Mama Google verteilt 3,5 Mrd Seitenaufrufe

Robert Basic

laut Comscore haben die Deutschen im März 08 insg. 3.9 Mrd Suchanfragen gestartet, was 109 Anfragen pro Nutzer (36 Mio) entspricht. Bedenkt man, dass Google über 90% Anteil als Suchmaschine in D hält, kommt man auf maximal 3,5 Mrd Seitenaufrufe, die es zu verteilen gilt, wenn jede Suchanfrage zu einem Seitenbesuch außerhalb von Google führen würde. Realistisch gesehen wirds wohl die Hälfte sein, wenn jede zweite Anfrage zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führt (was sich natürlich ausgleichen kann, wenn man mehrere Ergebnisse parallel abklappert und nicht immer nur einen einzigen Treffer, aber verkomplizieren wir es jetzt nicht).

Ist das nun relativ viel oder nicht? Nehmen wir dazu die Daten vom IVW:
So wurden im März 2008 für 590 der IVW angeschlossenen Online-Angebote insgesamt 32,44 Mrd. PageImpressions (PIs) und 2,56 Mrd. Visits festgestellt
(darin nicht enthalten: eBay und Amazon, die beiden Brummer in D, was den Traffic angeht)
Wären also rund 10% Google-Anteil (bei 3,5 Mrd. Nimmt man 1,75 Mrd sinds gerade mal 5% Google-Quote), wenn theoretisch alle Google-Besucher auf diese 590 Seiten geleitet würden, was in der Praxis natürlich nicht der Fall ist, denn es soll ja auch andere Seiten geben, die nicht bei IVW gemeldet sind:)

Sollten diese Topseiten also so schwach performen in Google? Oder stimmen die Zahlen von Comscore nicht? Wohl eher das Zweitere. Sprich, Google prouziert mehr als 3,9 Mrd Suchanfragen in D. Wenn diese 590 IVW-Websites bereits 33 Mrd PIs generieren und eine übliche Google-Quote über 20% liegt, so müsste Google alleine diese Seiten mit rund 6 Mrd PIs bedienen.

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Rechnen wir weiter mit 6 Mrd PIs und was damit AdSense-Nutzer anstellen könnten. Bei einer Klickrate von 1% und einem durchschn. Klickpreis von 10 Cent gäbe es pro Monat einen Pott von 6 Mio AdSense-Euronen zu verteilen, die von Google-Besuchern generiert werden (nicht Direktbesuchern oder Referern von anderen Sites, auch nicht die Google-Provi, die abgeht) eingerechnet.

Tja, was weiß man nun? Dass es schwer ist, die tatsächlichen Besucherströme von Google zu schätzen, die Mama Google an die Webmaster verteilen kann.

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via Hugo E Martin

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.