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Sharewise ist eine Finanzanlagenplattform, die ganz im Web 2.0-Stil seine User abstimmen lässt, welche Finanzwerte sich lohnen und welche nicht. Da man hierbei zwei Usertypen kennt, konnte man nun eine interessanten Vergleich starten: Wie schneiden Amateure gegen Finanzprofis („Analysten“) ab?
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Financial Times vom 22.04.08

Meine Erwartung war eigentlich, dass Profis tendentiell besser als die Masse der Amateure abschneiden sollten. Nun weiß ich natürlich nicht, wie sich ein User als Analyst outet und wie man das kontrolliert. Ebensowenig weiß ich, wie gut die im Job sind und wie ernst gemeint die Einschätzungen auf Sharewise sind. Aber das klärt sich vielleicht auf, da ich die Sharewise-Macher um ein Interview gebeten habe. Sollte eigentlich klappen. Demnächst mehr.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

15 Kommentare

  • Hi,
    dass „Amateure“ zumeist deutlich besser liegen, ist ja kein großes Geheimnis. Den Test kann man allerdings sehr, sehr leicht direkt machen. Einfach mal bei derivatecheck.de die täglichen Analysen zu Euro/Dollar und zu den Rentenmärkten (hier Bund-Future) lesen. Dann Gegenposition eingehen und Kohle kassieren. Klappt fast immer.

    Der Torsten

  • Wir können uns gern mal zum Münzenwerfen treffen und dann teilen wir die Gruppe von 3000 Leuten in 1500 Männer und 1500 Frauen ein. Nachdem dann jeder 10 mal geworfen hat errechnen wir das Durschnittliche Wurferergebnis (Kopf) der Frauen und vergleichen es mit den 10 Männern die am häufigsten Kopf geworfen haben (wenn man das Ergebnis Kopf als positiv bewertet).

    Damit hätten wir dann bewiesen, dass Männer besser Münze werfen können als Frauen. Juhu Pisa lebt

  • Hallo Sascha,

    was hat Dein Münzwurftest jetzt mit der Idee von http://www.ShareWise.com zu tun? Dort werden ja keine Münzen geworfen, sondern die Analysen der Profis werden von den Betreibern in das System eingepflegt und die normalen User veröffentlichen Ihre Tipps direkt selbst. ShareWise wertet das Ganze dann letztlich nur aus und kam dabei zu den Ergebnissen, das

    a) professionelle Analysten kaum besser sind als Otto Normaluser
    b) die Top10 der ShareWise User deutlich besser sind als Analysten

    Was hat das nun mit Deinem Zufallsexperiment „Münzwurf“ zu tun und vor allen Dingen mit der PISA Studie? Hast Du an dieser evtl. selbst mit teilgenommen, das Du so einen Käse schreibst?

  • Sascha hat sowas von recht. Schließlich wurden die Top 10 bei Sharewise im Nachhinein ausgewählt! Und die Pointe steht ja schon im Text: Über die zukünftige Entwicklung sagt das gar nichts.

    Anders formuliert: SELBSTVERSTÄNDLICH werden für jeden beliebigen Zeitraum die zehn besten Amateure den Durchschnitt der Profis schlagen – aber sind sind eben nicht immer dieselben zehn.

  • weiß gar nicht, warum auf den ersten Wert so ein Fokus gelegt wird, viel spannender ist doch die Frage nach der Durchschnittsperfomance beider Gruppen, das habe ich eigens nicht im Text oben geschrieben, weil es doch völlig naheliegend ist, um welchen Vergleich es geht.

  • Okay. Aber: Schon die Überschrift der Grafik (nicht Dein Text) ist ein Paradebeispiel für unseriösen Journalismus und alberne Effekthascherei. Richtig wäre: „Profis schlagen Hobbyanalysten. Durch das Mysterium der Normalverteilung sind ein paar Hobbyanalysten besser als andere.“ Trotzdem eine interessante Geschichte! Freue mich aufs Interview.

  • @ Robert
    ich wollte damit sagen, dass so ein Ergebnis immer erreicht wird egal was man vorne reinsteckt.
    Wenn man nach einem Ereignis die besten raus sucht werden die immer besser sein als der Durchschnitt, selbst bei völlig zufälligen Ereignissen.

    @ Heinz
    eigentlich hat es Klammer erklärt und wenn man den Unterschied zwischen vorher und nachher kennt sollte es einem auch klar werden.

    @ Robert bitte frage die Jungs von sharewise doch mal wie die besten 10 Profi Analysten abgeschnitten haben und wieviele Profi Anylsten im Topf waren.

  • In einer der Geschichten von Eckhard von Hirschhausen (der Kabarettist) ging es mal um einen Vergleich zwischen einem Analysten und einem Kamel Je nachdem für welches Brötchen sich das Kamel entschied, wurde ein bestimmtes Aktienpaket gekauft. Drei Monate später hatte das Kamel weniger verloren als als professionelle Analyst.
    Keine Ahnung ob das wahr ist oder nicht, aber mir gefällt der Gedanke. Macht natürlich auch ein bisschen unsicher, was da für Leute mit Milliarden jonglieren…

  • Würden die Börsenentwicklungen sich nur nach fundamentalen Daten richten, hätten die Analysten sicher die Nase noch weiter vorne. Leider oder Gottseidank (je nach Standpunkt) ist dies aber nicht so. Es gibt auch genügend Geschichten, wo Affen mit Dartpfeilen auf Börsenzeiten von Zeitungen geworfen haben sollen und die so getroffenen Aktienauswahlen outperformten die Analystenauswahlen (in Abwandlung zum Vorpost von Keyser Soze)

    Weiters ist vielleicht noch die Frage von Bedeutung, ob hinter den Entscheidungen der „Hobbyanalysten“ auch Kaufabsichten stehen, oder ob man „halt mal ein wenig zockt“ bei der Auswahl.

  • Schon Lustig, dass die monkey Theorie hier genannt wird. Genau das gleiche machen wir auf sharewise.
    Prof. Malkiel hatte die Theorie in seinem Buch A random walk down wallstreet veröffentlicht. http://www.sharewise.com/contests/26/about
    Daher glaube ich auch an das Kamel.

    Ansonsten finden alle Interessierten die genauen Rahmenbedingungen der Auswertung hier.
    Ausgewertet wurden 6.649 Empfehlungen, es waren 33 Analysten Häuser und alle hatten mindestens 30 beendete Empfehlungen.
    Eine genau Aufstellung findet sich hier: http://www.sharewise.com/news_articles/257-Analysten-Statistik

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