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RSS und Werbung: Ein Plugin hilft

jüngst hat Feedburner gemeldet, dass man nun Google AdSense auf Klick- und TKP-Basis im RSS Feed einbauen kann, wenn man will. Halte allerdings nicht viel von der Lösung, auch wenn man feintunen kann, dass nur in jedem x-ten RSS-Beitrag die Werbung am Artikelende erscheinen soll.

Interessanter finde ich folgende Lösung:

Ausgangslage
Man schnappe sich das WordPress-Plugin „Advanced Category Excluder
Eigentlich ist das Plugin dazu gedacht, um Postings bestimmter Kategorien nicht auf der Startseite des Blogs anzuzeigen. Es kann aber auch mehr. Man kann nämlich zusätzlich und separat angeben, ob die Postings der Kategorie X auch im Feed nicht auftauchen soll. So nutze ich das bei der „Speakers Corner“. Wähle ich diese Kategorie aus, wird der Beitrag nicht auf der Startseite angezeigt (sonder nur in einer gesonderten Ansicht) und ebensowenig im RSS-Feed. Gebe ich jedoch eine zweite Kategorie mit an, taucht der Beitrag auf der Startseite und im Feed auf. So steuere ich demnach die Anzeige über eine Mehrfachauswahl von Kategorien.

Umsetzung
Mit Hilfe dieses logischen Ausschlußsystems kann man ebenso Werbung im RSS-Feed auf Basis einzelner Artikel einbauen! Man wählt in ACE eine Kategorie aus, gibt an, dass Postings -die dieser Kategorie zugeordnet werden- nicht auf der Startseite erscheinen sollen, verzichtet zugleich auf eine Darstellung der Postings auf einer separaten Seite (im Gegensatz zum obigen Beispiel mit Speakers Corner; hat mit dem Plugin nix zu tun, sondern manuelles Management des Templates) und trickreicherweise lässt man dafür das Posting im RSS Feed auftauchen (sprich, man setzt den entsprechenden Haken in ACE nicht!). Selbstverständlich muss man angeben, dass es sich um einen werblichen Artikel handelt. Was der Artikel enthält, ist Eure Sache. Text, Bilder, Videos (je nach RSS Software können keine multimedialen Inhalte angezeigt werden, denkt dran!) oder Podcasts.

Diese Lösung fußt auf dem Gedanken, dass man selbst Werbeplätze im RSS Feed verkauft, nicht auf einer Vermittlungsleistung durch Dritte. Dafür hat man eine volle Kontrolle über die Werbekunden. Und muss auch nicht in jedem x-ten Beitrag die RSS Abonnenten mit Werbung nerven, die zudem bei herkömmlichen Lösungen (Feedburner) in völlig normalen Postings ergänzt wird. Was auch die Exklusivität erhöht, wenn man die Werbekunden, insofern man die Auswahl hat, bewusst reguliert. Halte diese Lösung insofern für alle interessant, die entweder über abertausende von RSS Abonnenten haben oder aber für Blogs mit sehr spitzen Lesegruppen, wo es nicht unbedingt auf Massen ankommt (eher B2B Themen). Was natürlich nicht die Frage klärt, wie man an Werbekunden herankommt. Diese Frage hängt von vielen Faktoren ab, je nach Bekanntheit und Vernetzung des Bloggers, aber auch allg. dessen Erfahrungen und KnowHow. Wozu natürlich Vertriebserfahrungen dazuzählen. Von selbst kommen die Kunden nicht, idR nicht, thats life.

Klaro werde ich das demnächst angehen, wenn ich Zeit habe. Grob tue ich mit maximal 4 Werbeartikeln pro Monat planen. Was bei einer Postingfrequenz von rund 200 Postings pro Monat eine Werbequote von 2% ausmacht. Halte ich für akzeptabel. Wie gesagt, es ist extrem wichtig, dass man den Artikel 100% sichtbar als Werbeartikel deklariert! So können Werbephobiker den Artikel im RSS Reader übergehen (auf dem Blog wird er eh nicht angezeigt), ohne sich damit unnötig aufzuhalten. Werde über meine Erfahrungen berichten.

Eins wird dadurch schwieriger, wenn man die Werbung eben nicht mehr im Blog einbindet. So achte ich bis dato darauf, dass -wenn möglich- ein Werbeformat eingeblendet wird, das dem Leser mehr als nur ein grafisches Banner anzeigt und idealerweise auch noch etwas nutzt. Aktuelles Beispiel ist das Banner von Lifestream am Ende eines Artikels. Eine Interaktivität ist im RSS Reader nur sehr eingeschränkt möglich, auch wenn manche RSS Reader zB Flashvideos anzeigen können.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

9 Kommentare

  • die idee finde ich interessant. schon seit einiger zeit überlege ich (wie viele andere auch sicherlich), ob, und wenn ja, wie mensch werbung im feed unterbringen kann. die angehangene werbung je post halte ich auch auf dauer nicht tragbar. das macht den feed irgendwie untragbar.

    aber werbliche feedbeiträge zwischendurch sind ein guter ansatz. ich denke aber dennoch, dass es nicht nur für direktvermarktung interessant ist, sondern mit einem guten konzept auch für online-vermarkter eine sache wäre.

