Brückenbau oder Graben?

Robert Basic

Kirstin vom Saftblog ist spontan vorbeigekommen, da sie geschäftlich in der Gegend zu tun hatte. Natürlich haben wir uns über Bloggen, Gott und die Welt unterhalten. Unter anderem ging es auch um Marketing und den wachsenden, gesellschaftlichen Graben zwischen Unternehmen und den Menschen in ihrer Rolle als Privatperson. Die Wirtschaft wird imho zunehmend als Fremdkörper in der Gesellschaft betrachtet, die notgedrungen existiert, damit sich die Menschen im Rahmen eines Gesellschaftsvertrags wenigstens ernähren können. Wir waren uns unschlüssig, ob die Entfremdung auf zunehmendes und überhand nehmendes PR/Marketing zurückzuführen ist oder aber der allgemeine Wertekosmos der Wirtschaft immer weniger zur modernen Gesellschaft passt.

Immerhin werden Unternehmen von Menschen betrieben, sie sind ja keine eigenständigen „Personen“ (juristisch schon, doch mag das an dieser Stelle uninteressant sein, warum dieses Hilfskonstrukt erfunden wurde). So könnte man ja feststellen, dass wir nichts anderes tun, als leicht rationaler in Unternehmen zu agieren als im Privatleben. Unternehmen sind demnach ein Ergebnis unseres eigenen Wertesystems. Und man sich damit die Frage stellen muss, wie wir uns denn überhaupt von einem eigens geschaffenen System entfremden können, ganz so, als hätten wir damit nix zu tun, Eigendynamik hin, Eigendynamik her. All das Meckern ob der doofen Werbung und ob der wirtschaftlichen Ultima Ratio ist doch damit nur ein Fingerzeig auf uns selbst? Es spiegelt doch nur wieder, wie wir ticken. Oder ticken wir leicht schizophren? Arbeite ich in der Firma tagsüber, bin ich Jekyll und wenn ich die Firma verlasse, verlasse ich meine Haut und bin dann wieder Hyde (wer?)? So meckern wir also als Hyde über Jekyll? Nope, keine Verwechslung. Jekyll spiegelt in der Firma tagsüber nur das wieder, was der Hyde in ihm angerichtet hat:)

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,3 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Gerade im Netz geistert seit mehreren Jahren das Cluetrain Manifesto herum, die Rede ist allgemein davon, dass Unternehmen wieder „normal“ reden und werden sollen. Menschlicher sein sollen. Blöde Frage: Bezieht sich das nun auf „die da“ oder „uns da“? You know what i mean?

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
IT Sales & Online Marketing Manager (m/w/...
Instaffo GmbH in Karlsruhe
Duales Studium zum Bachelor of Science (DH), ...
DZ BANK AG in Frankfurt am Main
Referent*in (m/w/d) Kommunikation Schwerpunkt...
Max-Planck-Förderstiftung in München
Leiter (m/w/d) der Gruppe Content, Creation &...
Sparkassen-Versicherung Sachsen in Dresden
Mitarbeiter: in Zielgruppenmanagement / Socia...
Sparkasse Mittelholstein AG in Rendsburg
Business Development Manager – Data &am...
itmX GmbH in Pforzheim
Social Media & Community Manager (m/w/d)
WBB Work Box GmbH in Berlin
Content & Event Manager (m/w/d)
Rico Design GmbH & Co. KG in Paderborn
Teile diesen Artikel
Folgen
Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.