Sonstiges

EU will alternative Medien fördern

weil es eine zunehmende Konzentration bei den klassischen Massenmedien geben soll. Dazu gehört auch die Förderung von kommerzlosen Blogs und weiteren Webseiten, damit es um den gesellschaftlichen Pluralismus weiterhin so gut bestellt bleibt.

So heißt es:


Neue Stellenangebote

Growth Marketing Manager:in – Social Media
GOhiring GmbH in Homeoffice
Social Media Manager (m|w|d)
envia Mitteldeutsche Energie AG in Chemnitz
Senior Social Media Manager:in im Corporate Strategy Office (w/d/m)
Haufe Group SE in Freiburg im Breisgau

Alle Stellenanzeigen


Medien, die dieser Definition genügen, sollen in den Genuss verschiedener Fördermaßnahmen kommen können, die der Bericht ebenfalls vorschlägt. Dazu gehört unter anderem die finanzielle Unterstützung aus verschiedenen EU-Fonds, die Entsendung von Mitgliedern aus dem „Community-Medien-Sektor“ in nationale Aufsichtsbehörden, die Einrichtung einer speziellen Informationsplattform „über die nützliche und relevante Informationen“ verbreitet werden, „um die Vernetzung und den Austausch von ‚best practices‘ zu fördern“.

Dass sich überhaupt eine staatliche (in dem Fall überstaatliche) Organisation mit solchen Themen befasst, ist ja mal ein Wunder per se und auch ein wichtiger Schritt, das Internet als einen Faktor bei der Ausformung und Entwicklung von Geellschaften zu betrachten. Doch, alles hat eine Kehrseite, münden tun solche Maßnahmen in einer Verbeamtung und Formalismus, befürchet ich und verlieren ihre Wirkung dadurch. Noch ist es ein weiter Weg bis in die Verfasungen und Gesetze der Ländern, die explizit privaten Webseitenbetreibern als fünfte Gewalt im Lande Schutzrechte gewähren, so wie es die Presse genießt.

via textundblog.twitter

Update: Siehe weitere Infos bei politik.netzkompetenz

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

9 Kommentare

  • Oh. Da bin ich nun aber wirklich liberal (bin ich nicht immer).
    Wie soll der Staat da irgendwie helfen? Und es ist ja nicht so, dass es da ein Angebotsproblem gibt. Für mich interessierende Themen (Java und Weltpolitik) hab ich immer gleich mehrere lesenswerte bis sensationelle Blogs gefunden.
    Eine von unseren Steuergeldern gefütterte Behörde generiert nur Pöstchen für die Peter Turis dieser Welt. Oder der Typ mit dem Irokesenschnitt. Oder Robert Basic, aber dir würd ich den gemütlichen 9 to 5 Job bis zur Rente gönnen. Mir auch, aber mit meinen „Meriten“ in dem Bereich wär das zu schwierig zu argumentieren.

  • Letzten Endes werden damit nur Leuchtturmprojekte gefördert, die üblichen Blogs, die auf jeder Liste auftauchen. Aber mehr wird sich nicht tun. Eine typische Art der Geldverschwendung. Viel sinnvoller wären rechtliche Klarstellungen: was ist ein kommerzielles Blog etc.

  • Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die EU Blogs an sich fördern wird. Die EU fördert Projekte, die von juristischen Personen (z.B. Vereinen) eingereicht werden. Einzelpersonen kommen für eine Förderung in der Regel nicht in Frage. Überhaupt betrifft das Dokument des Europäischen Parlaments nicht wirklich die Blogosphäre sondern nichtkommerzielle Rundfunkmedien wie zum Beispiel Freie Radios.

  • EU-Parlament will Blogosphäre fördern…

    so steht es bei Golem und tatsächlich, es gibt auch ein Draft-Paper dazu, verfasst von Karin Resetarits, die auch einen Wikipedia-Eintrag hat und etwas voranzubringen scheint, über das man sich nur freuen kann. Die Förderung der pluralistischen Medi…

  • riecht mir stark nach zensur im mantel angeblichem pluralismus – die EU ist ein diktat, kein hort der freiheit.
    rainer