man könnte auch sagen das es so etwas wie openid für authentifizierungen ist.
    das hat für die user zahlreiche vorteile, für mich vor allem in sachen privacy. denn wenn meine daten auf meinem server liegen, bestimme ich was damit passiert.

  • interessante Idee 🙂 finde auch, dass man nicht fragen sollte, für wen dieses Konstrukt Sinn machen könnte – der User sucht sich schon den Ort, an dem er sich im Netz rumtreiben will 😉 Geht denn die Data Portability Workgroup nicht schon einen Schritt in diese Richtung? Also einen allerersten kleinen Schritt mein ich 😉 Vielleicht funktioniert Blog2 ja so, dass man auch weiterhin bei myspace, xing oder auf seiner eigenen Homepage ist und nur bestimmte Elemente – wie zb eine Freundesliste – plattformübergreifend genutzt werden kann. Im real life ist es ja auch egal, ob ich ein eigenes Haus hab oder zur Miete wohne – können dennoch alle in der gleichen Strasse wohnen und zum selben Bäcker gehen 😉

  • @Florian: Ja, das war auch der Grund für meinen Ansatz. Wer sich das technisch nicht zutraut, der soll es eben bei Facebook (o.ä.) machen — solang nur die Protokolle gleich wären.

  • @Florian:
    Mag sein, das mein „Ego-Network“ nur das andere Extrem zum SN ist und Roberts Idee irgendwo dazwischen liegt… also mehr synallagmatische Spiegelung zwischen SN-Seite und der eigenen Homepage.
    Allerdings glaube ich nicht, dass die Daten, soweit auf eigenem Server dann so viel sicherer sind, da mit ihnen innerhalb der SN-Seite ja doch trotzdem interagiert wird, oder?

  • Vielleicht hilft Dir das bei der Erklärung oder Diskussion. Aber für NoseRub denke ich schon lange daran, „Gruppen/Foren“ einzurichten, die dann von jeder NoseRub Instanz weltweit genutzt werden können.

    D.h. dass Du in einer Gruppe schreibst und darin Sachen liest, die jemand geschrieben hat, der gar nicht auf dem gleichen Server sein „Social Network“ (in diesem Fall z.B. http://identoo.com) hat.

    Technische Basis ist dabei das Usenet-Protokoll. Dort gibt es eh das Konzept der Clients (hier die NoseRub-Instanzen), die mit dem Usenet Daten austauschen. Und das Usenet ist verteilt aufgebaut. Es können also mehrere Server weltweit alle Gruppen/Foren hosten.

    Da ja auch heute schon Binaries über Usenet verteilt werden, könnte man flickr2 genau auf die gleiche Basis setzen. Wenn ich will, läuft bei mir auf dem Server neben Blog und NoseRub auch noch ein Usenet-Server, den ich dann auch mit meinen Videos und Photos füttern kann.

    Diese Daten werden dann mit allen anderen Usenet-Server abgeglichen und sind somit für alle verfügbar.

    Das jetzt natürlich stark auf NoseRub zugeschnitten, aber ein Höchstmaß an Unabhängigkeit und Gemeinsamkeit zusammen.

  • Ich denke auch grade mit jemand „technischerem“ über sowas nach. eine Art ‚Schicht‘ die man über beliebiges drüberlegen kann udn die das verbindet. An sich wäre dann eal wo man was wie macht, man verknüpft es an einer Stelle und gut ist. Noserub als Basistech war auch unsere Idee.

    Wenn da jemand Interesse hat… 😉

  • aber eine Art Layer wäre Interessant… so wie ein Moto-Cross Fahrer schmutzige Folien von seinem Visier reißt so könnte man diese Layer über seine Blog2 legen… und bei bedarf weg damit…

  • @ oliver gassner

    …also so etwas wie diigolet oder ShiftSpace, nur daß in diesem Layer dann deine bevorzugten Services integriert sind (also flickr usw., was man sich dann selber zusammenstellen können sollte mit größtmöglicher Freiheit) und du sie von deinem Blog/deiner Webseite aus aufrufen kannst und dann für deine jeweiligen Kontakte (die ja nicht „jeweilig“ bleiben müssen, wenn das mit der Dataportability hinhauen sollte) erreichbar bist?

