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Asus EEE vs Kohjinsha E8

kann sein, dass der Asus EEE nun schneller als gedacht einem mindestens gleichwertigen Konkurrenzmodell vom Preis-Leistungsverhältnis her gegenübersteht. Es handelt sich dabei um einen UMPC namens Kojinsha E8: siehe hierzu die Berichte auf Netzwelt und Neuerdings.com.
Kojinsha: Subnotebook mit drehbarem Touchscreen
Kojinsha E8: Der bessere Eee? (inkl. Video)

So schauts das Ding aus, Maße entsprechen einem Asus EEE 7/8-Zöller:
Kohjinsha

Richtig gelesen, ein drehbarer Touchschreen. Nun ist ein Touchscreen alleine noch lange kein Kaufargument. Denn, beim Kojinsha muss man dazu den Screen komplett umklappen, um das Gerät im Touchscreen-Modus nutzen zu können. Lieber wäre es mir gewesen, dass man jederzeit den Bildschirm als Touchscreen nutzen kann.

Weiterer Nachteil: Statt einer Flashdisk ist eine Hard Disk eingebaut, die allerdings mit bis zu 120 GB daherkommt, beim Asus sinds lediglich 4 GB, wovon 2.7 GB bereits verbraten sind. Somit muss man mit dem Kohjinsha sorgsamer umgehen, das drückt imho aufs Handling bzw. die Robustheit. Wenn man damit kein Problem hat, so ist der größere Speicherplatz natürlich ein dicker Pluspunkt.

Bei der Auflösung schlägt Kohjinsha den Asus locker: 1.024×600 gegen 800×400. Das ist ein Wort. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass dies zu Lasten der Ergonomie geht. Denn auch der Kohjinsha kommt mit einem 7-Zöller daher. Entsprechend klein wird die Schrift sein, was nicht gerade gut für die Augen ist. Aber, ich gehe davon aus, dass man die Auflösung auch runterdrehen kann. Und für Webseiten ist eine höhere Auflösung allemal besser. 800×400 schränkt doch arg ein.

Was mir schon mal prima gefällt: Es wird kein Touchpad verwendet, sondern am linken Bildschirmrand ein Trackball. Klasse. Wiederum nicht klasse, da man dummerweise die linke Hand vom Keyboard wegbewegen muss, zumal da auch die Maustasten platziert wurden. Riesenmurks, für mich ein KO-Kriterium. Update: Ich Blindfisch habe komplett das Touchpad übersehen, dass sich wie gehabt unterhalb des Keyboards befindet. Das Keyboard hat die gleichen Maße wie der Asus EEE, also nix für große Hände. Ich habe mich an das kleine Keyboard vom EEE gewöhnt, kotze aber immer noch bei dem Touchpad ab.

Der Rest wie RAM, CPU, Akku, Slots etcpp sind mehr oder minder gleich zum Asus EEE.

Und nun zum Preis: Das Teil soll rund 500 Euro kosten, was aber nur einer reinen Umrechnung entspricht, weil man das Gerät momentan nur über einen ausländischen Shop bestellen kann. Klar, mit einer qwerty-Tatstatur. Ob Kohjinsha nach D kommt und wann weiß ich nicht. Konnte dazu nix erfahren. Und erst dann werden wir wissen, wie es nun mit dem Preis aussieht. Mit der wichtigste Faktor für den Kunden. Denn, je kleiner so ein Gerät, desto günstiger will man es haben. Da sind 500 Euro eine Schmerzgrenze meiner Meinung nach. Und 200 Euro mehr als der Asus EEE 7-Zöller kostet. Das neue Asus EEE mit einem 8-Zöller wird btw 400 Euro kosten. Nun muss man schon selbst wissen, ob einem beim Kohjinsha die größere Platte und Auflösung, aber auch der „halbe“ Touchscreen den Mehrpreis wert sind.

Zusammengefasst ist das Gerät zwar ein Hingucker, aber preislich fast doppelt so teuer. Und die Positionierung des Trackballs wie auch der Maustasten ist ein ergonomisches Verbrechen, dem Touchscreen-Modus geschuldet, aber den User geopfert. Update: Schmarrn, ein Touchpad gibts auch, wie gewohnt unterhalb der Tastatur, hatte ich anfänglich schlichtweg übersehen! Nein, noch wurde der Asus EEE nicht vom Thron gestoßen. Aber da hat schon jemand kräftig dran gerüttelt. Und ich träume weiterhin von einem purem Internettablet, das nicht so überladen mit Featuren insb. vorinstallierter Software daherkommt (EEE = UMPC eben, kein InternetTablet), bestehend aus einem Touchscreen ohne Keyboard in der Größe eines Asus mit einer 1.024er Auflösung, viel flacher jedoch, mit einer iPhone ähnlicher Handhabung. Für 100 Euro. Und in einer etwas weiteren Zukunft von einem Tablet, das man zusammenklappen und sich in die Hemdtasche stecken kann.

via Hinweis von Michael Seidlitz


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

27 Kommentare

  • Danke für die immer wieder interessanten Berichte!
    wieviele technische Spielzeuge hat so ein Robert Basic eigentlich?

