Facebook lässt übersetzen

Robert Basic

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Bestimmt schon gelesen, dass Facebook die Internationalisierung mit einem ungewöhnlichen Schritt begleitet, indem man seine User rackern lässt, um die einzelnen Seiten und Funktionsbereiche zu übersetzen (inkl. einem Abstimmungsmodul, welche Übersetzung die Beste ist, wenn ich es richtig verstanden habe). Obwohl die mit Kohle vollgestopft sind, klar hat auch mich das gewundert. Doch ich denke, dass Facebook hier nicht wirklich Sparbrötchen spielt, sondern tatsächlich auf landestypische Kulturen und Einstellungen der User zurückgreifen will. Kann ja sein, dass Portugiesen sich für eine etwas lockerere Sprache entscheiden, ganz im Gegensatz zu den als steifen und humorlos geltenden deutschen Usern:) Kein dummer Schachzug.

Wie die Arbeiten vorangehen? Keine Ahnung, soll noch Closed Beta sein. Also schauen wir mal. Währenddessen macht sich ZweiNull.cc Gedanken, was denn eine eingedeutschte Version gegen StudiVZ ausrichten kann: Facebooks Deutschland-Wachstum und der studiVZ-Effekt. Sollte es sich weiterhin für Holtzbrinck als immens schwer erweisen, dass man StudiVZ nicht so wirklich vergolden, ja nicht mal versilbern kann, erübrigt sich das Thema von alleine, wer nun das Rennen macht. Kein Kaufmann dieser Welt wird zu lange an einem Projekt hängen, in das er nur Geld reinpumpt, statt Geld rauszuholen. Man darf ja nicht vergessen, dass es innerhalb des Konzerns und in der Familie Gegenmeinungen gab und mit Sicherheit noch gibt, was die Internetstrategie angeht.

Wobei man das bei StudiVZ nicht ohne Berücksichtigung weiterer Holtzbrinck-Projekte sehen darf. Immerhin gehört bspw. auch SchülerVZ dazu. Zudem hat dieser Medienkonzern gezeigt, dass er willens ist, das Internet nicht den kleinen Garagenfirmen zu überlassen, sondern selber Hand an sein eigenes Schicksal zu legen. Totes Holz heute, irgendwan morgen digitales Holz? Und sollte es gelingen, beide Plattformen für Cross-Selling-Effekte zu nutzen, so kann man dem Fortbestand von StudiVZ und SchülerVZ entspannt entgegen sehen. Dann dürfte es auch in der Tat zu einem langfristigen Race zwischen Facebook/MySpace und StudiVZ/SchülerVZ kommen. An und für sich halte ich MySpace eher für die geeignetere Plattform für den deutschen User. Nur haben die sich das Heft aus der Hand nehmen lassen, das muss aber nicht lange dauern, bis die Presse Facebook überdrüssig ist. Und wenn die zudem die deutsche Lokalisierung (die damals echt grottig war imho) besser hinbekommen + endlich echte Drittapplikationen zulassen, dann wird sich Facebook wie auch SchülerVZ/StudiVZ noch dumm umschauen. Einen schlafenden Riesen sollte man nie unterschätzen. Habe aber keine Ahnung, wie sehr die EMEA-Strukuturen von MySpace personell wackeln oder nicht. Wenn Murdoch die Schnauze voll hat, wird er sich eben besseres Personal holen, um den deutschen Markt aufzumischen. Immerhin will MySpace in D über 2 Mio Accounts haben.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.