    An sowas hatte ich nämlich auch schon mal gedacht…

    Ideal wäre, wenn so ein Tool bereits in den Browser integriert ist, dann wird es nämlich schneller bekannt. Welcher Normaluser kennt schon Diigo.

    Vielleicht gibts ja noch weitere Ideen in dieser Brainstormingrunde 😉

  • links for 2008-01-11…

    Themenblog: Klickkönige werden schwer Umsatzmillionär
    fazit: Social Networking und Content Generating Communities blieben spannend
    (tags: social networking icommented)

    Oondi | Overview (Home)
    Oondi belonht Schreibvende mit 100% der …

  • Wow, seeeehr relevante Diskussion, vielen Dank. Das neue Web schwebt mir zum Greifen nah vor den Augen.

    Jeder stellt seine Inhalte in sein Eigenheim, deklariert sie nach einem definierten Standard, und erlaubt gewissen Diensten, darauf zuzugreifen.

  • oh, robert, du hast mit diesem thema eine uralte idee wieder hervorgekramt; ich glaubte sie schon vergessen.

    nunja, mit meinem heutigen verständis kann ich mittlerweile auch so häuser spinnen – ich würde es dann eher web3.0 taufen, da wir ja schon 2.0 haben.

    vom sinn und nutzen darf man echt nicht sprechen, das frage ich mich schon so bei manchem netzwerk, warum die überhaupt existieren und wie man davon profitiert.

    technisch ist es wieder wesentlich interessanter.
    ich nenne meine idee dazu mal eher xmlrpc-widget (feeds sind eher fürs reine aggregieren mE) für die HP2 (blog2, etc. pp.). sprich: wie schon oben erläutert, baue ich mir auf meiner hp die elemente zusammen, zB auch ein forumsthread, welches nicht nur aggregiert wird über einen zentralen dienst, sondern auch interaktionsmöglichkeiten bietet, abonennten können auf ihrer eigenen hp zB direkt antworten, oder über die zentrale (die sn-fetischisten).

    ich würde sagen, dass wordpress gar nicht mal so verkehrt wäre als basis, es ist gar nicht so statisch wie du meinst, wenn man zB nur eine vernünftige schnittstelle/protokoll integriert, die mit der zentrale interagiert. kurz: wp rauf, widgets installieren/aktivieren, drauflos schreiben… die blogroll wird als friendlist erweitert mit wesentlich mehr aktionen und infos (zB von zuhause direkt auf beiträge anderer antworten, wobei mein kommentar sogar bei mir zuhause bleiben kann, sowas wie ne mischung aus kommi und TB, der normale kommentar wird überflüssig); und alles was ich zuhause machen kann, kann ich auch von der zentrale, wir wissen ja eben nicht, wie jeder es am liebsten hat.

    eigentlich ist es dann doch nicht nur „das internet“ sondern eben auch das „social internet“.

    das ergebnis nenne ich mal web-pangäa…

    ps: selbst mein beitrag war nur ein bruchteil von dem, was das neue dingens wäre. ich werd heut nacht nicht richtig schlafen können. danke robert. ;o)

  • Schöner Ansatz, netter Beitrag.
    Finde ebenfalls, dass man sich im WWW leicht verliert und sich lange etablieren muss, um oft besucht oder überhaupt bekannt zu werden.
    Naja, du wirst dieses Problem hier ja nicht haben, :-).

  • das Problem ist weniger, Kontakte zu knüpfen, sondern eher die passenden Kontakte zu finden und zu knüpfen. Es geht ja nicht um die Jagd nach dem Millionentraffic, ich kann mir nix einsameres vorstellen, als 1 Mio Buddies zu haben.

  • Hm, hätten einige Leute vielleicht Lust da ein Projekt drauszumachen und auf einer,s agen wir, Mailingliste/Wiki mal anzufangen das zu durchdenken?

    Ich spiel gern den Organisator.

