Sonstiges

Startupweekend Hamburg II.

was konnte man als Außenstehender vom turbulenten Wochenende in Hamburg mitbekommen, bei dem es darum ging, ein lauffähiges Firmenkonzept auf den Weg zu bringen? Recht wenig. Realtime-Kommunikation nach außen lief so gut wie nicht ab. Über Twitter waren lediglich Bruchstücke wahrnehmbar. Wohl auch „Dank“ Twitter finde ich bisher so gut wie keine Blog-Berichte der 140 Teilnehmer im Netz (140 Teilnehmer, 140 Zeichen:). Konnte bis dato nur das hier rausfischen:

– Cem Basman
StartupWeekend Hamburg 2008 Tag 2 (Finale)
StartupWeekend Hamburg 2008 Tag 1

– Alexander Hüsing
StartupWeekend: indawo setzt sich durch, LockerLernen.de Zweiter

– Malte Burkhardt
Startupweekend 2008 – aus Chaos entsteht so etwas wie Kreativität

Indawo ist schon einmal das Konzept, das sich durchgesetzt hat. Mir ist es noch bisserl unklar, was die Abgrenzung zB zu Qype angeht. Auf Indawo soll man Lokationen für spezielle Anlässe finden können. Mehr kann man nicht rauslesen im Grunde genommen. Interessant war aber der Ablauf der Veranstaltung: Statt alle Teilnehmer an einer -nach einem Voting- ausgewählten Idee arbeiten zu lassen, hat man diesmal zwei Ideen verfolgt und erst am Ende den „Sieger“ bestimmt. So konnte eine etwas kleinere Gruppe zusammen agieren, was sicher ein Vorteil ist. Denn niemand kann in so kurzer Zeit eine Struktur ausfeilen, so dass alle gemeinsam im Prinzip der Aufgabenteilung an einem Gesamtziel werkeln und dabei wissen, was zu tun ist. Je mehr Teilnehmer desto größer die Koordinationsproblematik. Daher lieber splitten. Zumal sich beim ersten Startupweekend gezeigt hatte, dass erst im Auskonzeptionierungsverlauf klar wird, ob man eine Idee tatsächlich weiter verfolgen soll. Was in Teilen auch an gruppendynamischen Effekten liegt, also nicht unbedingt die Idee selbst sich als nicht förderungswürdig herausstellen muss. Nur, wenn man von vornherein eine Idee verfolgt, ist es dann zu spät. Und einen weiteren Effekt finde ich besonders spannend: Führt der wettbewerbliche Charakter dazu, dass zwei getrennt agierende Gruppen zu einer Mehrleistung angespornt werden? Werden gruppentechnische Spannungen und Probleme eines beliebig zusammengewürftelten Haufens von Menschen (abgestimmtes Team vs. lose Gruppe) so eher nach außen fokussiert statt nach innen? Weiß ich aber nicht, schreibt ja keiner was.

Hey, schreibt doch mal über Eure Eindrücke, menno, lasst uns nicht rätseln:))


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

10 Kommentare

  • Ich fand das Startup-Weekend als Mass-Collaboration Experiment von untereinander größtenteils unbekannten Teilnehmern hoch spannend. Unsere persönlichen Eindrücke haben wir hier zusammengefaßt:

    http://www.proudmusiclibrary.com/de/blog/266/eindruecke-vom-startupweekend-hamburg-2008/

    Allerdings vermutlich eher für die tatsächlichen Teilnehmer verständlich. Vor lauter Arbeit vor Ort blieb leider auch kaum Zeit für Kommunikation nach außen, außerdem waren gefühlt wenige Blogger anwesend, was die geringe Zahl der Posts mit erklärt.

  • Ich war dabei und kann sagen, dass die Arbeit an beiden Projekten zeitweilig so intensiv war, dass für weitergehende Berichterstattung kaum Gelegenheiten da waren. Da ein großer Teil der Teilnehmer nicht aus Netzjunkies bestand, wurde über diesen Kanal ebenfalls nur wenig berichtet.

    Die Grundidee von indawo – in Abrenzung zu qype – war die Möglichkeit einer Suche nach Locations für bestimmte Anlässe. So will indawo gezielte Suchfunktionen bieten, um einen geeigneten Ort für geschäftliche Anlässe (Roadshows, Kongresse, Firmenfeiern usw.) oder private Festivitäten (Geburtstagsfeiern, Klassentreffen etc) bieten. Hierbei sollen sich schwerpunktmäßig auch Suchen zur Ausstattung der Orte suchen lassen (technische Ausstattung wie Beamer, Musikanlage usw.), mögliche Personenanzahl, Kosten, Art der Feier. Alles Suchen also, die über qype so gezielt eben nicht möglich sind, da keine standardisierten Datenfelder vorhanden sind (und ein Tagging so detailliert m. E. an den Usern scheitern würde). In weiteren Ausbaustufen wäre auch eine Buchhung von Locations für besondere Anlässe über diese Plattform denkbar. Jetzt gilt es, das Ganze eben noch etwas besser zu kommunizieren und von bestehenden Diensten abzugrenzen.

  • Hey Robert, dieses zweite Startup Weekend war wirklich toll. Im Vergleich zum ersten Mal hat die Arbeit so viel Spaß gemacht, dass man sich so gut wie gar nicht mit der Berichterstattung abgelenkt hat.

    Mit der Fokussierung auf Orte für Veranstaltungen ist (so denke ich) schon eine klare Abgrenzung gegenüber qype vorhanden. Bei indawo geht es gewissermaßen um die Vermittlung von Ressourcen …

  • Hallo Robert,

    vielen Dank für den Bericht, der uns von allen aus der Bloggosphäre am meisten weiter hilft.

    Wie Peter das schon gesagt hat: Es war keine Zeit zum Bloggen da. Zeitweise hatte ich die Befürchtung, Mitglieder der Gruppe sind genervt weil es immer nur auf 105% Leistung lief. Ich selbst bin erst am Samstag Abend kurz vor Mitternacht dazu gekommen, mein Notebook zu benutzen.

    Jetzt müssen wir halt schauen, indawo wir den ersten Release auf die Beine stellen. Unter http://dev.indawo.de konnte man schon ab Sonntag 15:00 Uhr Locations eintragen, die Grundfunktionalität läuft also.

    Noch mal vielen Dank an Peter, Garret, Christian und die anderen aus Design/ Technik für Ihre tolle Arbeit!

    listen indawo

    Birger

  • Hi,
    ich werde nochmal einen umfangreichen Beitrag zu meinen Erfahrungen in meinen (zur Zeit etwas toten) Blog schreiben und mich dann nochmal melden. Bin nur bislang noch nicht dazu gekommen, hat aber so den Vorteil auch den weiteren Verlauf danach noch etwas analysieren zu können.

    VG,

    Paul

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