Sonstiges

Night

heute wollen wir wieder einmal Aufklärungsarbeit leisten:) Was haben Eure Eltern damals für Musik gehört? Von Kassette und Platte natürlich, iPod und p2p war halt einfach nicht drin. Kassette und Platte? Bitte nutzt die Wikipedia-Links, um Euch ein Bild von diesen archaischen Tonträgern zu machen. Eine Platte war sowas wie kreisrunde Hieroglyphen auf Plastik und Kassette eine Art von ganz dünner Magnetfilm. So irgendwie.

Und was haben nun Eure Eltern Mitte der Siebziger gehört (da war ich ungefähr 10 und Ihr noch nicht einmal geboren)? ABBA! Die Gruppe war damals das, was heute Dieter Bohlen, Tokio Hotel und Bushido zusammen sind (In ihrer aktiven Zeit erreichten ABBA mit ihren Songs in 23 Ländern 143 Mal den ersten Platz der jeweiligen Single-Charts. In Deutschland konnte die Gruppe sich mit 26 Songs in den Charts platzieren. Davon erreichten 21 Songs Top-10-Platzierungen und neun Hits – davon sechs Songs hintereinander – erreichten den ersten Platz in den deutschen Charts). Wie sich das anhört? Auf eigene Gefahr:

1. Waterloo, 1974, ABBA kam tatsächlich mit diesem Lied beim Eurovision Song Contest groß raus.

2. Fernando, 1976 ein absoluter Tophit in D und UK

3. SOS, 1976

4. Chiquitita, 1979, ich glaube, die Zähne von Agnetha waren dann endlich begradigt

ABBA ist nicht mehr modern? Mag sein, aber ihre Methoden waren damals ziemlich fortschrittlich: Die Gründe für den weltweiten Erfolg. Einfache und einprägsame Mucke, Einsatz von Musikvideos, Image-Branding als heile Gruppe, TV-Auftritte in wichtigen Sendungen, länderspezifische Auskopplungen, aufwendige Konzerte. Und meine Eltern, die mich als Kind mit Abba am laufenden Band beschallten, uahhh. Selbst in Jugoland war Abba damals eine Wundergruppe. Es gab Mercedes, Grundig und Adidas, das waren absolute Highflyer-Marken, und Abba. Mein Cousin hatte sich mehr über die ABBA-Cassette gefreut denn über die Adidas-Sportschuhe:) Laut Wikipedia ist das Marketing anscheinend so gut, dass man heute noch täglich 3.000 Songs verkloppt. Uffz. Gut, 1982 war der Zauber vorbei, die Gruppe ist auseinander, weil man sich bis heute nicht mehr riechen kann:]


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

25 Kommentare

  • Es ist ja immerhin die zweit erfolgreichste Gruppe allerzeiten (zwischen Beatles und Queen).
    Bei den drei Gruppen kann man ja tatsächlich 30 Lieder hören und alle von denen sind bekannt.

    Meine Lieblingslieder sind: „Thank You For The Music“, „Money Money Money“, „Voulez Vous“ und natürlich „The Winner takes it All“.

    btw. Als ich geboren wurde war Waterloo auf Platz 1 in Deutschland.

  • Darf mal ein Elternteil eines 16-Jährigen antworten?

    1. Tonband. War preiswerter – Konnte man die Qualität selbst bestimmen (durch Aufnahmegeschwindigkeit)

    2. Was? Man konnte nicht wählerisch sein. Pop, R&B, Rock gab es kaum im Radio, wenn dann nur wöchentliche eine Sendung, die man dann aufgenommen hat – und der Moderator hat extra darauf geachtet, die Songs auszuspielen und nicht reinzuquatschen. Leider kamen die eiligen Verkehrsmeldungen immer in Titel, die man unbedingt haben wollte. Murphys law. Also hat man alle Platten sich beorgt, denen man habhaft werden konnte. Platten ausleihen war eine Vetrauenssache, weil die Dinger ja so empfindlich gegen Krratzer waren. 20 DM für eine LP war viel Kohle.

    3. Wer: Alles was so angesagt war: Pink Floyd, Fleedwood Mac, 10cc, Led Zeppelin, AC/DC, Slade, es gab eine Menge. ABBA und Boney M höreten die Eltern. Für die meiste Disco-Mucke und Black-Music waren wir zu jung, Man kam ja erst mit 18 in die Clubs rein. Das kam dann später, Ende der 70er.

