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Obamas Change

je länger ich mir Obama anschaue und seine immer wiederkehrenden, wohlklingenden Phrasen anhöre, desto mehr wird mir klar, dass Obama einfach nur ein sympathischer Dummschwätzer ist. Von denen gibt es genug. Und so wie es aussieht, fallen die Amis nicht nur auf Schauspieler rein, sondern auch auf Schönredner. Was Neues? Nö. Come on, Laurie, sing it again:

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

72 Kommentare

  • Naja. Man derzeit haben die Republikaner einen Opa zu bieten, die Demokraten müssen sich noch zwischen einer Frau und einem Schwarzem entscheiden. Diese 3 Kandidaten alleine sind schon mal spannend.

    Inhaltlich hab ich auch keine Ahnung was Obama zu bieten. Sympathisch ist er mir aber auch und vermutlich hätte er meine Stimme, Hillary ist mir auf jeden Fall hochgradig unsympathisch.

    McCain wiederum ist für einen Republikaner sehr sympatisch. Mir imponiert, dass er in Gefangenschaft geblieben ist und seine Männer nicht zurücklassen wollte, obwohl er die Chance hatte daraus zu kommen. So zumindest die Geschichte die heute erzählt wird … Auf jeden Fall ist er kein Drückeberger wie Bush …

  • Hm, leider scheint es immer wieder auf die Frage nach dem kleinsten Übel zurückzukommen. Das Wechselfieber der drei übrigen Kandidaten ist schon lustig. Prinzipiell glaube ich aber immer, dass verkrustete Regierungskreise schlecht sind. Und da traue ich dem „Newcomer“ Obama dann doch am meisten zu — ich meine, die Clintons, bei aller Liebe, stecken doch genauso drin im Sumpf.

    Bin hier grad nicht auf dem Laufenden, aber hast du schon über Lawrence Lessigs (Creative Commons Gründer) Ambitionen zum Senator (lessig08.org) und sein „Change Congress Movement“ gebloggt? *suchsuch* Sieht nicht so aus.

  • Mmh, das einzige, was ich hier in Japan von Obama mitbekomme, ist die Namensverrücktheit im Fernsehen, hier gibt es nämlich eine Stadt mit demselben Namen, die sich mehr Tourismus erhofft durch die Namensgleichheit. Go Obama! ^^

    Es grüßt der Haf, der grade traurig ist, weil sein Hoster es geschafft hat, Apache, PHP und MySQL vom VServer zu killen, so dass der Blog nun offline ist. 🙁

  • Sympathischer Dummschwätzer? Ist aber ein harsches Urteil, Robert. Klar, er drescht Phrasen ohne Ende. Aber ich würde Obama nicht unterschätzen. Und wie sein Wahlkampfteam das Internet und speziell die Social Networks eingesetzt hat, da könnten sich so manche eine Scheibe von abschneiden.

    Ich verfolge den Weg von Obama schon lange und denke er schwätzt nicht dumm. Er reduziert, wohl wahr (so wie’s die Amis gerne haben). Und dem Vorwurf, er habe keine konkrete Aussagen, entgegnet sein Team rasch und schön webzwonullig mit einem fluggs produzierten Video und verweist darin auf die politischen Aussagen, die man sich aus dem Netz laden kann. Hab dazu die Tage was geschrieben: Beispiel für Web 2.0-Strategie Obamas.

    Also wenn er nur ein sympathischer Dummschwätzer wäre, hätte er es, glaube ich, nicht soweit gebracht.

  • Je länger ich das Geschreibse von Robert lese, desto mehr wird mir klar, dass Robert einfach nur ein sympathischer Dummschwätzer ist. Von denen gibt es genug. Denn hätte er, anstatt sich einfach nur ein paar web2.0 Videos anzuschauen, mal ein wenig informiert, hätte er schon mitbekommen, dass Barack Obama ein Senator mit einem wesentlich größeren Spektrum ist, als es Hillary Clinton anscheinend je haben wird. Was Neues? Nö. Come on, Dieter Nuhr, say it again:

    Wenn man keine Ahnung hat…

    Ironie darf behalten werden…

  • Nein, nein, das geht so nicht.
    Bitte ganz schnell Kommentar Nr 8 von bernd entfernen, wo sind wir denn hier?

    Ich finde Obama klasse und hoffe wirklich das er es schafft. Klar klingen seine Reden wie Hollywood, aber daran ist ja erstmal nichts schlechts, oder? Hillary finde ich auch furchtbar unsympatisch, und anscheinend geht es in diesem Wahlkampf mehr um Persönlichkeit als je zuvor, die politischen Programme der beiden tun sich nicht viel.

    Yes we can!

  • Vllt. wird Barack (zweimal) gewählt oder auch nicht.

    Was natürlich auf eine paranoide (deutsche) Bevölkerung schließen läßt, sind diese Hosianna-/Kreuziget-ihn-Nummern über Politiker, bei denen „wir“ noch nicht einmal zu 50% wissen, was die eigentlich wollen … und warum die was wie politisch erreichen könnten.
    Weiß jemand, wie es gerade im Kongreß aussieht ? Warum und an wem diese oder jene polit. Entscheidung scheitert ?

