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Musik: Blogs stärker als MySpace

laut einer Studie sollen sich Artikel auf Blogs stärker auf den Abverkauf von Songs auswirken als die Anzahl der Freunde auf MySpace, über die sich eine Musikgruppe glücklich schätzen darf.

Blogs More Than MySpace Sell Music Says News Study

The study showed that the volume of blog posts led to future sales, but that large increases in an artist’s Myspace friends had a weaker correlation to sales. According to the study, if 40 or more blog posts were made before an album’s release sales ended up being three to four times times the average for both indie and major releases. If blog posts crossed 250, album sales rose to six times the average regardless of label.

Link zur Studie als PDF. Man kann wohl beruhigt davon ausgehen, dass die Analyse menschlichen Kaufverhaltens auch mit einer Studie leicht merkwürdig anmutet, wenn man die positive Kaufwirkung von Blogs mit der Anzahl der Kontakte in einem Social Network vergleicht. Ist halt bisserl pauschal zu sagen, wenn ich über Queen schreibe, dass die Leser wie verrückt die CDs kaufen, wo doch kaum einer meiner Leser Queen mag:))

via Myoon Musik


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

16 Kommentare

  • Naja, ist doch nichts neues, oder? Guerilla Marketing in Blogs.
    Für genügend Kleingeld finden sich genügend Leute die eine CD in den höchsten Tönen loben, natürlich anhand eines Jpgs des Covers/Tracklist….

  • Jetzt mal ohne Scheiß – durch dich habe ich Queen für mich entdeckt. Hattest, so weit ich mich erinnern kann, in einem deiner Night Beiträge mal ein paar Lieder gepostet. Hat mir so gut gefallen das ich mir kurz darauf das passende Album (ich glaub es war Live in Wembely) zugelegt habe. Und mittlerweile sind es ein paar DVD’s und so einige Alben. Nur mal so als kleine Anekdote ;-).

  • Ich bin jedenfalls gespannt wie das Marketing der Musikindustrie sich nachhaltig verändern wird. Artikel in Blogs einzuspeisen zieht nicht so viele Kosten hinter sich wie das Schalten von großen Anzeigen in den Zeitschriften.

    Warten wir´s noch ein wenig ab, in dem Business geht es manchmal ein wenig langsam zu.

  • Mal sehen obs klappt: Ich kann euch nur das Album von Adele empfehlen und das von Feist, sowie die neue Single von Duffy – Mercy. (Und wehe diese Alben/Songs sind nächste Woche nicht in den TOP3 vertreten…) Das ist gute Musik!! 🙂

  • Ich habe zu dieser Studie auch kritische Stimmen entdeckt ( hier mein Blogbeitrag dazu), z.B. die von Glenn Peoples, der die berechtigte Frage stellt, was denn zuerst da ist: eine erfolgreiche CD, über die dann auch in Blogs berichtet wird? Oder viele Blogbeiträge, die dann die Verkaufszahlen pushen?

  • @Robert: „Musik musste niemanden bestechen, nur gute Mucke machen.“

    Das kann doch wohl nicht dein Erst sein oder? Es gibt so viele erfolglose aber dafür hervorragende Musiker, die ebensolche machen und auf der anderen Seite laufen da solche Leute rum wie ein Dieter Bohlen, wo man genau weiß dass er kein Musiker, dafür aber ein gelernter PRLer (hat er nicht BWL studiert?) ist.

    Zudem gibt es genug Beispiele, wo Musiker/Bands in die Charts durch gezielte Platteneinläufe gepusht und damit bekannt gemacht wurden.

  • so what, was kann ich dafür, dass sich gute Musik nicht durchsetzt, weil man angeblich schlechte Musik bewirbt und die Menschen „schlechte“ Musik hören? Die für dich schlecht ist, Geschmäcker sind unterschiedlich. Könnte ja auch sein, dass Musik mehr als nur Noten ist.

  • Jetzt erzähl mir blos nicht, Modern Talking ist gut, weil es von vielen Menschen gekauft wird. Das hör ich ja schon das sprichwörtliche Fliegen und Scheiße Sprichwort 😉

    Nur weil Massen etwas kaufen, muß es ja nicht unbedingt gut sein, aber was rede ich darüber mit einem Windowsuser 😛

    Nein im Ernst, Musik bewegt sich nun einmal in einem sehr hart umkämpften Markt und da wird auch mit allen möglichen Tricks um jeden Marktanteil gekämpft. Wo der Markt auf die Kunst trifft, unterliegt nicht selten die Kunst. Aber es stimmt schon, auch solche Typen wie Bohlen und die volksverdummende Musik haben ihren sehr erfolgreichen (lukrativen) Markt und zu einem gutem Stück bestimmt da auch der Kunde, was gehört wird.

