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Social Networking: Der große Schwung kommt erst noch

lt. Heise nutzen momentan hierzulande fast 9 Mio Menschen Social Networking-Services wie StudiVZ und Xing. In den nächsten vier Jahren soll sich diese Zahl angeblich mehr als verdoppeln (auf 22 Mio). Bedenkt man, dass zZt über 40 Mio Menschen in D das Internet nutzen, so würden damit SN-Sites heute über 20% der User erreichen und demnächst fast 50%. Geht man weiterhin davon aus, dass demnach 13 Mio User potenzielle Nutzer sind, muss man sich fragen, welchen Nutzungsmustern sie folgen und warum sie noch kein SN-User sind. Annahmegemäß handelt es sich um late adopters, die entweder aus einem höheren sozialen Mitmachzwang heraus handeln und/oder aber um Nutzertypen, die auf einfache und verständliche Produkte wert legen. Beim letzteren Punkt hat momentan das SN Wer Kennt Wen die Nase vorn, schon alleine vom Branding als „Volksnetz für alle“. Mit RTL als einem der Volkssender im Rücken – WKW gehört RTL – sprechen die Zeichen also nicht für StudiVZ/SchülerVZ (schon rein vom Namen her nicht), die zur Zeit die meisten User auf sich vereinen. Was mich ein bisserl stört bzw. irgendwie irritiert ist dabei Xing. Angesichts von fast 40 Mio Erwerbstätigen erreicht Xing einen Großteil der schaffenden Bevölkerung nicht. Warum? Wird Xing nicht als Netz des einfachen bzw. mittleren Arbeiters/Angestellten gesehen, sondern mehr als Netz der Freischaffenden, der Manager und der Unternehmer?

Btw, wer nicht versteht, was Social Networks sind, kann sich ja dieses Lehrvideo anschauen😉


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

19 Kommentare

  • XING: Mal abgesehen von dem Problem, dass bestimmte Branchen irgendwie nicht sehr gut vertreten sind (ist ein Henne-Ei-Problem). Da kann XING nur bedingt was für.

    Ein Grund der eher in der Plattform liegt: Weil XING zu wenig international ist. Selbst Mittelständler sind international tätig. Was nutzt mir XING, wenn ich die Leute, die ich auf meetings und Tagungen treffe, nicht in XING finde?

    Grundsätzlich: Im „mittleren Angestellten-Milieu ist der Job eine 40-Stunden/Woche-Sache. Wann soll der/die Angestellte noch im Internet netzwerken, und warum?

  • Für mich persönlich ist die Idee eher, dass ich Leuten, die ich getroffen habe und mit denen ich Visitenkarten getauscht habe, Kontakt halten kann, bzw. mehr über sie und einen möglichen gemeinsamen Nutzen erfahre.

    Das Einladen hat was von „Anpreisen“. Ist im Internet/IT-Business sicher anders. Aber bei uns im eher konservativen Business-Umfeld würde dies eher negativ bewertet. Im Übrigen sind viele von meinen internationalen Kontakten bei LinkedIn – wie ich auch. Eine Einladung zu XING würden die sicher nicht brauchen.

  • „Wird Xing nicht als Netz des einfachen bzw. mittleren Arbeiters/Angestellten gesehen, sondern mehr als Netz der Freischaffenden, der Manager und der Unternehmer?“
    Das ist auch ein Grund. Viele denken: Warum sollte ich mich da anmelden? Ich bin kein Manager, der Kontakte zu anderen Unternehmen braucht. Ich sitze ja eh nur im Büro…

  • Meiner Meinung nach werden jene übersehen, die social networks nur große Ansammlung von Daten sehen und deren Mehrwert sich für die auch nach vielen Jahren immer noch nicht erschlossen hat. Dazu gehöre ich sicherlich dazu (wer hätte es gedacht). Ich sehe SNs als vollkommen überbewertet an und ich bezweifle, dass es zu solch einem immensen Zuwachs kommen wird.