    „Ich finde Obama sympathisch“ Schön. Und warum ?
    „Er setzt ´social networks´ein ! Toll, das ist natürlich etwas wert. 😉

    Ich sehe die (Vor-)Wahlen in den USA mit Interesse und logischer Distanz. Es ist allerdings aller Ehren wert, daß wenigstens ein Blogger(!) den Mumm aufbringt, (zunächst) Luftnummern auch als solche zu bezeichnen.

    Ich halte von der US-(Außen-)Politik unter Bush jun. gar nichts. Aber allein die Massenhysterie und Gleichschaltung der deutschen(!) Medienberichterstattung hat mich 2004 vor Freude spätabends/frühmorgens aus dem Sessel springen lassen. :-))

  • Hier eine Präsentation von Lawrence Lessig (im Lawrence Lessig Stil), in der er erklärt, warum Obama seiner Meinung nach Präsident werden sollte. Etwas mehr Substanz, etwas weniger Bauch: http://www.franztoo.de/?p=690 (2. Video, das andere lohnt sich aber auch).

    PS: Ich kenne mich mit Populisten aus, komme ja schließlich aus dem Saarland (Oskar Lafontaine)

  • Die Hamburgwahl wird spannend – da wir das erste mal richtig viel Wählen dürfen (dank der letzten Volksabstimmung für „Mehr Demokratie“).

    Wir wählen eine Partei, dann einen Bezirksamtsvorsitzenden und haben dann 5 Stimmen, die wir „Wahllos“ einzelnen Personen aus unserem Wahkreis verteilen dürfen. Da sind sogar solche Sachen möglich:
    2 Stimmen für Person 2 von der CDU, dazu 1 Stimme Person 5 aus der GAL – und 1 Stimme für Person 1 von der Piraten-Partei.

    Ich bin mal gespannt wie lange die Schlangen an den Wahlurnen morgen werden…

  • geiles video,

    Interessant wäre ja ob die Amis jemanden wählen würden, der Sätze mit Substanz von sich gibt. Ich glaube das traut sich keiner auszuprobieren, dafür ist so ein Wahlkampf einfach zu teuer.

  • Was muss nach Max Weber ein Politiker haben?

    Verantwortungsgefühl
    Leidenschaft
    Augenmaß
    Machtinstinkt

    Kriegstreiberin Hillary erfüllt schon mal Punkt 1 und 3 nicht.

  • Was ich so von Obama mitbekommen habe, ist nicht schlecht. Im Spiegel war vor zwei Wochen eine Reporatage über 10 Seiten, war super interessant. OK, Spiegel ist mittlerweile nicht mehr gerade eine qualifizierte Quelle, aber trotzdem. Ich hab viel Hoffnung in Obama. Ich glaube, wenn einer den schlechten Ruf der USA in der Welt wieder ein wenig glattbügeln kann, dann er. Seine Wurzeln in Kenia und seine Jahre in Indonesien befähigen ihn imho schon ein wenig mehr, sich in die Köpfe der Welt reinzudenken als Hillary oder Opa McCain. Außerdem: Eine Frau als Präsident wird in der arabischen Welt nicht für voll genommen. Kein arabischer Führer möchte sein Gesicht verlieren und wird deshalb nie gegenüber einer Präsidentin Clinton Entgegenkommen zeigen.

    Sei es drum: Egal was nachkommt, es kann nur besser werden.

  • @Reinhardt: Kumulieren und Panaschieren gibt es doch wahrscheinlich auch bei euch bei den Kommunalwahlen (Bezirke oder wie nennt man das?). Warum sollte es also stockender laufen als sonst?

  • Was ein lustiges Video! Grandiose Dylan-Parodie. Hugh Laurie ist schon ein Könner!
    Obama ist sicher kein Dummschwätzer. US-Wahlkampf basiert nun mal auf Phrasendreschen. Von den drei verbliebenen Kandidaten ist mir keiner sympathisch, aber Obama als relativer Neuling im Washingtoner Politzirkus verheißt etwas mehr Grund zur Freude auf Neuerungen als die beiden Politveteranen McCain und Clinton. Ob er sie denn einlöst, wird man abwarten müssen. :-/

  • Bill Clinton als First Lady im Weißen Haus fänd ich ganz witzig. Nachdem ich mir anfangs nicht vorstellen konnte, dass Amerika einen Schwarzen zum Präsidenten macht, halte ich das heute nicht mehr für ganz ausgeschlossen. Ganz schön dumm von Hillary, nicht von Anfang an gegen den Irak-Krieg gewesen zu sein. Hätte ich ihr aber auch nicht zugetraut.

  • 8 Jahre Bush, 8 Jahre Clinton, 8 Jahre Bush, dann noch einmal 8 Jahre Clinton, danach wäre Jeb Bush mal dran. Und weiter? Chelsea Clinton zeigt ja auch politische Ambitionen.

    Man stelle sich sowas mal in Europa vor. Über Jahrzehnte bestimmen 2 Familien die politische Macht.