  • Prinzipiell ist deine Idee gut. 2% Werbeanteil ist imho ok. Jedoch wird es anfangs relativ schwierig sein, einen realistischen Preis und Kunden zu finden …

    Deine Art der Feed-Werbung ist wohl nur für sehr große Blogs umsetzbar. Die anderen werden wohl auf Adsense und Co. zurückgreifen müssen.

  • Ich finde Werbung per RSS schlecht, aus folgenden Gründen:
    * Viele Leute nutzen RSS um unterwegs zu lesen, Werbung stört auf den kleinen Displays von Smartphones/Internet Tablets und kostet evtl. teures Übertragungsvolumen
    * RSS wird genutzt um schnell, große Mengen an Informationen zu sichten. Wenn man dabei noch mit Werbung zu kämpfen hat, wird dies verlangsamt
    * Wenn Werbung dynamisch in die Artikel eingebunden wird, erkennt der Feedreader evtl. nicht richtig, ob der Artikel sich seit dem letzten Abruf verändert hat und überträgt den ganzen Artikel nocheinmal neu.
    * Mobile Feedreader lassen sich vielfach nicht erweitern, das Ausfiltern der Werbung wird dadurch unmöglich
    * Kurzum, RSS wird deswegen geschätzt, weil es pure Informationen bereitstellt – kein Layout, keine Zusatzinformationen. Werbung macht hier gegenteiliges.

    Ich kann nur hoffen, dass sich Werbung per RSS nicht durchsetzt und dass insbesondere nicht-kommerzielle Blogs sich davon nicht verführen lassen.

    Werbung in RSS-Feeds sind leider die logische Folge, wenn die Leute nur noch die Feeds lesen und nicht mehr so häufig auf die eigentliche Seite zugreifen.
    Meiner Meinung nach wäre eine Alternative, im RSS-Feed nur noch den Anrisstext der Artikel zu übertragen. Die Benutzer werden so gezwungen die Internetseite zu besuchen, auf der die Werbung eingeblendet wird. Dies hat den Vorteil, dass keine Werbung im Feed erscheint; hat aber auch den großen Nachteil, dass ich in der Bahn dann die Artikel nicht mehr ganz lesen kann.

    Ich kann ja verstehen, dass die Betreiber von Websites Geld machen wollen, eine Seite kostet ja auch Geld fürs Hosting und unmengen an (Arbeits-)Zeit. Mich als Leser nervt Werbung allerdings nur und ich verwende diverse Techniken um die ganzen bunten und blinkenden Banner zu entfernen. (Ganz schlimm finde ich die penetrante Werbung mit Flash, sowie Werbung inmitten des Textes (wie z.B. bei heise.de).

  • Ich persönlich halte überhaupt nichts davon Werbung in einem Feed unterzubringen.
    Potenzielle „Adsense Klicker“ abonnieren kein RSS weil leider noch nicht wirklich viele wissen etwas damit anzufangen.

    Selbst in einer Klasse von 18 Schülern, welche Fachinformatiker in den Fachrichtungen Systemintegration oder Anwendungsentwicklung werden wollen, kennen gerade 2 davon die Funktion jenes Nachrichtenformats.

    Die Zeit dafür ist einfach noch nicht reif, weil das wie gesagt meiner Meinung nach nichts bringen wird, im Gegenteil es könnte eher schadende Auswirkungen haben, denn den einen oder anderen Feed habe ich aus meinem Reader schon entfernt, weil mir das einfach zu aufdringlich war.

  • @Mario: Naja, ich denke bei den Lesern von Blogs ist dies anders. Von den Leuten die sich überhaupt auf basicthinking verirren, werden die allermeisten etwas mit dem Begriff RSS anfangen können.
    Das Feedburner-Icon listet schließlich über 30000 Leser auf, da kann man dann nicht mehr über „Die Zeit ist einfach noch nicht reif“ reden. (Vorausgesetzt die Anzahl stimmt tatsächlich!)

    Ich bin auch gegen Werbung im Feed, ich habe allerdings bisher noch keinen Feed deswegen entfernt.
    Negative Auswirkungen könnte man übrigens ganz einfach nachweisen, indem man einfach mal Werbung schaltet und sich dann anschaut, wie sich das auf die Feedburnerstatistik auswirkt. Ich könnte mir auch vorstellen, dass dazu schon woanders jemand seine Erfahrungen veröffentlicht hat.

  • was ich nebenbei störender finde als eventuelle werbung im feed, sind absichtlich gekürzte feeds, um den leser den extraklick auf die seite zu bescheren, damit er sich da noch mit werbung zudröhnen lassen kann.

    es wird eine krücke bleiben — entweder brauchen wir filter, um unser feedarchiv zu säubern, oder wir haben nur ein verstümmeltes archiv, was überhaupt nicht zur recherche zu nutzen ist.

    ich glaube, da lebe ich lieber damit, dass robert 2% feedwerbung mitbringt, dafür aber einen vollständigen feed ausliefert.

    die weiterentwicklung wird dann wohl sein, dass die feedreader mit spamfiltern/adblockern daherkommen …

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