    Basisidee:
    *Homepage 3.0 als Zentrum des eigenen sozialen Netzwerkes
    * Daten liegen wo es geht bei mir, Mashuppen

    Policies:
    * open source
    * alles auf english amchen um die globale Dings anzusprechen
    * Vernetzung mit ähnlichen Inis (Microformats etc.)

    Todo:
    * Catchy name?

    Ich blogge das auczh noch mal bei mir mit referenz auf hierher.

  • Homepage 3.0 als Personal Publishing Hub und Scoial-Network-Zentrum…

    In Blog Social Network = Blog2 ? hat Robert interessante Gedanken zur Zukunft von Personal Publishing, Homepages und Social Networks verarbeitet.

    Da einige meiner gedanken auch in diese Ecke gehen habe ich dort gerade folgendes kommentiert:

    Hm,…

  • Oops, sorry, hatte ich überlesen, wobei ich Mailinglisten auch nicht ganz doof finde. Sozusagen zur disussion und s wiki zur Dokumentation. was meinst du?
    es geht mir in eine ersten Phase eher um einen’Public + global think-tank‘.

  • Also ein Wiki, das thematisch passen könnte, gäbe es schon. Stefan und ich haben das im letzten Jahr mal aufgesetzt. http://www.wiki-spielwiese.de richtet sich an Netz-Neulinge, will aber auch Brücken schlagen zwischen „alten Hasen“ und Einsteigern, zwischen Web x.0 und „real life“. Es gibt dort in der Menü-Struktur eine Unterteilung in Einsteiger und Profis. Unter Profis könnte dort z.B. ein Bereich flott eröffnet werden, in dem oben angedachtes Thema diskutiert werden kann. Ist nur so eine erste Idee/ein Vorschlag von mir.

  • Dachte auch schon darüber nach.

    So in etwa: Profilseite via link-tag (wie rss und openid-identity) an webseiten anhängen. Auf dieser Seite sind die öffentlichen angaben.

    Wer sich per openid anmeldet (->friend werden) kann für weitere Details freigeschaltet werden.

    Ist dann vom Handling her ähnlich wie die Grundfunktion der bekannten SNs wie Xing.

    Ich stelle gerne die Infrastruktur (Wiki, Mailingliste, Blog, etc) -> aber wg. cocur.org wahrscheinlich nicht mehr nötig, oder?

  • Es gibt ein Projekt von Chris Messina und Steve Ivy, das WordPress als Basis für ein Social Network hat und später auf andere Plattformen wie Drupal portiert werden kann. Das ganze heißt DiSo. Sollten sich Interessierte vielleicht mal ansehen.

    Lifestrea.ms könnte auch zu einer Zentrale werden, da man bereits heute nicht nur alles mögliche dort aggregieren kann, sondern z.B. auch seine Twitter und Blog Posts von dort absetzen kann. Weiterhin kann man Bookmarks z.B. direkt an Ma.gnolia schicken und noch ein paar lustige Dinge mehr. Ist noch Private Beta.

  • @Oliver: Mailing Liste ist ein gute Idee, jetzt verfügbar unter list at cocur dot org. Anmelden mit „subscribe list“ an majordomo at cocur dot org.

    @Carsten: DiSo ist eine Software-Lösung. Meiner Meinung (und ist auch das Ziel von Cocur) sollte als Basis ein spezielle Format zum Transfer der benötigten Daten dienen. Dadurch kann jeder Implementierungen für jede Plattform schreiben.

  • vergisst nicht Dirk#35 von Noserub mit einzubeziehen, wenn er denn Lust/Zeit hat. Immerhin hat er mit seinem Projekt schon mal gute Erfahrungen gesammelt, ist auch ähnlich gelagert, sich von zentralen Lösungen unabhängiger zu machen.

  • Ich fände es schön, wenn interessierte Nicht-Techniker von solchen spannenden Ideen/Entwicklungen auch etwas mitbekommen könnten. Man könnte Schwerpunkte der Diskussion für Nicht-Techniker in eine verständliche Sprache „übersetzen“. Die bleiben sonst immer außen vor.

