Sonstiges

Formularitis kann richtig teuer werden

ein sehr interessantes Experiment, das die Kosten eines umfänglichen Formulars beziffert: Wie du mehr aus deiner Landingpage holen kannst. (via Textdepot)

Das kann man oW auf allg. Registrierungsprozesse und auch andere Bereiche übertragen, wo es nicht wie beim verlinkten Beispiel um Bestellprozesse geht. So fiel mir gestern bei Mixxt.de auf, dass ich mit dem Beitritt zu einem weiteren Netzwerk nicht selten umfangreiche, sehr nervige Formulare ausfüllen muss (Beispiel: Barcamp Hannover). Mit der Zeit verliert man die Lust, sich überhaupt einem Netzwerk anzuschließen. Als ich mit zum Plogbar-Treffen in FFM darüber hätte eintragen sollen, wurde ich erneut mit einer Abfrage konfrontiert, in dem Fall sollte ich einen Nicknamen eingeben, wie ich denn dort genannt werden möchte. Da ich befürchtete, dass danach weitere Fragen kommen, habe ich das Teil genervt geschlossen. Jeder einzelne Netzwerkinhaber auf Mixxt.de handelt für sich wohl richtig, nur gesamtheitlich und netzwerkübergreifend betrachtet erzeugt die Formularverschmutzung beachtliche User-Effekte auf Dauer, die mit Sicherheit nicht positiv zu nennen sind. Solche Effekte kennt die Volkswirtschaftslehre (macroeconomics) schon lange. Und hat zB im Umweltbereich Zertifikate eingeführt, die man untereinander handeln kann. Die Idee ist, dass wenn in einem System die einzelnen Akteuere nicht zusammenarbeiten können bzw. wollen, man externe Mechanismen einführt, um ein gesamtheitliches Agieren zu simulieren. Das Gleiche können wir mit der Open Social Initiative und weiteren Dezentralisierungsbemühungen bei Social Networks beobachten. Ok, das führt jetzt wohl zu weit. Belassen wir es dabei, dass man sich sehr genau überlegen sollte, was man wann und wo den User abfragt.


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

10 Kommentare

  • Kleine Entlastung für das Ausfüllen von Formularen: Sxipper ( http://www.sxipper.com/ ). Ist ein nettes FF-PlugIn, das neben dem Ausfüllen von Formularen auch Passwörter managed (ist auch openID-Provider). Ich habe dort verschiedene Identitäten gespeichert und fülle etwa 80 % der Formulare mit einem Mausklick aus.

  • Hey!
    Führ‘ doch mal die Idee vom Vergleich der Zertifikate mit „open“ID weiter aus! Einen ähnlichen Gedanken hatte ich nämlich auch mal, wusste jedoch nicht, zumindest nicht auf die schnelle, wie ich ihn in Worte fassen soll.
    Bin gespannt, wie Du die Brücke schlagen würdest! 🙂

  • Stichwort „Dataportability“ 🙂

    Wirf doch in den kommenden Wochen mal einen Blick auf Communipedia, dann lässt sich bereits erahnen, wie dein oben beschriebenes Problem gelöst werden kann.

  • Robby, Du hast ja so recht! Im Ernst. Sehe ich (und die restliche crew) genau so. Deshalb sind wir auch gerade dran, das richtig easy global verwaltbar zu machen. Im Backend geht es bereits, aber ohne klicki bunti Oberfläche.

    Aber wir wollten erst einmal online gehen, und da war uns mehr privacy lieber als weniger… Das Problem beheben wir in zwei Schritten, wovon der erste im kommenden Update drin ist. Also bitte lass noch ein paar wenige Wochen das Beta-Bärchen über uns wachen 😉 Sogar eine Lösung für das Erfragen von Profilfragen haben wir… Das wird noch richtig angenehm werden. Trust me.

  • […] Formularitis kann richtig teuer werden ein sehr interessantes Experiment, das die Kosten eines umf nglichen Formulars beziffert: Wie du mehr aus deiner Landingpage holen kannst. (via Textdepot) Das kann man oW auf allg. Registrierungsprozesse und auch andere Bereiche bertragen, wo es nicht wie beim verlinkten Beispiel um Bestellprozesse … […]

Kommentieren