Sonstiges

mehr als 12 Mio .de-Domains

siehe Hugo Martins Blogposting (siehe Denic-Statistik). Nur frage ich mich, welche Gruppen wieviel besitzen. Die Mehrheit den Privaten? Glaube ich nicht. Würde mich nicht überraschen, wenn ein großer Teil der Domains Wenigen gehört, obs nun SEOs, Domaingrabber, Domainspekulanten, Domainbörsen oder what ever sind. Domainnamen sind die Immobilien der Zukunft, wenn mich nicht alles täuscht. Ist ja heute schon verdammt schwer, überhaupt nocht vernünftige Domains zu finden, die frei sind. Wie soll es dann erst in 10 oder gar 20 Jahren aussehen? Wird dann eine ganz simpe generische Allerweltsdomain wie „ich-will-kochen“ 1 Mio Euro kosten? Heute bereits zahlt man für an sich recht schwache Domainnamen locker an die 10.000 Euro und mehr. Hat jemand zufällig Auswertungen über die Struktur der Domaininhaber und/oder Wertentwicklungen von Domainnamen?

Diese Grafik hier zeigt die Entwicklung der registrierten Domains weltweit auf:
Domains
1993: ~ 1 Mio Domains
1998: ~30 Mio Domains
2003: 171 Mio Domains
2008: 541 Mio Domains
so ungefähr verstanden, was ich meine? Das Wachstum ist pervers und die Ökonomie lehrt uns, dass knappe Güter teuer sind. Je knapper desto teurer. Was vor 100 Jahren wertloses Brachland war, ist heute die Grundlage für Immobilienmilliardäre (gibt ein Beispiel aus Japan, komme leider auf den Namen nicht, eines der reichsten Tycoons, der den Wert von Land früh erkannt hatte)


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

20 Kommentare

  • Wobei ich mich allerdings bei den meisten „.de“ frage, wie da jemals Domaingrabber wirklich Geld verdienen wollen.

    Mir hat man – auf Anfrage – das Angebot gemacht, „derherold.de“ für 5.200 Euro zu erwerben. 🙂

  • Du sagst es – viele sind nur wegen Domainhandel belegt, weswegen eine Statistik „aktiver“ Domains viel interessanter wäre. Ich bin derzeit auf der Suche nach einer passenden Domain für einem Allerlei-Blog – bei meiner Suche war sicher mehr als die Hälfte leerstehend oder geparkt, und zwar bei Begriffen, die ich komerziell gesehen nicht hoch einschätzen würde. Gute Domains kann man aber mit „die Immobilien der Zukunft“ sehr treffend bezeichnen.

  • Ist denn der Name einer Seite eigentlich wirklich so entscheidend. Ich speichere mir die Seite doch ohnehin als Bookmark.

    Wenn ich über die Suchmaschine gehe und eine Seite heißt z. B. Urlaub.de erwarte ich hier weniger Schnäppchen.

    Auch Domain-Namen sind immer einer Mode unterworfen. Ich hätte für flickr und die ganzen Derivate damals keinen Euro gezahlt.

  • Ist ja heute schon verdammt schwer, überhaupt nocht vernünftige Domains zu finden, die frei sind. Wie soll es dann erst in 10 oder gar 20 Jahren aussehen?

    Also ich gehe ehrlich gesagt davon aus, dass es in 10 oder gar 20 Jahren wieder einige neue Top Level Domain Endungen geben wird, von daher auch mehr mögliche, freie Domains 🙂

  • Thomas hat Recht. Ich habe das Gefühl, dass der größere Anteil an Domains nur geparkt ist. Ein Ende der Fahnenstange ist beim Registrieren aber ja scheinbar nicht in Sicht. Unglaublich.

    Ne Wertentwicklungsstatistik fänd ich auch mal interessant. Kann mir allerdings nicht vorstellen, dass da wirklich viel passiert ist.

  • Ich finde das nicht ganz so kritisch. Wenn man eine neue Seite startet ist es markentechnisch eh geschickt, sich einen neuen unbekannten Namen auszudenken. Falls der schon belegt ist, war er nicht gut genug. 🙂

    Kritischer finde ich allerdings das Domain-Grabben schon existierender Domains. Wenn man heutzutage einen Fehler macht und die Domain aus irgendwelchen komischen Gründen mal kurz gekündigt ist, sieht man sie wahrscheinlich nie wieder… *grusel*

  • Es lassen sich soviele Wortkombinationen und Fantasienamen erfinden, dass es eine richtige Domainnot in 10 oder 20 Jahren vermutlich noch nicht geben wird.