  • Zu Obamas Redestil empfehle ich diesen Artikel. Der dreht sich zwar nur um einen einzigen seiner Sätze, zeigt aber aus rhetorischer Sicht einiges interessantes auf.

    Ich halte Obama für den definitiv besten Kandidaten. Und ich mag seine Reden, die haben wenigstens Stil. Natürlich sind sie inhaltlich vereinfachend (wie bei allen Gegnern auch), aber in meinen Augen zeigen die Reden von Obama dennoch, dass er einen anderen Blickwinkel als die Gegenkandidaten hat.
    In meinen Augen ist auch ein Blick auf die Konten der guten Leute nicht schlecht. Während Clinton und McCain dutzende Millionen besitzen, sind’s bei Obama knapp 1,3 Millionen Dollar – das meiste aus dem Gehalt seiner frau. Nichts ererbtes, keine Jobs bei irgendwelchen Lobbyfirmen…
    Obama hat, wie viele seiner Kollegen auch, als Rechtsanwalt gearbeitet. Spezialgebiet: Bürgerrechte und Arbeitsrechtsverletzungen. Das ist wirklich „bottom up“. Und deshalb finde ich ihn gut.

  • Die Zeit der großen intellektuellen Erwartungen an die Politik ist vorbei. Wenn statt des unsympathischen „Dummschwätzers“, der jetzt regiert, ein sympathischer nachfolgt, ist auf alle Fälle schon mal was gewonnen.

  • Mein Gott, was solche unqualifizierten Blogbartikel wie dieser hier nerven!!

    Wenn man schon eine solch völlig flache Meinung hat, dann kann man damit wenigsten hinterm Berg halten. Ich lese die Nachrichten über Neuerungen im Web 2.0 gerne. Aber persönliche Meinungsäußerungen wie diese hier (wenn man das überhaupt so nennen kann), sind absolut fehl am Platze.

    Und nun fangt nicht Eure alte „Du musst es ja nicht lesen“-Leier an. Schreibe ich einen kritischen Leserbrief an eine Zeitung, so setzt diese sich damit auseinander und antwortet nicht einfach „Du musst uns ja nicht kaufen! Keiner zwingt dich“.
    Dieses Argument geht völlig an jeglicher Kritikfähigkeit vorbei..

    Fakt ist: objektiv is dieser Artikel unglaublich unqualifiziert und selbst subjektiv als persönliche Meinung erscheint er äußerst schwach. Polemisch… aber nicht geschickt, sondern billig polemisch.

  • LOL, gute Analyse, Robert!
    Allerdings haben es die USA fast immer geschafft gute Präsidenten hervorzubringen, Ausnahmen hier vllt Nixon und Carter.
    Solche Unterstützer sind natürlich problematisch:
    http://blog.fdog.org/2008/02/21/verdienstvoll/
    Besser schon solche coolen Leute:
    http://illseed.wordpress.com/2008/02/20/the-wrong-obama-supporter-to-fk-with/
    (Englischkenntnisse erforderlich.)

    Mir gefällt Obama besser als „Hilton“ und McCain besser als Obama.
    Für die Demokraten wirds dieses mal sehr schwer.

  • Denke, als Kandidat muss man eben vieles wiederholen bei so vielen Staaten. Wie soll es anders rüberkommen… da bleibt nur Dummschwätzerei.

    Das ganze Pulver wird sicherlich für den richtigen Wahlkampf wieder eingesammelt.

    Robert, könntest Du bitte schreiben was genau Du meinst. Ich wüsste nicht wie sich ein nicht-dummschwätzer die ganze Zeit über verhalten könnte.

    Bin aber mit Dir einer Meinung.
    (Samstags um halb drei „fünf + acht“ ausrechnen… oh nöö…)

  • @Ghean, Zeitungen setzen sich mit Leserbriefen auseinander ?
    Seit wann ?
    Die antworten nicht „Du mußt uns ja nicht kaufen“. Die „antworten“ überhaupt nicht. Ich nehme an, Du weißt, was ein „Leserbrief“ ist. 😉

    Warum sagen wir nicht, wie es wirklich ist ?
    Die meisten übertragen ihre politische Meinung, von der sie glauben, daß sie eine haben, auch auf andere Staaten. Deshalb ist Sarkozy pfui, Obama hui, (Ex-)Schüssel pfui, Ex-SED hui, etc., etc.

    Staaten sind nicht „sympathisch“, versetzen sich nicht „in die Köpfe“ von Mali, Peru oder Indonesien, sondern haben Interessen. Bisher haben die US-Gewerkschaften, die die Demokraten stützen, „wie ein Mann“ seit den 80igern jede wirtschaftl. Unterstützung für die sog. „3. Welt“ unterminiert q.e.d. … und die bisherigen Anti-Globalisierungssprüche der Demokraten dürften dem „weißen Mann im Öffentlichen Dienst“ erfreuen aber wohl kaum den verarmten Ländern Asiens Entwicklungschancen einräumen.

