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Warum Namen in Kommentaren verpönt sind

Ich finde es wirklich widerwärtig, wenn sich ein Leser im Kommentar verewigt und dabei seinen echten Namen oder zumindest seinen Standard-Nick hinterlässt („RobGreen“ ist zB meiner einer). Dieser Brauch mit Namen ist sowas von 20. Jhdt. Ganz so, als würde der Name wichtig sein und etwas zur Person aussagen. Sowas von vorgetäuschter Höflichkeit. Draußen, im Real Life, stelle ich mich auch nur noch mit „Hallo, ich bin Herr Basic Thinking“ oder „Hallo, ich bin Herr Beraterblogger“ vor. Dumme Nachfragen, wie ich denn wirklich heiße, beachte ich gar nicht mehr. Unzivilisiertes Verhalten, eklig. Zudem, Namen wie Peter, Hans, Ulrich, Sabine, Stefanie, Marion sind echt langweilig, hat doch jeder. Viel geiler ist „Verkaufs-Shop Schulranzen“, „MyDingsbums.de“ oder „Finanzberatungsportal“. Das ist unique und echt klasse. Sowas lobe ich mir. Und nein, ich rede nicht von ollem Spam. Ich rede von ganz normalen Menschen in ganz normalen Kommentaren.

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

64 Kommentare

  • Ach Robert, jetzt warte erstmal ab. Google dreht gerade am Algo-Rädchen und versucht die Texte von einzelnen Personen einen Bonus zu verpassen, einen Vertrauensvorschuss in bestimmten Themenbereichen zu geben, unabhängig auf welcher Plattform der Text veröffentlicht wird. Der Anfang ist mit Knol gemacht (kann man sich ja authentifizieren via Kreditkarte o.ä.) und die Blogs werden m.E. auch schon kategorisiert. Das wird das Kommentieren unter kreativen Namen mittelfristig noch mehr entwerten, denn der Linktext (und es geht ja NUR um den Link) wird immer weniger wert. M.E. sind in dieser Richtung nur ganz bemitleidenswerte Semi-SEO am Werkeln.

  • ich fühle mich jetzt schon ein wenig angegriffen 😉

    gibt zwar allerhand aufregendere namen, wie zB kal-el coppola (sohn von nicolas cage), aber dafür ist meiner kürzer zu schreiben. und wenn man viel mit behörden zu tun hat, ist das von vorteil.

  • Da fällt mir ein alter Beitrag von Dir ein: Such bei Google nach „Robert“, da findest Du mich dann schon (oder so ähnlich). Damals warst Du auf Platz 1, jetzt nur noch auf Platz 4! Der Anfang vom Abstieg? 😉

  • Die eigentliche Frage ist doch: Warum sollte ich einen unglaublich vielsagenden Nicknamen verwenden? Nur wegen der Fettformatierung? Es gibt nichts, was ich nicht auch im Kommentartext zum Ausdruck bringen könnte. Na wenigstens hören die Menschen langsam auf zu lolen und zu rofln.

    lolende Grüße
    *InsertAnyNickname*

  • Nun alle meine Freunde und Feinde müssen ja nicht gleich via Google alle jemals abgegebenen Kommentare von mir auffinden können oder? 🙂

    Gruß,
    „Bernd“ 🙂

  • Der talula-does-the-hula-from-hawaii-Beitrag ist klasse! Vor allem der Kommentar einer gewissen „Jenna Dana Bananarama Rater“ Ich hab mich weggeschmissen.

    Und meinen Blogtitel lasse ich mir auch grad noch so als Domain durchgehen, aber unterschreiben muss ich damit nicht wirklich 😉

    Man kann dem allerdings semiwirksam entgegentreten, indem man die TLD hintendranwurschtelt. Irgendwie ist man doch als Kommentator auch irgendwie Autorentechnisch unterwegs und repräsentiert auch ein wenig? Die persönliche Note jeden Autors gibt dem WeppZwoNull doch erst den „Päpp“

  • Robert, haste schlecht geschlafen? *g*

    (cool – die neue WWW-Sache, da ranke ich dann eben bald nimmer für „Manuel“ sondern für „WWW“. Gibt sicher mehr Traffic.)

  • hab mir grad überegt, wenn ich in der einen hälfte der blogs mit bang kommentier und in der anderen mit olufsen, kann ich dann ganz viele hifi anlagen verkaufen?

