Sonstiges

mobile Betriebssysteme standardisieren?

der Vodafone-Chef Arun Sarin jammert über die Vielzahl der mobilen OSe:

Mobile phone operating systems are key to that experience, he said, but there are too many of them: as many as 30 or 40, Sarin estimated. „We have to reduce that number. There’s no way that developers of cool applications can develop for that many operating systems. If we had three, four, five, that would be better,“ he said.

Auf der einen Seite hätte Vodafone schon lange eine Allianz mit anderen Telcos und Handyanbietern schmieden können, damit sich dieser Bereich konsolidiert. Auf der anderen Seite sieht man auch daran, wie wichtig Standards sind, damit sich Technik, Software, Innovation und Fortschritt die Hand geben können. So ist die Bedeutung eines dominierenden PC-Betriebssystems imho nicht genug anerkannt worden. Auch wenn Linux von einer ganz anderen Warte aus gesehen unglaublich wichtig ist. Die IT-Welt würde heute völlig anders aussehen, wenn wir sagen wir mal 20 verschiedene Betriebssysteme hätten, die ungefähr gleich bedeutend wären.

Schauen wir mal, was die Mobile IT so hinbekommt. Ich habe meine Zweifel, dass man sich auf sagen wir mal 2-3 OSe einigen kann.

via Blogbote


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

15 Kommentare

  • Da darf dann aber auch niemand mehr über angebliche Unzulänglichkeiten der Standardbetriebssysteme ärgern.
    Insgesamt war ich schon immer der Meinung, dass 50 Betriebssysteme mit 50 verschiedenen Office Paketen die Firmen in Form von Schulungsbedarf oftmals mehr gekostet hätten, als der Standard Microsoft. Als TCO versteht sich. Dass Microsoft diese Marktmacht oft ausgenutzt hat, steht auf einem anderen Blatt.
    Bei Mobiltelefonen und PDAs fühlt man sich als Kunde ja schon ein wenig an die Geräte gebunden, die das bereits bekannte OS einsetzen. So gerne lernt man da nicht um.

  • Wenn man die Dumbphones (oder was ist das Gegenteil von Smartphone) mal wegläßt haben wir doch aktuell nicht so viele Betriebssysteme (Reihenfolge ohne Bedeutung):

    * Symbian/UIQ (inzwischen nur noch S.-E. (?))
    * Symbian/S60
    * Windows Mobile 5/6
    * BlackBerry (=J2ME mit eigenen GUI-Klassen)
    * Palm OS (leider aussterbend)
    * Linux (kaum Telefone zu bekommen)
    * MacOS X (iPhone, noch kein SDK)
    * Android (noch keine Hardware)

    Wenn man also im Moment für S60, .Net compact framework und BlackBerry entwickelt, dann hat man i.d.R. gute 90% der Telefone, die für eine „cool application“ in Frage kommen abgedeckt.

    Vodafone will aber ja was ganz anderes: die ärgern sich, daß ihr Branding, mit dem sie allen Geräten eine komplett identische Oberfläche verpassen wollen — auch wenn dafür Funktionen abgeschaltet werden müssen — soviel Arbeit haben. Insofern freut mich die Vielfalt eher.

    Und: Standards sind etwas ganz anderes als „alle benutzen die gleiche Software“.

  • Wo kommen denn die vielen Systeme her? Im oberen Preisbereich setzen die Gerät doch zum Großteil auf Windows Mobile, Symbian oder Java. Hat dann praktisch jedes Einsteigergerät ein eigenes System darunter liegen?

    (Nachtrag: dentaku hat meine Frage beantwortet während ich noch tippte)

  • Ich frag mich auch wo denn da 30-40 Betriebssysteme seien sollen. Dentaku hat es schon ganz gut aufgelistet und S60 + Windows Mobile und vielleicht noch RIM deckt sowohl hier in Europa als auch in Amerika fast den ganzen Markt ab.

    Mit weniger vielen Betriebssystemen wäre auch niemandem geholfen. Das Problem bei mobilen Anwendungen ist doch, dass jedes Gerät absolut verschiedene Ausstattungsmerkmale hat

  • ach komm was ist denn das für ein Scheiß :(. Jetzt schreib ich über die Unterschiede bei Auflösung, CPU, Ram, Flash, Eingabe, Grafikbeschleunigung und dann löscht dein Blog den Rest meines Kommentars nur weil ich html-tags verwendet habe? hmm…

  • Wobei die oben erwähnten großen drei dem Softwareentwickler *alle* erlauben, relativ unabhängig von der Auflösung zu schreiben.

    3D-Grafikbeschleunigung auf Mobilgeräten ist aber z.B. leider noch sehr holprig und uneinheitlich (toll: OpenGL unser Symbian/S60 auf Nokia N95 und Nokia E90).

  • OpenGL gibt es aber auch unter Windows Mobile. Wobei hier DirectX zu empfehlen ist.

    @Robert: ja kenne ich. Wahrscheinlich habe ich vergessen eines der Tags mit einer spitzen Klammer zu schließen 🙁 War in Beitrag #4 für die Fettschrift …

  • „die Bedeutung eines dominierenden PC-Betriebssystems imho nicht genug anerkannt worden. Auch wenn Linux von einer ganz anderen Warte aus gesehen […]“ Hö? Meines Erachtens genau falschrum gedacht: Standards der Softwaretechnik werden doch nicht von Monopolisten geschaffen, die ihre Schnittstellen wenn überhaupt dann nur gegen hohe Gebühren offenlegen sondern gerade von Forschung, Wissenschaft und der OpenSource-Gemeinde… btw: „20 verschiedene Betriebssysteme […], die ungefähr gleich bedeutend wären“ – da eine Gleichverteilung anzunehmen ist sehr hypothetisch.

  • Was neben den Betriebssystemen noch viel schlimmer ist, ist die Anzahl der Devices: Mehr als 1100 Geraete, die alle unterschiedlich funktionieren und unterschiedliche Screen resolution haben. Macht sicher Laune Mobile Apss zu programmieren.

  • anstatt die implementationen zu begrenzen sollte man eben die programmierschnittstellen standardisieren. dann kann ein programmiertes progrämmchen dann eben auf vielen osen laufen.

  • @sdf: das wird schwer, denn im Moment kann man sich noch nicht einmal auf eine auf allen Telefonen benutzbare Programmiersprache einigen…

    Das ist natürlich nicht ganz richtig, denn mit J2ME, das alle Telefone (außer Windows Mobile Geräte, für die es aber mehrere Implementationen zur Nachrüstung gibt) mitbringen, kommt man schon ziemlich weit. Dort sind auch die APIs einheitlich. Leider sind Systemnahe Zugriffe, etwa auf BlueTooth oder den GPS-Empfänger, oft unmöglich (oder nur mit Klimmzügen) und die Programme sehen auf jedem Gerät gleich aus — also wie ein J2ME-Programm, nicht wie ein Programm, das in diese Umgebung paßt, und sich an besondere Bedienkonzepte (Touchscreen, Trackball, Scrollrad,…) anzupassen ist auch schwierig.

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