    … aber macht nur weiter mit „Der Obama, der is´echt ´nen Töften, der tut auf die anderen hören und macht keine Supermacht-Politik, woll.“ :-))

  • Was macht deiner Meinung nach Obama zu einem „Dummschwätzer“? Dass er gut und charismatisch redet?
    Ich bin relativ unbeschlagen in US Innenpolitik, aber du hast dich vielleicht im detail mit den Track-Records der Kandidaten und den Wahlprogrammen beschäftigt ….

  • >> Und so wie es aussieht, fallen die Amis nicht nur auf Schauspieler rein, sondern auch auf Schönredner.

    So wie die Deutschen schon mal auf Postkartenmaler und Dachdecker reingefallen sind, ja?

  • Das ist Wahlkampf mein Freund. Da muss man blöde Phrasen dreschen und langweiliges Zeug schlärmen. Republikaner nein danke, aber ich habe auch keine Lust, mit Hillary schon wieder eine Clinton auf dem Sessel zu sein. 20 (evtl. sogar 24!) Jahre mit nur zwei Familien an der Spitze des angeblich mächtigen Landes? Da läuft was schief..

  • Nunja, ich bin überzeugt, dass Robert sich Obama’s Programm / Agenda zu Gemüte geführt hat (http://www.barackobama.com/issues/) und uns sagen kann, was daran dummgeschwätzt ist.

    In den medialen Schlachten der US Elections sind Argumente eben nicht so gefragt, letztendlich entscheiden die 4 Jahre im Weißen Haus. Man hat das auch sehr gut an Clinton in New Hampshire gesehen. Kaum flossen die Tränen, hat man den Caucuse, bzw. die Primaries dort gewonnen. In Texas versucht sie ja z.Z. etwas ähnliches…

  • 2 Versuche zu: Wenn die Amis wirklich so blöde Politiker wählen würden…
    – ist eigentlich eine Beleidigung Mexikos. Total viel Mexikaner sind in die USA in der Hoffnung eines besseren Lebens ausgewandert. Wenn die Politiker da sooo blöd wären, müßten die mexikanischen Politiker geistig behindert sein.
    – ist eigentlich eine Beleidigung Helmut Schmidts. Helmut Schmidt gilt als intelligenter Politiker und er redet gerne mit Henry Kissinger. Das ist ein amerikanischer Politiker. Heisst das Helmut Schmidt redet gerne mit Idioten?

  • Ich glaube nicht, dass Barack Obama ein Schwätzer ist. Klar kann man seinem Wahlkampf Selbstreferenzialität vorwerfen, ein Gutteil der Kampagne geht nur darum, wie toll die Obama-Kampagne läuft. Klar kann man ihm den pastoralen Stil vorwerfen, aber das ist Geschmackssache, mich stört es nicht, wenn dabei Inhalte rüberkommen. Und die gibt es in jeder einzelnen Rede , die Barack Obama hält. Beispiel Irak: „Obama will immediately begin to remove our troops from Iraq. He will remove one to two combat brigades each month, and have all of our combat brigades out of Iraq within 16 months.“ Für mich ist das die entschieden bessere Option als zum Beispiel die Ansicht von McCain, der zur Not noch hundert Jahre im Irak bleiben will. Aber auch bei aktuellen Fragen hat Obama häufig die besseren Antworten. Als vor einigen Tagen Fidel Castro von seinen Ämtern zurück trat, war die Kuba-Frage ein heißes Thema im Wahlkampf. Obama meinte, er würde Raoul Castro treffen, ohne Vorbedingungen. Alle anderen etablierten Politiker haben aufgeheult und dass man das fünfzig Jahre alte Embargo gegen Kuba nicht antasten dürfe. Obama reißt diese Denkverbote ein und das finde ich ziemlich cool.

  • Robert wird schon genau wissen, was er mit einem derartigen Post lostritt und genug Argumente in der Hinterhand haben, um seine Position zu stützen.

    Sollte dem allerdings nicht so sein, dann ist es wirklich eine einfach nur dummdreiste Behauptung. Die demokratisch politischen Grundsätze der beiden Kandidaten unterscheiden sich kaum. Obama hat aber schon jetzt geschafft, was niemand für möglich hielt. Er schafft es, Menschen aller Gesinnungen zu einen und Schnittmengen zu bilden. Breite Unterstützung selbst bei Republikanern und im Ausland. Der Antiamerikanismus der letzten Jahre kann so hoffentlich umgekehrt werden.

    Hoffnung für die Welt.

    lg, Philipp

  • @Wernerchen

    Genau die Irak Frage ist es aber, die mir inhaltlich arg populistisch rüberkommt.

    Laut Kissinger im aktuellen Spiegel wäre es ein großer Fehler, jetzt so plötzlich aus dem Irak zu verschwinden und ein Vakuum zu hinterlassen. Der fundamentalistische Islam würde das weltweit als klaren „Sieg“ empfinden, ein terroristisches Aufflammen kann die Folge sein. Das hat mir arg zu denken gegeben. Ich halte überhaupt nichts von der ewigen „American Angst“ Propaganda der Republikaner und den daraus resultierenden Stillstand, aber die Irakfrage muss mit Besonnenheit und idealerweise im Nato Verbund geklärt werden.