  • @Manuel Das wirst Du nicht, schätze ich 😉 Google nimmt das erste verlinkte WWW (meine Erfahrung) und nimmt die Wertigkeit von den nachfolgenden Verlinkungen. Also immer versuchen, der Erste zu sein 😀

  • Ich bin ein Shop und habe ein Recht darauf existent zu sein, gesehen zu werden und ganz viele Linktexte mit Shop zu erhaschen! 😛 Mich interessiert auch kein nofollow und keine Beschwerde! Mein Freund der Bot macht mich auf Automatisiertem Wege bekannt. Jetzt kommst du. 😉

  • Man sollte nicht immer von sich auf andere schließen. Nicht jeder ist täglich im Netz unterwegs und hat deine Erfahrung.
    Es wird nunmal alles gespeichert… jedes Kommentar und das vielleicht für immer.
    Mag ja egal sein, wenn man „Uschi Müller“ oder „Michael Mayer“ heißt und man nicht klar auf einen schließen kann.
    Wenn man einen eher selteneren Namen oder Namenskombination hat, sollte man sehr genau wissen, was man von sich gibt. Ich würde jedem empfehlen, der nur gelegentlich im Netz ist und z.B. keinen eigenen Blog hat, anonym zu kommentieren.

    Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ich war zwischen 2000-2002 recht aktiv in einem Computerspiele Forum und hab spaßeshalber nach meinen Postings dort gesucht und war gottfroh, das alles anonym/nicknamebasierend war und man nicht mehr auf mich schließen kann.

    Auch ein Blick in die USA auf den aktuellen Wahlkampf spricht Bände. Dort wird kein Aufwand gescheut, um ewig gestriges aus der Gosse zu ziehen. Selbst Taten und Meinungen aus der Jugend der Kandidaten werden dort auf den Prüfstand gestellt.
    Natürlich wird für Otto Normalo nicht so ein Aufwand betrieben – wozu auch, wenn in ein paar Jahren nur die Eingabe von „Vorname Nachname“ in die Suchmaschine von Nöten ist?
    Das wird auch erst in ein paar Jahren lustig, wenn nach „Jugendsünden“ zukünftiger Entscheider gesucht wird.

    Manche Menschen und ihre Meinungen/Urteile ändern sich nunmal mit der Zeit – was sich hingegen nicht ändern wird ist die Ignoranz der Masse. Es dauert ewig, sich einen Ruf aufzubauen aber nur Sekunden, um ihn zu zerstören. Geradezu eine Ironie des Schicksals, wenn der Grund der Zerstörung zeitlich vor dem Aufbau liegt.
    Ich rede hier aber sowieso gegen Windmühlen. Das volle Ausmaß wird wie gesagt erst in ein paar Jahren deutlich.
    Bis dahin postet doch alles mit Klarnamen, ist doch so viel persönlicher *knuddel*.

  • Wird man denn nicht eh über die hinterlegte E-Mail Adresse identifiziert? Da ist der Linktext doch unrelevant.
    @ 20 ich kenn nur Bang Johannsen und der muß sich vor Poster #17 in Acht nehmen 😉

  • @ 23 nachdem ich mich bei einem Bewerbungsgespräch zu Forenkomentaren äußern sollte, die ich 1 Jahr vorher in einem Online-Spiel schrieb, schreibe ich nirgends mit dem realen Namen. Oft werden einzelne Zitate, die einer über Suchmaschinen findet, dann völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Mal ganz abgesehn davon, dass ich beim kommentieren auch nicht immer auf korrekte Schreibweise, Satzbau usw. achte und der Googler dann glaubt, ich hätte noch nie was vom Duden gehört.

  • Also mir gehen ja die ganzen Vornamen viel mehr auf den Keks – insbesondere jene, deren Unterscheidungskraft aufgrund ihrer großen Verbreitung deutlich unterhalb der Nachweisgrenze liegt. War das jetzt ein Kommentar von dem Jan/Matthias/Thorsten/Sven/Thomas/Bernd/Stefan/Whoever, den ich im Sinn habe oder war das einer seiner zahlreichen Namensvetter?

  • @Arne Klempert Ich war einmal in einem Projekt-Team. Softwareentwicklung. An sich nicht spannend, ok. Interessant war aber, dass wir nur Menschen mit Namen Matthias waren. Ganz ehrlich, da haben wir uns auch nicht mit „Hallo Viagra“, „Servus Versicherungsvergleich“ angesprochen. Und es hat tatsächlich funktioniert 😉

    Zur Unterscheidung hat Robert sogar ganz nette Gravatar-Bildchen. Fast wie im richtigen Leben ….

