Sonstiges

Benzinpreis über Boykott killen?

siehe zunächst Aufruf zum Boykott (PDF) (ist schnell durch, nur bisserl blabla drin). Was auffällt? Eigentlich nix. Geht so

– Gejammer über zu hohe Benzinpreise
– „man“ schlägt vor, bei Aral und Total nicht mehr zu tanken
– das würde einen Preiskrieg verursachen, der zu sinkenden Preisen führt

Solche Mails erhalte ich letzte Zeit häufiger. Einer kam gar auf die Idee, man möge doch nur noch die Hälfte tanken, das würde den Ölkonzernen Liquidität entziehen. Großartige Mathematik:))

Entweder sehe ich das zu easy oder aber ich muss nochmals VWL studieren gehen. Es gibt nur einen einzigen gangbaren Weg, den Preis von Benzin zu senken: Indem die Nachfrage fällt. Das aber ist nicht absehbar. Ganz einfach. Die momentan spekulativ bedingten Aufschläge auf den Rohölpreis sind lediglich temporärer Natur.

Bitte keine solchen (Ketten)Mails mehr:))


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

59 Kommentare

  • bei aral und total? bei mir in einer email war was von shell und aral die rede 😉 am besten einfach alle tanken boykottieren, auf die fahrräder setzen und treten was das zeug hält 😉

  • Also bei mir war es Shell und Esso. Das war auch ganz gut, denn ich tanke sowieso immer bei Aral (Paybackpunkte) 🙂

    Eine weitere Möglichkeit den Spritpreis zu senken wäre endlich die Abschaffung der schwachsinnigen Mineralölsteuer, dadurch würde auch die absurde Doppelbesteuerung entfallen.
    Oder aber wie in Venezuela das Benzin staatlich so subventionieren, dass der Liter 3 Cent kostet. „Ein mal voll machen, bitte!“ für unter 5 Euro… WAHNSINN!

  • Die Nachfrage lässt sich sehr leicht senken indem man ein sparsameres Auto kauft und (ganz wichtig) das alte verschrottet. Der zweite Punkt ist so wichtig weil sonst irgendwo anders ja immer noch das Benzin für dies Auto verbraucht wird und die Nachfrage sonst nicht senken würde.

  • Solange für Öl 130 Dollar gezahlt werden, weil jeder Tanken muss und damit auch fast jeden Spritpreis zahlt…

    Einfache Rechnung, wenn ich 1 Dollar mehr nehme und 99% aller es zahlen, nur 1% nicht mehr tankt/kauft, dann ist es immer noch eine super Preiserhöhung, erst wenn der Umsatzrückgang die Preiserhöhung übersteigt, dann zieht es…

    Ausserdem sind wir in einer Spirale… jede Menge Geld ist frei, das angelegt werden muss. Viele legen es aus Angst in Rohstoffen an, also steigt der Rohstoffpreis, was wieder die Anleger reinzieht… das geht solange, bis die ersten Anleger gross Angst bekommen… ist noch ne Weile hin, da wir rohstoffabhängig sind.

  • Der Öl-Markt ist kein Polypol. Wenn die Nachfrage sinkt, dann sinkt auch das Angebot. Die Mineralölwirtschaft und der Staat schöpfen hier immer ab. Solange die Alternativen für den Antrieb von Autos / Flugzeugen oder zum heizen im Winter fehlen, wird aus meiner Sicht der spekulative Anteil noch höher. Ich wüsste nicht, wie ich 800 km zu meinen Eltern mit einem Solar/Elektroauto kommen soll. Eine Alternative ist sicher Kernenergie. Vielleicht gibts ja irgendwann Microreaktoren im Auto. U-Boote fahren ja auch sehr weite Strecken ohne „tanken“. Wasserstoff aus Solarenergie hat sicher Potential. Habe keine Ahnung, wieviel qm Solarzellen / Tag notwendig sind, um 100 km zu fahren.

  • Was sofort möglich wäre: Mineralölsteuern senken! Aber welcher Politiker will schon seiner „Manipuliermasse Geld“ den Hahn abdrehen?

    Längerfristig werden sich effizientere Autos durchsetzen. Ob das allerdings E-Autos sind, wage ich bei den steigenden Strompreisen zu bezweifeln…

  • Steuersenkungen werden sofort aufgesogen von Preiserhöhungen. Man würde sich also schnell wieder mit noch höheren Preisen als ohne Steuer wiederfinden (steuerbereinigt).