    Das populistische „Ich ziehe sofort alle Truppen ab“ der Demokraten gefällt mir dort nicht.

    lg, Philipp

  • „Der Antiamerikanismus der letzten Jahre kann so hoffentlich umgekehrt werden.“

    Der Antiamerikanismus ist wohl nicht mehr wegzukriegen in D. Bildungssystem und Medienlage machens.

    Das beiden letzten Mal als der Antiamerikanismus abflaute war unter Carter (der schwächste Präsident der letzten Jahre) und Clinton (Demokrat, beachtliche Erfolge in der Wirtschaftspolitik).

    McCain ist ein halber Demokrat, aber vermutlich benötigt es einen wie Obama, um den Antiamerikanismus hier ein wenig einzudämmen, aber auch Obama wird typisch amerikanische Politik machen (trotz in der Tat „etwas“ hohler Aussagen zurzeit).

  • Also das Wirtschafts- und Finanzprogramm hört sich links an:
    – mehr Steuern für Reiche
    – weniger Steuern für Bezieher unterer und mittlerer Einkommen
    – Stopfen von Steuerschlupflöchern
    – Geld für Weiterbildung
    – härtere Gangart in Handelsgesprächen
    – Industriepolitik für Grüne Industrien

    Aussenpolitik:
    – auch mal mit anderen reden
    – Asien
    – egoistischereres Vorgehen in NAFTA

    Keine Ahnung, ob das alles so finanzierbar ist, aber man kann nicht sagen, dass der Mann kein Programm hätte.

  • Robert hat das hier extra reingestellt, damit die Kommentatoren am WE genügend Futter haben und er in Ruhe an seinem Asus frickeln oder irgend nen Ballerspiel daddeln kann. Oder so ähnlich 🙂

    Nein, ernsthaft, ich weiß gar nicht was Ihr Euch aufregt? Das ist doch nur eine kleine Meinung hier. Ich verfolge Obama nun auch schon seit einem Jahr bei Flickr und habe seinen Auftritt in Kenia miterlebt, als er dort wie ein 2. Jesus gefeiert, fast schon vergöttert wurde.

    Wäre ich US-Amerikaner, würde ich sicherlich für ihn stimmen – but then, nach der Marionette Bush & seinen Fädenziehern is mir alles recht…

    Jetzt erstmal HH & schauen, dass Heinz Strunk punktet.

  • Man nehme Kuba… Obama möchte, insofern er Präsident wird, sofort mit dem neuen Führung in Kuba verhandeln. Clinton will das nicht, erst wenn das Land darüber nachdenkt, demokratisch zu werden. Tolle Haltung, ich unterhalte mich mit jedem, auch wenn ich ihn nicht leiden kann 😉

    Apropos dieser Artikel hat Unterschicht Format! Wenn Robert sowas posten kann, dann kann man #8 auch durchgehen lassen! Aber ich hab ja letztens gelesen, Robert liest ja auch die BILD auf’m Klo, kein Wunder! 😉

    So eine Aussage sollte sich mal ein Politiker trauen…

  • man sollte schon unterscheiden was der kandidat von sich gibt und was die medien draus machen.
    klar hat er seine parolen, muss ja auch der dümmste anzunehmende wähler verstehen.

    robert hat einfach nur einen polarisierenden beitrag geschrieben. das machen alpha blogger manchmal so. auch ne form von medien.

  • Alpha-Blogger sind immer auch Alpha-Tiere, als Beta-Tier mache ich mir da auch so meine Gedanken. Erst Sex, dann Obama-Bashing. 😉

  • Da muss ich wirklich widersprechen – nur weil der mann rhetorisch was drauf hat, sollte man ihn nicht darauf reduzieren. Und inhaltsleer ist sein Programm definitiv nicht, wie man hier begutachten kann: http://www.barackobama.com/issues/ Seine Vorschläge zu Wirtschaft und Bildung wurden sogar von der New York Times gelobt, die normalerweise stark auf Hillarys seite ist.

  • ein schönes beispiel für das niveau der politischen kommentare in der deutschen blogosphäre, insbesondere a-blogger ganz ausdrücklich mit eingeschlossen.
    stereotype floskeln: dummschwätzer, die amis, auf schauspieler reinfallen.

    da guckt man von außen ein bisschen auf das nicht verstandene wahlgeschehen, und sieht nur konfetti, wahlparties, rhetorik und „amis“ natürlich – und hält das schon für ausreichend.

    es gibt übrigens viele interessante informationen zu den kandidaten – im internet.

  • Amis sind ja auch dümmer, ich verstehe überhaupt nicht warum die mit Schauspielern als Präsidenten (und in anderen pol. Positionen, ich glaube sgar Clint hat da mal mitgemischt 😉 ein deutlich höheres BIP pro Person einfahren oder warum die pol. eine so wichtige Rolle spielen.
    Kann doch eigentlich gar nicht sein, wenn die alle so doof sind. Oder bin ich zu doof, das zu verstehen?