  • WKW vs VZs – Ich sehe es nicht so klar, dass WKW gegenüber den VZs die Nase vorne hat. Netzwerke leben ja vom Mitmach-Sog. Und der ist nun einmal am größten, wenn ich viele Mitglieder habe. (Ich möchte mich ja vernetzen)
    Außerdem ist WKW eher regional stark und die VZs gleichmäßig über das Bundesgebiet.

  • @Sonja: Es erschließt sich sicherlich nicht gleich, aber ist das nicht immer so? Beim Auto haben sicherlich auch viele gesagt: „Was soll das, ich habe doch ein Pferd.“

  • der Nutzen erschließt sich am vordergründigsten und noch am ehesten, sobald bspw. meine Verwandten in Kroatien Facebook oder what ever nutzen würden, um Bilder hochzuladen, was hin und wieder zu schreiben, etc. Die räumliche Entfernung virtuell zu überbücken, wenn man sich nahesteht. ist großartig. Das Feeling bekommt man aber nur mit, wenn man dem anderen auch persönlich nahe steht.

  • XING hat meiner Meinung nach das Problem, dass es bei der Masse der Erwerbstätigen als „Social Network für Elite-Prolls“ gesehen wird.
    Mehr Schein als Sein, Blender überall und keine wirklich Communityfunktion.
    Man sieht, wer wen kennt, gibt damit an (auch im Real Life), aber sich wirklich darstellen und kommunizieren, wie bei Myspace & Co, macht dort keiner, weil man sich zu fein dafür ist.
    Und damit will die „Masse“ nichts zu tun haben.

  • @Bernd: HM, kann ich nicht nachvollziehen. Ggf,. weil ich schon länger eben ‚XING in RL‘ mache und viel zu Treffen gehe. Im Großumfeld IT hat es sich in der Tat zu E-Mail-Ersatz gemausert (was man haben MUSS). aer auch Kreative (jenseits der Werbung) sind da viel.
    Dialog gibt es auch in jeder Menge Gruppen da.
    Aber ich höre auch, dass manche leute erste schlechte Erfahrungen mit XING machen und dann voreingenommen sind. Der Ton dort in manchen Foren (Usenet revisited) ist zudem irritierend.
    Da kann man es selbst nur besser machen.

    @Tim: Ich denke es ist die Frage, wie man es „verkauft“. wenn man (sinngem.) sagt:

    „Wir hatten über XY geredet, ich kenne da ein paar leute, die Ihnen da helfen können. Am einfachsten geht die Kontaktherstellung über XING, kostet nix. Kein Spam. Hier ist das Einladungslink.“

  • Hi Robert, zu Xing hat mir gegenüber ein Kumpel eine interessante Aussage gemacht, die für mich Deine Frage beantwortet:
    „Ich meld mich da wieder ab, mir gehn die Karrieristen auf den Sack“.
    Das ist glaube ich einer der Hauptgründe, warum sich viele einfache Angestellte nicht anmelden – Sie wollen sich gar nicht quasi-privat über berufliche Positionen und Perspektiven definieren. Dass für viele der Nutzen auch nicht greifbar ist, wie Marco sagt, kommt noch dazu

  • Bin nicht unbedingt der Meinung, dass da noch n großer Schwung kommt. In meinem Freundes-/Bekanntenkreis sind die meisten Leute bereits in SN vertreten, allen voran StudiVZ. Aber der große Hype ist da vorbei. Wer nicht drin ist, der hat dafür Gründe und wird sich jetzt auch nicht mehr anmelden – die „Was? Du hast kein StudiVZ?“-Phase ist meinem subjektiven Empfinden nach vorbei. Denn wer JETZT noch nicht drin ist, der hat bereits kapiert, dass man’s auch nicht unbedingt braucht, um mit anderen zu kommunizieren. Die 13 Mio. neuen User seh ich nicht kommen.