  • @25: Erinnert mich bisschen an die Fielmann-Werbung… „Wenn Du Dein Leben noch einmal leben könntest, würdest Du alles genauso machen?“ Dann würde kommen: „Nein, ich würde nie meinen richtigen Namen in Kommentaren im Internet verbreiten.“
    Das musste sein.
    😉

  • Hmm..also bei mir kommt das mit dem Nick eigentlich nur aus der Zeit, wo ich noch gemoddelt habe und eben DRINGEND verhindern mußte, dass mein Chef beim googlen nach meinem richtigen Namen auf meine Nackedei-Fotos gerät…und dann hat es sich eben so eingebürgert, dass ich irgendwann überall „die Eli“ war.

    Von daher…Namen sind doch Schall und Rauch 😉

  • mir persönlich ist das im Netz egal, ob einer mit Echtnamen oder Pseudonym auftritt, beides ist wunderbar, aber dieses Keyword-Gefummel geht mir mehr auf den Sack als automatisierter Spam

  • naja stimmt schon, lieber lese ich 10mal „langweilige“ peter namen als zig solcher „ich bin ein optimierter linkname auf sonnenschirme für wintergärten““.
    @29: ebenfalls korrekt, man sollte die 10 peter dann unterscheiden können.

    und dann steckt i.d.r. auch nichts hinter den kommentaren, da packt einen manchmal schon die verzweifelung. manchmal sind es auch gute kommentare, da ist der grad zwischen „löschen“ oder „nicht löschen“ nicht so ganz klar.

  • Die Kommentarfunktion ist doch auch dazu da, dass man Geld verdient. Nur labern ohne Aussicht auf Kohle. Wer will denn das?

  • @37: Whow! Da ging bei mir der Rolladen hoch 🙂

    Tja, Pech, Robert. Ich benutze seit jeher meinen RL Vornamen. Jedenfalls, so weit das geht. Und ich habe nicht vor, das zu ändern. Keywords hin, Suchmaschinenranking her, ist mir völlig schnurz.

    Die mangelnde Anonymität ist allerdings ein Problem, das ich durchaus auch sehe. Andererseits, wenn ich nicht zu dem stehe, was ich denke, rede und schreibe, wozu bin ich dann sonst auf dieser Welt? Klar kann mir das hier und da mal Nachteile bringen. Damit muss ich leben. Aber wenigstens habe ich in diesem Leben offen zu meinen Ansichten gestanden.

    ID-Management kann man auch offensiv betreiben. Dabei muss man dann erstens darauf achten, dass die wesentlichen Informationen über einen selbst auch von einem selbst kommen, und man muss zweitens langfristige Prioritäten und Ansichten entwickeln und nicht jeder Hype und jedem Trend gleich hintreherlaufen. Und die eigene Fehlbarkeit zu akzeptieren und zu eigene Fehlern zu stehen gehört ebenfalls dazu. Ein größeres Problem ist in diesem Zusammenhang eher Identitätsklau. Mir ist das mal in einem Forum passiert, in dem ich längere Zeit nicht tätig war. Als ich nach längerer Zeit mal wieder reingeschaut hatte, bekamm ich zu lesen, dass ich wegen Spammens und Herumtrollens gesperrt wäre. Das war sehr ungut. Identitätsklau ist eine üble Sache.

  • @38: Ich zum Beispiel. Meine Einkünfte mit meier Website resp. meinem Blog belaufen sich auf Null Euro und Null Cent. Irgendwelche Kommentare mit Backlink ändern daran Nichts. Ich kommentiere, weil ich Etwas dazu zu sagen habe. Schlicht und ergreifend nur deswegen.

  • Ich heiß‘ Chris. Und das ist gut so.

    Soll ich lieber „Dok“ schreiben? Wat meinste wat dann das Kassenpatient-Pack vor meiner Türe steht!? Nee du … leg dich wieder hin.

    😉

  • Aber: Name required!

    Robbel, da hast du wieder was angefangen 😉

    Ich finde, wenn man hinter etwas steht, dann kann/muss/sollte man auch seinen Namen verwenden.