    Noch zu ABBA: Weitere Gründe für den Erfolg. Sie waren anpassungsfähig. Als Disco den Durchbruch hatte, war die Karriere von vielen Pop-Stars beendet. ABBA war eine der wenigen, die überzeugende Disco-Titel brachten (bsp. Voulez-Vous, Does Your Mother Know) und sich am Markt halten konnten.

  • Noch ein Tim 🙂 Diesmal Elternteil einer 7jährigen:

    Zu deinem Punkt Drei: Verbinde doch einfach mal Led Zeppelin oder gar Deep Purple mit ABBA! Geht nicht? Doch: Nennen sich Black Sweden

  • Meine Eltern, eigentlich mein Pa, hatten einen sog. Musikschrank von Grundig und ein Tonbandgerät von Grundig. Da gibts sogar mein Kinderbabygebrabbel noch. Und natürlich die harten Schallplatten. Sie waren zwar nicht mehr aus Schellack, aber noch nicht so dünn und elastisch wie meine ersten in den 80iger Jahren.

    Gehört haben die damals Alexandra (aus Hessen „Zigeunerjunge“, meiner erster Ohrwurm des Lebens), James Last, Freddy Quin (mein Pa) und derlei Schlagergedöns.

    Um Pink Floyd, Led Zeppelin und Konsorten mußte ich mich später selbst persönlich kümmern. Das Plattenarchiv meiner Eltern ist 1971 mit „Mama Leone“ stehen geblieben.

    Abba war bereits Kassettenzeit. Die habe ich selbst, neben Boney M., bewußt mitgekriegt. Sind heute noch extrem erfolgreich.
    Eine Liste bei Wikipedia finde ich dazu ganz interessant:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Interpreten_mit_den_meisten_verkauften_Tontr%C3%A4gern_weltweit

  • Jetzt möchte ich auch mal meinen Senf dazu geben! Ich höre als 19jähriger wahnsinnig gerne ABBA. Die Platten meiner Eltern habe ich zwar auch, dennoch bevorzuge ich im Normalfall die im iTunes Musicstore eingekauften Alben auf dem iPod zu hören. 😉

    Ich war bereits in Stuttgart und Berlin im Musical Mamma Mia!, werde es im April ein drittes Mal in London besuchen. Nicht wegen der Handlung, die ist ja wohl mehr als schlecht. Einfach wegen der Musik. Auch im ABBA Museum in Stockholm war ich bereits.
    Und das habe ich alles nicht getan, weil meine Eltern es wollten – die waren nur in Stuttgart im Musical dabei.

    Außerdem sind die meisten Songs von ABBA evergreens. „Waterloo“ oder „Gimme Gimme Gimme“ passt auch auf jede Party der Moderne, wenngleich nur sehr selten in Clubs gehört.

  • I love Agnetha. Obwohl sie depressiv ist und unter Flugangst leidet.
    Aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass sie nicht damit fertig geworden ist, dass ihr Mann sie so oft betrogen hat – die Arme!
    Mondschlüssel ist ein Elfenroman – nur wen s interessiert.

  • cassette. am besten die teure chromdioxid.
    ob man die heute noch abspielen kann?

    aber ABBA ist und bleibt die beste gruppe der welt (meiner welt…)!
    😀

    vielen dank für die schönen erinnerungen! auch in den kommentaren.
    🙂

  • Pink Floyd, Led Zeppelin, Black Sabbath, Beatles, Queen und noch mehr… hab ich alles natürlich auch von meinen Eltern, hauptsächlich vom Papa, mitbekommen! Das ist und war wahre Musik, die schließlich bis heute überdauert!!!

  • Noch ein Tim! Also, meine Vater ist und war großer Stones und Beatles Fan. Inzwischen hat er sích ein wenig „weiterentwickelt“ und geht mit mir (27) zu U2 Konzerten und war mit meiner Mutter zuletzt sogar auf einem Smashing Pumpkins Konzert! Naja, als Rentner hat man hat man anscheinend wieder Lust auf sowas und allemal Zeit dazu. Nebenher schreibt er noch an seinem Blog: 100WorteReporter.de
    ABBA haben meine Eltern glaub ich nie gehört…
    Grüße, Tim

  • Also ich habe früher auch noch Kasette angehört und das ist vielleich 10-12 Jahr her. Also soooooooo alt muss man nun auch nicht sein.

    Mache ich im übrigen auch noch ab und zu wieder, weckt ganz schön Gefühle.