    Zudem würde durch niedrige Preise die Nachfrage stark steigen und damit die Preise weiter treiben.

  • Mein lieber Herr Chemielehrer hat uns erzählt, dass wenn man Inflation und Lohnsteigerung und son Kram mit einbezieht, Benzin sogar fast 50% billiger geworden ist. *duck und weg*

  • Benzin ist im Verhältnis (Warenkorb/Durchschnittseinkommen) immer noch billiger als in anderen europ. Ländern.
    Wie auch immer, ihr könnt euch daran gewöhnen, dass ihr in diesem Leben keine Spritpreise (Superbenzin) unter 1,50.- Euro sehen werdet.

    Es ist ein Elend………

  • Es herrscht große Unsicherheit bezüglich der Rolle der Spekulation auf den gegenwärtigen Preis. Jedenfalls sagen das die Qualitätsanalysten meines Vertrauens.
    Ist ja auch logisch. Wir hatten in den letzten 10 Jahren Rekordwerte in Sachen Welt-Sozialprodukts-Steigerung. Und in diesen ganzen lustigen Schwellenländern werden inzwischen relativ viel dieser billigen chinesischen Autos verkauft (z.B. in Chile, dem Schwellenland meines Vertrauens). Und bald gibts noch diese indischen Autos. Also wir können uns über Jahre auf einen eher steigenden Benzinpreis einstellen. Vielleicht wird das irgendwann dadurch gedämpft, dass die Mineralölsteuern zumindest prozentual sinken. Kann aber noch eine Weile dauern. Selbst wenn der Ölpreis nach der US-Wahl auf 90$ sinkt. Er wird in den folgenden Jahren eh wieder steigen.

  • Wenn die Nachfrage sinkt und dann auch der Preis, wäre Benzin wieder für Leute erschwinglich, die jetzt z.B. auf die Bahn umgestiegen sind. Oder es würden wieder Kraftwerke mit Dieselaggregatoren in Betrieb genommen. Dadurch steigt die Nachfrage wieder und der Preis bleibt oben.

    Gibt demzufolge keinen Ausweg.

  • Hallo, also wenn ich sehe wie gern nach wie vor im Stau gestanden wird (z.B. letztes WE nach den Pfingstferien) und, wenn’s mal auf der Autobahn läuft, weiterhin gerast wird und agressiv, d.h. spritverbrauchend, gefahren wird, dann kann es ja noch nicht so schlimm sein mit den Spritpreisen.

    Ein Boykott wäre auf jeden Fall für die Umwelt gut :-). Und für die Volksgesundheit sowieso :-).

  • Selbst wenn in Deutschland die Nachfrage sinkt…
    Wie allgemein bekannt, füllen die ganzen nicht-Deutschen auch Benzin in ihre Auto-Tanks. Und von denen leben eine Menge in Volkswirtschaften, in denen total viele Leute Lust auf Auto-Fahren haben und die Wirtschaft ordentlich wächst.

  • Laut diesem Artikel: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0523/wirtschaft/0020/index.html kann man sich drauf einstellen, dass es mit den Benzinpreisen so bleiben wird und noch weiter Bergauf geht, weil das Peak der Ölfürderung erreicht ist. Das heißt, dass die Nachfrage von nun an höher ist, als die Förderung.
    Die einzige Regulierung ist nun also der Preis.

    Die einzige Lösung ist in Städten aufs Fahrrad und den ÖPNV umzusteigen. – ich behaupte mal, dass das in jeder Stadt über 100.000 Einwohner problemlos möglich ist – und spritsparender zu fahren, wenn man nicht verzichten kann.
    Ich sehe immer noch 95% der Autos an roten Ampeln mit laufendem Motor. So schlimm können die 1,50 an der Tanke anscheinend nicht sein…

  • Logischerweise beeinflusst ein Boykott den Preis nicht, weil es mehr als genug Nachfrage gibt. Der Preis IST so hoch, weil die Nachfrage so hoch ist. In China werden Millionen Autos verkauft, an Leute, die bisher keine Autos haben, während die Ölproduktion an die Grenze des machbaren gestoßen ist, bzw. die Öl-produzierenden Länder nicht mehr produzieren wollen/müssen.

    Diese Länder schauen sich genau an, wie viel sie produzieren können, um den maximalen Preis zu erlangen, und das tun sie und werden sie auch weiterhin tun.

