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Twitter knippst SMS für D ab

Twitter-User dürften diese Message wohl kaum übersehen haben, insofen sie Twitte nicht über einen anderen Dienst nutzen: „Beginning today, Twitter is no longer delivering outbound SMS over our UK number. If you have been receiving SMS updates from Twitter via +44 762 480 1423, you’ll notice that they’ve stopped and you may want to explore some of the alternatives we’re suggesting.

Wer sich bisher über den kostenlosen SMS-Outgoing Dienst gefreut hat, kann ab heute keine SMSe mehr via Twitter verschicken (Empfänger sind all die Follower, die sich via SMS updaten lassen). Ausnahme: User in den USA, Canada und Indien können den Dienst weiterhin nutzen.

Grund? Die Kosten:
Even with a limit of 250 messages received per week, it could cost Twitter about $1,000 per user, per year to send SMS outside of Canada, India, or the US. It makes more sense for us to establish fair billing arrangements with mobile operators than it does to pass these high fees on to our users.

Twitter verspricht jedoch, sich mit Mobilfunkprovidern zu einigen und sobald dies geschehen sei, will man im jeweiligen Land den Dienst wieder anbieten.

Ich verstehe nach wie vor nicht, wozu man diesen Häckmäck um die SMS macht. Behaupte nach wie vor, dass dies lediglich einen Bruchteil von dem ausmacht, was Twitters zunehmende Popularität ausmacht.

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

25 Kommentare

  • @ #2 Mark S: Venture Capital ist das Stichwort. Man braucht aber auch eine Story dazu…

    Ich habe bisher keine SMS Updates genutzt. Hab sie auch nicht vermißt. Aber wenn Twitter entsprechende partner sucht, können sie sich gern bei mir melden. Bin gespannt, ob sie auf meine Mail reagieren.

    Dazu braucht es nur ein SMS-Kurzwahl und die passende Anbindung an die Twitter API. Kein Hexenwerk. Daily business.

    Fraglich ist das Pricing und die Refinanzierung. Persönlich würde ich daraus keinen Premium-Dienst machen. SMS an Twitter zum Standard-Preis, würde durchaus ausreichen. Von Twitter ist dann eine andere Frage… 🙂

  • Scheinbar wird es Zeit für einen Open-Source-Push-Standard im Mobilfunktnetz.

    Warum den Operatoren massig Geld für SMS in den Rachen werfen, wenn es via Datenverbindung viel billiger ginge.

    Und überhaupt, wo bleibt Jabber (XMPP) auf den Mobilgeräten?

  • Wieso?

    Guckst Du: http://whiteafrican.com/2008/08/14/what-twitters-global-failure-means-for-africa

    In Dland ist das vielleicht nicht so nötig, in den meisten Ländern Afrikas ist ein Service wie Twitter jedoch geradezu ideal!

    Eine Twitterstatusmeldung an eine Familiengruppe schicken und dadurch kostenlos an alle Empfänger weiterleiten – aber eben nur eine sms bezahlen.

    Die Tragik ist imho hierbei auch, dass SMS so ein „Abfallprodukt“ ist (siehe D-Kanal bei ISDN früher, siehe CB Funk & zugewiesener Frequenzbereich, etc.) und es trotzdem immer noch (vergleichsweise) so ein Heidengeld kostet und sich die Anbieter daran gesundstoßen.

    Ohne SMS ist Twitter für viele sinnlos geworden, nicht nur für den twitternden Aktivist im Knast in Ägypten.

  • @jke, aufgrund der speziellen Infrastruktur in Afrika könnte Twitter als kostenloses SMS-Portal durchgehen (in D hat es sich witzigerweise unter den SMS-Nutzern nicht in der Breite rumgesprochen) , worin ich aber irgendwie nicht so den Grunde sehe, warum sich Twitter ausbreiten will. Und bezweifle, dass man überhaupt an einen Account rangekommen wäre, immerhin muss man sich dazu via Web anmelden. Zudem Twitter nicht WAP-fähig ist, oder?

    „To most people in Africa this means absolutely nothing, as the penetration rate for the service never moved beyond the few fringe users amongst the technology elite.“

  • @ #3 Mathias: Mir ist schon klar, dass sich Twitter über Venture Capital finanziert. Aber die Geldgeber wollen doch eines Tages auch Gewinn sehen. Der wurde bei anderen Startups wiederholt durch Verkäufe erzielt. Aber wer kauft denn die Bude, wenn es kein Geschäftsmodell gibt?

  • ich hab twitter noch nie mit sms benutzt.
    die leute die ich kenne, die mobil twittern, haben alle java clients auf ihren handys. ist doch viel biliger. die paar bytes, so billig bekommt man keine sms.
    ich hoffe das machen alle so und auf kurz oder lang braucht es keine sms mehr. ist eh ein abzocker dienst, der niemals wirklich im preis gesunken ist. und die sms daten sind teurer als daten zum hubble spaceteleskop zu schicken.

  • @rob: Jein. Accountanmeldung ist in der Tat nur über http:/www. möglich. Interessante Alternative ist noch: http://en.wikipedia.org/wiki/MXit

    Vielleicht ist das jetzt auch ne Maßnahme, um den Abverkauf von Twibble-fähigen Smartphones zu fördern. ^^

    @ #3 & #7: „Geschäftsmodell“ sehe ich bei Twitter eher in der Marktforschung. Wie will man sonst an gute mobile Userdata rankommen, wenn man nicht idealerweise selber einen eigenen Service anbietet, der genau auf dieses Muster (140 char) ausgerichtet ist?

