Sonstiges

Gadget-Devot?

hm… schaue ich mir das Uservideo zum Macbook Air an, frage ich mich manchmal, ob es nicht sowas wie eine Devotheit gegenüber Gadgets gibt? Nennt es von mir aus anders. Mir selber fällt es schwer, eine Art von Gefühl für Maschinen zu entwickeln. Klar, ich mag den neuen Asus EEE jetzt schon, finde ein Macbook Air schick, die Bedienung des iPhones wegweisend, den iPod cool und einen Aston Martin sehr lecker, da er nicht so prollig wie ein Ferrari oder Lambo daherkommt. Doch bleibt da immer letztlich der Gedanke im Kopf „es ist eine Maschine, die ihren Dienst zu verrichten hat“, nicht mehr und nicht weniger. Sprich, eine echte Geilheit auf Produkte zu entwickeln, Uservideos zu drehen, wie geil ein Gadget ist, würde mur persönlich schwerfallen. Ich kann zu Menschen einen Beziehung aufbauen, aber nicht zu einer blöden Maschine aus Metall und Plastik. Ebensowenig kann ich was gegenüber Marken empfinden. Eine Marke ist eine Firma, die was anbietet. Wenn sie es gut macht, verdient sie ihre Kohle, wenn nicht, dann ab dafür. Mag ich Google? Klasse Dienst. Kein Thema. Mag ich Apple? Klasse Firma, die es versteht, teure Produkte zu verscherbeln. Aber letztlich sind mir diese Firmen völlig schnuppe. Sie bieten Maschinen/Dienste an, die ihren Dienst verrichten sollen. Also auch da fällt es mir schwer, wie gegenüber einem Menschen gleichwertig zu sagen „ich mag dich“. Eine Maschine oder Marke mögen ist da doch sehr viel schwächer. Letztlich wird wohl das Geheimnis darin liegen, dass es eine Firma verstehen muss, eine Art von Lebensgefühl dem Produkt mitzugeben, das der Besitzer auf sich überträgt und sich dadurch auch gewissermaßen nach außen hin definiert. Meine Gadgets = Summe des Egos des modernen Menschen?

hm, nur mal so dahingedacht…


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

6 Kommentare

  • klar. Die Mehrheit der Menschen in den wohlhabenden Ländern definiert sich über Konsum(güter). Ist ihnen ja schließlich jahrelang eingetrichtert worden.

  • ich glaube es kommt einfach drauf an, wie man für sich selber mögen definiert. ich mag im eigentlichen sinne nur die, die mich auch zurückmögen – menschen und tiere.

    ok und nutella und penne arabbiata auch, aber ausnahmen bestätigen die regel 🙂

    wahrscheinlich ist es weniger mögen als verlustangst des statussymbols – wenn man nicht mehr das macbook auf den tisch stellen kann fühlt sich der eine oder andere weniger wert – und DAS wiederum mag kaum einer.

    gerade bei apple würde ich es auf die evangelisierung durch die kreativen begründen. mir hat mal jemand den unterschied zwischen mac und PC mit dem vergleich marderhaarpinsel und baumarkbürste zu verdeutlichen versucht. und wenn mir ein werkzeug vermeintlich zu mehr kreativität verhilft, dann kann sich da schon die eine oder andere liaison entwicklen – digitale muse sozusagen 🙂

    robertH:
    als jemand mit marketingmenschvergangenheit kann ich noch von ganz anderen alpträumen berichten 😉 hakende offsetrollendruckmaschinen, produkfotografen die meinen ein handy reicht zum fotografieren von produkten für plakate voll und ganz aus, korrektureschleifentermine und alle sowas…

    da finde ich die (zumidnest beim treffen kaufentscheidungen) eher „emotionslosere“ zielgruppe angenehmer – deren entscheidungskriterien sind nämlich berechenbarer und einfacher zu erfüllen als die der emotionalen kundschaft.

  • Ich baue eine Beziehung zu jedem meiner Geräte auf 🙂 Ich liebe sie! Jedes einzelne! Mein Macbook Pro, mein Macbook, mein TV, meinen TFT, meine PlayStation3, mein iPhone und all meine kleinen süßen Schatzis, die ich vergessen habe! Ja, ich liebe sie und ich stehe dazu. Und wir haben auch ne emotionale Bindung 🙂

  • Ich liebe besonders Geräte, die klasse sind, aber nirgends beworben wurden.
    Da habe ich immer das Gefühl: „ich hab’s entdeckt! Ein Unikat…und es gehört mir allein!“
    In dem Sinne mag ich ein HTC-Smartphone lieber als ein iPhone.
    Ich habe inzwischen sogar ein persönliches Verhältnis zu meiner NoName-PCI-TV-Karte, die schon 10 Jahre ohne zu murren in verschiedenen PC-Gerationen ihrem Dienst nachgeht.
    Es ist wohl das gleiche Gefühl, als ob man ein Schnäppchen bei eBay ersteigert hat.

Kommentieren