    Wegen den Elektroautos, die angeblich keine 800km fahren können: Woher haben Sie diese Information? Schon mal etwas von Tesla gehört? (http://www.teslamotors.com/) Leider braucht es ein Start-Up, das mit wenigen Ressourcen dieses Auto baut, aber die haben auch „normale“ Familienautos geplant, die rein oder zu einem großen Teil auf Elektromotoren basieren.
    Elektromotoren sind, trotz steigender Strompreise, besser. Warum? Ganz einfach: Strom kann man (fast) überall erzeugen, da sind die Möglichkeiten unbegrenzt, da uns Sonne (Windräder, Aufwindkraftwerke, Solarkollektoren) und Wasser (Wellen-/Strömungskraftwerke) unbegrenzt Energie liefern.

    Es ist alles eine Frage des Wollens. Will man, geht’s. Will man nicht, geht’s nicht.

    PS: Die USA sind im März 11 Milliarden Kilometer weniger Auto gefahren als im März 2007.

  • Das Problem ist keineswegs die Peak Föderung sondern die Weiterverabeitung (Raffenerien), daher ist es völlig unwichtig wo sich die Förderung im Moment bewegt. Das als erstes.

    Das zweite sind die grenzenlosen Spekulationen, die bald wieder runtergehen. Nach der Finanzkrise bzw. währenddessen mussten viele ihre Gelder umschichten, ab in die Rohstoffe. Und bei Öl haben viele investiert, die keine Ahnung vom Öl Geschäft haben, da es nach einer endlosen Rallye aussah.

    Der Bruch wird alsbald kommen, sobald das erste Literchen Öl keinen Abnehmen mehr findet. Und auf Grund vieler vieler Futures und Optionen wird das ganze sehr schnell runter gehen, weil die Futures und Optionen nicht mehr mit wahren Rohstoffen hinterlegt sind, sondern nur als Geldspekulation dienen (einer Option auf 1 Millionen Barrell muss also kein Tropfen Öl in Wirklichkeit hinterstehen). Die ersten Zeichen für das Ende eine Spekulationsblase ist eigentlich immer eine hohe Volatilität. Schaut man sich die letzten Tage an, so ist Steigerung und Senkung innerhalb eines Tages von 7 € drin gewesen.

    Weiterhin ist wohl öffentlich geworden, dass einige Opec Länder gerne mehr verkaufen wollten zu dem Preis, aber es nicht mehr losgeworden sind.
    Auch die betrachtung der weltweiten Lager (internationale Energiebehörde) zeigt, dass sie Randvoll sind, was auch Nachfrage einbrechen lässt.

    Und der deutsche Energiedienst bestätigt, dass für alle genug ÖL für die nächsten 50-100 Jahre vorhanden ist, es momentan aber vor allem an Raffenrien fehlt, um das umzusetzen. Dies liegt an fehlenden Investitionen aus der Vergangenheit, wird sich also erst in 3-4 Jahren ändern (sehr viele sind jetzt in Bau).

    Deswegen schaffen wir es sogar nochmal unter 90$. Zack Bumm 😉 Und zwar sobald die ersten barrell Öl auf dem markt sind, die nicht abgenommen werden. Und dann stürzt die Blase voll und ganz ein. Es reichen ein paar kleine Verkäufe von Calls und die Sache bewegt sich ganz rasant.

  • „Und der deutsche Energiedienst bestätigt, dass für alle genug ÖL für die nächsten 50-100 Jahre vorhanden ist“

    Jau, und worauf bezieht der sich, woher kommen die Daten? Nun, wohl von den Ölförderländern, oder? Und wer hat seine angeblichen Reserven jedes Jahr gleich benannt (so als ob gar nichts verbraucht worden wäre) ??? Richtig.

    Kann man solchen Zahlen trauen?

    Was viel interessanter ist – wir kommen weg vom internationalen Angebot, hin zum nationalen… Das wird lustig. So „spaßig“ wie „Russland dreht den Nachbarn den Gashahn zu, wenn die nicht gefügig sind…“

  • @Sebastian: wenn wir die 800 km am Stück fahren will man ja auch ankommen – also Vollgas, was die Kiste hergibt. Das Auto wiegt glaube ich 1.5 Tonnen und verbraucht 12 Liter. Wenn es gut läuft, dann dauert die Fahrt 7 Stunden. Laufen die Elektroautos auch so um die 200 km/h und wie ist die Reichweite? Man will sicher nicht alle 100 km für zwei Stunden an die Steckdose, wenns den überhaupt E-Tanken gibt. Zudem brauchen wir viel Platz für Gepäck. Elektroautos sind möglicherweise was für Kurzstrecken. Das generelle Energieproblem lösst man damit nicht, denn woher kommt den der Strom?

