Xing: Quartalsergebnis

Robert Basic

die vorläufigen Daten fürs 1. Q/08:

Accounts: 5,71 Mio
davon Premium: 0,42 Mio
= Umsatz: 7,5 Mio
= EBITDA: 2,64 Mio

Gegenüber dem Vorjahresquartal 01/07 verdoppelte sich die Accountanzahl (+170%), aber die Premiumaccounts stiegen lediglich um 63%. Lediglich? Dafür, dass mit Sicherheit die Aktivitätssterblichkeit (User, die inaktiv werden) nicht gerade niedrig sein dürfte, ist das Wachstum bei den zahlenden Kunden gar nicht mal so schlecht.

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Einnahmequellen:
– Premiumaccounts: 5,91 Mio (80%)
– Werbung: 0,52 Mio (7%)
– Marktplatz: 0,96 Mio (13%)

Was die Werbung angeht: Wenn ich es richtig gelesen habe, verzeichnete Xing 900 Mio Impression im 1. Quartal. Oder war das auf Werbeeinblendungen bezogen? Wenn gesamt, dann wären das bei einem Einsatz von Google AdSense, einer angenommenen 1%-Klickrate und einer Einnahme von 10 Cent pro Klick ungefähr 1 Mio USD pro Quartal (man kann auch gern die Klickrate auf 0,3% senken und dafür die Einnahmen pro Klick auf 30 Cent erhöhen, denn im Business-Bereich sind Klickpreise tendentiell höher). In Euro wären es rund 660.000 pro Quartal. So performed das jetzige Werbemodell nur leicht besser als das Alternativmodell AdSense. Sprich, die Werbeabteilung von Xing arbeitet suboptimal.

Ich bleibe aber dabei: Xing schafft es in D nicht, einer breiten Masse von arbeitenden Menschen den Wert eines solchen Netzwerks zu vermitteln. Insofern werden große Potentiale verschenkt. Das momentane Ergebnis ist nett und ernährt über 100 Mitarbeiter, es ist aber nicht exzellent imho. So verbleibt Xing die Ehre als einziges, deutsches Web 2.0-Startup der Neuzeit spürbare Einnahmen und einen deutlich positiven Cash Flow zu verzeichnen, immerhin! Somit ist und bleibt das Xing das 2.0-Vorzeigestartup schlechthin, wovon StudiVZ nur träumen kann zur Zeit. Ob das nun als Kompliment für die gesamte Webzene der Neuzeit anzusehen ist, die versuchen, zweinullige Elemente einzusetzen? Ok, das wissen wir erst in ein-zwei weiteren Jahren. Nein, bei den vielgerühmten Amis sieht das nicht groß anders. So muss man lange suchen, bis man dort eines der großen, bekannten Startup überhaupt findet, die über hohe, positive Cash Flows verfügen. Say Woot, say Photobucket, aber was ist mit den abertausenden anderen Startups? Nein, kein Grund zum Schämen, deutsche Kaufleute sind nicht dümmer als die US-Kollegen. Angesichts der Möglichkeiten in den USA muss man sich eher fragen, was da drüben eigentlich los ist.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.