  • ich mag ja blind sein, aber das sieht auf dem foto für mich wie ein waschechtes touchpad aus ? sensorfläche und zwei tasten…

    also unterhalb der tastatur…im touchsreenmodus ist er ja eh überflüssig

  • laut Video soll man das Teil nur umgeklappt als Touchscreen nutzen können, wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn nicht, werde ich es dann oben updaten. Mahct aber so oder so nicht mehr viel aus, wenn man die anderen Punkte berücksichtigt.

  • na ja, das Ding ist in Asien gefertigt worden, möglicherweise aber ist das noch gar nicht der offizielle Name für den internationalen Vertrieb, wenn es denn überhaupt schon Vertriebspartner gibt.

  • Der höhere Preis gegenüber dem Asus Eee ergibt sich aber sicherlich auch aus dem vorinstallierten Windows, was ich mal dem Aufkleber an dem Gerät (siehe Foto oben) entnehme. Denn wie wir wissen kommt das Eee ja standardmäßig mit Linux daher…

  • Bezüglich dem Kommentar von Rob: auch ich sehe da ein Touchpad unter der Tastatur – was jetzt?

    Bezüglich Hingucker: das stimmt, er ist wirklich krass hässlich. Hast du mal ein Foto von der Seite gesehen? – übel.

  • Wieso immer bloß alle schreien, dass die Schrift zu klein wäre je höher die Auflösung und je kleiner ein Display ist. Das ist doch Schmarrn! Schrift ist vollkommen auflösungsunabhängig … sollte sie zumindest sein. Je höher selbige desto mehr Pixel bekommen die Buchstaben und werden somit schärfer. So!

  • *klugscheissmodus* der Eee hat doch 480 Pixel in der Höhe, also 20% mehr als im Beitrag angegeben 🙂 und nicht sooo viel weniger als der E8.

  • 500 Euro inkl Windows und Touchscreen? Einer CPU, die für Windows auch schnell genug ist und einer Akkulaufzeit, die noch Sinn macht?

    Sorry, aber glaub ich nicht.

  • die schrift ist nicht mal schlimm…das dauernde scrollen der seiten nervt viel mehr 😉

    btw: wieviele blogger haben eigentlich mittlerweile ne brille? wäre doch mal ne umfrage wert!

  • Hab den Kohjinsha in Korea in der Hand gehabt und mich sofort verliebt. 😉 Im Dezember war er dort allerdings noch über 1000€ teuer (allerdings mit 1GB Ram und nem größeren Intel Prozessor).
    Er ist schnuckelig klein und hat ein ziemlich geniales Format!

    Besser noch hat mir allerding ein Fujitsu-Siemens gefallen: Das Lifebook U1010. Das hat nur ein 5,6″ Display, ebenfalls drehbar, ebenfalls Touchscreen. Es gab dazu sogar eine KFZ-Halterung mit GPS-Antenne. Damit kann man das Dingen dann als NAvi nutzen…

    MArtin

  • Nein leider nicht. War nur an nem Verkaufsstand und konnte nicht richtig testen. Nachdem ich ihn in der Hand hatte und ein wenig die Tastatur testen konnte, hörte ich direkt ein „Please no touch“ mit stark Koreanischem Akzent. 😉

  • Klingt für mich na ner ernsthaften Alternative. Ich würde mir das Teilchen gern mal zu gemüte führen – weiß jemand, ob das vllt auf der CeBIT möglich ist?

  • Was kann der Touchscreen? Hat ereinen elektromagnetischen Sensor, wie die meisten tabletPCs, oder einen elektrostatischer Sensor, der auch mit dem Finger zu bedienen ist? Ein Tochscreen mit 180° Umklappen macht nur Sinn, wenn es wie bei TabletPCs als Schreibfläche mit Texterkennung funktioniert. Aber dann müsste XP Tablet 2005 drauf sein. XP home hat solche Funktionen nicht.

    Fazit: Das Umklappen macht Eindruck, aber ist unnötig.