    Ich glaube bei Twitter steckt noch viel mehr dahinter, als es auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen mag. Diese SMS-Komponente hat ja wohl hierzulande auch nur einen *Gähn*-Faktor – für manche Länder allerdings ist das super sexy.
    Über SMS und die beschränkten Services, wie sie ein einfaches, monochromes Handy (Nokia 1xxx,2xxx, etc.) anbietet, kann man in anderen Ländern schon viel erreichen. ZB in Kenia der Anbieter Safaricom mit M-Pesa „Handyguthaben-ersetzt-fehlende Bankeninfrastruktur“-Bezahldienst – da wurde dieser Dienst nicht nur zum Bezahlen von Gütern benutzt, sondern auch als vorübergehender Safe bei Überlandfahrten, um sich vor Diebstahl zu schützen. Eine Zweckentfremdung des Dienstes, die sich die Entwickler so niemals vorgestellt hatten.
    Analog dazu Twitter & SMS und was man daraus alles hübsches basteln kann wenn die Rahmenbedingungen sonst relativ limitiert sind (aufgrund der Hardware, Inetaccess ist weniger das Problem).

    SMS habe ich in Dland nur dann benutzt, wenn Twibble grad keine Verbindung herstellen konnte oder die API down war.

  • @ #4 Stephan: Gibt es massenhaft. Wir haben vor Kurzem erst einen mobile IM, multiprotokoll-fähig, inkl. Jabber und GTALK, gelauncht. Nicht gerade gewöhnlich für einen Servicprovider…

    @ #7 Mark S: Klar, da hast Du Recht, solagne sich die Geldgeber mit der Story zufrieden geben und weiter Geld reinpumpen, wie eben erst bei Twitter geschehen (15 Mio$) ist alles gut. Ich habe keinen Schimmer, warum Twitter noch kein Modell präsentiert hat. Es gäbe so viele Möglichkeiten, eine davon wäre in der Tat SMS… Es wäre so einfach.

  • twitter ist schon jetzt ein vielfaches der 15 millionen wert und wächst rasant weiter. so „verdient“ twitter geld.
    wenn sie wollten könnten sie ads neben die tweets hauen und gut ist. aber derzeit ziehen sie es vor zu wachsen, warum sollten sie jetzt schon monetarisieren? ist doch quatsch.

  • Ich will ja nicht parteiisch klingen, aber jetzt wäre ein Wechsel zu bleeper.de angebracht, oder.?! Dort kommen (angeblich) ständig neue Funktionen dazu und nicht wie bei Twitter, wo bestehende Features weggestrichen werden.

  • 1 USD pro SMS? Bei der Anzahl SMS, die Twitter versendet, müsste ein besserer Preis möglich sein!

    (Und wieso kann Twitter die SMS nicht wie x andere Anbieter per Werbung finanzieren?)

  • Ist hier ein „SMS outbound“ Experte dabei? Eben besonders für USA, Canada, UK und Indien. Kennt jemand günstige Provider für diese Länder?
    Am besten unter 3cent/SMS, gutes Routing und fester Absender.

  • # 11 : jan: Welcher Twitter User würde den darauf klicken? Das sind doch alles Profis, die die Werbung entweder „ausschalten“ oder sich dafür gar nicht interessieren.

    # 14 : Don Frey: Ja! 2USD. Im Ernst: zum einen wollen viele viel mitverdienen, zum anderen glaub ich das so nicht!

    # 15 : KL: Für so eine Frage bist Du hier wohl falsch. Preise und Routen? Melde Dich… 😉

    Hat schomal jemand überlegt warum Twitter nur 140 Zeichen erlaubt? SMS haben 160. Und was macht man mit dem freien Platz?

    Ich muß das morgen mal bloggen…

  • lol. und ich hab mich just bei identi.ca angemeldet. da geht sowas btw noch.

    > Und überhaupt, wo bleibt Jabber (XMPP) auf den Mobilgeräten?

    http://www.mjabber.com/

    google: „Mobile Jabber“.

    aus der jabber client database: http://www.jabber.org/node/460

    und wer generell die clients sucht: http://www.jabber.org/clients

    vielfalt leute, vielfalt 😉

    > Oder braucht es sowas nicht mehr in der Economy 2.0?

    nein. guck dir mal die anderen „alten“ web 2.0 dienste an. die verschlingen eigentlich nur venture kapital, wenn man sich das mal so anguckt. viele web 2.0 sachen sind einfach nur „könnte irgendwann mal gewinn bringen“.

    naja wurscht, identi.ca kanns noch, find ich eh besser. Allerdings fehlen bei denen halt noch sämtliche deutschen provider im angebot, aber ich da ich persönlich interesse dran hab das es geht, werd ich mich mal erkundigen welche deutschen providern email2sms unterstützen (T-Mobile auf jeden Fall) und denen ein wenig helfen.

  • E-Mail2SMS findest du bei jedem Anbieter in D, sowohl bei den Netzen als auch bei den Serviceprovidern. Allerdings sind die Preise meist etwas höher als bei einer reguären SMS.

    20cent meist

  • >E-Mail2SMS findest du bei jedem Anbieter in D, sowohl bei den Netzen als auch bei den Serviceprovidern. Allerdings sind die Preise meist etwas höher als bei einer reguären SMS.

    ich weiss, ich hab mich schon drum gekümmert 🙂

  • Kostenreduzierung ist gut, aber da hätte es doch bestimmt eine bessere Lösung gegeben. Twitter ist auch nicht mehr das was es einmal war. Nach und nach zerstört sich der zuvor viel gelobte Dienst selbst.

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