    Auf der einen Seite könnte sich das Projekt in einem Wiki (wo auch immer dieses liegt!) entwickeln. Auf der anderen Seite können interessierte Nicht-Techniker dort in einem anderen Bereich des Wiki´s Fragen stellen. Ein Wiki ist doch eine ideale Plattform für diesen Zweck? Na, ich werd mal abwarten und mich in der Mailingliste anmelden.

  • @asaaki (55): ja kann man.
    @carsen (56): sie verwenden offene formate, ja. aber meines wissens gibt es eben noch kein offenes format um dezentrales soziales netzwerken zu ermöglichen. dazu zählen zB aktionen wie freunde hinzufügen, private messages, etc. wenn es soetwas schon gibt, her damit, ich möchte ja das rad nicht neu erfinden.
    soweit ich es verstanden habe möchte diso anhand der vorhandenen offenen formaten plugins für software system anbieten um dezentrales social networking zu ermöglichen.
    @robert (57): noserub habe ich mir schon mal angesehen. für mich sieht das so aus wie ein dezentrales system für mehrere (alle?) zentrale systeme. oder liege ich da falsch?
    mir ist es natürlich mehr als recht wenn menschen mit erfahrung an so einem projekt teilnehmen. mir zumindest erscheint die kollabrative entwicklung eines solchen formates mehr als reizvoll.

  • es sollte mehr sein, hat sich aber zu Beginn auf die Aggregation der einzelnen Aktivitäten auf unterschiedlichen Seiten (Flickr, Facebook, ….) konzentriert. Der Grundaufbau des Systems zielt aber letztlich in diese Richtung ab. Zudem hat Dirk sich ja schon ebenso dazu seinen Kopf gemacht, wie das aussehen kann. Und es ist wohl auch richtig, dass man sich überlegt, wie man bestehende Sammelplätze wie Facebook nutzen kann. Ist imho nicht unwichtig, dass man die User da abholt, wo sie sich befinden.

    Schauen wir mal, ob sich noch weitere Interessenten finden: https://www.basicthinking.de/blog/2008/01/12/dezentralisierung-des-personen-layers/

    wäre auch ein Thema fürs Wordcamp 08, oder?

  • @Florian: Freunde hinzuzufügen ist bereits über Mikroformate wie hCard und XFN möglich (siehe Wevent, Dopplr,…).

    Schau Dir als Beispiel mal Will Norris‘ (der übrigens auch bei DiSo beteiligt ist) einfache Seite will.norris.name an. Sieht nicht so wahnsinnig spektakulär aus, aber ein Blick auf den Quelltext lohnt. Will hat seine Kotaktdaten als hCard ausgewiesen, die URL dient als OpenID (Delegation zu seinem OpenID Provider), die Profile zu Social Networks sind mit rel=“me“ ausgewiesen und dann gibt es noch die Twitter Updates.
    Diese URL braucht er nur noch anzugeben, wenn eine Seite hCards akzeptiert (z.B. auch das hCard Comment Plugin für WordPress von Matthias Pfefferle), wenn ein OpenID Login benötigt wird,…

  • @Carsten: Genau das selbe funktioniert auch schon mit NoseRub, wie Du an meinem Identoo-Profil erkennen kannst.

    Im Moment arbeiten wir an weiteren XFN-Relationen, damit man durch das OpenID-Login dann spezifizieren kann, wer was zu sehen bekommt.

    Außerdem soll man beliebige URLs als Kontakt angeben können, aus denen dann die Microformat-Informationen herausgelesen werden.

    Es gibt halt noch keinen Standard, wie so eine zentrale Seite auszusehen hat und wie man z.B. die Kontakte für einzelne Dienste freigeben kann. Mit ein paar Attributen macht das OpenID ja schon, nur für Kontakte gibt es da noch nichts.

    Mit NoseRub versuchen wir, diese Ideen zusammen zu führen. Wie das dann tatsächlich am Ende aussieht, wird sich noch zeigen. Dazu gibt es im Moment viel zu viel Bewegung in dieser Diskussion. Anfang Februar findet z.B. ein Social Graph FooCamp auf dem O’Reilly Campus in de Nähe von San Francisco statt. Da werden bestimmt einige interessante Ergebnisse bei heraus kommen.