  • Also zur Außenpolitik: Was die Amerikaner (nur aus den USA natürlich) ein wenig umtreibt sind Obamas Äußerungen zu Pakistan. Der gute Mann ist der Meinung, wenn Musharraf es nicht an der Grenze zu Afghanistan gegen die Taliban schafft mit den Milliarden USA hilfen, dann müssen da mal die USA ran und die Milliarden zu verwenden. Link dazu: http://www.nytimes.com/2007/08/02/us/politics/02obama.html?_r=1&scp=7&sq=obama+pakistan&st=nyt&oref=slogin

    Und mal ganz werturteilsfrei dieses Video, was es in der Blogosphäre sogar weltweit ganz nach oben geschafft hat, sehr lustig 😉 :

  • Die Kommentare hier sind wirklich erheiternd:
    Da gibt es tatsächlich welche, die „betroffen“ reagieren, wenn jemand einen zu wählenden Kandidaten „irgendwie nicht so toll findet“.

    Der sowieso in der dt. Blogszene wabernde Hauch des Soziopathischen wird natürlich bestätigt, wenn das Abweichen vom „vorgegebenen Kurs“ schon zu Irritationen führt.

    Auch toll der Kommentar, es bedüfe eines Obama – der ja wohl noch nichts geleistet hat – um einen hier(sic!) existierenden „Anti-Amerikanismus zu dämpfen. Spätestens seit Mlöli Möllemann dürfte es doch zum korrekten Kanon gehören, daß nicht Personen einen „-ismus“ hervorrufen.
    … dazu allein die Vorstellung, daß die Wahlen in den USA sich an für gewöhnlich wenig informierter deutschen Bevölkerung orientieren könnten … :-))

  • „Der sowieso in der dt. Blogszene wabernde Hauch des Soziopathischen wird natürlich bestätigt, wenn das Abweichen vom „€œvorgegebenen Kurs“€? schon zu Irritationen führt.“

    Schwachsinn, wenn einer seine Meinung sauber und argumentativ vertritt, hat er immer ne Stimme. Alles andere ist Bullshit.

  • Statt „Soziopath“ oder „Schwachsinn“ sind in der deutschen Web-Debattenkultur die Bezeichungen „Troll“, „Idiot“ und auch einfach „Dummschwätzer“ üblicher. 😉

    Ansonsten, ja, als bspw. Erdnuss-Jimmy Präsident war, reduzierte sich der deutsche Antiamerikanismus recht deutlich, bei Reagen dann flammte er wieder auf. Es gibt da weitere Beispiele.
    Wir merken uns: Ein Demokrat wird üblicherweise als amer. Präsident in D akzeptiert, ein Republikaner dagegen ist immer bääh für uns Deutsche.

    Der Deutsche – wenn er in den Staaten wählen dürfte – würde zu 40% Obama und zu weiteren 40% „Hilton“ wählen, McCain käme auf 7% (Bush würde wohl mit einem Verfahren rechnen müssen ;).

    Warum ist das so? – Nun, ganz einfach, die pol. Positionen, die die dortigen Republikaner vertreten sind für Deutsche nicht akzeptabel.
    Das ist durchaus bemerkenswert und, wie ich finde, auch recht lustig.

    Für Interessierte: Es gibt dieses Blog „USA erklärt“, das ist ziemlich objektiv, da könnte Wissen getankt werden. (Nein, ich bin dort nur gelegentlicher Leser. 😉

  • Vom Nominierungs-Wahlkampf auf die Präsidentschaft zu schließen, ist stets vorschnell, voreilig und präjudiziell. Warten wir doch mal ab, wenn es im Heads-up mit McCain um den wirklichen Schinken geht!!! Da musst du automatsich mehr Butter bei die Fische geben, als gegen Hillary und im Anschleimen an die Partei. Jetzt ist nur wichtig, das du beweist, das du gewinnen kannst!

    Ist es überhaupt wichtig, wie kompetent, fundiert, programmatisch oder erfahren Obama ist? Nein. Sollte er wider meines Erwartens politisch doch ein Flachköpper sein, ist er wenigstens schlau genug, sich einen Hintergrund-Macher für das Vizepräsidentenamt an die Seite zu holen, damit er im Vordergrund den neuen JFK geben kann (Der JFK-Redenschreiber berät auch die Obama Schreiber-Crew btw.!). Könnte mir vorstellen, dass Teddy Kennedy dann der neue Dick Cheney sein wird…

    Letztlich ist das alles schnnurzegal… ein guter Präsident wirst du nicht im Wahlkampf oder in deinem Senatoren-Büro. Ein guter Präsident wirst du erst während bzw. nach deiner Amtszeit, sicher nicht vorher!!!

  • @sky, nönönönö… Amerikan-ismus steigt/sinkt eben nicht durch Politiker A oder B, sondern ist ein Konzept. 😉

    Richtig ist, daß die „Interpreter“ von Politik „Auslands-Wahlkampf“ betreiben und beim „falschen“ US-Präsident furchtbar ganz doll betroffen sind. Sollte es bspw. in Italien merkwürdigerweise *Berlusconi Reloaded* geben, wird „man“ sich wieder ganz doll aktiv für Italien interessieren und berichten.