  • die Elektroautos werden erst dann kommen, wenn das Öl aufgebraucht ist. Vorher will das niemand. Das spiegelt sich auch in den Schlagzeilen die Teslamotors macht.
    Es ist wie der Mann (der Bankrott ging) der den Öl Filter für Fahrzeuge erfunden hat, bei dem weder das Öl noch der Filter gewechselt werden müsssen und das so lange das Fahrzeug „lebt“. Das blöde ist halt, dass es für so etwas „keinen Markt“ gibt ;-(

  • @ RH: Der Tesla soll 390km pro „Ladung“ fahren können. Ausserdem ist die Spitzengeschwindigkeit 201km/h – bei 248 PS.

    @ Viktor: Beim o.g. Fahrzeug ist es andersherum. Die erste Version ist bereits ausverkauft. Warum? Weil es eben ein „Gadget“ ist (wer braucht denn einen E-Porsche-Verschnitt?!?). Aber weitere (und günstigere) Autos aus der Manufaktur sind wohl schon in Arbeit…

  • @Manuel
    Ich denke, dass sich ein paar Leute das als Sammlerstück kaufen, bringt uns in dieser Diskussion nicht weiter 😉

    Wenn diese Fahrzeuge heutige gleichwertig ersetzen können, dann wird etwas drauß uns so lange wird’s eben nichts. Der Druck mit knappem Erdöl ist einfach noch nicht da, deswegen dauert es eben noch mal einige Zeit.
    Ich bin mir sicher, dass die heutigen KFZ-Hersteller durchaus in der Lage wären vernünftige Fahrzeuge ohne CO2 Ausstoß zu produzieren.

    Wir werden sehen, sagte der Blinde 😉

  • Ist doch gut, wenn der Preis so hoch ist: dann ist die Rente gesichert – vielleicht auch mal meine… (die Ökosteuer auf Kraftstoff war doch für die Rentenfinanzierung gedacht, oder?):p

  • da Steuern in Deutschland nicht zweckgebunden sind, wird das wohl nur zum Teil stimmen. Wer weiß, was wir alles so mit der Ökosteuer finanzieren.
    Dann würde mich noch interessieren, wohin die Mautgebühren versickern 😉

  • So schwach wie der Dollar ist werden viele Fonds auch weiterhin in Rohstoffe investieren und mit den steigenden Explorations- und Bohrkosten und somit steigenden Förderkosten im Hintergrund wird der Preis eher noch steigen.

  • Natürlich wird er steigen. Und das weltweit und kontinuierlich. Ist doch total logisch. Und da bringen auch keine Steuerentlastungen, Alernativkraftstoffe oder sonstige Ausweichmittel etwas. Solange die Energie aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird, ist es eine Schraube, die sich immer weiter anziehen wird.

    Wer persönlich etwas tun will, der kann nur an der Effektivität seines eigenen Verbrauchs drehen. So ist es, auch wenn das niemand anerkennen will.

    Benzinpreise von 3 Euro und mehr sehen wir schon 2009 an den Tankstellen.

  • benzin ist noch zu billig.
    das sieht man dadran, dass trotz ständig erhöhter preise nicht weniger gefahren wird. gejammert wird immer.

    ich nenn das luxusprobleme. nur mal so zur info. in burma kostet die galone 5 dollar. und ein burmese verdient vielleicht 100 dollar.

    3 liter autos gab es bereits, und keiner von euch hat sie gekauft.

  • Es gibt einfach nur eines:
    Auto verkaufen oder zumindest öfter stehen lassen.

    Du brauchst das Auto?
    Dann, nutze Carsharing,
    nutze Mitfahrmöglichkeiten,
    fahr mehr Bahn,
    zieh näher an die Arbeit oder
    fahr mit dem Motorrad.

    Diese Kettenbriefe sind wirklich hirnrissig…

  • Spritpreise: reisst euch mal zusammen…

    […] Dann gibt es da noch sowas wie den Markt. Wenn zunehmend mehr Autos und Motorräder nach Indien und China verkauft werden […]…

  • Es ist schon traurig, dass die Leute keine Ahnung von simpler VWL haben. Und noch schlimmer ist, dass diese Ideen jedes Jahr aufs neue kommen. Diese „Revoluzzer“ sollten sich erst einmal echte Gedanken machen und dann erst die Leute mit Emails nerven.

