Asus EEE vs Kohjinsha E8

Robert Basic

kann sein, dass der Asus EEE nun schneller als gedacht einem mindestens gleichwertigen Konkurrenzmodell vom Preis-Leistungsverhältnis her gegenübersteht. Es handelt sich dabei um einen UMPC namens Kojinsha E8: siehe hierzu die Berichte auf Netzwelt und Neuerdings.com.
– Kojinsha: Subnotebook mit drehbarem Touchscreen
– Kojinsha E8: Der bessere Eee? (inkl. Video)

So schauts das Ding aus, Maße entsprechen einem Asus EEE 7/8-Zöller:
Kohjinsha

Richtig gelesen, ein drehbarer Touchschreen. Nun ist ein Touchscreen alleine noch lange kein Kaufargument. Denn, beim Kojinsha muss man dazu den Screen komplett umklappen, um das Gerät im Touchscreen-Modus nutzen zu können. Lieber wäre es mir gewesen, dass man jederzeit den Bildschirm als Touchscreen nutzen kann.

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Weiterer Nachteil: Statt einer Flashdisk ist eine Hard Disk eingebaut, die allerdings mit bis zu 120 GB daherkommt, beim Asus sinds lediglich 4 GB, wovon 2.7 GB bereits verbraten sind. Somit muss man mit dem Kohjinsha sorgsamer umgehen, das drückt imho aufs Handling bzw. die Robustheit. Wenn man damit kein Problem hat, so ist der größere Speicherplatz natürlich ein dicker Pluspunkt.

Bei der Auflösung schlägt Kohjinsha den Asus locker: 1.024×600 gegen 800×400. Das ist ein Wort. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass dies zu Lasten der Ergonomie geht. Denn auch der Kohjinsha kommt mit einem 7-Zöller daher. Entsprechend klein wird die Schrift sein, was nicht gerade gut für die Augen ist. Aber, ich gehe davon aus, dass man die Auflösung auch runterdrehen kann. Und für Webseiten ist eine höhere Auflösung allemal besser. 800×400 schränkt doch arg ein.

Was mir schon mal prima gefällt: Es wird kein Touchpad verwendet, sondern am linken Bildschirmrand ein Trackball. Klasse. Wiederum nicht klasse, da man dummerweise die linke Hand vom Keyboard wegbewegen muss, zumal da auch die Maustasten platziert wurden. Riesenmurks, für mich ein KO-Kriterium. Update: Ich Blindfisch habe komplett das Touchpad übersehen, dass sich wie gehabt unterhalb des Keyboards befindet. Das Keyboard hat die gleichen Maße wie der Asus EEE, also nix für große Hände. Ich habe mich an das kleine Keyboard vom EEE gewöhnt, kotze aber immer noch bei dem Touchpad ab.

Der Rest wie RAM, CPU, Akku, Slots etcpp sind mehr oder minder gleich zum Asus EEE.

Und nun zum Preis: Das Teil soll rund 500 Euro kosten, was aber nur einer reinen Umrechnung entspricht, weil man das Gerät momentan nur über einen ausländischen Shop bestellen kann. Klar, mit einer qwerty-Tatstatur. Ob Kohjinsha nach D kommt und wann weiß ich nicht. Konnte dazu nix erfahren. Und erst dann werden wir wissen, wie es nun mit dem Preis aussieht. Mit der wichtigste Faktor für den Kunden. Denn, je kleiner so ein Gerät, desto günstiger will man es haben. Da sind 500 Euro eine Schmerzgrenze meiner Meinung nach. Und 200 Euro mehr als der Asus EEE 7-Zöller kostet. Das neue Asus EEE mit einem 8-Zöller wird btw 400 Euro kosten. Nun muss man schon selbst wissen, ob einem beim Kohjinsha die größere Platte und Auflösung, aber auch der „halbe“ Touchscreen den Mehrpreis wert sind.

Zusammengefasst ist das Gerät zwar ein Hingucker, aber preislich fast doppelt so teuer. Und die Positionierung des Trackballs wie auch der Maustasten ist ein ergonomisches Verbrechen, dem Touchscreen-Modus geschuldet, aber den User geopfert. Update: Schmarrn, ein Touchpad gibts auch, wie gewohnt unterhalb der Tastatur, hatte ich anfänglich schlichtweg übersehen! Nein, noch wurde der Asus EEE nicht vom Thron gestoßen. Aber da hat schon jemand kräftig dran gerüttelt. Und ich träume weiterhin von einem purem Internettablet, das nicht so überladen mit Featuren insb. vorinstallierter Software daherkommt (EEE = UMPC eben, kein InternetTablet), bestehend aus einem Touchscreen ohne Keyboard in der Größe eines Asus mit einer 1.024er Auflösung, viel flacher jedoch, mit einer iPhone ähnlicher Handhabung. Für 100 Euro. Und in einer etwas weiteren Zukunft von einem Tablet, das man zusammenklappen und sich in die Hemdtasche stecken kann.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.