    Man kann aus der Ferne gerne sagen, daß man X oder Y „interessant“ findet. Daß man allerdings auf „Kennedy“ verweist, als sei eine Familienzugehörigkeit nach 40 Jahren von irgendeiner Bedeutung und zudem „JFK“ thematisiert, obwohl überhaupt keine gellschaftl. ähnliche Situation vorliegt, zeugt von …äh… befremdlichen Verhalten.

  • Ich gebe dir recht, ich würde hoffen das er so gut ist wie er klingt. Von seinen Reden lasse ich mich auch gerne begeistern aber die kritische Frage bleibt, liefert er mehr als Rhetorik.

    Es gibt einen guten New Yorker Artikel der ihn im Detail beschreibt deswegen bin ich nicht ganz hoffnungslos, aber ein bisschen Realismus und eine nicht ganz so überschwappende Begeisterung täte allen manchmal gut.

    Den Artikel musste selber googeln..

  • Wie kann man so eine Aussage treffen? Noch dazu ohne Begründung / Quellen / Verweise / Analyse?? Basiert das auf Unwissenheit oder Politikverdossenheit?

    Jedem in einer Demokratie des 21. Jahrhunderts Lebenden muss klar sein, dass zur Wahl stehende Kandidaten ihre Standpunkte immer und immer wiederholen müssen, damit sie auch bei jedem Interessierten ankommen. Insofern besteht Politik natürlich zu einem Großteil aus Rhetorik. Um jemanden als „Dummschwätzer“ abtun zu wollen, sollte man jedoch abwarten, welche Taten er seinem „Geschwätz“ folgen läßt.

    Auf der Grundlage besehen, dass es sich um einen Vorwahlkampf handelt, finde ich die Thesen von Obama sehr eingänglich und gut gewählt. Warum ist es „dummes Geschwätz“ wenn sich jemand vornimmt, ein völlig unzureichendes Gesundheitssystem zu reformieren? Das absolut zerstörte Ansehen der USA in der Welt wieder herzustellen?

    Dass die „Amis“ auf Schauspieler und Schönredner „reinfallen“ dürfte dann wohl weniger an ihrem Dasein als „Amis“ liegen, sondern an der Tatsache, dass in den USA berühmte und vor allem sehr reiche Leute die obersten politischen Ämter ausfüllen. Um so unterstützenswerter finde ich es, wenn ein Obama auch jenseits der einflussreichen Familien um die Spitze kämpft.

    Die Aussage, die ich in einem Kommentar oben gelesen habe „man wähle zwischen dem kleinsten Übel“ finde ich unfassbar. Bedenken wir doch den Status quo mit George W. Bush: Wir als Europäer bewegen uns auf eine Win-Win-Situation zu. Mit Clinton oder Obama als Demokraten würde sich der schwierige Umgang mit unserem wichtigsten Alliierten wieder normalisieren – und auch McCain zählt in der Riege der Republikaner als sehr liberal. Informationen gibt es wie Sand am Meer. Man muss sie nur verinnerlichen – durchzappen reicht dafür nicht.

    Robert, so provozierend ich meinen Kommentar begonnen habe, so milde möchte ich ihn beenden: Jeder hat seine Meinung. Eine Meinung schwebt quasi zwischen Fakten, Erfahrung und Hypothesen… und solange sich daraus eine konstruktive Diskussion ergibt, sind auch sehr allgemeine und provokante Äußerungen hilfreich!

    Sehr witziges Video übrigens 🙂 Dann sollte doch klar sein, was zu tun ist, oder? 😉

  • eigentlich habe ich ja nur eine Verpackung für den Song gesucht, und Change hat so herrlich zum Slogan von Obama gepasst. Letztlich ist es nur ein Feeling, wenn einer Phrasen drischt aber nie konkret wird, was er nun vor hat. Da ist mir die Hillary lieber, aber die mögen die Amis nicht wirklich:)) Außerdem habe ich das ungute Gefühl, dass der US-Apparatschick Obama, wenn er denn No.1 wird, möglicherweise nicht unterstützen wird. Wenn der sein „Change“-Proggie (tja, was…) durchziehen will… am Ende aller Tage ist er auch nur eine Nummer in einem großen Apparat von Beamten, Politikern, Lobbyisten, Bürgern, Wirtschaftsunternehmen…

  • Ein Apparatschik, der ihm immerhin die meisten Spendengelder eingebracht hat – und nicht der alteingessesen Ex-Präsi-Gattin „Hillton“.

    Dazu noch ein System, das dem Präsidenten wesentlich mehr Macht gibt, als wir es in Europa in Deutschland beim BK(in) oder in GB kennen. (Frankreich ist hier auszunehmen, der Präsident ist vom Recht her fast noch mächtiger als der amerikanische)

    Hillton ist Apparatschik per se, Obama wird sich damit nur rumprügeln müssen.

    EDIT: Ich hätte übrigens schon die perfekte NYT-Überschrift, falls Hillary Präsidentin wird: „The First Lady“.