  • Grundkurs Theorie der Wirtschaft:
    „Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis“

    Hier nun der Fortgeschrittenenkurs:
    – Die Produktionskosten eines Liters Kraftstoff betrugen früher mal
    20 Pfennig, heute ca. 20 Cent, auch wenn die Konzerne etwas
    von 30 cent murmeln.
    – Den größten Anteil am Preis haben Mineralölsteuer UND MWSt.
    wissen wir ja.
    – Wie bereits bei Milch und Gold wird immer auf Indien und China
    verwiesen. Zu Unrecht!
    (Nur nebenbei die deutsche Wirtschaft mit 80 Mio Menschen ist IMMER
    NOCH – trotz vieler Medienberichte- produktiver und stärker als die
    1 Mrd. Menschen Volkswirtschaft China) –
    einfach mal GBP (total) vergleichen.
    – Tatsächlich diktieren die vielen Hedge-Fonds die Preise von Erdöl.
    – Aber: Die Konzerne kaufen doch nicht ERDÖL auf dem Weltmarkt,
    sie fördern selber zu viel günstigeren Tarifen!
    Analoges Beispiel: Ein Bäcker, der sein Getreide selber anbaut und
    verarbeitet, erhöht die Brotpreise und behauptet gegenüber dem
    Kunden, die hohen Getreidepreise auf dem Weltmarkt seien Schuld,
    dass das Brot teuerer wäre [Bsp. (C) Marko Hrbat] 😉

    Wer glaubt, dass Konzerne auf dem Weltmarkt kaufen, glaubt auch dass Praktiker sein Holz auf dem Weltmakrt kauft. Nein, Praktiker hat eigene Wälder, die gerodet und verarbeitet werden.
    Gewinn macht man dann erst, wenn man die gesamte Produktionskette unter vollständiger Kontrolle hat. Noch mehr Gewinn macht man, wenn man so tut, als ob der Kunde eine Wahl hätte.
    Tatsächlich haben Kunden von media-markt, real, Saturn-Hansa, Kaufhof
    nicht wirklich eine Wahl, wenn sie einen Computer kaufen – denn eingekauft werden die Waren von der MBGI, der internationalen Einkaufabteilung der Metrogruppe.

    Und es stimmt:
    Einige hier müßten tatsächlich mal Ahnung haben, bevor sie unwissend und naiv herumkommentieren.

  • Ihr tollen VW´ler…
    *************
    …Die momentan spekulativ bedingten Aufschläge auf den Rohölpreis sind lediglich temporärer Natur….

    Der Zyklus „temporärer Natur“ hält wohl nur ein Menschenleben an? Danach ist es mir übringens wurscht.
    *************
    Wenn ich hier etwas von Angebot und Nachfrage höre, war es nicht im VWL auch so, dass der Staat sich möglichst nicht in die Preispolitik mit einmischen sollte? Angebot und Nachfrage – hat null und nix mit diesem Mist zu tun. Das könnt Ihr einem Milchbauern erzählen.

    VWL ist sowieso die realitätsfernste Studienrichtung die ich kenne. Ach ja ich habe VWL studiert und ich will nicht lügen… mit 1,7 abgeschlossen. Also laßt eure Theorien und geht tanken wo Ihr wollt. Aber regt euch dann auch nicht auf das alle Produkte teurer werden. Aber von Inflation habt Ihr sicher auch schon was gehört.

  • Auch Elektroautos wie der Tesla kosten pro km Geld.
    Das Aufladen aus der Steckdose kostet mit Tagstrom enorm.
    Hat schon mal jemand ausgerechnet was 100 km mit dem Tesla
    an Stromkosten anfallen ?
    Ich glaube nicht, das man die hohen Anschaffungskosten jemals
    herausbekommt, vielleicht in 30 Jahren oder so.

    Tesla gibt die Kosten mit 1 cent per mile an.
    Sie nehmen jedoch Stromkosten von nur $0,05 pro KWh an.
    Bei uns kosten der Strom drei bis viermal soviel und Steuern
    werden irgendwann auch dabei fällig.

  • @42: Inflation wirst du durch Tank-Boykott wohl nicht aufhalten 😉 Und die Produkte werden auch nicht nur wegen dem Ölpreis teurer….