    Andere sagen ja auch, dass ein Büro ohne Festnetznummer unseriös sei…
    Aber das ist eine andere Geschichte 😉

  • ich kannte mal jemanden, der jemanden kannte, der seiner Frau zum Geburtstag eine Gelenkbus geschenkt hat, damit die auf dem Firmenhof rumfahren kann (das stimmt soweit). Ich dachte mir nur dabei, dass der die loswerden will, weil der Firmenhof bestimmt an ner Klippe steht:)) [das wiederum stimmt nicht]

  • es ist absolut unerläßlich, dass man

    a) einen eigenen stil entwickelt,

    b) diesem stil treu bleibt.

    das internet ist heute eine content-spam-maschine, in der man zu schnell untergeht und seine eigenen kommentare nicht mehr findet, wenn man sie nicht individuell genug platziert. mein ursprünglicher nick liefert genau ein ergebnis in einer auflistung irgendwelcher teile, welches nicht von mir stammt. das war mir nicht individuell genug. daher habe ich mich schon vor jahren dazu entschlossen, diesen nick durch eine version mit unicode-zeichen zu ersetzen, wo immer dies technisch möglich ist. wer danach googelt, findet mich primär in den kommentaren irgendwelcher blogs, auch wenn ich nur sehr selten kommentare in blogs schreibe. mit jedem blog den ich lese erhalte ich informationen über denjenigen blogger. dies lässt mich auch einschätzen, wie groß der wahrheitsgehalt und/oder die kompetenz und erfahrung eines kommentars in einem fremden blog sind. so klicke ich beispielsweise eher auf den blog vom bodenseepeter als auf die webseite eines beliebigen anderen peter wenn er irgendwo kommentiert. ich kann mit dem nick seine webseite assoziieren, die mir gefällt, ich kann mir denken, dass er zu einem bestimmten thema berufsbedingt mehr weiß als andere leute. es ist durchaus möglich, dass zu einem thema andere leute besser bescheid wissen als der bodenseepeter aber weil sie nicht identifizierbar genug posten geht das dann in der flut der kommentare unter.

    CU TOM

  • Ich sehe Herr Finanznachrichten punkt net treibt auch bei Dir sein unwesen. Ich habe denen mal ne Mail geschrieben, dass sie bitte den Spam unterlassen sein, aber das interessiert die scheinbar herzlich wenig 🙁

  • Und wie ich das hasse, diese SonnensegelIngo, Plisse und rolladenmarion, etc. und immer mit der Homepage zu deren Verkaufsseiten. Das ist in der Tat Handspamming. Sollen die sich doch mit ihrem Quatsch in die Fußgängerzonen stellen und da wie früher verkaufen .

  • Naja, ich sehe das eher so: Wenn Jemand, egal, wer, einen wertvollen Kommentar hinterlässt, dann ist es auch nur berechtigt, dass er davon auch profitieren kann. Also mit keywordhaltigem Link zu der Grundlage seines Einkommens. Schließlich ist Geld verdienen nicht per se schlecht.

    Wer natürlich nur ein Sätzchen Blabla schreibt oder pure Werbung als Kommentar tarnt, und dann noch so einen Backlink erwartet, sollte konsequenterweise in die Röhre schauen. Es gibt Nix umsonst. Einen guten Backlink gibt’s für einen guten Kommmentar. Sonnensegelingo hin oder her.

  • Aber das Feld heißt „Namen“ und nicht „Hier gewinnbringendes Keyword“ eintragen. Aber jeder soll das auf seinem Blog/Seite handhaben wie er will.

  • Ja, sicher soll das Jeder in seinem Blog handhaben, wie er will. Ich finde es nur etwas schizo, wenn man Kommerz-Bashing betreibt und auf Leuten herumhackt, die eben durch ihr Blog ihre Brötchen verdienen wollen oder müssen, und andererseits aber selber auch gerne die Kasse klingeln hören würde. Entweder – oder.

  • […] Irgendwie liest man zu den AStores sehr viele verschiedene Meinungen. Die einen finden die Dinger eher veraltert, andere denken, dass man damit ganz nette Provisionsumsätze machen kann. Verfolgt man eine r-Strategie, kann ein funktionierender AStore schon geeignet sein, um ein wenig Kleingeld zusätzlich zu machen. Meinungen von meinen kaum vorhandenen Lesern gerne in den Kommentaren – und das bitte auf jeden Fall so! […]

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