  • @Carsten (62): XFN kenne ich und es ist ein interessanter ansatz um beziehungen auszuzeichnen. allerdings reicht es meiner meinung nach nicht aus, da XFN im (X)HTML quelltext angesiedelt ist und mir daher für die interaktion zwischen servern ungeeignet scheint. und dies ist unbedingt nötig um zB friend requests auszuführen.
    dezentrale social networks sind auch nicht das ziel von XFN.
    ähnlich verhält es sich mit hCards. für die auszeichnung auf der webseite ein prima sache, aber es ist eben für die interaktion zwischen zwei users ungeeignet.
    wenn ich die zB via XFN als freund hinzufüge wirst du das vermutlich nie merken, wenn du nicht zufällig auf meine webseite kommst (und ein spez. plugin installiert hast das anzeigt ob die webseite „dein freund“ ist). cocur als format bzw. api soll eben genau das machen. dich darüber informieren das ich dich als freund hinzugefügt haben will (bzw. hinzufügen will). und über das format kannst du dann mir auch die mitteilung senden ob du meine freundesanfrage akzeptiert hast und ob du mich auch als freund hinzufügen willst. in meiner freundesliste kann dann natürlich mit XFN gekennzeichnet sein das du mein freund bist. genauso wie meine profilinformationen auf der website mittels mikroformaten als solche gekennzeichnet sind.

    Cocur würde sich im HTML-Code auf einer Stufe mit OpenId ansiedeln, irgendwo im Header-Bereich als link-Tag der auf die alternative Profildarstellung in einem bestimmten (auf XML basierenden) Format verweist.

  • Ich hab jetzt die Diskussion nur überflogen. Das ganze wird glaub ich nicht umzusetzen sein, da die großen SNs sicher nicht bereit sind ihre Nutzer quasi „aufzugeben“ um mit einem offeneren Standart die User unabhängiger zu machen.

    Ausserdem muss man irgendwo wieder differenzieren zwischen Webworkern und normalen Menschen. Allein schon HTML ist nicht massentauglich. *g*

    Soweit ich das jetzt verstanden hab ist ein Apekt des Gedanken, dass man die Kontrolle über die Informationen behält. (Wie das auch auf der klassischen Webseite der Fall ist.)

    Nötig dafür wäre eine Plattform auf der man die Informationen – die man vorhat über sich selbst zu veröffentlichen – maschienenlesbar darstellt. Zur Veranschaulichung mal ganz plump: ein Webspace mit nem haufen xml Dateien.

    Ein SN könnte jetzt beliebig in den XML Dateien rumsuchen und lesbar aufbereiten. Ein entsprechener Manistreamuserfreundlicher XML Parser könnte bestimmte schlüsselwörter in der eigenen Webseite durch Informationen ersetzen. (Um die Konnektivität der SN’s zu erhalten.)

    Ein Rahmen muss vorhanden sein, denn wenn jemand vergisst auf seiner Profilseite die aktuelle Freundesliste einzubinden steht der User in der Sackgasse.

    Ziemlich weit hergeholt der Gedanke. Mal sehen ob was bei rauskommt.

  • @hmpf (64): man merkt das du die diskussion nur überflogen hast. mir zumindest geht es primär um entwicklung eines offenen formates für die übertragung. das ist rein für techniknerds. dafür muss es dann natürlich software geben die dieses format implementiert. vergleichbar damit das rss zB von blog systemn und von rss readern implementiert wird.
    dafür gibt es aber schon andere ansätze wie diso oder auch noserub.

    und zur akzeptanz von großen systemen: so langsam wird auch openid von den großen akzeptiert. und offene apis, opensocial und die dataportabilitygroup beweisen das auch im bereich des social networkings ein gewisser wille vorhanden ist.

  • @Florian: Langsam wird mir klar, worauf Du mit Cocur hinaus willst. 🙂

    @Dirk: Auf die Ergebnisse des Social Graph FooCamps bin ich tatsächlich gespannt. Es sind ja eigentlich alle Leute dabei, die in dem Bereich an Projekten arbeiten. Freut mich besonders, dass Du und Thomas ebenfalls mit dabei seit.
    Identoo/NoseRub betreffend muss ich mich noch mal bei Dir melden, weil mein Account/Username hinüber ist.

