Startupweekend Hamburg II.

Robert Basic

was konnte man als Außenstehender vom turbulenten Wochenende in Hamburg mitbekommen, bei dem es darum ging, ein lauffähiges Firmenkonzept auf den Weg zu bringen? Recht wenig. Realtime-Kommunikation nach außen lief so gut wie nicht ab. Über Twitter waren lediglich Bruchstücke wahrnehmbar. Wohl auch „Dank“ Twitter finde ich bisher so gut wie keine Blog-Berichte der 140 Teilnehmer im Netz (140 Teilnehmer, 140 Zeichen:). Konnte bis dato nur das hier rausfischen:

– Cem Basman
StartupWeekend Hamburg 2008 Tag 2 (Finale)
StartupWeekend Hamburg 2008 Tag 1

– Alexander Hüsing
StartupWeekend: indawo setzt sich durch, LockerLernen.de Zweiter

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– Malte Burkhardt
Startupweekend 2008 – aus Chaos entsteht so etwas wie Kreativität

Indawo ist schon einmal das Konzept, das sich durchgesetzt hat. Mir ist es noch bisserl unklar, was die Abgrenzung zB zu Qype angeht. Auf Indawo soll man Lokationen für spezielle Anlässe finden können. Mehr kann man nicht rauslesen im Grunde genommen. Interessant war aber der Ablauf der Veranstaltung: Statt alle Teilnehmer an einer -nach einem Voting- ausgewählten Idee arbeiten zu lassen, hat man diesmal zwei Ideen verfolgt und erst am Ende den „Sieger“ bestimmt. So konnte eine etwas kleinere Gruppe zusammen agieren, was sicher ein Vorteil ist. Denn niemand kann in so kurzer Zeit eine Struktur ausfeilen, so dass alle gemeinsam im Prinzip der Aufgabenteilung an einem Gesamtziel werkeln und dabei wissen, was zu tun ist. Je mehr Teilnehmer desto größer die Koordinationsproblematik. Daher lieber splitten. Zumal sich beim ersten Startupweekend gezeigt hatte, dass erst im Auskonzeptionierungsverlauf klar wird, ob man eine Idee tatsächlich weiter verfolgen soll. Was in Teilen auch an gruppendynamischen Effekten liegt, also nicht unbedingt die Idee selbst sich als nicht förderungswürdig herausstellen muss. Nur, wenn man von vornherein eine Idee verfolgt, ist es dann zu spät. Und einen weiteren Effekt finde ich besonders spannend: Führt der wettbewerbliche Charakter dazu, dass zwei getrennt agierende Gruppen zu einer Mehrleistung angespornt werden? Werden gruppentechnische Spannungen und Probleme eines beliebig zusammengewürftelten Haufens von Menschen (abgestimmtes Team vs. lose Gruppe) so eher nach außen fokussiert statt nach innen? Weiß ich aber nicht, schreibt ja keiner was.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.