  • Ich hab das Teil letztes Jahr in Japan gesehen, da kommt es auch ursprünglich her, daher der für westliche Zungen ungewöhnliche Name. Spricht sich Kohdschinscha. 🙂
    Ich hab noch keinen eee in der Hand gehabt, aber so ein Kohjinsha würde ich mir gerne holen, wenn ich das Geld hätte, ist echt ein schnuckeliges Teil. 🙂
    Irgendwo müsste ich eigentlich noch einen Flyer haben…

  • Als Zweitnotebock genial. Kann jemand etwas zur Verarbeitung sagen – wie robust ist es? Gerade beim umklappbaren Touchscreen könnte ich mir vorstellen, dass es schnell zu Abnutzungsspuren kommt.

  • Sorry, aber der EEE ist für mich kein Rechner ersatz, sondern praktisch weil er klein, robust + billig ist. Und billig heisst 300€ ist die Obergrenze. Für 500 bekommt man doch schon richtige Laptops.

    Bei den Maßen mag der Kojinsha ja noch gehen, aber sonst? Was will ich denn mit nem Drehbaren Schirm? Als ob das Ding zu groß wäre um es komplett zu drehen. Drehgelenke sind immer potentielle Sollbruchstellen. HDD brauch ich auch nicht denn damit fällt der Robustheitsfaktor wieder weg. Daten kommen eh auf den Server/externe Platte/…
    Touchscreen wär praktisch, aber wenn der nur im umgeklappten Modus funktioniert? Kann man sich auch einen in nen eee einbauen…
    Und windows ist völlig unnötigerweise auch drauf, muss man wahrscheinlich mitbezahlen und es ist fraglich ob die Hardware komplett unter Linux läuft.

  • Hi,
    ich habe seit mehreren Wochen einen Kohjinsha SH8 (Weiss, ohne DVD). Ich nutze ihn ueberwiegend privat, lese damit meine pdf-Tagesszeitung anstatt die Druckversion, will in Kuerze damit navigieren, bzw Radtouren planen und hatte ihn auch schon bei Konferenzen dabei. Meine Zugfahrten hat er mir mit Videos versuesst, und bei gutem Wetter surfe ich unter freiem Himmel (und erkenne immer noch, was auf dem Bildschirm steht).

    Hier ein kurzer Erfahrungsbericht; wer noch Fragen hat, kann mich gerne kontaktieren: volker [ät] vhonline.de.

    1. Bestellung/Versand.
    Ich habe ueber conics.net in Japan bestellt. Die Versanddauer ist perfekt: Mittwoch Nachmittag bestellt, Dienstag Vormittag geliefert. Den Status kann man jederzeit online verfolgen. Bestellung an sich total einfach. Sehr gut: Upgrade-Wahlmoeglichkeiten. Ich selbst habe mir einen 2. Akku, 2 GB Ram, ein KFZ-Ladekabel, ein Stromsteckeradapter und vor allem: ein ScreenProtector gleich mitbestellt.

    2. Kosten.
    Das Geraet kostet natuerlich deutlich mehr als die superguenstigen UMPCs, die gerade Mode sind. Hinzu kommen die Extras und vor allem Gebuehren fuer die Bezahlung und natuerlich die 19% Mwst., die direkt beim Postboten (DHL) faellig sind. Steuern werden nicht nur auf Geraetekosten, sondern auch auf die Kosten der Bezahlung und auf die Versandkosten faellig. Die schoene Aufschluesselung von conics.net, weswegen es beim Zoll wohl auch so schnell ging, interessiert den Zoll also nicht – die nehmen den tatsaechlich bezahlten Preis, incl aller Kosten.

    3. Das Geraet.
    Das Geraet laeuft mit 2 GB Ram und dem 800MHZ Prozessor unter Vista Home Premium erstaunlich fluessig. Hier kann ich nur der auch in anderen Tests zuerkannten fluessigen Geschwindigkeit zustimmen.
    Die (Grund-)Ausstattung ist aus meiner Sicht komplett: 2x USB, 1x SD/MMC, 1x CF-Card, Bluetooth, WLAN, VGA-out, 10/100Mbit Lan, 80gb HD = alles was man benoetigt. Eine Kamera ist uebrigens auch eingebaut.
    Die Besonderheit des Geraetes liegt jedoch in der kleinen Groesse, dem Touch-Screen, den vielen Bedienmoeglichkeiten (Mousepad, Tastatur, TouchScreen, Steuertasten u. Stick neben dem Bildschirm) und dem drehbaren Display. Mehr zu Sinn und Unsinn dazu im 4.Punkt.

