Regionalblogs und Anzeigenmodell

Robert Basic

mal eine ganz doofe Idee: Nehmen wir an, man betreibe ein Regionalblog, das sich mit lokalen Themen beschäftigt. Nein, ich nicht, ich hab da kein Interesse dran. Es geht aber um bestehende und künftige Regionalblogs. Nun ist es nicht gerade so, dass die einen unglaublich großen Leserkreis per se erreichen werden. Und, es ist nicht mal einfach, lokale Leser zu finden. Was aber, wenn man -bitte nicht lachen- von mir aus wöchentlich das Blog in einer passablen Form vom Layout her ausdruckt und in der Nachbarschaft verteilt? Was ja erlaubt ist (schaut selbst nach, was das Gesetz dazu sagt, wann man was wo in welchen Briefkasten werfen darf). Ob man nun ausgewählte Beiträge oder aber alle neuen Beiträge druckt, ob man die Beiträge nur anteasert (und mit Kurzlink auf den Blog-Artikel verweist) oder komplett, sei zunächst egal.

Rein prinzipiell hat man eine bessere Chance, sowohl online als natürlich auch offline die Menschen vor Ort zu erreichen. Im Gegensatz zum Printmedium bieten sich zudem weitere Möglichkeiten im Online-Bereich an, wenn man die Transformation hinbekommt, Offline-Leser auch zu Online-Lesern zu machen (was aber im Konkreten nicht interessieren soll jetzt, da es sich hierbei um Detailfragen handelt, welche zusätzlichen Gimmicks man online bietet).

Also nochmals: Drucken und Verteilen. Die Verteilung kann sich mühsam gestalten. Wer das schon mal gemacht hat, weiß, wie ätzend das ist. Aber, es gibt einerseits professionelle Verteilerdienste, die nicht mal sooo teuer sind (Preise um die 300 Euro habe ich mal genannt bekommen, was die Verteilung in einem Stadteil anging). Andererseits gibt es Schüler, die sich freuen, über einen kleinen Zusatzverdienst ihr Taschengeld aufbessern zu können. Und bisserl weniger kosten, dafür aber auch kein so großes Gebiet abdecken. Klar ließen sich regionale Verteiler ausfindig machen, die das für Dich sozusagen mit verteilen. Fans? Oder aus einer finanziellen Motivation heraus? Wie? Dazu müsste man jedoch einen werblichen Teilaspekt mit einbringen. Wenn man das auf die werbliche Stufe stellen will, was ebenso denkbar ist. Man muss dazu nicht unbedingt eine „Anzeigenabteilung“ gründen, es ginge auch online, wenn man unter den so erreichten Lesern und deren Vernetzung lokale Geschäfte erreicht, die von sich aus auf einen zukommen, je nach Bekanntheit und Reach. So kann man die Anzeigenschaltung online aufnehmen und offline mit ausdrucken. Da es sich hierbei um einen Produktionsprozess handelt, der online beginnt, sind Anzeigenplatzierungen gezielt zu bestimmten Artikeln einsteuerbar. Anzeigen im Print sind klassischerweise ungemein teurer als online. Selbst für die kleinsten Anzeigen sind locker 200 Euro und mehr fällig. Mach das mal mit einem Blog, das in der Kleinstadt sagen wir mal 1.000 Unique Visitors täglich lesen, im Monat 10.000 verschiedene Köpfe.

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Das nur ganz grob als Anregung für diejenigen, die möglicherweise einen regionalen Blog betreiben oder betreiben wollen, nur nicht wissen, wie man Leser erreichen soll. Und womöglich auch den einen oder anderen Euro dazuverdienen wollen. Ohne, dass man nun einen Verlag gründen müsste, der 20 Mitarrbeiter beschäftigt und einen selbst 200 Arbeitsstunden im Monat kostet. Sagen wir mal „lean offline-blogging“ dazu:))

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.