  • Wertsteigerungen sehe cih eher bei „generischen“ namne wie sex.com, bilder.de, etc., wo man sozusagen „aus dem naen“ verdienen kann.

    Die meisten bsiher bekanten Firken haben ihre TLD bereits gesichert und ansonsten knn man tatsächlich eher was Neues wagen … 😉

  • .de und .com Domains sind im Moment am beliebtesten, und das wird auch so bleiben.
    .biz und so weiter haben sich bisher kaum durchgesetzt.
    selbst .eu interessiert eigentlich kaum jemanden
    Ergo: Gute (!) .de und .com Domains werden immer wertvoller

  • Ich bin erst kürzlich zum „Domaingrabber“ geworden, da ich bei den Margen nicht wiederstehen konnte.

    Ich verstehe das ganze Gejammer „Die guten Domains sind alle schon weg“ ehrlich gesagt nicht. Wer weiß, ob in 15 Jahren Domainnamen zum Finden von Webinhalten überhaupt noch genutzt werden?

  • Also meiner Meinung nach ist der Domainnotstand schon längst eingetreten. Man brauch doch nur einmal simple Namen eingeben bei Denic…da kann man sich an die 100% sicher sein das der Name schon vergeben ist. Man muss sich immer abenteurlichere Domainnamen ausdenken, oder eben die nötige Kohle einem geldhungrigen Domainspekulanten in die Hand drücken um die Wunschdomain zu bekommen. Basic Thinking war einmal, jetzt regiert kompliziert Thinking.

  • da wird wohl etwas übertrieben…imho
    in japan gibt es diesen notstand bereits (hab leider keinen link) dort behilft man sich, indem die domain mit einem suchbegriff beworben wird.

    dieser in die suchmaschine eingegeben, bringt dann die gewünschte seite.
    das ist dann ein klick mehr als gewöhnlich, aber was solls?

    ich glaube eher, dass die adressleiste bald von der suchmaschinenleiste verdrängt wird…

  • […] Robert fürchtet in einem überraschend wenig differenzierten Artikel, dass immer mehr registrierte Domainnamen eine Verknappung des Gutes auslösen würden und damit sich die Preise verteuern, wie es bei bereits registrierten Domainnamen ja schon der Fall wäre. Im Jahre 2003 waren rund 171 Millionen Domains (in allen Top-Level-Domains) weltweit registriert, jetzt immer hin schon 541 Millionen. “Perverse Entwicklung”? […]

  • So hohe Preise werden sicher nicht bezahlt, aber der Google-Trust zählt ja heute schon so einiges, weshalb lang bestehende Domains auch sehr gut weggehen.

    Nen Bekannter von mir hat vor zig Jahren mal aus Hobbygründen nen Forum eröffnet, fing ganz klein an und vor 1 Jahr hat er es für einen mittleren Fünfstelligen Bereich verkauft. Und er hat dafür nichts gemacht, außer ein paar Leuten eine Plattform zum Austausch zu bieten.

    Hat mich gefreut für ihn.

  • Selbst wenn „Suchworte“ ganz weit vorne stehen, ist es ärgerlich, wenn der (eigene) Firmenname blockiert wird.

    Eigenlich müßte man eher von „Domain-Parasiten“ reden. Wie ist das eigentlich, wenn der „Name“, den ein grabber via .de/.com reserviert hat, per Markenrecht/Patent geschützt ist ?

    Irgenwelche US-Marketing-Fuzzis haben mal (aufrgund von Mafo ?) fein abgestuft, was die „öffentl. Wertschätzung“ der TLD betrifft:
    .com (in anderen Ländern wohl .de, .ch, etc.) = stark
    .org = non-profit
    .net = häh ? nur was für tekkies
    .info = konnte wohl .com nicht kriegen
    .biz = aha, ein Neuling im Geschäft
    .tv = cool

    Ich frage mich allerdings, ob ich nicht mit derherold.asia im „pazifischen Jahrhundert“ ganz weit vorne liege. 😉

  • Ich verstehe es auch kaum was der „Grabber“ mit den ganzen Domains will.

    Guter „Content“ist immer noch entscheidend um im Netz gefunden zu werden… meine Meinung ..

    Gruß Marc

Kommentieren