    Nur meine persönliche Meinung 🙂

  • @Tobias: Das ist sinnvoll: wenn man sich beruflich nicht verändern will oder keine leute geschäftlich treffen will, ist man in der tat bei XING falsch. Dann ist/wäre es in der Tat nur Visitenkartenspeicher und Kontaktverwaltung.

    Wobei es da langsam auch Freizeitgruppen gibt undf sich XING wohl auch in Richtung Stayfriends bewegt ,) Das ‚BC‘ ist ja nicht umsonst verschwunden 😉 )

  • links for 2008-05-03…

    Twitter Watch – see the latest twitters
    Just anioher stream of new Twits, as far as I see, but dynamic.
    (tags: tools twitter)

    Daniel Schmid lif/ve: 8. Web Montag in Stuttgart
    (tags: weblogs stuttgart)

    Searls 10 Thesen zur Rettung…

  • „Warum? Wird Xing nicht als Netz des einfachen bzw. mittleren Arbeiters/Angestellten gesehen, sondern mehr als Netz der Freischaffenden, der Manager und der Unternehmer?“

    Gut auf den Punkt gebracht. Denn genau das dachte ich immer über Xing. Bzw. habe halt bisher auch nur solche „Typen“ mit Xing-Profil entdeckt.

  • @Torsten: Vielleicht weil man als reiner Schreibtuischtäter entweder keinen Bedarf an Networking hat (zum Gedanken und Infoaustausch aus meiner Sicht schon) bzw. eben GLAUBT das nicht zu haben.

    Wenn ich ’neben‘ den nornalen Arbeitskollegen keine beruflichen Kontakte pflege…

    Anderes Beipsiel: Als ich noch nicht beschlossen hatte, meien Kassenkameraden zusammenzusuchen war ich auch nciht auf Stayfriends. Bei StudiVZ bin ich nicht, weil mir noch keiner erklärt hat, was ich da soll (oder ggf. lernen kann).

  • Also der grund warum sich Xing so schlecht entwickelt ist dass momentan manche Funktionen nur in der Premium version, welche wiederum Geld kostet, vorhanden sind.
    So ist es mir unerklärlich weshalb man als Basis Mitglied nur die Bilder von Besuchern aber nicht die Namen der Besucher erhalte. So kann Xing bei der Masse auch nicht Punkten.

    Xing hat da noch das große Problem dass es zum einem zu stark den Fokus auf irgendwelchen Business Kontakte legt. Da fehlt mir zumindest der Spass und Erkundungsfaktor. Und aus welchem Grund sollte sich ein auch irgendwer bei Xing anmelden, ich meine da verpasst man doch nichts wenn man da nicht ist. Bei StudiVZ, facebook und MySpace bzw. jetzt auch meinVZ da liegt der Fokus nicht auf der Arbeit sondern auf Studium oder mehr sogar noch in der Freizeit.
    Diese Angebote werden sich im gegensatz zu Xing auch der breiten Masse erschliessen da diese Angebote völlig kostenfrei sind und darüber hinaus auch noch einen Spass bieten. Und bei den großen Netzwerken da findet man ruck zuck viele bekannte und kann dann von dort aus neue Leute finden.

    Und ich werde es nicht glauben dass innerhalb ein von fün sechs Jahren jeder zweite ständig in irgendwelchen Social Networks rumhängt. Das Leben spielt sich ja nicht in einem Social Network ab und wenn ich Freunde treffen möchte dann mache ich das Lieber in der Kneipe mit nem Bier 😉 ist lustiger.

    Achso Social Network und Datenschutz stehen irgendwie auf Kriefsfuß zumal da viele Menschen sich freiwillig zum Gläsernen Menschen machen 😉 naja selber schuld…

  • @Kay: Na ja, es gibt schon Spaßecken in Xing, allerdings will ma da nicht unbedingt rumhängen wenn man… ehm… zu arbeiten hat 😉 XNG amcht seinen Job ganz gut, wir brauchen nicht NOCh eineDatingplattform, viele von usn haben da wenig Bedarf 😉

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