    4. Usability/Nutzbarkeit
    Das wirklich fantastische ist, dass diese ganzen im letzten Absatz im 3. Punkt genannten Spielereien (die den Preis auch ausmachen) ein wirklich praktisches Geraet ergeben: Draussen, drinnen, im Liegen, Sitzen, Stehen, am Strand oder Balkon, im Bett oder in der Konferenz: Man kann das Teil nutzen. Warum? Man dreht den Bildschirm wie man ihn braucht bzw. man haelt das Gereat wie es gerade praktisch ist, schreibt auf dem Bildschirm oder nutzt die Tastatur, scrollt aehnlich wie beim Ipod mit Penflicks per Finger oder nutzt die Tasten neben dem Bildschirm. Man kann die Darstellung in alle Himmelsrichtungen drehen, schnell die Helligkeit anpassen, sich so eine Art eBook-Lesegeraet herzaubern, kann einen SilentMode einschalten wenn man in Konferenzen ist (er ist aber auch so sehr Leise, in normalen Konferenzen nicht stoerend), kann den Screen als Notizbuch nutzen, kann mit Wlan ueberall surfen, kann mit Bluetooth zB eine GPS-Maus andocken.. nur eine Navi-Software fuer PC, die einer TOMTOM Software in nix nachsteht, habe ich noch nicht gefunden 🙁
    Fazit dazu: Das Teil ist kein teures Spielzeugs, sondern wirklich durchdacht um eine maximale mobile, praktische Nutzung in vielen erdenklichen Situationen zu geweahrleisten. Und dazu braucht man wirklich viele Einstellmoeglichkeiten, die das Geraet auch alle bietet. Uebrigens wiegt es wenig (980g).

    5. Vor-/Nachteile
    Wo Licht ist, ist auch Schatten, ich halte mich moeglichst allgemein.

    Vorteile:
    Gute Verarbeitung, alle aktuellen Schnittstellen, Vista als OS; unterstuetzt alle Vista-Funktionen und alle USB/Boot-moeglichkeiten, vollwertige Tastatur, Touchscreen – und das braucht man wirklich oft. Darueber hinaus erfuellt es einfach alles, was man sich von einem Ultra Mobilen PC erwuenscht. Frueher stand ich auch auf die SSD-HDs; die kleine Groesse war mir egal. Mittlerweile finde ich es doch gut, 80GB zu haben – so habe ich auf jeder Zugreise viele Filme dabei und ersetzte rein vom Speicherplatz auch meinen normalen PC fuer die ueblichen Taetigkeiten. Fuer mich auch ein definitives Pro: Kein DVD drinnen. Schleppte ich bei meinem Notebook meist umsonst mit.
    Ach ja: Schreiben auf dem Bildschirm geht echt super! Mit etwas wenig Uebung laeuft das, mit mehr Uebung noch mehr!

    Nachteile:
    – Zum reinen Geraetepreis kommen weitere Kosten.
    – Zweiter Akku ist wohl praktisch (3 Stunden Betriebszeit bei guter Nutzung pro Akku)
    – Betriebssystem ist nur auf extra Partition enthalten, eine DVD kommt nicht mit. Sollte man also gleich per ImageProgramm sichern und brennen.
    – CF-Slotabdeckung geht relativ leicht weg. (Tesa drueber? Ich brauch ihn eh nicht..)
    – Englische Tastatur und Vista-Sprache. Fuer mich kein Nachteil, aber eben doch erwaehnenswert. Vllt. will ja jemand Vista per Sprache steuern? Da glaube ich schon, dass english ein Nachteil sein kann… Uebrigens: es geht auch: -Ä- erwähnenswert 🙂 Aber zumindest Gewoehnungsbeduerftig. Uebrigens: Diverse Anleitungen beschreiben, wie man bei vista home premium die Sprach wechselt.. ich habe es noch nicht hinbekommen aber schon oft versucht 😉
    – Microsoft Aufkleber auf der Unterseite werden durch die Nutzung recht schnell unleserlich.
    – etwas lommeliger kleiner Touchscreen-Stift. Geht aber. Nutze meist eh meine Finger.
    Insgesamt gibt es keine no-go Nachteile, auch nichts, was das Teil ad absurdum fuehren wuerde.
    Man muss halt das Geld dafuer (uebrig) haben, oder aber es fuer die Arbeit brauchen – und sich die Kohle wieder holen 🙂

    So, ich hoffe geholfen zu haben.
    Volker

    (Written on Kohjinsha SH-8)

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