    Fantastisch, ich melde darauf ein Patent an, das sollte in den USA ja funktionieren.

  • sympathischer Dummschwätzer…tja…ich bin durch zufall auf dieser seite gelandet und komme nicht drum herum einen leicht zynischen kommentar zu dieser peinlichkeit zu hinterlassen. wurden die USA überhaupt jemals gegründet? waren das nicht auch nur ein paar dummschwätzer wie washington oder jefferson mit ein paar bekloppten ideen und schönen worten? der bürgerkrieg wurde wahrscheinlich auch verloren und die sklavenbefreiung hat nie stattgefunden. lincoln, der dummschwätzer und seine gettysburg address, schöne worte ohne konsequenzen, ist es nicht so? nach der weltwirtschaftskrise hat sich deutschland meines wissens nach für einen herrn hitler entschieden, die USA für den dummschwätzer FDR und seinen new deal, ach ja, ich vergass zu erwähnen, dass der dummschwätzer nebenbei auch noch den zweiten weltkrieg gewonnen und herrn hitler besiegt hat. dann gab es da noch einen anderen dummschwätzer der einen mann auf dem mond haben wollte und noch einen anderen dummschwätzer, der was von bürgerrechten gefaselt hat und dann auch noch eine rede über einen schwachsinningen traum meinte halten zu müssen…tjaja…alles nur dummschwätzer die nichts bewirkt haben, nicht wahr? was haben wir es doch gut in deutschland zu leben, mit bürgern die von dummen geschwätz nichts halten und einer realpolitik, die sich der probleme des landes sofort annimmt und effizient für lösungen sorgt. wahrscheinlich haben wir deshalb seit 20 jahren sichere renten, ein erstklassiges gesundheitssystem, kaum arbeitslose und ein bildungssystem auf das die welt neidisch ist…alles klar?

  • robert, die unterstellung des armen deutschen übergehe hier einfach mal und gehe gleich auf die sache mit einem der reichsten länder der welt ein. mag sein das deutschland eines der reichsten länder der erde ist, die frage ist nur wie lange noch, der deutsche wohlstand beruht schliesslich nicht auf rohstoffvorkommen und bodenschätzen, sondern muss anderweitig erwirtschaftet werden. momentan zehrt deutschand aber ehr von dem wohlstand der vergangenheit als das neuer erwirtschaftet wird. das der generationenvertrag in der rentenversicherung auf dauer nicht tragfähig ist, ist seitdem sogenannten „pillenknick“ ende der 1960er bekannt, das sind knapp 40 (!) jahre ohne das etwas passiert ist und das mit einem seit anfang der 1990er jahre sinkenden realeinkommen des mittelstandes ebenfalls der wohlstand nicht erhalten werden kann sollte auch offensichtlich sein. nachdem man sich in den letzten jahrzehnten von einigen fabeln verabschieden musste (die renten sind sicher; wer kein geld hat, ist nur zu faul zum arbeiten, etc.), kam vor ein paar jahren mit der PISA-studie auch die jahrelang gepflegte ikone des angeblich so überlegenen deutschen bildungssystems dran. und da der wohlstand in deutschland ganz stark von den qualifikationen seiner bevölkerung abhängt, geht es hier ganz stark ans eingemachte. ich denke hierbei handelt es sich um ersthafte aktuelle probleme, und nicht nur um das genödele eines vermeintlich armen deutschen, der gerade nichts besseres zu tun hat.

    die rede von obama abschreiben ist nicht notwendig, die historischen leistungen der von mir genannten personen sprechen hier für sich und sind nicht bestreitbar. ich halte es aus diesem grunde für bedenklich, jeden als schwätzer abzuqualifizieren, der handlungsbedarf bei einem problem sieht und das öffentlich äussert. diese sogenannten schwätzer sind durchaus in der lage im wahrsten sinne die welt zu verändern, auch in deutschland, oder möchtest du vielleicht auch noch willy brandt den friedensnobelpreis wegen seines geschwätzes, das damals ostpolitik hiess, wieder aberkennen?
    davon abgesehen, dass die amerikaner in der vergangenheit die grössten spinner zu einfluss haben kommen lassen, wie z. b. mc carthy oder aktuell bush, haben sie es aber bisher jedoch auch immer selbst wieder geschafft, sich dieser rechtzeitig genug zu entledigen, bevor es gefährlich wurde. auch nicht abzustreiten ist die tatsache, dass die amerikaner es auch immer geschafft haben, sich in zeiten drängendster probleme als masse hinter eine person zu stellen, die diese probleme angehen wollte. deutschland hat sich in diesen punkten in der vergangenheit wohl eher als nicht sonderlich fähig herausgestellt. ich kann deine haltung vor diesem hintergrund verstehen, vorausgesetzt ich unterstelle dir reicher deutscher zu sein, der sich aufgrund seines bis zum lebensende reichenden wohlstandes eine gewisse ignoranz leisten kann ;-).
    wie auch immer, ich kenne beide seiten der medallie und kann dir aus diesem grunde leider nur sagen: YES, WE CAN!

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