  • klar ist musik immer eine sehr subjektive angelegenheit, bei der man mit „gut“ oder „schlecht“ sowieso nicht weiterkommt. aber darum gehts ja in der studie eher nicht. ich finde interessant, dass die studie einen punkt aufzeigt: offenbar vertrauen die leser jemandem, der in einem blog mit begeisterung über musik schreibt mehr, als den oft doch sehr beliebigen und inflationären „freundanfragen“ bei myspace, zumal sich dort wegen der vielzahl der registrierten bands und künstler auch fast nur noch über empfehlungen wirklich interessantes findet. somit geraten die blogger ja offenbar wirklich in die rolle eines vermittlers. früher gab’s halt den plattenhändler des vertrauens, heute vertrauen viele lieber auf den blog statt auf die „klassische“ musikpresse oder übergroße social networks, die fast nur noch zum marketing genutzt werden.

  • Musik die oft gekauft wird, muss aber auch nicht schlecht sein. Das vielleicht mal am Rande. Musik ist und bleibt Geschmacksache. Darüber kann man nicht streiten. Nur versuchen seinen Geschmack zu vertreten. Dieser ist ja bekanntlich der Richtige. Doch mal ernsthaft: Ich finde, dass sich die Musikszene sehr zum Vorteil der Hörer entwickelt hat. Es gibt immer mehr kostenfreie Anbieter, mehr Eigeninitiativen der Künstler usw.. Diese Entwicklung finde ich persönlich viel interessanter. Aber das ist ja wieder mein Bier. Die Blogs nehmen in dieser Entwicklung eine große Rolle ein. Zwar ist die Fachpresse nicht wegzudenken, doch ist diese meist auch in eine richtungsweisende Schublade zu stecken. Nur auf Blogs zu setzen ist wohl auch der falsche Weg? Einen Überblick kann man sich aber über sie verschaffen. Letztendlich entscheiden wir, was wir hören wollen…

    Grüßle Markus

  • Das Problem ist doch, dass durch die vielen illegalen Downloads die Einnahmen gesunken sind, diese aber wiederum wichtig sind, um einen Künstler aufzubauen und langfristig zu positionieren. Warum sonst sind die Künstler aus DSDS nur kurzfristig erfolgreich? Durch die Vorauswahlsendungen wird DSDS in die News gebracht, dann werden einzelne Kandidaten aufgebaut, viele Leute kennen diese bereits, es haben sich Favoriten herauskristallisiert und während das Interesse an den Leuten schon wieder langsam abflaut, wird schnell die Siegersingle rausgebracht und ein Album. Bums! Dann fehlt den „Superstars“ aber der Rückenwind, ein wirkliches Profil konnten Sie nie aufbauen und bums liegen Sie mit der Nase bestenfalls auf dem Parkett ihrer 3-Zimmer-Maisonette in Hamburg, Berlin oder sonstwo.

    Bands, Singer/Songwriter die nicht diese Unterstützung bekommen, eben weil Sie gute Musik machen und schon ein Profil haben, versuchen es über MySpace, youtube etc. Glücklicherweise gibt es dann die Blogger, die dann eben diese hypen oder empfehlen… daraus entsteht dann bestenfalls ein Dominoeffekt! Super! Schwierig wird es aber auch für diese Musiker, langfristig erfolg zu haben, da die Konkurrenz sehr groß und durch das Web viele Talente ihren Weg nach draußen suchen… und auch finden….

    Ob gut oder schlecht, Geschmack oder nicht, liegt somit immer im Auge des Betrachters… siehe die aktuelle Nr. 1 in Germany.. ein Jamba-Klingelton… allerdings schafft man mit ein paar tausend verkauften Singles heute auch schon ne TOP3-Platzierung. Eingängiger Pop, Eurodance und Techno waren nun mal die Richtungen der letzen 15 Jahre… und im Moment ist halt wieder mehr Rock und handgemachtes im kommen… stetig ist nur der Wandel!

  • @#14 Seit kurzer Zeit werden halt auch Downloads mitgezählt…

    Beispiele von Musikblogs, die durch Frei-Konzerte, geschaltete Werbung und andere Zuwendungen (ja, auch Geld) unterstützt werden, existieren bereits in den USA. Inwieweit das bereits nach Deutschland übergesprungen ist, kann ich noch nicht beurteilen. Ich sehe aber hier eine der Gefahren für MP3-Blogs, die, wenn sie erst einmal über den Status des reinen Fanblogs schreiten, sich kommerziell orientieren.

    Auch ich bekomme Bemusterungsexemplare, die ich besprechen soll, doch kann ich will ich meine Unabhängigkeit bewahren, sie auch zerreissen zu dürfen. Wer zu oft und zu euphorisch Platten bespricht, ist für mich schon einmal verdächtig. Es bleibt spannend, wie die Industrie auf Artikel wie diese reagiert.

  • Ich persönlich finde Queen klasse und höre sie immer wieder gerne. Sie baut mich auf und macht mich teilweise auch nachdenklich. Schade das es sie so nicht mehr gibt. Um die CDs zu kaufen brauche ich keine Blogs. Allerdings nutze ich sie um mich auf andere Musikrichtungen aufmerksam zu machen.

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