  • Hallo zusammen,

    oh Abba, das war irgendwie nie mein Ding; ich hatte es dann auch eher mit AC/DC, Judas Priest und Deep Purple. Diese komischen schwarzen Scheiben, die dann mitunter Kratzer bekamen, was der Musik eine ganz eigene Note verlieh, ja, die kenne ich auch noch. Ich werde wohl mal wieder einen Plattenspieler kaufen müssen, um diese Scheiben zu hören… öhm, für alle, die noch nie eine Schallplatte gesehen haben: Ich könnte mal eine fotografieren ;-).

    Aber der Alte (bin greisenhafte 41) kann irgendwie auch mit RAP noch etwas anfangen, wogegen die meisten Formen, die der Unwissende (wie ich!) unter Techno zusammenfasst, mir persönlich Grauen verursachen. Am Schlimmsten finde ich easy listening, weil man da aus meiner Sicht 10 Minuten reinhören kann und… NICHTS passiert. Gar NICHTS… Absolut… nüx.

    An alle easy-listening Fans: Soll keine Beleidigung sein, aber… nä… issas nich mein Ding.

    Ein lieber Gruß vom Ansgar

  • Mann, meine Eltern konnten sich noch für Peter Kraus erwärmen (Shugar, Shugar Baby) und kannten noch die Schellack Platte. Meine Schwester hat mich dann mit ABBA und Teestunden – die sie mit Ihren tollen Freundinnen dann zelebrierte, wenn sie sich nicht gerade wieder daran machten, kläglich am Versuch zu scheitern, eine tolle Zeitung selbst herzustellen – genervt.

    Mir stellen sich heute nur folgende Fragen:

    Warum covert eigentlich keiner Peter Kraus?

    Und gibt es immer noch ältere Schwestern die mit ihren Freundinnen, eigene Zeitungen herstellen möchte?

    Und warum haben die Mädchen (älteren Schwestern) eigentlich immer gerne olivfarbene Parkas getragen, während die Idole von ABBA so bunt kostümiert waren?

    Da soll noch einer sagen, dass die Kindheit und ABBA nicht prägend sind.

  • hmm mit den Schallplatten war ich Musiktechnisch irgendwo zwischen – UB40, PinkFloyd, PublicEnemy, TotenHosen und davor eigentlich nur ZDF-Hitparade….

    Was ich aber immer besonders abgefahren fand:

    Ich habe regelmäßig „Yo! MTV Raps“ im Fernsehen auf VHS aufgenommen. Dann den Kassettenrecorder vor den Viderecorder gestellt und beim Abspielen des Videos auf Aufnahme gedrückt und so die Rap-Songs auf Kassette überspielt….

    Und richtig gut gefallen hat mir damals

    N.W.A. – 100 Miles and Runnin

    Public Enemy – Fight The Power

    Geier Sturzflug – Besuchen Sie Europa

  • @alex, so habe ich früher auch aufgenommen. allerdings habe ich den kopfhörerausgang des fernsehers mit dem mikrofoneingang der anlage verbunden

  • Eltern? Mei, bei mir ist das auch noch die ältere Schwester gewesen. Auch da hatte ich die ersten Kontakte mit Abba und Co. und man mag es kaum glauben, aber auch bei Jahrgang 79 hat man noch selbst Platten aufgelegt! 😉

  • Mitte der Siebziger …?

    Carl Douglas – Kung Fu fighting

    Udo Jürgens – Griechischer Wein

    und das hört nicht auf…

    Marianne Rosenberg, Bee Gees, Rex Gildo, Roger Whittaker, Smokie, Kraftwerk, Slade, Status Quo, Suzi Quatro, Frank Zander, Vicky Leandros, Howard Carpendale, Rudi Carrell, Nana Mouskouri, Juliane Werding, Peter
    Maffay

    all das durfte bzw. musste ich in dieser Zeit hören.

  • Hehe, ich hab mich „erfolgreich“ um die Abba-Mania in den 70ern rumgedrückt. Geboren wurde ich, als Boney M mit Daddy Cool auf 1 war, und was zum Zeitpunkt meiner Zeugung auf 1 war, kenne ich nicht mal, aber es war kein Abba.
    Ich mag Abba aber, hab auch irgendwo so eine Best-of-CD rumfliegen.

    Ach ja, und meine Eltern gehörten auch alle beide zur „Olivfarbene-Parkas-Fraktion“.

Kommentieren