    @thema:
    Sagen wir es mal so, wenn der Öl- bzw. Benzinpreis nur durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden würde, wäre es wohl nicht sooo schlimm… aber da wirken ja auch noch andere Faktoren.
    http://www.welt.de/finanzen/article1920498/Mit_Wetten_auf_sinkenden_Oelpreis_Geld_verdienen.html
    Das erinnert mich an den Spruch „des einen Freud ist des andern Leid“….

  • @ 46

    Grüße Roman – hast du Recht wird die Inflation nicht aufhalten. Aber ich finde die Tankboykotts immer noch besser als hier nur zu meckern und mit dem VWL Studium zu protzen.

  • Hallo Leute,

    vor einigen Tagen habe auch ich einen Boykott-Aufruf per Mail erhalten. Die Mail verweist auf die Seite infopointer.de . Der Verfasser dieser Seite hat sich ziemlich viel Mühe gegeben und erklärt alles ziemlich logisch.

    Das solltet Ihr wirklich mal lesen, vielleicht denken viele von Euch etwas anders.

  • Also ich habe mir die letzte Seite mal angesehen und finde echt nicht wirklich toll gemacht. Gut der kann emotional schreiben aber mehr gibts da auch nicht.

    Keine wirklich sinnvoll recherchierten Fakten (alles nur Verlinkungen) und auch keine wirkliche Strategie. Den das dort kann man nicht Strategie nennen.

    Das Ziel dort ist einfach nur : Spam so viele wie möglich zu damit die auf die Seite kommen!!! Mehr kann es nicht sein denn wirklich regeln kann er mit seiner Seite doch nichts…

  • Hallo,

    ein Boykott bring leider wenig und ab und zu muss man ja tanken, aber es gibt einige Artikel die in Deutschland ganz einfach „überteuert“ sind.
    Wie auch vieles überreglementiert ist!
    Die Grenze nach Tschechien ist 810 km lang – nutzt diese Situation aus,
    tankt in Tschechien !!

    Die aktuellen Benzinpreise könnt ihr immer einsehen:
    benzinpreis-in-tschechien.info

    Weitere Infos zum Einkaufen und Leben in Tschechien folgen.

    Gruß aus Süd-Böhmen

    JK

  • Hallo – es geht um die nichtvorhandene Konkurrenz zwischen den Tankstellen, warum steigen die Preise überall innerhalb 30 min. bei allen Tankstellen, egal welche Firma.

    Ich habe auch mal an einer kleiner Tankstelle nachgefragt, warum es immer die selben Preise sind, die dürfen nicht anders.

    Warum regiert Shell über den Norden.

    Warum steigt der Benzinpreis auf 1.19€, wo der Ölpreis bei 36$ „15.1.09“ ist?

    Warum lässt man denn Shells, Essos… mit diesen blöden Aussagen davonkommen? Man sieht doch jedes Quartal verdienen die mehr und mehr.

    Warum fällt der Benzinpreis in den USA von 4.5$ auf 1.60$, Konkurrenzkampf? Den gibt es hier anscheinend nicht.

    Die Regierung erhebt Steuern auf Benzin, finde ich auch ok, weil in weniger als einem Jahr der Preis wieder so sein würde wie mit Steuern auf Benzin.

    Die Regierung sollte nicht einen bestimmten Prozentsatz bekommen, weil sie dann auch mehr am steigenen Benzinpreis verdienen würde und dann macht sie gar nichts dagegen.

    Das möchte ich nur sagen, dass ist kein Leserbrief, nur ein bisschen Info.

  • Ich tanke in Tschechien und da kostet der Benzin Super 0,85 €/l
    Eh ich hier tanken geh und die in Berlin immer reicher an Steuern
    mach fahr ich lieber Rad.

  • Meiner Meinung finde ich es schlimm, dss die Tankkosten übertrieben teurer wurden. Ich hoffe mal, dass der Bürgerkrieg in Nordafrika bald mal ein Ende hat sonst nimmt es nie ein Ende.

  • das ist eine gute idee mit dem boykott, aber noch besser wäre es wenn die bevölkerung ihr auto an einem sonntag stehen zu lassen. das tut dann richtig weh. sowas hatten wir in den 70iger jahren schonmal…..

  • Also so ein richtiger konsequenter Boykott könnte nur etwas nützen, wenn dieser Boykott sich gegen den deutschen Staat richtet.

    In den Vereinigten Arabischen Emiraten liegen die Preise gerade mal bei 30-40 Cent pro Liter.

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