  • Tolle Diskussion! Danke.
    Leider finde ich auf cocur.de keine weiteren Inhalte… Ist die Idee direkt wieder eingeschlafen? Oder kann vielleicht jemand zusamenfassen, wie der Status ist?
    Leider ist das Mailinglistenarchiv nicht öffentlich (wenn es eines gibt…)
    VG

  • Hm, also wen ich auf der ML bin, dann war da nix los.

    Ich wird ch Montag oder so noch mal mit Stefan Waidele (und gegebenenfalls meiner Skype-Gang) kurzschließen und ausdenken wie wir weitermachen.

  • auf cocur.org ist deshalb noch nicht viel, da bei mir im moment prüfungszeit ist. aber spätestens in zwei wochen werden dort alle grundlegenden inhalte zu finden sein.

  • Web 2.0 in antiken Thermen…

    [german]Um meine Freundin zu besuchen verbringe ich derzeit viel Zeit in Rom. So war ich auch am letzten Wochenende wieder in der ewigen Stadt und gemeinsam haben wir uns bei herrlichem Sonnenschein und frühlingshaften 17 Grad auf den Weg in das nahe …

  • der durchschnittsnutzer will immer nur das, was er kennt. neues muss er erst ausprobieren, um die vorteile zu erkennen.

    und wenn wir uns immer nur nach dem durchschnittsnutzer richten würden, gäbe es gar keinen vorschritt und keine innovationen mehr.

  • So sieht es aus. Hätten nicht ein paar Leute weiter gedacht, würden wir hier überhaupt nicht auf einem Blog kommentieren, sondern weiterhin Rauchzeichen geben und hoffen, dass sich der Wind nicht dreht.

  • @paulinepauline

    damit bin ich jetzt ja gar nicht einverstanden 😉 der durchschnittsnutzer ist im endeffekt der jenige, der das geld reinbringt, welches wiederrum notwendig ist, um die projekte zu unterhalten.

    daher nützt es nicht ein ach so innovatives produkt zu machen, wenn der kunde es nicht will…

  • OT: Dazu muss ich jetzt einfach „Dont Make Me Think“ frei zitieren: „Der durchschnittliche Benutzer wird in einem klimatisierten Raum in der Nähe von Paris gehalten.“ (…)

  • Der Kunde wird es irgendwann wollen oder das Produkt, die Technik,… werden in der Versenkung verschwinden. Ja, vielleicht werden die Innovatoren nicht diejenigen sein, die viel daran verdienen. Mag sein, dann halt jemand anderes, wenn die Leute bereit dafür sind.

    Aber wenn es keine Innovationen gibt, weil man vorher Studien auswertet, die besagen, dass die Leute es nicht wollen, bewegt sich halt nichts. Und woher soll der durchschnittliche Nutzer anhand von theoretischen Überlegungen, ein paar technischen Skizzen, usw. wissen, ob er das Produkt benötigt oder nicht? Er wird ein endgültiges Produkt sehen und testen wollen.

  • @Carsten,

    ich geb dir recht, dass man man sich immer nach vorne bewegen muss. nichtsdesto trotz geht heute vor jeder innovation eine knallharte kalkulation, auswertung von studien etc. in den 99,99% der vermeintlich innovativen sachen, wissen die macher vorher, wie der kunde darauf reagiert. der endverbraucher muss es annehmen, und das ist das einzige bewertungskriterium von erfolg.

    die innovation nur wegen der innovation ist ein absolut sinnloser prozess 😉

  • Innovationen brauchen nicht zwingend Studien… Eine Idee haben … Googlen und Suchen ob es diese Idee schon gibt… Starten… So haben es doch viele gemacht. Ob es angenommen wird ist so die SACHE, wen der bedarf trotz guter Idee nicht da ist, ist es so… Selbst grosse Unternehmen mit positiven Studien sind mit IHRER Inovations-Idee gescheitert.

    Ich versuche nie das Rad neu zu ERFINDEN !!!

    Gruß

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